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Reisetagebuch eines Käfersammlers Genitalimexx Hodulenztittlender 2017

Autor:  halfJack

Als mich kürzlich ein anderer Reisender auf meinem Weg ansprach und fragte, ob mir in letzter Zeit ein absonderlicher Käfer aufgefallen sei, da wusste ich meine Gedanken auf Anhieb gar nicht zu spezifizieren. Offenbar hatte ich mich an das viele Getier, das ständig um meine Beine kroch oder mir brummend ins Gesicht flog, längst gewöhnt. Doch es dauerte nicht lang, da fiel mir ein Käfer... oder nein, mir fielen zwei... oder drei, vier Käfer ein, die mich besonders plagten.

Alle Bewohner dieses Landes, die Weblogs ohne Nur-Text-Eingabe schreiben, kennen sie wohl schon lange: die Blog-Bugs. Sie kommen in sehr vielen Unterarten vor, die hier nicht einzeln genannt werden sollen. Diese Bugs sorgen zum Beispiel für spastische Zuckungen der Bearbeitungsleiste, die sich ab und zu genau dorthin schiebt, wo man gerade schreiben möchte. Dieses Problem besteht allerdings nur bei längeren Beiträgen, da schließlich niemand damit rechnen konnte, dass man in einem Weblog mehr als zehn Zeilen verfasst.
Außerdem lieben Blog-Bugs Tabellen. Die Käferchen ziehen in Tabellen aus unerfindlichen Gründen die Bilder in die Länge oder verhindern, dass man unter die Bilder eine Textzeile setzt, stattdessen gelangt man manchmal (nicht immer, aber immer ohne erkennbares System) mit einem Enter neben das Bild, anstatt darunter. Diese Bugs vertragen sich auch fabelhaft mit ungünstiger Programmierung und lassen die Lightbox von Bildern ständig aufploppen oder schieben, sobald man in eine Tabellenspalte ein Bild eingefügt hat, die andere Spalte komplett zusammen, sodass man kaum dazwischen kommt oder die Rahmen rechts und links auseinanderziehen kann. Wie breit die Tabelle vorher war und selbst wenn das eingefügte Bild in der ersten Spalte noch einen Kilometer Platz hätte, spielt für die Totalquetschung der zweiten Spalte übrigens keine Rolle.

Nicht nur in den Weblogs treiben die Käfer ihr Unwesen, denn beispielsweise der Gemeine Auslog-Bug ist im Prinzip überall anzutreffen. Häufig taucht er in der Unterart Verlinkungs-Auslog-Bug auf, meist in der Nähe von Links, die wiederum zu Mexx führen. In letzter Zeit hat sich offenbar eine weitere Unterart herausgebildet, die den Zugriff auf völlig offene Weblogs verweigert. Dieser Bug wird von manchen Blog-Block-Bug genannt, von anderen bloß Zugriff-verweigert-Bug. Nicht selten taucht er sofort nach einem Zusammenstoß mit einem Auslog-Bug auf.

In den Microblogs lebt zudem ein Käfer, der mittlerweile schon eine gewisse Berühmtheit erlangt hat: der F5-Doppelpost-Bug, manche nennen ihn auch Äfffünf-Bug, Nachäff-Bug o. ä. Er sorgt dafür, dass man im Microblog beim Aktualisieren mit F5 (oder auf andere Weise) das letzte Posting noch einmal abschickt, noch einmal abschickt, noch einmal abschickt.
Mit einem weiteren Bug-Kumpan kann dieser Fehler sehr lästig werden, nämlich zusammen mit dem Webadressen-Enter-Ladeblock-Bug. Normalerweise ist dieser Bug nur bei den normalen Weblogs unterwegs, was bedeutet, dass man die Seite nicht durch das Drücken von Enter in der Webadresse neu laden kann, wenn der Ladeblock-Bug dort gerade sitzt. Stattdessen muss man dann F5 benutzen.
Man ahnt es schon, was jetzt kommt: Manchmal flattert der Ladeblock-Bug in den Microblog. Dann bringt Enter in der Adresszeile nichts, aber bei anderer Aktualisierung ließe der Äfffünf-Bug einen ja stottern, ja stottern, ja stottern. Natürlich gibt es noch andere Wege zurück, aber lästig sind diese Käfer trotzdem.

Ein anderer Weg zum Neuladen des Microblogs führt etwa über die blauen Balken, allerdings gibt es da einen meist zur Kategorie Handy-Bug gehörenden Käfer, der bei einem Wechsel zu einem anderen Tab die blauen Balken erneut anzeigt. Verständlich oder gar sinnvoll wäre es, den letzten blauen Balken noch einmal einzublenden, doch der Blablablaue-Balken-Bug wiederholt die letzten fünf bis zehn Balken vom ältesten bis zum jüngsten nacheinander. Warum auch immer er das tut.

Die Käferplage, mit der ich erst in letzter Zeit zu kämpfen hatte, wurde durch zwei mir bis dahin unbekannte Arten ausgelöst, die nur durch ihr gleichzeitiges Auftreten wirklich nervtötend sind. Beide gehören zur Gattung der Handy-Bugs. Der eine ist der Anti-Verkleinerungs-Bug, durch den man auf dem Handy die Seiten von Mexx zwar größer, aber nicht kleiner machen kann. Der andere ist eine nur auf dem Handy ansässige Abart des Blog-Bugs, der Kategorie Tabellen-Bug. Dieser Bug verhindert, dass man manche Tabellen in Weblogs komplett einsehen kann. Hier kommt wieder das "eigentlich" ins Spiel, denn eigentlich kann man in Weblogs auf dem Handy das Bild zur Seite schieben, aber manchmal... eben nicht. Dann hilft kein Drehen und durch den Anti-Verkleinerungs-Bug eben auch kein sonstiges Rumwischen auf dem Handy. Dann hilft nur Verzweiflung oder eine Kopie per ENS.

Wie auch immer die Reise in diesem Land weitergehen mag: Achten Sie auf Ihre Füße. Und Ihre Nerven.

Checkliste fürs Wochenende Genitalimexx Hodulenztittlender 2017

Autor:  halfJack
☑ Döner essen
Dringlichkeit: ⭐ ⭐
Aufwand: ⭐

☑ GRANRODEO-DVD schauen
Dringlichkeit: ⭐
Aufwand: ⭐ ⭐

⬜ Oma anrufen und Treffen zu Weihnachten vereinbaren
Dringlichkeit: ⭐ ⭐ ⭐
Aufwand: ⭐

⬜ Schreiben an Versicherung aufsetzen
Dringlichkeit: ⭐ ⭐ ⭐
Aufwand: ⭐ ⭐

✖ mit Post telefonieren (eventuell Pakete abholen)
Dringlichkeit: ⭐ ⭐ ⭐
Aufwand: ⭐ (⭐)
Ergebnis: Pakete schwirren irgendwo herum und keiner weiß wo

☑ Bibliotheksausweis verlängern
Dringlichkeit: ⭐ ⭐ ⭐
Aufwand: ⭐

☑ Fotokalender erstellen
Dringlichkeit: ⭐ ⭐
Aufwand: ⭐ ⭐ ⭐

⬜ Texte zu Frauenwahlrecht lesen
Dringlichkeit: ⭐
Aufwand: ⭐ ⭐

⬜ Kanji lernen
Dringlichkeit: ⭐
Aufwand: ⭐ ⭐

⬜ Serie "Holocaust" anschauen
Dringlichkeit: ⭐
Aufwand: ⭐ ⭐

⬜ Zusammenfassung zu Eugen Herrigel etc. schreiben
Dringlichkeit: ⭐ ⭐ ⭐
Aufwand: ⭐ ⭐

⬜ an Seminararbeit zu Kamikaze arbeiten
Dringlichkeit: ⭐ ⭐
Aufwand: ⭐ ⭐ ⭐

⬜ Papiere erledigen
Dringlichkeit: ⭐ ⭐
Aufwand: ⭐ ⭐

⬜ aufräumen
Dringlichkeit: ⭐ ⭐
Aufwand: ⭐ ⭐

☑ Wäsche machen
Dringlichkeit: ⭐ ⭐ ⭐
Aufwand: ⭐ ⭐

⬜ Socken und Mütze stopfen
Dringlichkeit: ⭐
Aufwand: ⭐

☑ Zutaten kaufen
Dringlichkeit: ⭐ ⭐
Aufwand: ⭐ ⭐

⬜ Plätzchen backen
Dringlichkeit: ⭐ ⭐
Aufwand: ⭐ ⭐ ⭐

✖ Zupfkuchen backen
Dringlichkeit: ⭐
Aufwand: ⭐ ⭐
Ergebnis: verschoben auf nach Weihnachten

Geschenke für
⬜ Oma
Aufwand: ⭐ ⭐
⬜ Neffen
Aufwand: ⭐
⬜ Schwester und Schwager
Aufwand: ⭐
⬜ Freundin
Aufwand: ⭐ ⭐ ⭐
⬜ Mutter
Aufwand: ⭐
⬜ Schwiegereltern
Aufwand: ⭐ ⭐ ⭐
Dringlichkeit für alle Geschenke: ⭐ ⭐ ⭐

⬜ Nengajo/Neujahrskarten schreiben (nach Japan)
Dringlichkeit: ⭐ (⭐ ⭐)
Aufwand: ⭐ ⭐

⬜ Urlaubsfotos ordnen für Familientreffen
Dringlichkeit: ⭐ ⭐
Aufwand: ⭐ ⭐

⬜ Steckbrief aktualisieren
Dringlichkeit: ⭐
Aufwand: ⭐

⬜ Kommentare beantworten
Dringlichkeit: ⭐
Aufwand: ⭐ ⭐

⬜ ENS beantworten
Dringlichkeit: ⭐
Aufwand: ⭐ ⭐

⬜ Project Zero 5 zu Ende spielen
Dringlichkeit: ⭐
Aufwand: ⭐ ⭐

⬜ Sekte gründen als Grundstein für spätere Weltreligion
Dringlichkeit: ⭐
Aufwand: ⭐ ⭐ ⭐ ⭐

☑ mit Rufus zum Casting gehen
Dringlichkeit: ?
Aufwand: ?

Außerplanmäßig:
⬜ Manga lesen
⬜ Weblog und tumblr aufräumen

Schönheit zwischen Rosen und Büchern Genitalimexx Hodulenztittlender 2017

Autor:  halfJack


Sämtliche Ähnlichkeiten zu anderen Figuren sind rein zufällig.

 

Rufus Reginald Buchus Bacchus
Optinian Delafleure von Rosenregen

Alter: 21 Jahre
Größe: 1,83
Gewicht: 52 kg
Beruf: Florist, Denker
Knackigkeitsfaktor der Eier: 8/10

Rufus R. B. B. O. D. von Rosenregen ist das Kind einer sehr reichen, adligen, intellektuellen Familie. Seine Eltern starben bei einem Kutschenunfall, sodass Rufus das riesige Anwesen erhielt, mit dem Garten, der Bibliothek und allem drum und dran. Er hatte kaum Kontakt zur Außenwelt und beschäftigte sich Zeit seines Lebens nur mit Büchern und seinen geliebten Blumen. Von den über 200 000 Büchern in der Bibliothek seiner Eltern hat er alle gelesen. Zweimal.


Wäre er zur Schule gegangen, hätte er mehrere Klassen übersprungen (aber natürlich wurde er privat daheim unterrichtet). Mit 8 Jahren schaffte er seinen ersten Universitätsabschluss. Er besitzt einen Magister in Floristik, einen in Philosophie, in Biologie, Geografie, Kunst und noch ein paar weitere. Seine Dissertation zum Thema "Empirische Betrachtungen zur Ästhetik des Windes in diffizil bepflanzten Blumenbeeten" erlangte in der wissenschaftlichen Welt große Anerkennung und auch seine "Farbenlehre der Rosenblattausprägung" ist weithin bekannt und dient als Grundlage der Forschung in der modernen Ästhetik.

Vom Charakter her ist er relativ exzentrisch, manche bezeichnen ihn auch als hysterisch (oder histrionisch, um mit den Worten toleranter Psychologenschaft zu sprechen). Rufus springt manchmal durch die Gegend und wirft mit Blütenblättern um sich. Und er umarmt gern Blumen. Er ist vollkommen unbefleckt, was dem Knackigkeitsfaktor seiner Eier einen Punkt pro Ei abzieht. Die Diener, die ihn anzukleiden pflegen, schwören allerdings, dass sein Gemächt ganz außerordentlich sei.

Whitelist gefordert Genitalimexx Hodulenztittlender 2017

Autor:  halfJack

Wer kennt das nicht? Da besucht man alle paar Wochen seine babyblaue Lieblingsseite, um sich mit netten Usern über persönliche Interessen auszutauschen, und dann passiert es: Man klickt sich an Bugs entlang zu den Blogs von den nicht so netten Usern, die über ihre eigenen Themen schreiben!

Eigentlich stehen die ja schon auf der Blacklist, aber jetzt wagen diese User es trotzdem, über irgendetwas zu reden, was nicht der eigenen Meinung entspricht. Man könnte das zwar ignorieren, aber sie überschwemmen die gesamte Tagesübersicht der Weblogsektion mit ihren Einträgen, sodass die anderen 8 bis 9 Blogeinträge völllig untergehen! Was die da krähen, ist nicht relevant. Man hat ja schon den Titel gelesen und fand den blöd genug, um über den Eintrag und die Kommentare hinwegzuscrollen und seine 2 Cent drunterzuschmeißen. Doch dann sind diese User auch noch so dreist und antworten.

So kann das nicht weitergehen. Wenn diese User nicht jeden Monat ein oder zwei Mal ihre Meinung kundtun würden, dann könnten sich die anderen Mitglieder, die das lesen und kommentieren, nämlich mit besseren Dingen beschäftigen: den Fanworks oder Themen zum Beispiel, über die man selbst bloggt. Denn mit Sicherheit würden sie das tun. Und wenn sie es nicht tun, bleibt ja noch immer die Möglichkeit, einen Blog über besagte User zu schreiben, um Aufmerksamkeit zu generieren. Dass die auf der Blacklist stehen und den an sie gerichteten Eintrag eigentlich nicht lesen können dürften, spielt keine Rolle; es hat einen ja selbst auch nicht gehindert. Im eigenen Blog kann man sich dann darüber aufregen, wie Leute mundtot gemacht werden, indem ihre Kommentare gelöscht oder gesperrt werden (außerdem hat man die Möglichkeit, Kommentare zu sperren, die das Gegenteil behaupten). Man kann über Meinungsfreiheit philosophieren (nämlich die Freiheit, Leute mit anderer Meinung auf die Blacklist zu setzen) und über Streitlustige und Wortverdreher (denn Diskussionen leben nicht davon, dass man anderen die Widersprüchlichkeit ihrer Aussagen aufzeigt). Dennoch ist das keine Lösung, das Problem bleibt in seinen Wurzeln bestehen.

Es gibt nur eine Antwort auf dieses Übel: Eine Whitelist.

Wir sorgen dafür, dass die komplette Userschaft erst mal auf die Blacklist gesetzt wird und jeder User vor der Meinung des anderen geschützt ist. Auf diese Weise muss niemand mehr unter andersartigen Ansichten leiden oder sich mit Dingen auseinandersetzen, die er vorher nicht ignorieren konnte. Stattdessen führen wir, am besten als TOFU, eine Whitelist ein, auf die man bloß diejenigen User setzt, deren Namen einem sympathisch erscheinen. (Nach den Beiträgen kann man ja nicht gehen, die sind schließlich nicht mehr sichtbar.) Um eventuelle psychische Schäden zu vermeiden, werden allerdings sämtliche Usernamen in Zukunft verschlüsselt, da manche vielleicht anstößig oder triggernd sein könnten.

Falls ein Mitglied trotzdem die Gefahr auf sich nehmen möchte, hier mit anderen Leuten zu kommunizieren, kann er einen Fragebogen zu bestimmten Grundsatzdiskussionen ausfüllen, worüber ihm andere User vermittelt werden, die in allen Punkten dieselbe Meinung vertreten.

Das ist unser Schritt zu einer besseren Gemeinschaft, zu einer besseren Zukunft.

Aki & Riku Genitalimexx Hodulenztittlender 2017

Autor:  halfJack

Nachdem unsere beiden Meerschweinmädels Nana und Zoey leider beide verstorben waren, haben wir knapp ein Jahr gebraucht, um wieder welche zu adoptieren. Dieses Mal fiel die Wahl auf zwei Böckchen: Aki und Riku.

Riku ist der Jüngere von beiden und er fiel mir sofort wegen seines weißen Streifens auf. Hier auf dem Bild ist der Streifen ein wenig zerzaust, doch Riku kann sich lang machen wie ein Wiesel, dann sieht der Streifen aus wie bei einem Stinktier. Ansonsten wirkt Riku durch die sehr spitze Nase ein bisschen wie eine Maus.

...Ich merke gerade, dass er also im Prinzip an alles Mögliche erinnert, nur eben nicht in erster Linie an ein Meerschwein.

 

Aki war die sofortige Wahl meiner Freundin, weil er komplett schwarz ist. Kennt ihr diese Formulare, die man beim Tierarzt ausfüllen muss, wo nach der Fellfarbe und den besonderen Merkmalen gefragt wird? Bei Aki könnte man nur hinschreiben: "schwarz" und "völlig schwarz". Wie ein Rußmännchen von Ghibli, obwohl man bei ihm häufig sogar die Augen nur erahnen kann. Das führt regelmäßig zu Suchaktionen im Käfig. Wenn Aki im Haus sitzt, ist er nicht auszumachen. Sitzt er auf dem Haus, kann man kaum erkennen, wo vorn und wo hinten ist und ob man ihm das Essen vielleicht gerade an den Po hält.

Riku ist quirlig, rennt viel herum und quiekt ständig. Außerdem habe ich selten ein Meerschweinchen so schnell fressen gesehen. Dafür ist er nicht sonderlich schlau. Vom Haus herab macht er meistens Weitsprünge, manchmal auch mit dem Kopf gegen die Wand vom Käfig, wenn er das falsch abschätzt. Wenn er etwas haben möchte oder Fressen riecht, stellt er sich irgendwo auf und macht Dehnübungen oder Yoga; mit dem Kopf den Rücken berühren und so einen Kram. Gibt man ihm einen Ring aus gepressten Heu, ist er zu dumm (?), um ihn einfach zu nehmen, sondern beißt davon ab und der Ring fällt runter. Vielleicht ist er auch einfach nur zu faul und möchte, dass man ihm den Ring die ganze Zeit vor die Nase hält. Wenn der Ring dann runtergefallen ist, findet Riku ihn meist nicht mehr wieder. (Das heißt, eigentlich sucht er gar nicht danach, weil der Ring für ihn einfach "verschwunden" zu sein scheint. Dass er nicht in der Luft vor seiner Nase schweben bleibt, scheint Riku nicht einzukalkulieren.) Dann rennt er meist ganz panisch zu Aki und versucht von ihm etwas zu ergattern.

Aki ist zwar älter, leichter und nicht so verfressen, aber er ist der eigentliche Boss von beiden. Ein geruhsamer Typ, der sich beim Fressen Zeit lässt und gegen Riku den Kopf hebt, wenn der ihm etwas stehlen möchte. Oft macht er sich das allerdings einfach, rennt mit seinem Ring in eines der Häuser und verstopft mit seinem Po den Eingang. Wie gesagt, man erkennt ja sowieso nicht, wo vorn oder hinten ist.

Jedenfalls sind beide extrem awesome, sodass ich fast Lust hätte, mal wieder ein paar Haustiercomicstrips zu zeichnen.

Clueless Uke Genitalimexx Hodulenztittlender 2017

Autor:  halfJack

Beitrag zum Adventskalender von Richter für die Aufgabe 13)

Vervollständige einen Beitrag, den Du für eine der bisherigen Aufgaben angefangen hattest, aber nicht mehr rechtzeitig geschafft hast.

Hierfür wähle ich die Aufgabe vom 3.12.2016, bei der man fünf Animexxler und fünf Animefiguren bei der persönlichen Lieblingstätigkeit zeichnen sollte, zusammen mit vier weiteren vorgegebenen Elementen, bei denen ich mich für Katzen, Boys Love, S/M und Oper entschied.

Spoiler
Dass es eine Ausgabe von diesem Jahr sein muss, steht nicht explizit da!

Damit erfülle ich zudem ein altes Versprechen, bei dem ich bereits die einzelnen Komponenten dieses Bildes ankündigte. Zu sehen sind PennyDreadful (links) und TheTwixer (Mitte), die zusammen einen SM-Doujinshi zu Jim und Richter anschauen. Richter ist natürlich der gefesselte Clueless Uke mit den Katzenohren. SmilingMana sitzt rechts und schreibt eine heiße Fanfiction über die beiden. Bei den Darstellungen habe ich mich an der Minionarmee und den Charakterbildern von TheTwixer orientiert. An der Wand ist ein Bild mit meinem fünf Lieblingsfiguren aus Anime und Manga, die vor der Semperoper stehen und die ich hier nicht noch mal einzeln benenne, weil man sie auch so recht gut erkennen kann.

 

Passend zum Thema Bondage gibt es hier noch mehr verpackte Geschenke:

Omi Mexx Genitalimexx Hodulenztittlender 2017

Autor:  halfJack

Vor einem Jahr um dieselbe Zeit überschwemmte eine Welle an verschiedenen Beiträgen die gesittete Stille der Weblogsektion, ausgelöst durch einen Adventskalender mit zweifelhaftem Namen. Für die damals bereits alt gewordene Dame Mexx war das äußerst empörenswert und so schickte sie ein paar edle User los, die ihren guten Namen verteidigten.

Heute war die alte Dame genügsam geworden und kümmerte sich nicht mehr darum. Sie hatte nichts gegen Meerjungfrauen bei den Lieblingsbildern der Woche und selbst RPGs konnten mittlerweile schon ein Jahr keine Updates mehr haben, ohne dass sie gelöscht wurden. Nur manchmal schlug Omi Mexx mit ihrer Gehhilfe zu, wenn aus dem Forum ein Mucks ertönte.

Wie vorausgesagt hatte man sie langsamen Schrittes um den See der Usertränen herumgeführt und auf ihrer Lieblingsbank Platz nehmen lassen.

Wehmütig dachte sie an die Zeit zurück, als sie noch eine vollbusige Schönheit mit rotem Haar gewesen war. Heute durchzogen nur noch ein paar wenige rote Strähnen ihr ergrautes Haar und auch ihre xx-Haarspangen waren rostig geworden. Omi Mexx hatte sich in ihren edlen Kaschmirmantel gekleidet, doch von den Manschettenknöpfen brach bereits so manches x-Ende ab. Ansonsten sah sie sehr blass und ergraut aus, wie eine hingeschluderte Bleistiftzeichnung, die gerade mal eine Qualitätsstufe oberhalb eines Strichmännchens erfüllte. Sogar ihre Lieblingsbank war in Auflösung begriffen und kaum als solche zu erkennen. Dass diese Bank überhaupt noch stehen konnte, obwohl die hinteren Beine fehlten, war ein Wunder.

Ein Wunder war es allerdings auch, dass Omi Mexx noch immer nicht entschlafen war. Irgendwie erinnerte sie die skizzenhafte Umgebung an die allererste Zeit, als User noch Kritzeleien auf Karopapier malten und als Fanart hochladen wollten, sodass man ihnen in milder Strenge auf die Finger hauen musste. Eigentlich war es doch eine schöne Zeit gewesen.

Mit diesem Gedanken lehnte sich die alte Dame zufrieden zurück. Es würde vielleicht nicht wie früher werden, aber auch jetzt noch konnte sie links und rechts auf ihrer Lieblingsbank ein paar Passanten einen Platz anbieten und darauf warten, was die Zukunft brachte.

 

Zur Vorfreue und weil heute Nikolaus ist, noch ein obligatorischer Weihnachtsbaum mit verpackten Geschenken davor:

Mexx unterm Rad Genitalimexx Hodulenztittlender 2017

Autor:  halfJack

In Hinblick nicht auf die jüngsten Ereignisse, sondern auf die animexxsche Situation im Allgemeinen gedieh in mir eine philosophische Idee in künstlerischer Gestalt, deren Konstruktion mir heute einiges an Mühe abforderte.

"Unterm Rad", Farbe, Plastik, Metall und Staub auf Holz, 53 x 46 cm

Den Herstellungsprozess möchte ich nicht in allen Einzelheiten ausführen. Nur so viel sei gesagt, dass ich hinaus in die Wälder zog und nach einem geeigneten Baum suchte, der mir als Material dienen konnte. Aus ihm habe ich das Brett als unteres Tableau des Kunstobjekts gesägt, sowie die Holzfigur und auch die Zahnräder errichtet. Eigens für die umstehenden Figuren habe ich Formen angefertigt und diese mit Plastikmasse gefüllt und sie anschließend per Hand mit Pinsel (Stärke 1) bemalt. Das Tableau ist in einer Variante von Animexxblau gestrichen.

Zu sehen ist die überaus große Wesenheit des Animexx in Form einer Holzpuppe, die sich im Getriebe einer Komposition aus viererlei Zahnrädern befindet. Die kleineren Figuren ringsum symbolisieren User, Mitglieder und Mitwirkende etc., die sich darum bemühen, das Getriebe am Laufen zu halten und dabei gleichzeitig die Wesenheit des Animexx zermürben. Die Figuren sind dabei so vielseitig wie anonym und werden hier nicht genauer charakterisiert. (In den meisten Fällen erkennt ohnehin jeder Betrachter, was er erkennen will.)

Platinum End Gewinnspiel Death Note, Platinum End, Gewinnspiel

Autor:  halfJack

Wer sich den vierten Band von Platinum End noch nicht gekauft hat oder generell überlegt, sich die Serie zuzulegen, sollte damit vielleicht nicht zu lange warten. Tokyopop veranstaltet nämlich ein Gewinnspiel, bei dem man einen exklusiven Druck von Tsugumi Ohba und Takeshi Obata zu Platinum End oder Death Note gewinnen kann, welche bislang nur in Japan erhältlich sind. Hierfür muss man nur ein Foto seiner gesammelten vier Bände von Platinum End an die Mailadresse shonenattack@tokyopop.de schicken. Ob das Foto irgendwie innovativ sein muss, ist nicht angegeben. Vergessen sollte man in der Mail nicht Name, Adresse und Alter.

Einsendeschluss ist der 24. August 2017.

Dokumentarisches Theater: Punk DDR, Dokumentarisches Theater

Autor:  halfJack

Vorführung im Museum zum Thema Scham und Stasi
Endversion:

Eine unaufgeräumte Wohnung, Blätter liegen auf dem Boden. A sitzt auf einem Tisch, neben ihm ein Kassettenspieler. Laute Punkmusik ist zu hören.

B kommt herein.

Musik aus.

A: „Hast du schon gehört? Die Bullen suchen nach dir.“

B: „Waren sie hier? Haben sie die Wohnung durchsucht?“

A: „Nein, sie haben ein paar unserer Leute auf der Straße befragt. Aber sie werden sicher bald hier aufkreuzen.“

B: „Dann wäre es besser, wenn sie die Texte nicht finden.“ B greift aufgeregt nach den Blättern am Boden, auf denen die Zitate des Dialogs stehen, und heftet sie an die Wand.

A: „Du hast Angst, das ist klar. Angst davor, dass die Bullen vor deiner Tür stehen und probieren mit deinen Texten ein Ding zu drehen.“

B: „Für die ist das nur konspiratives Gedankengut, das vernichtet gehört. Wenn es weg ist, ist es weg. Das sehe ich nie wieder, höchstens in Untersuchungshaft, als Beweisobjekt bei einer Befragung.“ B hebt ein weiteres Blatt auf, wendet sich von A ab und dem Publikum zu, spricht leise, aber deutlich, wobei er das Blatt weiter mustert. „Denen ist es egal, ob mir das wehtut. Die kennen kein Mitleid und keine Scham. Wenn sie das vernichten, zerstören sie ein Stück von mir selbst.“

Musik an.

B (schreiend über die Musik): Ich habe die Geschichte nicht gemacht
Und bin doch abgegrenzt und scharf bewacht
Sie sprechen vom Arbeiter- und Bauerstaat
Und vernichten ihre eigene Saat
Ich weiß nicht, hätte Marx geweint oder gelacht,
könnte er sehen, was ihr mit uns macht
Wir sind neugeboren in Trauer.“

Musik aus. A steht auf, geht zu B.

B: „Wir sind die Fehlgeburten der Mauer.“

A nimmt B den Zettel ab, hält ihn warnend hoch.

A: „Das kann dir eine Menge Ärger einbringen.“

A behält den Zettel den Rest der Szene bei sich.

B: „Ärger habe ich auch so. Überall kontrollieren sie dich, nehmen dir den Ausweis, rauben dir die Identität. Wo sollen wir denn hin? Sind wir eine Gefahr? Ich glaube, das ist reine Schikane, weil wir nicht ins Bild passen. Wir provozieren, klar, aber wir wollen doch bloß tun, worauf wir Lust haben. Wenn du nur mal zu einem Konzert willst, hält die Transportpolizei dich so lange fest, bis der Zug abgefahren ist. Ich habe Verbote für öffentliche Plätze und ganze Stadtviertel, nur weil ich mich dort mal mit meinen Freunden treffe. Ich darf praktisch nur noch die Strecke zwischen meiner Arbeitsstelle und der Wohnung benutzen. Sogar willkürliche Festnahmen sind eine Alltäglichkeit geworden.“

A (ironisch militaristisch): „Die Bezeichnungen sind nicht korrekt, Genosse. Im Neusprech des Staatsapparats nennt man das anders. Ansammlungen von mehr als drei Personen sind eine 'Zusammenrottung' und Festnahme heißt offiziell 'Zuführung'.“

B: „Da hast du Recht, man kann ohne weiteres bis zu 24 Stunden lang auf irgendeiner Polizeistation zugeführt sein.“

A: „'Zur Feststellung eines Sachverhaltes'.“

B: „Sobald ich mich mit ein paar von unseren Leuten gleichzeitig an einem Ort befinde, sind wir keine Freunde mehr, sondern...“

A: „...eine ‚antikommunistische Gruppierung’.“

B: „Dabei klingt das wie ein Widerspruch in sich. Kommunismus sollte doch von Gemeinschaft leben. Stattdessen wird jeder zwischen den Mauern isoliert und bloßgestellt. Ich frage mich, wo ich die nächste Nacht verbringen werde.“ B geht auf die Knie und nimmt die Hände auf den Rücken. „Wieder im Hof eines Polizeireviers, festgeknotet an einem Fahnenmast?“ Während A spricht, heftet B nun nach und nach weitere Zettel an die Wand.

A: „Letztens wurde ich für zwölf Stunden in Polizeigewahrsam genommen, weil ich die Straße diagonal überquert habe. Die Polizisten haben mich mal wieder in eine Diskussion über mein 'unsozialistisches und dekadentes Aussehen' verwickelt, das aus schwarz gefärbten Haaren und Schnürstiefeln besteht. Ich habe aus der DDR-Verfassung zitiert, dass jeder aussehen darf, wie er will und es nicht auf das Aussehen ankommt, dann wies ich darauf hin, dass Margot Honecker, unsere Volksbildungsministerin und die Frau des Staatsratsvorsitzenden, sogar blau gefärbte Haare hat. Als ich die Genossen in Widersprüche verstrickte, kam der überzeugende Satz: 'Nun werden se nich noch frech!'“

B (lachend): „Den Satz müssen sie wohl in der Ausbildung wieder und wieder üben. Ich kann es mir richtig vorstellen. Eine Reihe von Beamten und Obermeister Meier sagt: ‚Sprechen sie mir nach!‘ Und alle: ‚Nun werden se nich noch frech!‘“

B will weitere Zettel vom Boden aufheben, hält aber im Folgenden inne und hört A zu.

A: „Wir fuhren auf irgendein Polizeirevier und ich musste mich dort ausziehen, damit meine Sachen genau überprüft werden konnten. Die haben jeden Zettel gründlich studiert und jede Kassette abgehört, während ich mehr oder weniger nackt daneben stand.“

B (sich abwendend und leise): „Hast du dich da nicht geschämt?“

Musik an.

A sitzt wieder auf dem Tisch und B hängt nun allmählich die letzten Zettel an die Wand.

B (nach einer Pause laut): „Man traut sich kaum, die Wohnung zu verlassen. Aber vielleicht ist es sogar hier nicht sicher.“

Musik aus.

A: „Meinst du nicht, du übertreibst?“

B: „Die haben uns doch von Anfang an umsorgt und umlagert. Kannst du dich nicht erinnern? Unser erstes Konzert hatten wir mitgeschnitten, und die Aufnahmen wurden sofort geklaut. Oder wenn sie dir ganz detailliert Sachen erzählen, von denen kaum einer was weiß. Das ist doch alles merkwürdig.“

A (ironisch unheilvoll): „Und beim Nachhausekommen meinst du wohl, du spürst, dass jemand in der Wohnung war. Vorhänge im Nebenhaus scheinen sich zu bewegen. Ach, hör doch auf. Wenn wir reden wollen, sollten wir sonst vielleicht besser auf die Straße gehen.“

B: „Das Schlimmste bei solchen Ängsten ist doch gerade die Frage: Ist das wahr oder träumst du das bloß?“ B hängt den letzten Zettel an die Wand, der Boden ist nun leer. „Der ganze Bullenstress und die ständige Überwachung nerven auf die Dauer zwar ganz schön, aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt.“ Wendet sich wieder von A ab, dem Zuschauer zu und spricht leise, wie für sich. „Kann man sich an so etwas gewöhnen und nichts mehr dabei fühlen? Wenn ich mich auf mein Gefühl verlasse, dann ist die Paranoia real. Man muss sich damit auseinandersetzen und darauf achten, mit wem man wie spricht. Darum bin ich froh, mich auf meine Freunde verlassen zu können.“ Während B abgewandt ist, faltet A langsam das Blatt vom Anfang zusammen und schiebt es schließlich in seine Hosentasche, wo es ein Stück hervorlugt.

Stimme aus dem Publikum: „Das eigentlich Überraschende für uns war im Nachhinein, dass die Stasi direkt unter uns gewirkt hat, also aktive Macher in der Szene hatte. Wir hatten geglaubt, dass sich die peripheren Mantelträger um uns kümmern. Wir haben nicht gewusst, dass da Freunde und Kollegen involviert sind.“

A: „Unsere Aufmüpfigkeit war altersgemäße, pubertäre Unzufriedenheit.“

B: „Ob uns das nicht peinlich war? Mit zerrissenen Hosen und wilden Haaren, während die Leute dich anstarren und murmeln: Dass die sich nicht schämen.“

A: „Das Problem ist doch, dass der Staatsapparat dir deine Scham abgewöhnt.“

B: „Bei dem einen Mal, da hatte ich irgendsoein Top an und da knallte mir die linke Brust raus. Na ja, ich steck die doch nicht wieder rein, ich lass die doch draußen. Die haben auch alle gedacht, das gehört dazu. Vorher war ich im Grunde genommen beschämt, katholisch und romantisch. Und da stieg ich auf die Bühne und ja, ist mir doch wurscht, ob der Busen rausguckt oder nicht. Da hat sich schon viel in mir verändert. Was bringt es denn auch? Du kannst dir nicht die ganze Zeit Gedanken machen, was andere über dich denken. Dir selbst ist das viel wichtiger als den anderen.“

Publikum: „Dass die sich nicht schämen.“

B: „Das Problem ist doch, dass der Staatsapparat dir deine Scham abgewöhnt.“

A: „Irgendwann merkst du, dass es egal ist. Weil du dem Apparat egal bist. Also muss man machen, dass es wirklich keine Rolle mehr spielt. Dann können sie dich auch nicht mehr bloßstellen.“

Publikum: „Dass die sich nicht schämen“

A: „Das Problem ist doch, dass der Staatsapparat dir deine Scham abgewöhnt.“

B: „Punk war unser Ausdrucksmittel. ‚Anarchie’ war nur ein Symbol dafür, dass wir uns nicht unterordnen wollten. Eigentlich ganz normaler Teeniekram: Musik, Radau und Provokation. Wir wollten mit lustigen Aktionen schocken. Randale war immer nur Pose. Das haben aber leider nicht alle kapiert.“

Publikum: „Dass die sich nicht schämen.“

B: „Das Problem ist doch, dass der Staatsapparat dir deine Scham abgewöhnt.“

A: „Wenn möglich will der Staat dieses ganze feindliche Potential einbuchten oder wegschicken. Etliche von unseren Leuten wurden in den Westen abgeschoben und das nicht einmal freiwillig. Vor die Alternative gestellt ‚Westen oder Knast’, wählten sie doch lieber den Weg durch die Mauer.“

B: „Einen Weg, den viele von ihnen von sich aus nicht gesucht hätten.“

Publikum (mehrfach wiederholt und überlagernd): „Dass die sich nicht schämen.“ usw.

B (unterbricht das Stimmengewirr laut): „Das Problem ist doch, dass der Staatsapparat dir deine Scham abgewöhnt!“

A: „Doch was ist, wenn man keine Alternative hat? Welchen Weg wählt man dann? Die erste Generation von ‚staatsfeindlichen Subjekten‘ in der DDR wurde binnen kürzester Zeit nahezu gänzlich ‚zersetzt‘. Bald stellte sich der Osten trostloser dar als zuvor, zahlreiche Freunde sind nahezu spurlos verschwunden.“

B: „Die Punkszene war zerschlagen. Ich hatte Verfolgungswahn, richtig heftig. Ich habe viel Alkohol getrunken und Tabletten genommen in der Hoffnung, zu sterben. Ich bin besoffen auf die Straße, völlig heulend. Und das war für mich am schlimmsten, weil mir bewusst wurde, dass mir niemand helfen kann.“

A: „Wie krank muss ein System sein, damit es sich vor seiner Jugend fürchtet?“

B: „Wir wollten anders sein, auffallen, herausfallen. Wir wollten uns von den Normalos abgrenzen, doch wollten wir auch selbst abgegrenzt und ausgegrenzt sein?“

A und B (gleichzeitig): „Wir sind allein.“


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