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Und dann hat er ja gesagt

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Verzweiflung

Eine Woche verging, seitdem Naruto verschwand. Ich geriet seitdem in den tiefen dunklen Abgrund. Ich war in diesem Zustand eigentlich zu nichts zu gebrauchen. Ich versuchte vergeblich meinen täglichen Aktivitäten nachzugehen. Alles, was ich machte, gelang mir nicht: ich schmiss Sachen um, ich rammte ständig gegen irgendwas beim Laufen, ich hörte einfach mitten in der Beschäftigung auf und wusste nicht mehr, was ich zu tun hatte. Irgendwie schuf ich einmal pro Tag Essen zuzubereiten. Es dauerte zwar immer 2-3 Stunden, es war aber gut genug. Ich hatte ansonsten eh nichts zu tun. Und die ganze Zeit befand ich mich in einer Schwerelosigkeit und konnte meine Gedanken weder sortieren noch steuern. Ich dachte nur an ihn. Mich beschäftigte nichts anderes und ich konnte diesen Gedankenfluss nicht unterbrechen. Ich konnte nicht begreifen, warum er nicht mit mir zusammen sein will und suchte verzweifelt nach einer glaubwürdigen Antwort. Klar, er muss demnächst heiraten… aber das ist doch nichts, was man nicht regeln kann. Warum stellt er sich dann so quer? Das wrang mich mental aus.
 

Ich bekam kurz nach Narutos Verschwinden eine Mission. Ich vergaß ganz, dass Kakashi mich darüber benachrichtigte. Ich fand darüber nur durch Kakashi selbst heraus, weil er mich an dem Tag der Besprechung direkt anrief. Ich machte allen Umstände durch meine Verspätung. Ich schämte mich aber nicht dafür. Es war mir regelrecht egal.
 

Es ging also schon wieder um Kumo und Raikages Berater… diese Geschichte nahm einfach kein Ende. Die Mission war diesmal etwas ernster, man musste diese geheime Gruppe ausfindig machen. Kumos Anbu wusste nur, dass einige davon Kumos Nukenin sind. Ich verbrachte fast vier Wochen in Kumo allein und die Mission war nicht erfolgreich. Ich konnte mich nicht vernünftig konzentrieren und machte ständig kleine lästige Fehler. Einmal entwischte mir ein Verdächtiger, der Fehler war eindeutig mir zuzuschreiben und er war riesengroß und eigentlich unverzeihlich. Ich hätte es besser wissen müssen. Die Mission wurde daraufhin abgebrochen, teilweise sogar meinetwegen, aber nicht nur aus diesem Grund. Wir wurden dann zurückgeschickt.
 

Als ich nach Hause kam, gab mein Zuhause leeres, verlassenes und unbewohntes Gefühl von sich. Ich guckte in den Briefkasten, vielleicht ließ Naruto mir einen Zettel… natürlich war nichts spannendes drin. Wie denn sonst? Es wäre zu einfach.
 

Kakashi lud mich einige Tage später wieder vor, um meinen Fiasko zu besprechen. Alles, was er mir dazu sagte, ließ mich komplett gleichgültig. Er sagte noch, dass ich demnächst sehr wahrscheinlich keine Missionen mehr bekomme. Dann halt nicht, von mir aus…
 

Der Rest des Januars wurde richtig schlimm. Ich hatte schon wieder keine Beschäftigung und meine Gedanken frassen mich auf. An manchen Tagen pulsierte mein Kopf schmerzhaft und ich konnte in solchen Momenten kein direktes Sonnenlicht angucken. Deswegen verließ ich fast nie mein Haus und klebte sogar einige Fenster zu. Ich glaube dieses Gefühl zu kennen, als ich kurz davor war, Sharingan zu erwachen. Ob das alles mit Naruto zu tun hatte? Unsere kleine gemeinsame Nacht im Flur machte mir klar, dass ich ihn anfassen dürfen wollte. Ich wollte, dass ihm meine Berührungen gefallen. Plötzlich ging es nicht nur um mich allein. Es ging überwiegend um meinen Lieblingsmenschen… um meine Sonne…
 

Die Tage von den nächsten Monaten vergingen langsam vor sich hin. Ich war froh, wenn der jeweilige Tag endlich vorbei war. Meine Gedanken schmolzen zu einem einheitlichen undefinierbaren Brei. Und diese Gedankenmasse hatte nur mit Naruto zu tun. Er bestimmte meinen Tagesablauf komplett. Wenn die Gedanken nicht so stark durch meinen Kopf kursierten, durfte ich mal ausnahmsweise das machen, was meinen Körper am Leben erhielt. Ansonsten lag ich rum und starrte in die Decke. Ich magerte dadurch ziemlich ab.
 

Eines Tages wurden meine Kopfschmerzen so unerträglich, dass ich an dem Tag nur in der Ecke still rumheulen konnte. Dann beschloss ich am nächsten Tag nach ihm suchen zu gehen, weil ich jetzt fest davon überzeugt war, dass die Schmerzen aufhören, wenn er bei mir ist. Ich suchte vergeblich an diesem Tag nach ihm. Und dann am nächsten. Und dann wieder am nächsten. Irgendwann dachte ich mir, ich muss damit aufhören. Er war wirklich wie ein Sonnenstrahl. Hell, warm und immer in Bewegung… ich konnte nicht mit ihm mithalten, besonders in meinem jetzigen Zustand. Ich war nicht wirklich in der Lage zu etwas mehr als durch den Tag durchzufunktionieren. Ich schuf für mich also eine ziemlich feste Routine und zog sie jeden Tag brav durch. Keine Überraschungen und keine Abweichungen vom Plan. Keine Suchaktionen mehr. Es reicht.
 

Die Routine gab mir wenigstens etwas Halt und ich konnte ein halbwegs normales Leben führen. Jeder Tag wurde dadurch gleich. Es passierte nichts. Ich hoffte schon, dass sich der Berater von Raikage meldet oder sowas. Naruto beherrschte trotzdem meine Gefühlswelt komplett. Nachts dachte ich nur an ihn und bekam dadurch wenig Schlaf. Das bisschen, was ich schlafen konnte, wurde ständig von irgendwelchen Geräuschen von außen unterbrochen. Mitunter dadurch verschlimmerten sich meine Kopfschmerzen. Deswegen versank mein Haus irgendwann komplett in der Dunkelheit. Ich erreichte langsam meine körperliche Maximalauslastung. Ich wusste nicht, was danach kommt. Zuerst machte ich mir wenigstens ansatzweise Sorgen darum und es machte mir sogar Angst. Irgendwann wurde aber auch das egal.
 

Eines Tages wurde mir plötzlich bewusst, wie tief ich gefallen war. Ich riss mich irgendwie zusammen und wollte mich aktiv von dem Ganzen ablenken und vielleicht sogar mein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Ich schrieb Sakura an. Sie meldete sich innerhalb von 5 Sekunden und zack! ich war mit Sakura verabredet.
 

Wir gingen mit ihr spazieren, nichts besonders aufregendes. Sie war anscheinend sehr gut gelaunt und hatte schon wieder viel zu erzählen. Ich gab mein Bestes und bemühte mich ihr zuzuhören. Es grenzte aber an meinem körperlichen Limit. Ich fand sie einfach nur abstoßend. Keine Ahnung warum. Während des gesamten Spaziergangs redete sie alleine und ich versuchte beteiligt zu erscheinen. Ich konnte nur daran denken, wie es so viel einfacher wäre, wenn Sakura meine Sonne geworden wäre… so viel einfacher…
 

Der ganze Spaziergang kam mir unglaublich anstrengend vor. Ich konnte mich nicht in ihrer Gegenwart entspannen und war ständig genervt. Alles, was sie machte, war nervig und brachte mich aus meinem inneren Gleichgewicht. Ihre Chakra war auch ziemlich kühl und irgendwie uneinladend. Es konnte einfach nicht zwischen uns funktionieren, auf gar keiner Ebene. Niemals… ich verspürte eine Erlösung, nachdem alles vorbei war und ich nach Hause gehen durfte. Endlich…
 

Ich wusste auch ehrlich gesagt nicht, was besser ist: alleine zu Hause emotional zu verrecken oder sich vor Sakura ekeln… beides war irgendwie schlimm… jedoch war die Sakura-Sache vielleicht doch ein Ticken weniger schlimm. Schließlich ging ich wenigstens raus und das Ganze lenkte mich wirklich von Gedanken an Naruto ab. Ich traf mich also ab jetzt regelmäßig mit ihr und arbeitete sogar sie in meine Routine ein. Es tat mir nicht besonders gut, aber ich musste wenigstens nicht an Naruto denken.
 

Ich stellte mir die Frage täglich, warum Naruto nicht mit mir zusammen sein will. Es lag doch auf der Hand. Ich beobachtete ihn und Hinata lange genug und kann sagen, dass er keine bedeutende Gefühle für sie hat. Und es tut ihm aufrichtig leid. Er wird immer so seriös und ernst neben ihr und versucht einen starken Mann vor ihr zu spielen. Er ist doch gar nicht so! Er übernimmt sehr viel für sie und sie scheint es nicht zu schätzen. Dadurch verkrüppelt er sich langsam neben ihr. Irgendwann wird er daran kaputt gehen, wenn er wirklich plant, mit ihr den Rest seines Lebens zu verbringen.
 

Mit mir ist er anders. Er ist eine bessere Version von dem Naruto, in den ich mich mit 13 verliebte: albern und erwachsen zugleich. Hinata kann diese kindische Seite von ihm nicht leiden. Und gerade diese Seite macht Naruto aus, sie macht ihn zur kleinen warmen Sonne. Hinata schätzt nicht das Wichtigste in ihm. Und ich schon. Ich liebe ihn genau aus diesem Grund. Warum sieht er das nicht ein? Warum will er bei ihr bleiben? Nur weil er ihr ein Versprechen gab? Lohnt es sich, das ganze Leben an nur einem einzigen Versprechen zu richten? Ich verstand es nicht. Das alles machte noch weniger Sinn als unsere kuriose Beziehung. Es schien irgendwie unmöglich für uns in einer normalen langweiligen Beziehung zu stecken, selbst wenn sie nur freundschaftlich wäre.
 

Und so verging die Zeit. Ich zog meine Routine tagsüber durch und nachts plagten mich Gedanken an Natuto und die Frage "warum?" Ich muss aber dazu sagen, dass das die einzigen Sachen waren, die mich noch etwas fühlen ließen. Und Sakura löste natürlich in mir eine Mischung aus Ekel und Ärger aus. Ich war ansonsten zu allem anderen gefühlsmäßig taub. Nichts. Nur Gleichgültigkeit und Desinteresse. Ich fiel jeden Tag ein Stück tiefer in den Abgrund. Mittlerweile war ich nicht mehr in der Lage mir selbst daraus zu helfen. Ich brauchte ihn mit seinem warmen lindernden Sonnenschein. Wenn ich ihn nur wieder sehen dürfte, ginge es mir gleich viel besser… Naruto… wie geht es dir? Was machst du? Geht es dir genauso dreckig wie mir? Bist du auch so verzweifelt?
 

Als ich bemerkte, dass nichtmal Sakura mir hilft, mich von Naruto abzulenken, überlegte ich ernsthaft Konoha wieder zu verlassen. Was will ich hier? Meine Familie ist tot, ich habe hier nichtmal gute Freunde. Nur Sakura, die ich eigentlich nur aus Not aushalte. Naruto brach auch jeden Kontakt zu mir ab. Selbst wenn ich weglaufen würde, wo sollte ich denn hin? Wo ginge es mir tatsächlich besser? Ich will diesen Platz nicht benennen…
 

Einer Nacht wurde ich wieder mal von irgendwelchem Geräusch geweckt und konnte nicht einschlafen. Dann dachte ich, ich könnte meine Zeit besser nutzen und ging raus. Ich trieb mich in Konoha rum. Es war um 3 Uhr nachts und keiner war auf der Straße. Ich wusste gar nicht, wo ich hin möchte, ich hatte keinen konkreten Zielort. Ich wanderte nur planlos durch die leeren Straßen der Stadt. Nach einer Weile kam ich bei einem nicht markanten Spätiladen raus. Ich ging da rein um mir irgendwelche Snacks zu besorgen. An der Kasse stand jemand. Ich fühlte mal seit langem was… mein Herz fing an zu rasen und spürte, dass diese Person eine sehr warme Chakra besaß. Das war er! Das war Naruto! Ich erlebte einen geistigen Höhepunkt seit Monaten. Ich rannte sofort zu ihm und wollte ihn umarmen, er wich mir aber aus.
 

-- Ich bin so froh dich zu sehen! - rief ich laut. Seit langem fühlte ich was! Unbeschreiblich…

-- Sei still! - zischte er mich an, - Lass uns wenigstens rausgehen.
 

Wir gingen raus und dann guckte er mich an. Seine Augen waren voller Schmerz und Trauer. Ich war im Gegensatz zu ihm auf einer geistigen Höhe. Ich verspürte eine sehr mächtige Euphorie, die meinen Körper mit Schwerelosigkeit überfüllte. Endlich irgendwas, was mich nicht gleichgültig lässt! Ich versuchte schon wieder ihn zu umarmen. Er stieß mich dann grob weg.
 

-- Na und wie geht's dir so? - warf er mir genervt und unwillkommen zu und es bremste meine Freude zackig ab.

-- Ehrlich gesagt geht's mir dreckig. Können wir uns bitte wieder regelmäßig sehen? Ich halte es nicht mehr ohne dich aus… guck mich doch an, ich verrecke ohne dich! - ich wollte eigentlich nicht so viel auf einmal auf ihn ausschütten.

-- Bist du denn bereit wieder mein bester Freund zu sein? - fragte er etwas überheblich.

-- Nein. Ich will, dass du mir gehörst, und das weißt du auch, - ich sagte jetzt eindeutig zu viel.

-- Schade… - er guckte mich an, - komm zu mir, wenn du so weit bist. Also bis dann, Sasuke.
 

Er entfernte sich von mir. Schon wieder. Ich fühlte mich jetzt so schwach und ich hasste mich selbst dafür. Warum kann ich verdammt noch mal nichts machen?! Meine Freude verschwand komplett und stattdessen kam die kalte gleichgültige Leere. Nichts änderte sich. Obwohl er mich liebte, brauchte er mich nicht. Es tat so unfassbar weh… als ob die Hälfte von meinem Körper abgerissen worden war. Und diese Überheblichkeit, mit der er mit mir redete! Seine ganze Art ließ im gleichen Moment mein instabiles emotionales Gleichgewicht in tausend Stücke zersplitterten. Alles, woran ich so mühsam arbeitete, war jetzt kaputt. Ich verspürte, wie ein enormer Hass in mir hochkommt. Ich vergaß dieses Gefühl, seitdem ich nach Konoha zurückkehrte. Meine gigantische Liebe verwandelte sich in einen doppelt so großen Hass. Er ist so stur. Er ist so dumm. Er liebt mich, ist aber immer noch mit Hinata zusammen. Er lässt einem falschen Versprechen zu, sein ganzes Leben zu bestimmen. Ich konnte mich nicht mehr kontrollieren und drehte einfach komplett durch. Ich wollte ihn auf der Stelle töten. Es fühlte sich genauso wie damals im letzen Tal an. Wenn du mir nicht gehören willst, dann gehöre doch gleich GAR KEINEM!!! Keine Sorge, ich werde mich gleich darum kümmern…
 

Mein Mangekyo Sharingan aktivierte sich von alleine. Das Blut floss verstärkt in meine Gliedmaßen. Ich spürte, wie sich mein Körper anspannte. Ich rannte ihm hinterher. So eine Geschwindigkeit konnte ich seit langem nicht erreichen. Adrenalin geriet in meine Blutbahn und ich wurde euphorisch. Aber auf einer anderen Art und Weise. Ich wollte unbedingt sein heißes Blut auf meinen Händen spüren. Ich verfiel in eine wahnsinnige Freude darauf, ihn endlich töten zu können. Mein Lieblingsmensch! MEINE SONNE!!!
 

Mittlerweile holte ich ihn auf. Er bemerkte anscheinend meine Absichten und versuchte auf mich einzureden:
 

-- Sasuke, bitte hör damit auf, - sagte er ruhig.

-- Zu spät! Gleich töte ich dich!! Verschwinde doch endlich!!!

-- Löst denn mein Tod deine Probleme?

-- JA!! Ich bin mir ziemlich sicher!! Chidori! - rief ich wahnsinnig.

-- Passt es, wenn ich mich hier hinstelle? - sagte er wieder ruhig und stellte sich direkt vor mir, - das sollte gut genug sein. Töte mich einfach. Mach das.
 

Er guckte mich mit seinen großen blauen Augen an und ich zögerte automatisch. Er sah mir direkt in die Seele. Der Blitzklumpen in meiner Hand knirschte. Meine ganze Entschlossenheit verging. Ich unterbrach mein Jutsu. Ich kam mir so kindisch vor. Was wäre wenn ich wirklich getötet hätte?! Er ist doch mein Naruto… mein Lieblingsmensch… meine Sonne!
 

Ich war mir jetzt nicht mehr sicher was ich fühlen soll. Ich war verwirrt. Mangekyo Sharingan hörte mittlerweile auf zu wirken. Diese Aktion verbrauchte anscheinend viel Chakra und lastete meinen Körper noch mehr aus. Ich konnte nicht mehr stehen und fiel in seine Arme. Er fing mich auf und half mir, mich auf die nahestehende Bank hinzusetzen.
 

-- Aus diesem Grund können wir uns nicht sehen, - sagte er nachdenklich, - du kannst dich doch gar nicht kontrollieren.

-- Ich will aber! - die körperliche Schwäche überwältigte mich einfach. Ich musste mein Gewicht auf seine Schulter verlagern.

-- Sasuke… - sagte er leise, - es geht nicht darum, was du willst… oder was ich will… es geht darum, was sinnvoller ist…

-- Du fängst schon wieder mit der Scheiße an! - ich glaube, wenn ich nicht so erschöpft wäre, würde ich ihm in die Fresse hauen. Stattdessen verspürte ich einen Schmerz in meiner Brust.

-- Du kommst irgendwann auch dazu… ich weiß, wie schwer es ist. - seine Stimme war ruhig und leise. Ich konnte seine Ruhe nicht aushalten.

-- Sag mir warum?! BITTE!!! - ich schrie ihn plötzlich aus den Tiefen meiner Lunge an, - warum stellst du dich dem nicht, was du fühlst? Spielt es denn wirklich gar keine Rolle?! Ist es denn alles nicht wichtig?! Ich versteh es einfach nicht!

-- Meinst du es ernst?! Meinst du es jetzt wirklich ernst?!

-- Ja! Du kannst doch dein Leben nicht von einem einzelnen Versprechen so beeinflussen lassen! Bleib bitte bei mir! Du willst das doch auch! Und hör auf so hochmoralisch zu sein!

-- Komm mir jetzt nicht mit so einem Scheiss an! - seine Art änderte sich schlagartig: seine Augen wurden rot und seine Reißzähne verlängerten sich. Er wurde auf einmal mit Hass überwältigt und nahm seine Fuchsgestalt an. Ich wollte was dazu einwenden, er war aber schneller, - wo warst du früher damit, ha?!!! Wo warst du denn?! Ich sag dir wo! Du warst zu beschäftigt die ganze Welt zu hassen! Jeder wollte dir natürlich was antun!! Ja, klar! Du bist der wichtigste Mensch in diesem Universum und jeder MUSS Sasuke Uchiha hassen! Wie denn sonst, ha?! Du könntest anderenfalls gar nicht in deinen geliebten Selbstmitleid baden! Auf MEINE Gefühle zu achten ist schon immer was Niedriges für dich gewesen, ich war immer ein unfähiger Versager in deinen Augen!!! Denkst du, ich war einfach so hinter dir her?! Ha?! Nein!! Ich wollte halt nicht, dass du so miserabel endest!! Obwohl du mich gehasst hast und sogar mich töten wolltest, warst du mir die ganze Zeit nicht egal! Ich wollte verdammt noch mal dass du glücklich bist! Wie viel ich dafür getan habe, kannst du gar nicht wissen! Und die ganze Zeit hast du mich nur verletzt und weggestoßen! Du wolltest mir nichtmal zuhören! Dann brachte ich dich endlich dazu und erzählte dir wie viel du mir bedeutest… Was hat mir das gekostet? Ha?! Richtig, 5 Jahre meines Lebens und meinen rechten Arm! Und du schienst damals das Ganze mal wirklich anzunehmen. Ich war so froh! Es schien ja nicht umsonst zu sein. Ich dachte, dass du endlich in Konoha bleibst… Oder dass du wenigstens ein glückliches Leben führen kannst, ohne gleich alles und jeden zu hassen! Aber neeeeeeeein, ich lag wieder mal falsch! Du haust schon wieder ab! Einfach mal so! Wie es mich angeschlagen hat! Oh Gott wie! Es war eine der schlimmsten… nein, DIE schlimmste Zeit meines Lebens. Nur so nebenbei, falls es dich interessiert. Dann habe ich mir gedacht, dass ich aufhören muss, so fixiert auf dich zu sein. Schließlich konntest du nichts für meine Gefühle… Ich hab beschlossen, dass ich endlich mal erwachsene Entscheidungen treffen soll und mit der Vergangenheit abschließen muss. Das Traurige dabei ist, dass ich nicht so wirklich sauer auf dich sein kann. Ich bin einfach zu schwach und habe dir alles verziehen! Einfach mal alles!! Und weißt du was?! Ohne dich war mein Leben besser, ich hatte es einigermaßen unter Kontrolle. Dieses Erwachsensein fing an, mir zu gelingen. Hinata fand mich und es klappte auch zwischen uns. Und natürlich musst du genau dann auftauchen, als ich gerade dabei war mit deiner Scheiße endgültig abzuschließen. Du musstest mir natürlich alles versauen! Ich habe Hinata vielleicht nicht verdient, sie ist lieb, nett, sieht gut aus, sie kocht gut und vor allem sie ist nicht so verdammt anstrengend wie du!! Ich bin vielleicht nicht gut genug für sie, ich bin aber auch nicht so schlecht, um so von dir über die Jahre misshandelt zu werden!! Und ich sag dir noch was, Sasuke… Niemand, und ich wiederhole, wirklich NIEMAND hat es verdient, mit deiner Scheiße zurechtkommen zu müssen!!!!!!
 

Er warf mir seinen ganzen Hass in einem wütenden Blick zu. Ich erlebte ihn niemals so aufgebracht. Die ganze Sache zwischen uns musste ihm also doch sehr weh getan haben und jetzt brach sein bitterer Schmerz aus ihm aus. Seine Worte waren sehr verletzend, weil es mehr oder weniger stimmte, was er sagte. Ich glaube, er wollte mir damit gezielt weh tun. Und es traf mein Herz sehr genau. Ich nehme es ihm aber nicht übel… wie konnte er nur so gelassen auf mich während der letzten Monate reagieren? Mir kamen die Tränen hoch und ich konnte mich nicht bewegen. Ich wusste nicht, was ich ihm darauf antworten soll. Ich wollte eigentlich nicht, dass es so wird. Ich wollte ihn doch gar nicht verletzen… und dabei tat ich ihm den größten Schmerz in seinem Leben an…
 

Dann sagte er plötzlich:
 

-- Na, kannst du gar nichts dazu sagen, oder was? - er blieb still für einen Moment und versuchte sich abzuregnen. Seine Augen wurden wieder blau. Er holte tief Luft und fuhr fort, - wem mach ich was vor? Natürlich sagst du nichts dazu… dann halt nicht… es tut mir leid, ich hätte nicht so ausrasten dürfen. Aber jetzt weißt du, worauf ich meine Entscheidung beziehe. Ich bitte dich darum, sie zu akzeptieren. Machs gut, Sasuke.
 

Mit diesen Worten stand er auf und machte sich auf den Weg nach Hause. Er entfernte sich von mir sehr schnell. Ich konnte nur seinen Rücken anstarren. War's das jetzt wirklich? Ich wollte es nicht akzeptieren. Ich sammelte die restliche Kraft, die ich noch hatte, und rannte ihm hinterher. Ich umarmte ihn von hinten und flüsterte ihm schwach zu:
 

-- Es tut mir leid…
 

Er blieb stehen und bewegte sich nicht.
 

-- Sasuke, lass mich bitte los, - sagte er erschöpft.

-- Nein…

-- Sasuke, bitte! Ich will endlich nach Hause… lass mich gehen… - er klang verzweifelt und seine Stimme zitterte.

-- Nein!

-- Ich will jetzt nicht noch mehr streiten… bitte!

-- Nein! Ich liebe dich wie verrückt… wenn du jetzt gehst, muss ich buchstäblich sterben… ich halte es nicht mehr ohne dich aus…
 

Mit diesen Worten brach ich weinend zusammen. Ich schrie irgendwelche unverständliche Laute. Mein ganzer seelischer Leid wollte nach außen. Ich konnte ihn nicht mehr in mir behalten. Ich fiel auf meine Knien. Die Tränen liefen mir runter wie ein Wasserfall. Ich bekam keine Luft und dachte ich würde jetzt entweder ersticken oder in meinen eigenen Tränen ertrinken.
 

-- Was soll das jetzt? - seine Stimme klang besorgt. Er setzte sich neben mich, - Sasuke… - er streichelte mich vorsichtig am Rücken, ich konnte aber die Hysterie nicht unter Kontrolle halten, - Sasukeeeee! Nicht machen! Versuch ruhig zu atmen!
 

Ich konnte mich irgendwie gar nicht unter Kontrolle halten.
 

-- Was mach ich nur mit dir? - fragte er fürsorglich und seufzte schwer.
 

Dann nahm er mich in den Arm und fuhr fort:
 

-- Komm her, du Schwachkopf! Ich sagte doch, ich kann nicht so richtig sauer auf dich sein…
 

Er setzte mich auf seinen Schoß und drückte mich zärtlich und fest an sich. Sein Körper schloss mich um und sein Rücken und wurde wieder zu meiner Festung. Ich schmiegte mich an ihm. Er streichelte meinen Arm und steckte sein Gesicht in meine Haare. Er wirkte beruhigend auf mich und ich konnte endlich wieder normal atmen. Die Tränen waren aber trotzdem nicht aufzuhalten. Er löste sich von mir, guckte mir in die Augen und wischte mir die Tränen aus dem Gesicht:
 

-- Siehst du, so ist es doch besser.
 

Ich schmiegte mich wieder an ihn ran und versteckte mein Gesicht von ihm. Er sagte dann:
 

-- Was für ein Theater, Uchiha-san! Bitte beruhige dich, damit ich gehen kann.

-- Ich will nicht ohne dich… - konnte ich nur flüstern.

-- Du musst. Ich ändere meine Entscheidung bezüglich der Heirat nicht.

-- Vielleicht… - fing ich jämmerlich an.

-- Nein! Bitte lass uns nicht von vorne anfangen. Ich habe dich doch darum gebeten, meine Entscheidung zu akzeptieren. Bitte mach es für mich. Du bist doch wunderbar ohne mich all die Jahre zurechtgekommen. Mach doch genauso weiter.

-- Ich kannte dieses grenzlose Glück bei dir zu sein noch nicht. Naruto, die vergangenen Monate waren die besten in meinem Leben… und alles nur deinetwegen. Du bist meine Sonne… du schenkst mir Wärme und Freude… und ich brauche sie so dringend. Deswegen muss ich bei dir sein… ansonsten verfalle ich ins Schwarze… bitte nimm es mir nicht weg… bitte bleib einfach… - ich bekam schon wieder keine Luft.

-- Heeey, nicht reinsteigern! Komm, ruhig atmen, - seine Stimme klang angenehm seidig. Er umarmte mich fester, - Sasuke, du bist so unfassbar dumm… - er küsste meine Hand und seufze schon wieder.
 

Es wurde still für einen Moment. Ich beruhigte mich noch etwas mehr. Ich klammerte mich fest an ihm. Ich wollte ihn nicht gehen lassen. Mein Naruto… Mein…
 

Er sagte dann:
 

-- Du fehlst mir auch, weißt du? Und wenn es dir auch so schlecht ohne mich geht, vielleicht klappt das doch mit der Freundschaft? - er fügte hinzu, - ich meine wirklich nur Freundschaft, keine Berührungen, keine Gespräche über "verlass Hinata für mich"… nichts dergleichen… dich nicht zu sehen ist doch etwas schwerer, als ich dachte. So können wir wenigstens wieder rumhängen…

-- Ich weiß nicht… es tut so weh…

-- Wir könnten es doch versuchen… wenn es nicht klappt, dann sehen wir uns halt nicht.

-- Wahrscheinlich hast du recht…
 

Wir beide wussten, dass es eine sehr schlechte Idee war. Er redete sich ein, wir könnten es doch noch irgendwie schaffen wieder kuriose Freunde zu sein. Und er machte sich ernsthaft Hoffnungen, dass wir es durchziehen… so ein Schwachkopf… ich wollte aber nur etwas länger mit ihm zusammen sein… noch ein wenig… er ließ ein schweres Seufzen aus seiner Brust und klammerte sich genauso fest an mir wie ich an ihm. Eigentlich wollte er mich genauso wenig gehen lassen wie ich ihn. Aber nur eigentlich. Warum muss es nur so sein?! Verdammt, Naruto! Warum bist du nur so schwachsinnig?! Es ist alles deine Schuld!
 

-- Warum hast du es mir gesagt? Du willst mich doch gar nicht, - fragte ich ihn nach einer Weile.

-- Ich wollte es unbedingt loswerden… du wolltest doch auch, dass ich es weiß.

-- Macht es denn nicht nur Sinn, wenn…

-- Nein! Worauf hast du denn gehofft, ha? Du wusstest von vorne rein, ich bin vergeben. Du wolltest es nur mir sagen. Lass uns bitte dabei bleiben.

-- Aber…

-- Nein! Sasuke, hör auf damit. Ich lass dich sonst hier alleine.

-- Okay… es ist aber so schwer! - die Tränen kamen schon wieder hoch.

-- Na komm, nicht mehr weinen… ich kenn es, glaub mir, - er seufzte.
 

Er küsste mich leicht in den Kopf. Man, er will mich doch anfassen… und eigentlich würde er es mir sogar auch erlauben. Aber schon wieder nur eigentlich… der dümmste Shinobi, den es je gegeben hatte.
 

-- Warum agierst du dann so, als ob es dir nichts ausmacht? - meine Stimme zitterte.

-- Ich hab mich schon länger damit abgefunden. Du schaffst es genauso.

-- Womit? - ich verstand nicht ganz, was er meint.

-- Damit, dass du niemals bei mir sein wirst… Früher war das so, weil du immer von mir abgehauen bist und mich ständig weggestoßen hast. Jetzt ist es so, weil ich Hinata habe. Irgendwie möchte jemand nicht, dass wir zusammen sind. Wie hätten wir nur funktionieren sollen? Wahrscheinlich würden wir eh zerstreiten und uns gar im Endeffekt hassen… jetzt können wir uns aber als Freunde haben… ist es nicht schön?

-- Nein, ist es nicht… - er machte sich ernsthaft Hoffnungen darüber… so ein riesengroßer Schwachkopf!

-- Du wirst es noch verstehen… - mich machten seine Worte wütend. Es gibt nichts zu verstehen!

-- Nein, werde ich nicht, Naruto. Du willst doch bei mir sein! Es geht dir so gut in meiner Umarmung und du machtest es mir schon tausendmal klar! Dein "Erwachsensein" bedrückt dich und du redest dir immer ein, du würdest Hinata lieben. Und du versuchst es ja, das Problem ist nur, dass du nichts für sie empfindest. Du versuchst krampfhaft ihre kleinsten Wünsche zu erfüllen, du kümmerst dich um sie sehr aufdringlich und du hoffst, dass es was bringt. Aber es bringt nichts und es wird nie was bringen. Und das ist dir sehr schmerzhaft bewusst. Das Ganze tut dir auch aufrichtig leid, aber du spielst trotzdem einen starken Mann vor ihr und sagst, sie wäre die perfekte Frau für dich. Naruto, es wird sich nie ändern! Du wirst dich nie ändern! Und irgendwann macht es dich kaputt… Weißt du aber, wie schön deine Augen strahlen, wenn du bei mir bist? Du bist wieder du selbst, du hast Spaß am Leben und du möchtest deine Freude mit mir teilen. Und es gelingt dir immer wieder. Du machst mich glücklich. Du bist meine Sonne! Sag mir jetzt dass ich unrecht habe!

-- Nein, - sagte er leise, - es ist genauso wie du es beschreibst…

-- Warum willst du dann nicht mit mir zusammen sein?!

-- Ich habe mich wie gesagt damit abgefunden…

-- Mein Gott!! Dann finde dich halt fixe zurück! Mich regt auf, dass du dich jetzt dem querstellst!

-- Du hättest früher damit kommen müssen, Sasuke. Alles soll zu seiner Zeit geschehen. Jetzt ist es zu spät. Es tut mir leid, - er setzte mich von seinem Schoß auf den Boden ab und stand auf. Es wurde wieder kalt und einsam. Ich versuchte seine Hand zu fangen und es misslang mir, - ich kann dein Gejammer nicht mehr hören. Ich werde es dir diesmal nicht verzeihen… ich kann es einfach nicht mehr. Deine Art ist anstrengend und ich will Ruhe haben. Mit dir wird es nichts…
 

Er brach den Satz ab. Seine Augen füllten sich mit Schmerz. Er guckte mich an und hauchte leise aus:
 

-- Weißt du, ich bin lieber Hinatas starker Mann als deine Sonne…
 

Er wurde still, holte tief Luft und fuhr im Halbflüsstern fort:
 

-- Sasuke, manchmal sind Gefühle nicht alles… - er zögerte leicht. Seine Stimme wurde wieder etwas kräftiger, - wenn du aber irgendwann bereit bist, mein bester Freund zu sein, dann heiß ich dich herzlich willkommen, - ich griff ein letztes Mal nach seiner Hand und er stieß mich weg, - Bitte lass mich jetzt gehen ohne noch eine Szene zu machen. Das erschwert alles und ist unnötig… Ich kann dich nicht mehr ansehen… Du bist einfach nur unmöglich.
 

Es klang nach einem bitteren Abschied. Nein! Nein! Nein!!!! Es kann nicht vorbei sein! Naruto… BITTE!
 

-- Naruto, bitte! Komm zurück! Lass mich nicht allein! - rief ich ihm hinterher.
 

Er drehte sich nichtmal um. Er entfernte sich von mir in riesigen entschlossen Schritten. Ich war zu schwach um ihm wieder hinterher zu rennen, also blieb ich tatenlos sitzen. Meine totale Machtlosigkeit fiel mir zur untragbaren Last und ich kippte unter ihrem Gewicht um. Ich konnte seinen kleinerwerdenden Rücken nicht mehr ansehen, also starrte ich stattdessen den Boden an. Ich konnte auch nicht mehr weinen. Ich dachte, ich hätte bereits alle Tränen ausgeweint, die mir zustanden. Ich verspürte einen unerträglichen stechenden Schmerz in meiner Brust. Es wäre einfacher einen Kunai-Stich direkt ins Herz auszuhalten. Ich knickte um. Ich fühlte alles auf einmal… Liebe, Wut, Hass, Trauer, Scham, Kummer… etwas Mächtiges wollte aus mir ausbrechen und mein Brustkorb war kurz davor zu explodieren. In meinem Hals steckte ein Klumpen und machte mir das Schlucken unmöglich. Ich bekam keine Luft und griff verzweifelt mit dem Mund nach ihr wie ein sterbender Fisch. Mein Kopf pulsierte so wie damals als mein Sharingan erwachte. Nur tausend mal stärker. Jede kleine Lichtquelle löste einen enormen Schmerz aus und überlastete meinen Kopf. Ich rollte mich auf dem Boden zusammen und verdeckte mein Gesicht mit den Armen. Ich konnte nur die Dunkelheit ansehen. Sie war leer, entspannend und sicher. Und am wichtigsten ohne Überraschungen. Ich wurde von dem Abgrund vollständig konsumiert.
 

Also war's das. Meine Sonne verließ mich und schien nun für jemanden anderen.



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Kommentare zu diesem Kapitel (1)

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Von:  Scorbion1984
2017-08-10T09:11:34+00:00 10.08.2017 11:11
Ein sehr emotionales Kapitel und sehr traurig !
Was Naruto macht ist auch nicht richtig ,er liebt Hinata nicht und das wird ihn auf Dauer kaputt machen !
Diese Ehe ist eigentlich zum scheitern verurteilt !
Antwort von:  suugakusan
10.08.2017 12:10
Naruto hat ja seine Gründe und ist über Sasukes Verhalten verbittert. Die Frage ist, ob es Begründung genug für ihn ist um sein bequemes Leben durchzuziehen.


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