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YUAL-Jury Mitglied - wie viel Arbeit ist das eigentlich? YUAL-Jury

Autor:  Finicella
Hallo liebe Leser!

Heute möchte ich euch mal etwas aus meinen (inzwischen sechs Jahre langem) Jury-Alltag erzählen. Im Zuge unserer Mitgliedersuche kam häufig die Frage auf, wie viel Zeit man denn bräuchte. Denn immerhin schreiben wir ja auch selbst immer, dass man Zeit mitbringen sollte. Da die YUAL-Jury ein Ehrenamt ist, ist es klar, dass man die Zeit dafür nach Arbeit/Schule/Uni braucht. Hat man die? Kann man die in seinen Alltag einbauen? Ich sage: OH JA! und will euch in diesem Eintrag einfach mal vorrechnen, wie viel Zeit ich für die Jury verwende und wie ich sie in meinen Alltag einbaue. ^^

Pensum?!
Ja, wir haben ein Pensum und das beträgt aktuell (seit Einführung übrigens unverändert) 40.000 Wörter. Das klingt jetzt vielleicht nach sehr viel, aber wenn man das auf den Monat rechnet, ist es nicht viel. Ich persönlich bin ein äußerst langsamer Leser - ich habe irgendwann festgestellt, dass ich für 10.000 Wörter ziemlich genau eine Stunde brauche. Wenn mich eine Geschichte fesselt und sie gut lesbar ist, geht es sogar in 45 Minuten.
Daher: Reine Lese-Zeit (!) betragen bei mir 3-4 Stunden im MONAT.
Wie bringt man das in den Alltag? Das hab ich immer sehr variiert, eigentlich habe ich das immer anders gehandhabt in diesen sechs Jahren. Hier ein paar Anregungen dazu:
  • Anfangs habe ich immer am PC gelesen, wann ich halt Zeit hatte. Irgendwann wurde mir das aber zu lästig.
  • Dann habe ich mir gedacht: "Hey, ich sitze eine Stunde am Tag im Zug - die Zeit kann ich sinnvoller nutzen!" Und prompt habe ich immer, wenn ich Lust hatte, im Zug gelesen. Später dann in der Straßenbahn, als ich nicht mehr mit dem Zug fuhr. Wenn ich nicht zu müde war, kam ich da sicherlich auf 3-4 Lesestunden pro WOCHE, die ich im Zug erledigt hab, wo ich sowieso nichts besseres zu tun hatte (außer aus dem Fenster zu starren).
  • Da mein Stundenplan an der Uni irgendwann Löcher aufwies, hab ich angefangen, einfach in den Pausen zwischen den Vorlesungen zu lesen - das war dann 1 Lesestunde pro Woche etwa, da ich schon darauf geachtet hab, nicht zu viele Löcher zu haben. Zugegebenermaßen fiel die aber am Ende vom Semester dann weg, weil ich da die Zeit zum Lernen nutzen wollte.
  • Wenn die Geschichte mich gefesselt hat, hab ich aber auch gern mal ein paar Stunden auf dem Sofa verbracht zum Lesen. Oder beim Essen.
Was ich damit sagen will: Es finden sich IMMER Schlupflöcher, in denen man die Zeit findet zu lesen. Die 3-4 Stunden im Monat sind daher nicht schwer reinzuquetschen.
Übrigens: Realistisch gesehen lese ich im Schnitt 100.000 Wörter pro Monat für die YUAL. Also 10 Lesestunden. Und die krieg ich erschreckend oft unter. ;)

Bewertung?!
Ja, das darf man nicht unterschätzen. Jede Geschichte, die gelesen wird, muss auch bewertet werden. Hier kommt es aber stark auf die Geschichte selbst an: Wie viel gibt es darüber zu schreiben? Was muss unbedingt gesagt werden? Wie lange war die Geschichte? Bei kurzen Geschichten hat man einfach nicht so viel zu sagen wie bei langen.
Im Schnitt würde ich behaupten: Alles unter 10.000 Wörtern lässt sich innerhalb von etwa 15 Minuten bewerten. Alles darüber braucht schon gerne mal 30 Minuten.
Als Zeit für die Bewertungen - wir gehen hier vom Pensum aus - bräuchte ich also wohl 2-3 Stunden. Die brauche ich zwingend am PC, deswegen wird das am schnellsten abends erledigt, wenn ich sowieso auf Animexx surfe.

Und sonst?!
Es gibt noch einige kleinere Arbeiten, wie zum Beispiel die neu vorgeschlagenen Geschichten aufzulisten, Tafel-Pflege zu betreiben, Diskussionen rund um die Jury-Arbeit, die neue Kür vorbereiten, usw. usf. Es gibt einiges zu tun - aber dafür haben wir ja auch einige Mitglieder. Wir teilen uns die Arbeit möglichst gerecht auf. "Möglichst", weil es einfach Arbeitstierchen gibt, die viel machen, und wiederrum Leute, die wenig am PC sind und daher mehr bewerten als im Zirkel rumzuschleichen. Und das ist okay so. Wir wünschen uns, dass jeder überall mit anpackt, aber es gibt einfach Unterschiede im Tagesablauf. Ich zum Beispiel bewerte zur Zeit am liebsten und lese lange Schinken, weil ich nicht mehr so oft am PC bin. Ich mach dennoch noch nebenbei was, aber das beläuft sich gefühlt auf... ja, vielleicht 3-4 Stunden im Monat? Und dazu muss man sagen: ich bin eines dieser Arbeitstiere, das sich wie ein wildes Tier auf Arbeit stürzt.
Übrigens: ich dachte anfangs doch tatsächlich, dass es erwartet wird, dass man täglich etwas macht. Das ist NICHT so - ganz im Gegenteil. Es passiert manchmal auch nen Tag lang überhaupt nichts. Solange jeder sein Pensum liest, sind wir ohnehin zufrieden. ;)

In der Summe komme ich also auf:
3-4 Stunden Lesezeit (langsamer Leser) + 2-3 Stunden Bewertungen + 3-4 Stunden sonstiges = 8-11 Stunden im Monat
Wenn ich gefragt wurde, wie viel Zeit man so braucht, hatte ich pauschal immer gesagt, dass es so 10 Stunden im Monat sind. Die Jury ist für mich also wie ein ganz kleiner Teilzeit-Job. Bloß, dass er viel mehr Spaß macht (und man kein Geld kriegt). ;)


Ich hoffe, dass der Eintrag ein bisschen Licht ins Dunkel bringt, wie viel Aufwand die Arbeit als Jury-Mitglied so ist. Vielleicht denkst du dir ja jetzt: Hey, das ist ja echt nicht sooo viel Zeit. Dann bewirb dich doch! ^^

Wir freuen uns auf dich! :D

 Finicella
Avatar
Datum: 14.02.2016 14:32
Für jede Bewerbung gibt's Cyber-Cupcakes von mir! :D

Aber ja, solche Pausen hab ich auch streckenweise genutzt. (Nutzlos in nem Lehrerzimmer hocken, während man noch nichts tun KANN... Hach ja. XD)
9x-7i > 3(3x-7u)
Mathematik = Liebe!
(Fakultät, nicht Ausrufezeichen! ;) )
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Datum: 14.02.2016 23:18
Ich hab sie einfach mal in euer Postfach geworfen.
Mal schauen was draus wird :'D
 
Mehr als nen Nein, kann es ja nicht werden.
+den Cyber-Cupcake mumpf+
 
 
Gut das ich als FanFiction Freischalterin den wütenden Mobb an Animexxlern gewohnt bin :'D
Here comes a shiny girl stepping of the bus the clouds in the blue sky, are stirring the waves and the rumored whirlpool rises up


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