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Dunkle Klingen

von

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Kapitel 5 - Lux

Geblendet von hellem Licht hält sie schützend ihre Hand vor die Augen. Die Luft ist warm und der Grund sandig. Vorsichtig hebt sieht sie auf, vor ihr erkennt sie ein großes Gebäude mit hellbraunen Stein. Eine Arena, ein Colloseum. Sand wirbelt durch die Luft und laute Rufe dringen zu ihr durch.

Der Weg führt weiter zu dem großen Tor mit Metallgriffen, es stehen keine Wachen oder ähnliches davor. Vorsichtig schiebt sie die Tür auf und geht hinein in die Arena. Um sie herum sitzen auf Sitzbänken eine Menge Zuschauer, aber nicht nur Menschen, es sind auch andere Wesen dabei in allen Gestalten. Wölfe, Vögel, seltsame Hybriden oder Fischmenschen brüllen lautstark ihre Jubelrufe hinab zu ihr.

“Dort haben wir unsere nächste Kämpferin, es geht um den Preis! Seit ihr genauso gespannt wie ich?” brüllt eine große Gestalt vom Podium rechts von ihr herab. Die Menge antwortet mit begeisterten Rufen. Lux hebt ihren Zauberstab ein wenig hoch als ob sie sich vor den Schreien damit schützen könnte. Was wird der Preis sein?

Ein großes vergittertes Tor wird nach oben gezogen und ein lautes Schnauben ist die Antwort. Das Wesen ist eine Mischung aus einem Wildschwein und einem Löwen, nur hat es anstatt Stacheln eine harte Panzerung aus Stein. Verdammt, was soll das werden? Aber sie wird keine Angst haben. Mutig sieht sie in die glühenden Augen des Monsters und beruhigt sich selbst mit langsamen Atemzügen. Ihr Zauberstab vibriert leicht und sie erinnert sich an die Worte ihres dunkleren Ichs.

Sie sucht im inneren nach dem Licht, es ist immernoch da und wartet darauf, geweckt zu werden. Die junge Frau berührt es und spürt, wie die Kraft durch ihren Körper fährt. Der Zauberstab verändert seine Farbe und eine andere Person schlüpft zu ihr in den Geist. Jemand stärkeres und dunkles, aber es ist nicht wie eine Kontrolle.

Gemeinsam würden sie genug Kraft haben, den Gegner auszuschalten. Mit einem geschickten Seitenschritt schafft sie es, den Ansturm des Monsters auszuweichen. Ihre magische Kugel hat eine dunkle Farbe und trifft es in die Seite. Die Menge jubelt vor Spannung über den Kampf. Lux kann die Wut des Monsters spüren, es dreht sich um und schabt mit den Hufen im Sand.

“Den Kampf kannst du schnell beenden, es ist schwach und untergeben.” sagt die andere Lux in ihr und lächelt fies.

“Gut, dann bringen wir es zu ende.” sagte sie und richtet ihren Stab auf das Monster. Es stürmt los und Lux schafft es nicht, rechtzeitig zu reagieren. Der Schmerz ist heftiger als erwartet, als es sie in die Seite erwischt. Nach Luft holend krümmt sie sich vor Schmerz zusammen und hält sich die Seite.

“Komm schon, steh auf! Das hier ist nichts, vergiss nicht den Kampf und vergiss deine Wunden.” meint die dunkle Lux und zeigt ihr in Gedanken, wie sie gemeinsam dem Monster mit einem gebündelten Energiestrahl ein Ende bereiten würden. Die Menge ist gespannt und beugt sich tiefer über die Absperrungen um mehr zu sehen. Lux holt tief Luft und spürt, wie ihr jede Bewegung durch Mark und Bein geht.

“Konzentriere dich und fokussiere die Energie auf den gewünschten Punkt.” so hatte sie es gelernt. Die Kriegerin hebt ihren Stab und schießt einen Strahl gebündelten Lichts auf das Monster. Zeitgleich mit dem Brüllen des Monsters schreit die Menge über den schnellen Wandel des Kampfes. Mit einem Grinsen auf den dunkel geschminkten Lippen stemmt Lux ihren Arm in die Hüfte und hebt den Stab in die Höhe.

“Das ist eine Leichtigkeit für mich, ich hoffe es hat euch gefallen!” Die Massen jubeln und der Ansager versucht durch die Schreie hindurch zu dringen.

“Du hast deinen Preis wirklich verdient! Komm hier hoch!” Die unteren Reihen strecken die Arme nach ihr aus, als sie die Treppen zwischen den Sitzplätzen hindurch zu dem Ansagerpodest hoch geht. Noch immer steckt die Magie der dunklen Lux in ihrem Stab und gibt ihr neuen Mut, stärkere Gedanken und einen sicheren Gang. Eine andere Persönlichkeit mit individueller Macht.

“Nun, du darfst dir eine dieser Kugeln nehmen und die grenzenlose Kraft dein eigen nennen.”

Eine einzige. Das ist eine Entscheidung in einem Test, man will sie testen ob sie es wert ist eine weitere Kraft zu erhalten. Eine gold-rot schimmernde und eine hellrosa Kugel liegen auf dem Samtkissen vor ihr. Lux streckt ihre Hand aus, unsicher welche sie nehmen sollte.

“Warum nur eine? Wie soll man zu größere Kraft kommen wenn man sich nur beschränkt und nicht von den Fesseln befreit? Nimm beide und verschwinde von hier. Ich werde dir dabei helfen.” Ist es das richtige? Das richtige tun in einem Test wie diesen, zählt das? Zu viele Gedanken, was soll sie tun?

Die dunkle Lux bekommt von ihrem Twist mit und schickt einen kraftvollen Schub. Sie nimmt beide Kugeln von den Kissen. Als sie direkt mit ihren behandschuhten Fingern auf die Oberfläche stößt, nimmt es sie mit in eine andere Dimension, ähnlich wie vor der Arena.

“Du kannst dich also nicht so richtig entscheiden, wie?” Ein Abbild ihrer selbst mit feuerroten Haar und Augen sieht sie wütend an.

“Lass ihr den Spaß, sie wird uns beide brauchen bei der bevorstehenden Prüfung.”

“Wieso musst du immer recht haben, Mystic? Aber was solls.” Die rote Lux wendet sich wieder ihr zu. Lux hat ihr Aussehen wieder erlangt und auch ihre andere Persönlichkeit ist verschwunden.

“Welche Prüfung? Eine für meine Kraft? Ich nehme sie gerne an um endlich meinem Land einen Gefallen tun zu können!”

die rosafarbene Lux namens Mystic lacht hysterisch.

“Okay, du hast mich überzeugt, Süße. Kommst du mit, Lava?” Sie streckt ihre Hand zu der roten Lux aus.

“Nun gut, aber nur weil du dich wirklich als stark erwiesen hast. Sonst würde ich dich gerne durch meine höllische Prüfung schicken.” Lustiger Pun...dachte Lux sich und ergreift schließlich die beiden hin gehaltenen Hände. Es ist wieder wie vorher, sie spürt sofort wie die beiden Lichter sich zu dem anderen dunklen in ihrem Herzen verstecken.

“Du solltest so schnell wie möglich wieder in deine Welt zurückkehren. Deine Kraft ist noch roh und ungeschliffen!”

“Wir werden ja sehen, wie du dich schlagen wirst, aber hör öfters auf andere. Die meinen es nicht immer nur schlecht mit dir.” sagt Mystic auf einmal. Das helle Licht um sie herum verschwindet langsam und der Raum mit den Glasfenstern taucht wieder auf. Um sie herum stehen die Begleiter des Rituals in ihren seltsamen weißen Mänteln. Fast wie bei einer Sekte… langsam rappelt sie sich wieder auf und sieht in die Gesichter der anderen.

“Willkommen zurück, du hast deine Prüfung bestanden!”



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