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Indigo Mond
Der erlegte Wolf
ein klein bisschen versauter Saukram
Wie man Manga NICHT zeichnet
Menschenwelt - Geisterwelt
Update vom 9.4.2008
 
Tsukikage beeindruckt uns nicht nur durch ihre anatomischen Kenntnisse über die Bauchmuskeln ihrer männlichen Charaktere, sondern auch mit Szenen, in die man sich immer aufs neue hineinversetzen kann. Zarte Aquarelle mit viel Liebe zu Detail und Atmosphäre, digitale Colorationen mit genausoviel Charakter, ausgewogene Kompositionen. Das alles machen Tsukikages Werke aus. Wer eine Schwäche für Samurais hat, sollte diese Galerie auf keinen Fall außer Acht lassen!
 
 
Dōjinshi

Cover
 

 
Animexx: Gibt es Dinge, die dir beim Zeichnen besonders schwer fallen?
Tsukikage: Ich habe Schwierigkeiten damit, Gesichter aus extremen Frosch-/Vogelperspektiven zu zeichnen. Und damit, mich für einen Schattenfarbton entscheiden zu müssen, denn dabei gibt es so viele Möglichkeiten. Aber wenn ich mich erstmal entschieden habe, ist die Welt wieder in Ordnung XD Und Fanarts. So lange die Figuren nur doof in der Gegend rumstehen sollen, ist es nicht so das Problem, aber es fällt mir wahnsinnig schwer, mir eine sinnvolle Szene mit fremden Charakteren auszudenken. Weiß nicht, auch wenn ich mich viel mit einer Geschichte beschäftige, habe ich nicht das Gefühl, die Figuren so gut zu kennen, um ihnen ein Motiv zuzuteilen, das nicht völlig out of Character ist.
 
Animexx: Blieb dein Stil konstant, oder hat er sich tiefgehend verändert? Wenn ja, wie?
Tsukikage:

Ganz früher hab ich eigentlich nie ernsthaft versucht, Menschen zu zeichnen, aber sobald ich angefangen habe, mich mit dem Mangastil zu beschäftigen, sah alles sehr Sailormoon-Animeartig aus (>_< ja, damals hatte ich keinen Zugang zu irgendwas anderem mangamäßigen, bzw noch keine Ahnung und Sailoormoon war meine einzige Quelle) und sobald ich mich etwas in die Szene reingelesen hatte, veränderte sich mein Stil immer in Richtung der Serie, für die ich gerade schwärmte. Erst stark Richtung Kenshin, dann Vagabond. Ich höre immernoch ab und zu, daß mein Stil die Leute an Vagabond erinnert, aber ich denke, es hat sich auch einiges anderes reingemischt und in noch eine etwas andere Richtung verändert.

 

Animexx: Mit welchen Medien arbeitest du am liebsten und warum?
Tsukikage:

Mein Lieblingsmedium ist Aquarell, da man damit mal ganz detalliert arbeiten kann, mal aber auch einfach schön rumklecksen, schmieren und kleckern kann. Und man kommt schneller zu einem Ergebnis als mit anderen Medien, es eignet sich also auch gut zum Experimentieren. Das würde ich auch gerne mit Computer können, aber es artet meistens in mehrere Stunden Gefriemel aus. Dennoch mache ich irgendwie häufiger Computercolos. Es gibt dabei einfach so viele Kleinigkeiten, die ich noch ausprobieren möchte (und wegen strg+z XD). Buntstifte sind auch was tolles. Man kann sie vor allem gut mit anderen Medien kombinieren und auch sehr kontrolliert mit ihnen colorieren.

 

 
Animexx: Welche Aussagen stecken hinter deinen Motiven?
Tsukikage:

Eher sehr persönliche und weniger welche, die das Weltgeschehen angehen; wie es mir gerade geht, was ich für Sorgen habe oder was ich besonders toll finde. Ich bette diese Aussagen dann in mein Doujinshiuniversum ein. Da ich mich sehr mit meinem Doujinshi identifiziere, fällt mir da immer eine Szene ein, in der ich das unterbringen könnte (auch wenn diese Szenen gar nicht geplant sind). Viele Bilder zeichne ich aber auch einfach nur so, wenn mich die Lust packt, rumzukritzeln, ohne etwas damit sagen zu wollen. Oder wenn ich etwas Technisches üben will, wofür ich keine gute Idee "verschwenden" will. Ich habe zwar noch einige sinnvollere Motive im Hinterkopf, aber an viele traue ich mich auch nicht so recht ran, weil ich befürchte, daß ich sie noch nicht so umsetzen kann, wie ich sie mir vorstelle.

 

Animexx: Hast du ein Vorbild?
Tsukikage:

Schwer zu sagen, das ändert sich fast wöchentlich ^^° Heute ist es gerade Jo Chen. Ich liebe ihre Computercolos, den Umgang mit Licht- und Schattenfarben, die Strukturen und vor allem ihren relativ realistischen (aber nicht fotorealistischen) Stil. Immer wenn ich tolle Bilder im Internet finde, schaue ich mir davon in irgendeiner Hinsicht etwas ab. Ich befürchte zwar, daß ich es immer schon wieder vergessen habe, bevor ich dazu komme, es umzusetzen, aber im Unterbewusstsein bleibt da schon irgendwas hängen. Ich habe auf meinem Computer zig Ordner voller Bilder potentieller Vorbilder.

 

Animexx: Ist Zeichnen für dich nur ein Hobby, oder hast/willst du es zum Beruf machen?
Tsukikage:

Ich bin gerade dabei, es zum Beruf zu machen, ich studiere Design. Ich hoffe doch, daß es trotzdem immer mein Hobby bleiben wird und daß ich, nachdem ich den ganzen Tag mit (hoffentlich vielen) Auftragsarbeiten verbracht haben werde, immernoch Lust habe, meine eigenen Sachen zu zeichnen.

 

 
Animexx: Welches ist dein Lieblingsgenre?
Tsukikage:

Sieht man das nicht? XD Einstiegsdroge war mal wieder Kenshin. Dadurch bin ich auf weitere (bessere) Samuraimangas gestoßen, habe mich auch außerhalb von Manga und Anime mit dem Thema beschäftigt, und zeichne es auch meistens. Am besten gefällt es mir mit ein paar mythologischen Gestalten und einem Hauch Geistergeschichte. Fantasy ist aber auch was feines.

 

 
Animexx: An welchen Orten zeichnest du am liebsten?
Tsukikage: Im Bett. Dooferweise muß man dabei bloß immer höllisch auf das Wasserglas aufpassen, man wird leicht zu faul, aufzustehen um andere Sachen zu holen, auf Dauer geht es auf den Rücken... Deshalb hab ich das Zeichnen zumindest schon auf's Sofa verlegen können. Und wenn ich mich noch mehr ausbreiten muß, auf den Boden. Am Schreibtisch sitze ich aber irgendwie überhaupt nicht gerne, was wohl an meinem Schreibtischstuhl liegt (den hab ich bekommen, als ich ungefähr 6 war. In der Sitzhöhe ist er zwar verstellbar, aber die Rückenlehne ist auf Kinderrücken zugeschnitten, weshalb sie mit ständig in die Nieren drückt.)
 
Animexx: Gibt es seltsame Angewohnheiten, die du beim Zeichnen hast??
Tsukikage:

Nein, wenn ich mir die letzten Interviews so durchlese, kann man "Gesichtsausdrücke nachmachen" unter Zeichnern wohl nicht mehr als seltsam bezeichnen ;)

 

 
Animexx: Wurde dein Talent vererbt? Wenn ja, von wem, und was macht dieser Verwandte?
Tsukikage: Meine Mutter hat immer behauptet, ich hätte das von einem Großonkel geerbt, der sie in ihrer Kindheit portraitiert hat. Ich bin dagegen der Meinung, daß so etwas nicht vererbt wird. Ich denke es ist zu 90% Übung, die aus Spaß an der Sache resultiert und zu 10% Erziehung. Ok, eigentlich glaube ich, daß Erziehung sowieso der Grund für fast alles ist. Auch dafür, in wie weit man zu Übung bereit ist.  
 

 

Hier beginnt der 2te Teil

 
Animexx: Deine Kunstnote aus der 3ten Klasse:
Tsukikage: Das weiß ich noch, ohne auf's Zeugnis schauen zu müssen XD Denn die Lehrerin damals hatte mir nur eine 3 gegeben. Im Nachhinein ist mir das ziemlich egal, allerdings finde ich es nicht besonders förderlich von der Lehrerin, daß sie damals meinen "ganz tollen innovativen Stil, Fische zu zeichnen" (wie ich meinte) kritisierte. Sie meinte, sie würden wir Hundegesichter aussehen. In der 3. Klasse sollte man seine Schüler doch einfach machen lassen, man kann von ihnen wohl kaum tiefgründige Kunstwerke und korrekte Anatomie erwarten.
 
Animexx: Welche Musik hörst du beim Zeichnen?
Tsukikage:

Ich bin stolze Besitzerin des Okami-Soundtracks. 5 CDs reichen erstmal wieder für eine Weile. Ansonsten höre ich meistens gar nichts, weil ich meine CDs schon so oft rauf und runter gehört habe, daß sie mir auf die Nerven gehen. Und während des Zeichnens ist man natürlich auch zu faul, aufzustehen und eine andere CD einzulegen, so daß man nach 5 mal hintereinander eine CD nicht mehr ausstehen kann. Damit es nicht ganz so leise ist, hab ich nebenher auch häufig den Fernseher laufen. Ich hätte aber lieber wieder ein paar neue CDs ;_; oder Hörbücher (muß deswegen mal in die Bücherei gehen)

 

Animexx: Beantworte eine Frage, die du schon immer mal gestellt haben wolltest.
Tsukikage:

Wie wär's mit: "Wie würdest du es finden, wenn das Studio, das auch die Onimusha-Reihe programmiert hat, sich dafür entscheiden würde, ein Action-Adventure mit meinen Charakteren, deiner Doujinshi-Story und mit deiner Mitarbeit bei den Artworks herauszubringen?" Antwort: Super! XD

 

 
Animexx: Wo siehst du dich in 10 Jahren?
Tsukikage:

Meine zeichnerische Zukunft wird hoffentlich so aussehen, daß ich als Illustratorin arbeiten und nicht mehr so sehr am Hungertuch nagen werde... Vielleicht werde ich meinen lieben Doujinshi veröffentlicht haben und mich bis dahin hoffentlich auch noch um so einiges verbessert haben! Außerdem will ich ausgewandern!

 

Animexx: Wie hilfst du dir aus einem KreaTief heraus?
Tsukikage:

Wenn ich einfach nur ideenlos bin, mit einem Blick in mein Skizzenbuch, in dem ich alle Ideen aufzeichne, die ich irgendwann nochmal zeichnen wollte. Dort finde ich jedenfalls einige Ideen. Aber wenn ich in einem Kreatief stecke, bei dem ich keine richtige Lust habe, zu zeichnen, dann sehe ich mir am Computer die Bilder an, die ich mir von anderen Zeichnern abgespeichert habe. So bekomme ich wieder Lust, dies und das auch mal auszuprobieren. Einfach aussitzen hilft aber auch weiter... nur Geduld...

 

Animexx: Gab es ein Schlüsselerlebnis, dass dich zum zeichnen gebracht hat? Wenn ja, welches?
Tsukikage:

Naja, ein echtes Schlüsselerlebnis war es wohl nicht. Gezeichnet habe ich sowieso schon immer, aber so richtig ernsthaft ging es erst los, als ich angefangen habe, mich für Mangas zu interessieren. Und dazu kam ich durch eine Videospiel-Zeitschrift, in der es natürlich auch manchmal um japanische Videospiele ging. Die Bilder darin haben mich jedenfalls so sehr fasziniert, daß ich selber lernen wollte, so zu zeichnen. Die Anmeldung auf Animexx gab mir dann nochmal einen weiteren Anstoß, mir Mühe zu geben. Ich hätte vorher nie gedacht, daß es noch so viele andere Leute geben würde, die zeichnen.

 

 
Animexx: Wo würdest du eines deiner Bilder gerne veröffentlicht sehen?
Tsukikage:

Ein Videospielcover wäre nicht schlecht...

 

 
Animexx: Welchen Tip hast du an andere Zeichner, außer Übung natürlich?
Tsukikage: Ein Skizzenbuch zu führen ist sehr nützlich. Gute Ideen hat man schließlich immer in den ungünstigsten Momenten, da lohnt es sich, eine Möglichkeit zu haben, sie schnell aufzeichnen zu können. Das wäre dann ein Skizzenbuch im Sinne einer Gedächtnisstütze für gute Motive/Elemente. Natürlich ist es auch gut dafür, das Zeichnen an sich in jeder freien Minute üben zu können. (Wo wir wieder bei der Übung wären ^^°) Und wenn man mit seinen Bildern nicht zufrieden ist, soll man sich davon nicht aus der Ruhe bringen lassen. Sobald man zufrieden ist, wird man sich micht mehr verbessern. Ich glaube, selbst die allerbesten Zeichner, die von allen anderen bewundert werden, sind nicht zufrieden mit ihren Bildern. Das "Nicht-zufrieden-sein" sorgt schließlich dafür, daß man sich weiterhin Mühe gibt und sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruht. Die Leute, die das tun, werden's wahrscheinlich eh nicht weit bringen. Das soll jetzt aber auch nicht ins andere Extrem umschlagen und man kann natürlich auch mal stolz auf sein neuestes Bild sein, aber es ist ganz normal, daß man einige Tage später daran alle möglichen Fehler entdeckt.
 
Animexx: Wer hat dir auf deiner Laufbahn beigestanden und dich unterstützt?
Tsukikage:

Eigentlich niemand so richtig. Meinen Eltern war es immer mehr oder weniger egal. Sie haben zwar immer gesagt, daß ich ganz gut zeichnen könnte und zum Geburtstag habe ich von ihnen auch Zeichensachen geschenkt bekommen, wenn ich sie mir gewünscht hatte, aber aktiv haben sie mich nie unterstützt. Vor Animexx hatten meine Freunde eigentlich auch nie was mit Zeichnen zu tun, weshalb sie bei dieser Frage auch ausscheiden...

 

 
Animexx: Nehmen wir an du sitzt auf einer einsamen Insel fest, ob in der Hitze oder Kälte sei dir überlassen, und du hast weder Stift noch Papier, wie lässt du deine Kreativität aus?
Tsukikage: Naja, sich zu überlegen, wie man es sich auf der Insel gemütlich machen kann, bzw, wie man erstmal sein Überleben sichert, erfordert auch einiges an Kreativität... XD Das Zeichnen würde ich wahrscheinlich erstmal hinten anstellen, bis ich mich auf der Insel soweit eingerichtet habe, bis ich mir diesen Luxus leisten kann.  

 

 

Tsukikage war so nett uns eine Seite aus ihrem Comic, den sie in der 7ten Klasse gezeichnet hat, zur Verfügung zu stellen. Und so sieht ihr Arbeitsplatz aus.




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