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Fanart

Yeo   [Zeichner-Galerie] Upload: 06.02.2010 20:06
So, wir haben immer noch die Anfangsphase meines Lernmarathons. Gestern standen in erster Linie Volkswirtschaft und Sozialwissenschaften in der BWL auf´m Plan. Mein Pensum hab ich leider nich ganz geschafft, weil ich viel lieber weggepennt bin.

Es folgten eine Menge Träume. Unter anderem ging es drum, dass mein Großvater Jäger war und mir zusammen mit meiner Oma davon erzählte, dass sich in den Wäldern in meiner näheren Region ein legendäres Rotwild rumtrieb, dass schon uralt sein musste. Und dieses Vieh ließ sich einfach nicht schießen! In dem Zusammhang diskutierten wir sogar noch mal drüber, wie wichtig die Arbeit von Jägern ist, weil die Rehe und Hirsche keine natürlichen Feinde mehr haben und sich ohne gelegentlichen Wildschuss zu stark vermehren würden.

In einem anderen Traum hab ich über Comicstars.de erfahren, dass jemand, von dem ich vorher nie wirklich was gehört hab (und den es in echt nicht gibt), einen Manga-Vertrag bekommen hätte. Jedenfalls war der Typ noch richtig jung, aber der hatte die Zeichnerei so abartig bombastisch auf´m Kasten, dass der mit einem Schlag weit über jeglicher deutscher Konkurrenz stand. Und das Erschreckende daran war: Ich hab mich richtig für den gefreut! Ich dachte mir, der Typ wird jetzt so ein Über-Star und die Szene so aufmischen, dass wir ganzen anderen deutschen Zeichner ebenfalls von dieser Popularität profitieren werden, weil sich endlich mal ein breiteres Publikum unsere Sachen anschauen wird.
In den Comics des Unbekannten ging´s um so was ähnliches wie Transformer. Nur dass die dort teilweise die Ausmaße von Bergen hatten, in die sie sich auch folglich im Ruhezustand transformierten.

An folgenden und letzten Traum kann ich mich aber am detailliertesten erinnern: Postapokalyptische Zukunft. Sehr Mad Max-mäßig. Und wie der Zufall so wollte, spielte Mad Max sogar mit - und zwar als Mel Gibson und nicht als diese dubiose Neubesetzung, die für den vierten Mad Max-Film eingeplant ist.
Wir reden hier allerdings eher vom Mad Max aus Teil 1. Wir haben also noch das Motorrad und dieses ganze Polizei-Drumrum. Allerdings auch in ´nem stark gezeichneten Look. Also vielleicht ein Mad Max kurz nach Ende von Teil 1 ...
Wie in den Mad Max-Filmen ab Teil 2 war auch im Traum Benzin das so ziemlich wertvollste Gut, weil das nach der Apokalypse schlichtweg nicht mehr hergestellt wird.

Aber steigen wir in den Traum ein. Und genau so in medias res, wie ich gleich anfange, fing auch der Traum an:
Statt dem warmen Australien mit all seinen Wüsten, wie wir´s eher aus den Mad Max-Filmen kennen, sind wir (ich sage bewusst wir, weil es eine Third-Person-Situation war, ich war keiner der Akteure zu diesem Zeitpunkt, nur Beobachter) im kalten winterlichen Deutschland, gleich bei mir um die Ecke, wie sich noch rausstellen sollte.
Ein Wald. Man sieht hier nicht viel von postapokalyptischen Ausmaßen, aber da liegt so ein Gefühl in der Luft. Als wie ob Dementoren unterwegs wären ...
Mad Max ist nach einer Verfolgungsjagd der Sprit ausgegangen; er ist umzingelt von ein paar bösen Cops und ein paar Banditen, die mit dem vermeintlichen personifizierten Gesetz gemeinsame Sache machen. Man weiß nicht, was alles zwischen den beteiligten Parteien vorgefallen ist, sielt auch keine Rolle - Hauptsache, irgendjemand geht dabei drauf!
Mad Max hat die Hände hinterm Kopf, nutzt aber einen kurzen Moment der Unaufmerksamkeit des Cops, der die Waffe auf ihn richtet und verpasst ihm eine. Ein paar Tritte hier und da und schon kann er sich wieder frei bewegen auf engstem Raum. In all dem Gewirr gelingt es Max sogar, eine der auf ihn gerichteten Waffen umzuwenden und einen Schuss zu lösen, der den ersten Gegner endgültig aus dem Rennen wirft. Während alle Feinde zu ihren Waffen greifen, schwingt sich Mad Max auf sein Motorrad und nutzt einen Steilhang des frostigen Waldbodens, um noch mal sein Gefährt - selbst ohne ausreichende Kraftstoffreserven - in Schwung zu bringen.
Ein paar Schüsse fliegen ihm um die Ohren und der Motor versagt allmählich, doch Max weiß, dass er´s schon geschafft hat. Er meistert mit dem Motorrad ein paar schwierige Hindernisse wie Buschwerk oder Unterholz, dass er einfach überfährt. So macht er genügend Vorsprung, um seinen Verfolgern zu entkommen.
Doch die Polizisten und die Banditen sind nicht die einzigen, die hinter ihm her sind. Als sich Max umschaut, sieht er einige Höhenmeter über sich eine Gestalt durch den Wald humpeln. Offensichtlich bereits schwer gezeichnet (vielleicht angeschossen) und nicht einmal sichtlich bewaffnet, dennoch hat Max Angst vor diesem Etwas; vielleicht ist dieser Mann in der Ferne nicht mal physiologisch fassbar, sondern eher ein symbolträchtiges, manifestiertes Gedankenkonstrukt, von dem sich Max lösen will. Wir werden als Betrachter jedoch nichts Weiteres über diese Figur erfahren, nur, dass sie Max genügend Angst macht, dass er sich einen Unterschlupf sucht.

Am Rande des Waldes entpuppt sich die Szenerie plötzlich als meine Gegend. Da stehen mein Neubaublock und der benachbarte Neubau - allerdings gemäß der postapokalyptischen Zeit irgendwie unheilvoll und kalt.
Mad Max ist das egal und er nimmt den Eingang, in dem zufällig auch ich wohne. Auf den insgesamt drei Haupt-Etagen ist nicht eine Tür zu finden. Die kargen Wohnbereiche werden anscheinend rege betrieben. Man hört überall Männerstimmen, doch es ist höchstens mal ein Ellenbogen hinter einem Türrahmen zu sehen. Mad Max schlussfolgert, dass hier irgendwelche Drogen oder was auch immer hergestellt werden. Jedenfalls nichts Koscheres. Da er nicht bei derartigen Geschäftstreibenden um Asyl bitten will, nimmt er eine Treppe nach der anderen, bis er im obersten Stockwerk, dem Dachgeschoss, angekommen ist. Hier findet er auch die erste Tür und ebenso erstmals eine häusliche Atmosphäre. Die Tür öffnet sich und er wird süffisant freundlich empfangen.
Ein großer farbiger Mann packt Mad Max an der Schulter und macht deutlich, dass er nicht ohne Weiteres wieder umkehren kann. Mit freundlichem, aber dennoch bedrohlichem Gesicht erzählt der Fremde Max unentwegt Sachen in einer unverständlichen Sprache - irgendetwas Afrikanisches. Seine Stimme ist durch den gleichen Betonungs-Cocktail aus Freundlichkeit und Gefahr gekennzeichnet, wie sein sonstiges Erscheinungsbild.
Der stämmige Afrikaner bittet Max zur Türschwelle, von wo aus er den schick und durchaus gemütlich eingerichteten Innebereich erspähen kann, der im völligen Kontrast zu er Welt da draußen steht.
Da hat sich jemand seine eigene kleine Insel geschaffen, aber es ist klar, dass man in dieser rauen Welt derartige Refugien nicht errichten kann, ohne über bergeweise Leichen zu gehen.
Das ist das Stichwort: Der Boss des Afrikaners taucht auf. Ein weiterer großer farbiger Mann, der ebenfalls in seiner Muttersprache spricht - nur dabei um einiges bedrohlicher wirkt und Max verrückt lächelnd so nahe kommt, dass es scheint, er würde ihm das Ohr abbeißen wollen.
Max versucht immer wieder deutlich zu machen, dass er wieder gehen möchte und er weiß, dass ihn die Fremden verstehen, doch ihr Verharren auf der afrikanischen Sprache ist Zeichen genug, dass ihnen egal ist, was ihr Gast gerne möchte. Mad Max würde hier nicht einfach so verschwinden können.


Hier ist etwa Halbzeit des Traumes.
Für mehr Informationen werfen sie bitte eine Münze ein.

Auf alle Fälle switcht dann irgendwie die Story und der Schwerpunkt verlegt sich auf ein Völkerballturnier, wo unter anderem der dicke Pfadfinderjunge aus dem Pixar-Film Oben mit am Start ist. Aber hey! So sind Träume.
Themen:
Architektur, Monster (Sachthema), Manga Madness: 78 Tage auf der Straße des Hasses, Mad Max

Stile:
Alkoholmarker, Acryl

Beschwerde


Kommentare (11)
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Bitte keine Beleidigungen oder Flames! Falls Ihr Kritik habt, formuliert sie bitte konstruktiv.
Von:  Kefir
2010-02-08T09:58:04+00:00 08.02.2010 10:58
Jay!
Ich mag das Bild!^^
Von:  alphaweibchen
2010-02-07T13:38:16+00:00 07.02.2010 14:38
Ich werf auch ein Münze ein!
Erinnert mich an deine alten postapokalyptischen Bilder, wo auch immer solche Geschichten dazu waren. Die vermisse ich sehr! ;__;
Von:  Chika-san
2010-02-07T10:13:02+00:00 07.02.2010 11:13
hey, geiler traum!! xDDDD
vllt warst der zeichner, von dem du geträumt hast, ja du selbst ;D

*münze einwerf* ... O.ô ... *münze einwerf* *münze einwerf* ... ... -.- gabutt?
Von:  Bösauge
2010-02-07T09:09:23+00:00 07.02.2010 10:09
Sehr cooles Teil!
Von:  CatariaNigra
2010-02-07T07:50:37+00:00 07.02.2010 08:50
Allein für die Beschreibung kommt das Bild in meine Favoliste.
Von:  Kuebra
2010-02-06T22:34:05+00:00 06.02.2010 23:34
GOtt das sieht so krass aus *.*
echt geil
Von:  Werbenjagermanjensen
2010-02-06T20:30:42+00:00 06.02.2010 21:30
Ich dachte erst es hat eine mega Nase welche Laser abfeuert
bis ich festgestellt habe es sind die Augen...
Find die Hand und die Beine sind echt total geil geworden
und das ganze Chaos kommt wirklich super rüber!
Ich finde das Bild echt gelungen :) <3
Von: abgemeldet
2010-02-06T19:32:13+00:00 06.02.2010 20:32
geil, geil, geil!!! ... waaas sein geiles bild!!!
Von:  Muriku
2010-02-06T19:19:33+00:00 06.02.2010 20:19
Großartig. Das Bild, aber vor allem der Text. Ich geb zu, ich kenn Mad Max nicht, bin auch nicht so der Mel Gibson - Fan, warum weiß ich nicht, is auch unwichtig, aber ich hatte trotzdem so nen inneren Film vor Augen, der zwar keinen Sinn gemacht hat, weil der ja auch ein Traum war, aber so ist das halt in der Postmoderne, wie ich glücklicherweise doch noch dieses Semester gelernt habe. Ja, Filme... ähhh... verdammt. Dann werde ich wohl auch mal ein paar Sachen schreiben, jetzt bin ich fast wieder motiviert.
Von:  Shmoo
2010-02-06T19:17:21+00:00 06.02.2010 20:17
Ganz nachvollziehen kann ich das mit dem türlosen Treppenhaus nich, aber das is mir schon a Grissstadl!

Schade, dass du nich meinen Schönborn-Traum dieser Nacht hattest ... der war so toll, bildgewaltig und nach Urlaub schmeckend. Aber sicher auch irgendwo zu langweilig im Vergleich zu deinen.