| Tränen
(fühlen, tränen, Trauer, Weinen)
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Tränen sind keine Lösungen und zeigen einem keinen Weg...
aber sie zeigen, dass man Probleme hat und lässt sie einen als solche erkennen.
(Ich weiß nicht, ob das so schon ein Mal jemand formuliert hat, das kommt aus mir selbst... und ich bin stolz darauf, heute Nacht seit langem mal wieder weinen zu können - ohne vorher verprügelt worden zu sein)
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| 08.03.2008 05:14 |
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| Unsichtbar - Zwischen zwei Welten
(Film, Gedicht, sehen, Zitat)
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| Der Film war überraschend gut! Die Charaktere waren interessant und wurden gut beleuchtet. Die meisten Elemente des Films kamen mir schon bekannt vor, wurden aber so miteinander kombiniert, dass sie trotzdem erfrischend waren. Ich habe mal das Gedicht gesucht, welches in dem Film zwei mal vorkommt, es aber nur in mir falsch wirkenden Versionen gefunden. Ich habe die Stelle gesucht, an der das Gedicht kurz im Bild erscheint, das Video angehalten, es abgeschrieben und gemerkt, dass die deutsche Übersetzung im Film schlecht war, habs also selbst übersetzt: |
Day burns down to night
burns the edge of my soul
In the night I break into
sparks of suns
and become fires end
a dust of bones
Night knifes my breaths swallows whole my tonge
Turn back reverse return
In the night I see
the real concealed
in the days bright lie
Eyes stichted shut
white teeth smile
Sleep walks
and talks
and feet
mark time
to a drumless beat. |
Der Tag brennt nieder bis zur Nacht
setzt meine Seele auch in Flammen
in der Nacht zerstobe ich
zu Funken von Sonnen
und werde zu des Feuers Ende,
Staub von Knochen
Die Nacht schneidet mir den Atem ab, verschluckt meine ganze Zunge,
kehrt entgegensetztes Wiederkehren um
In der Nacht sehe ich
die Wirklichkeit verborgen
in des Tags gleißender Lüge
die Augen zugenäht,
weiße Zähne lächeln
Schlaf wandelt
und spricht
und Füße
treten auf der Stelle,
zu einem trommellosen Rhythmus. |
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| 04.03.2008 07:22 |
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| 23.30 Uhr - Dezember 2005
(Denken, fühlen)
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Diesen Text schrieb ich auf der Rückfahrt aus Stuttgart (in Bezug auf meinen letzten Weblogeintrag),
ist also schon über 2 Jahre alt und entspricht nicht mehr wirklich dem,
was ich denke/fühle.
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23.30 Uhr.
Wie ich heiße ist unwichtig.
Ich sitze im Zug. Allein. Meine Fahrt geht schon 3 Stunden und erst in 2 ½ Stunden werde ich zu Hause sein. Aber eigentlich habe ich kein wirkliches zu Hause, wenn man darunter einen Ort, etwas oder jemanden versteht, der einem das Gefühl von Geborgenheit gibt. Etwas im Zug verursacht Geräusche, als wenn ich Tinitus hätte und erzeugt Druck auf meinen Ohren. Ich habe Kopfschmerzen und kein Ziel im Leben. Ich weiß nicht was ich werden will, noch weniger weiß ich, was dann tatsächlich einmal aus mir wird. Das Einzige was ich wirklich weiß ist, dass die Art, auf die ich momentan lebe, mir Schmerzen bereitet. Schmerzen von denen ich nicht weiß, wie ich auf sie reagieren soll: Schreien, ignorieren, unter ihnen zerbrechen?
Es sind seelische Schmerzen: Einsamkeit, Unverständnis, Kälte, Unzufriedenheit mit mir und der Welt in deren Zwängen ich leben muss. Muss ich Leben?
Manchmal hoffe ich, dass jemand kommt. Jemand starkes, edles, hilfsbereites. Jemand der mir das geben kann was mir fehlt, mich von meinen Schmerzen befreien kann. Der bei mir bleibt, mich versteht und mir zeigen kann, dass es keinen Grund gibt unzufrieden mit mir zu sein und wie schön die Welt außerhalb meiner Wahrnehmung ist. Aber dies bleibt eine Hoffnung. Ein Wunsch der dazu verdammt ist, auf ewig unerfüllt zu bleiben. Und wieder frage ich mich, ob ich leben muss.
Muss ich in einer Welt leben, die meine Seele auffrisst, in der ich mich aus tiefsten Herzen einsam und verloren fühle und es auch bin?
Wenn ich es nicht muss... wieso tue ich es dann?
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| 25.02.2008 12:53 |
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| Die glücklichste Zeit meines Lebens
(erleben, fühlen, Liebe, Persönliches)
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[Wird noch bearbeitet]
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Irgendwann um Ostern 2005 meldete ich mich bei einer Internetcommunity für homosexuelle Männer an. Ich hatte zuvor schon etwas mit Frauen und einem Mann. Aus den Frauen wurde nicht mehr, weil ich mir selbst nicht eingestehen konnte, schwul zu sein. Der Mann wollte nur eine Sexfreundschaft, was mich sehr verletzte. Auf dieser Internetseite war einer der ersten, die mich angeschrieben haben ein Hobbyfotograf. Er schien sehr sympathisch, wir schrieben immer öfter, irgendwann fing ich an, mich über seine Nachrichten zu freuen. Ich begann mit ihm zu flirten und hatte das Gefühl einer positiven Resonanz. Ein Gesprächsthema, welches dann immer häufiger auftauchte, waren meine Haare. Sie waren lang und er hatte ein Projekt im Kopf eine Fotosession eines Haircuts zu machen oder mich dabei zu filmen, wie mir die Haare abgeschnitten würden. Damals wollte ich das nicht. Ich bekam immer mehr und mehr das Gefühl, dass er unseren Kontakt auf dieses Thema reduzieren wollte und ich versuchte dagegen anzukämpfen. |
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Schließlich gelang es mir, ihn von seinen zahlreichen wagen Versprechungen, dass er mich irgendwann auch gern mal sehen würde, auf ein konkretes reales Treffen festzunageln. Das war nicht ganz einfach, da ich bei Köln und er in Stuttgart wohnte. Aber durch seinen Job als Eventmanager kam er viel rum und irgendwann auch mal nach Köln. Dann hätte er einen Tag länger im Hotel bleiben können und ich hätte zu ihm fahren können. Am 25.06.2005 habe ich auf dem Abiball des Jahrgangs über mir gekellnert und bekam von ihm die SMS, dass aus unserem geplanten Treffen am nächsten Tag nichts würde, weil er wegen irgendwelchen Fehleinschätzungen des Zeitmanagements, doch nicht konnte. In meinen 2 Stunden Pause vom Kellnern bin ich zum Kurpark Nümbrecht gefahren und habe mich auf die Korbschaukel gelegt. Ich erinnere mich noch genau, dass es kalt war, wie der Wind durch die umliegenden Bäume raschelte und dass der Nachthimmel von hellen Sternen übersäht war. Ich habe selten einen so klaren Sternenhimmel bewusst erlebt. Ich lag da und weinte. Weinte bis ich glaubte der Wind würde mir etwas zuflüstern und die verschwommenen Sterne mir ein Bild zeichnen. Ich war verletzt, meine Hoffnungen waren wieder mal zerstört, aber ich wusste, dass ich ihn immer noch sehen wollte. |
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Aus der Enttäuschung heraus, dass aus diesem von mir herbeigesehnten Treffen nichts geworden ist, verhielt ich mich ihm gegenüber kühler, berechnender. Ich reizte ihn -vielleicht absichtlich- mit der Idee des Haircuts. Er bot mir dafür sogar Geld an. Über die Summe haben wir auch länger geredet. Nach einiger Zeit schrieben wir wieder mehr und regelmäßiger und mein Herz wurde für ihn wieder warm. Irgendwann im Oktober kam er dann wieder nach Köln. Dieses Mal klappte es und wir trafen uns in einem Hotel. Ich war für meine 19 Jahre noch relativ weltfremd, unerfahren, kindisch, orientierungslos. Ich habe mich auf dem Weg mehrmals verfranst und hätte mich nie getraut Fremde nach dem Weg zu fragen. Schließlich fand ich es aber doch und ich setzte mich in die Filiale einer Fastfoodkette, in der ich wartete, bis er mir die SMS schrieb, dass er mit dem Job fertig war und nun zum Hotel käme. Ich ging raus, wartete wieder in der Kälte, in der ich mich zuvor verlaufen hatte und er kam. Nahm mich mit in das Hotel. Irgendwie kam ich mir verloren vor, war unsicher was passierte. Aber er strahlte irgendetwas aus, dass mich sicher fühlen ließ. Ich weiß nicht mehr worüber wir geredet haben, wir hatten aber auch nicht viel Zeit, da unser Treffen zwischen 2 Eventtagen lag und er zwischen der Arbeit auch etwas Schlaf brauchte. Außerdem war ich zu der Zeit noch extrem introvertiert, verschlossen, schweigsam. Am Ende teilte ich ihm jedenfalls mit, dass ich das Haircut nun doch nicht möchte. Ich fühlte mich sehr zu ihm hingezogen und war traurig als ich am nächsten Morgen wieder fahren musste.
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Soll ich?
Oder soll ich nicht?
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Ungefähr um die Nikolaus-Zeit, im ersten Drittel des Dezembers, sahen wir uns nach vielen weiteren Chats und einigen Telefonaten wieder. Dieses mal konnte ich ein Wochenende bei ihm in Stuttgart verbringen. Er zahlte das Ticket, dass ich nur an einem Automaten mittels Code-eingabe abholen musste. Ich war noch ungeoutet und nicht sehr von meinen Eltern gelöst und selbstständig, deshalb war es schwer zu erklären, wieso ich für ein Wochenende nach Stuttgart wollte. Ich wollte nicht allzu viel lügen, weil ich generell vermeide zu lügen und bisher bin ich dann irgendwann doch immer mit der Wahrheit rausgerückt, auch wenn es dann etwas später war. In den Wochen vor diesem Treffen, war ich mir meiner Gefühle ihm gegenüber sehr sicher. Ich wusste, dass ich mehr wollte. Und war dazu entschlossen es ihm bei diesem Treffen zu sagen. Die Hinfahrt dauerte lange, aber ich war in Gedanken an ihn und deshalb abgelenkt. Kann mich kaum an etwas von der Fahrt erinnern. In Stuttgart am Bahnhof musste ich dann warten, wusste nicht, wieso er nicht am Gleis stand, wurde nervös. Vielleicht war ihm spontan wieder was dazwischen gekommen? Ans Handy ging er nicht. Aber nach 20 Minuten rief er an und sagte, dass er jetzt fast da sei. Ich weiß noch, wie ich aus dem Bahnhofsgebäude ging und er mir auf den Treppen eines ziemlich schmalen Durchgangs entgegenkam. Sein Anblick hat mich irgendwie umgehauen. Nach einer kurzen Begrüßungsumarmung bekam ich sein Auto zu sehen. Nummernschild S EX, die Zahl weiß ich nicht mehr. Ich war skeptisch, aber er beteuerte es sei nur Zufall, dass er dieses Nummernschild habe. Er wohnte etwas abseits, die fahrt kam mir lang vor. Vielleicht war es aber auch nur, weil er neben mir saß. Kaum war ich bei ihm, wurde er auch schon wieder von der Arbeit angerufen und musste was erledigen. Da er mich nicht alleine in seiner Wohnung lassen wollte, steckte er mich in ein Café. Das „Grand Café Planie“. Ich weiß nicht mehr wie lange ich darin wortwörtlich abgewartet und Tee getrunken habe. Nach einiger Zeit wurde es mir zu langweilig und ich bin rausgegangen, um die Stuttgarter Innenstadt zu erforschen. Es war schon später Abend, dunkel, kalt, der Himmel wolkenverhangen. Die Buden des Weihnachtsmarktes standen geschlossen in der Finsternis. Mir schien, dass Stuttgart sowieso eine sehr dunkle statt war. So geisterte ich umher, Menschen waren außer mir, auch kaum auf der Straße. Dann fing es an zu schneien und nach einer gefühlten Ewigkeit, bekam ich endlich eine SMS, dass er nun fertig sei und wiederkäme. Mittlerweile war ich in einer U-Bahnstation, in der Nähe des Cafés angekommen, ging heraus und wartete noch 10 Minuten auf ihn. Die ganze Zeit über fragte ich mich, wieso ich das mit mir machen ließ, aber eigentlich wusste ich warum.
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Er hielt am Straßenrand an und ich stieg in das Auto, mit dem Wort SEX auf dem Nummernschild, ein. Wir fuhren wieder zu ihm, redeten. Ich fühlte mich wieder wohl. Obwohl der Abend bis dahin eigentlich nicht so toll war, aber das hatte ich fast sofort wieder vergessen. Leider kann ich mich auch nicht mehr an unseren ersten Kuss erinnern, nur dass wir irgendwann nackt waren, gekuschelt haben. So hatte ich mich nie zuvor gefühlt, ich sog seine Wärme in mich auf, wie ein Süchtiger seinen Stoff. Wir hatten keinen Sex. Ich glaube, es wollte auch keiner von uns Sex haben. Wir lagen nur beieinander. Ich war müde von der langen Fahrt, dem langweiligen Abend, dem was ich empfand. Meine Empfindungen erschienen mir nicht anstrengend, doch erschöpften sie mich irgendwie. Ich fiel in einen Schlaf. Am nächsten Morgen – es war wohl eher Mittag – wachten wir auf. Er machte per Selbstauslöser Fotos von uns. Dann zogen wir uns an, wieder musste er irgendwas erledigen, wahrscheinlich ging es wieder um seine Arbeit. Er setzte mich in ein Kino. Ich erinnere mich nur bruchstückhaft an den Film, weil ich mich die meiste Zeit geärgert habe, dass wir so wenig Zeit füreinander hatten. Der Film hieß „Der Exorzismus der Emily Rose“. Ich weiß noch, dass es eine Szene gab, in der ich echt zusammengezuckt bin, das passiert mir bei Filmen selten, wo ich doch schon von meinem liebreizenden Onkel mit 4 Jahren abgehärtet wurde, was Horrorfilme betrifft. Ich hab mir vorgestellt, wie es gewesen wäre, diesen Film gemeinsam mit ihm zu schauen. Als der Film vorbei war, trafen wir uns wieder in der Innenstadt. Er führte mich etwas rum, wir gingen Essen – asiatisches Buffet. Meistens erzählte er und ich hörte zu. Hörte mir die Probleme an, die er mit seiner Arbeit hätte, wie sehr ihn sein Chef psychisch belasten würde. Viele kleine Geschichten über seinen Alltag. In die meisten davon verliebte ich mich, so wie in ihn. Er fragte ab und zu etwas, aber ich hatte nicht wirklich viel zu erzählen. Ich dachte alles was mich beschäftigt, ist sowieso nicht interessant für ihn, da er schon 7 Jahre älter war und so viel weiter im Leben stand als ich. Abends gingen wir in das Café, in dem er mich am Vortag alleine hat sitzen lassen. Ich war nervös und wollte wissen, ob er sich mehr mit mir vorstellen könne. Ich stellte mich ziemlich blöd und plumb an. Seine Antwort war nein und in mir zerbrach irgendetwas. Ich sprach kaum mehr ein Wort mit ihm und man konnte mir meine Laune wohl ansehen, denn er war etwas besorgt. Wir fuhren zu ihm, gingen schlafen, am nächsten Morgen musste ich wieder wegfahren. Ich kann mich an keine Zärtlichkeiten in dieser Nacht erinnern. Nur an Trauer. Am nächsten Tag brachte er mich dann zum Bahnhof und wir verabschiedeten uns. Damals dachte ich, für immer. |
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Von mir an ihn
Ein Prinz gefangen im Eisturm,
welchen er einst selbst erbaute,
sich zu schützen vor dem Sturm,
der losbrach als er wem vertraute.
Der Sturm schlug tiefe Wunden
in das Meer und in die Erde.
Im kalten Turm davon entbunden,
heilte seine Königswürde...
Doch die Kälte, mit der er sich rüstete,
schleicht auch in das was ihn gelüstete.
Sein Verlangen stirbt den Kältetod.
Noch liegt es da, langsam entschlafend,
geheim einen warmen Körper erhoffend,
im kalten Körper, im Eisturm, im Abendrot.
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Eine Zeit lang schrieben wir uns nicht mehr so viel. Ich ließ vieles schleifen, war fertig und ich hatte kaum jemanden zum reden, weil ich ja ungeoutet war. Nach einiger Zeit outete ich mich bei Freunden und meinem Bruder, den ich zu der Zeit auch schon mehr als Freund anstatt als Verwandtschaft empfunden habe. Aber Rat geben konnte mir keiner. Sie konnten nur für mich da sein und das taten sie auch. Es begann mir besser zu gehen. Ich fing etwas mit einem Anderen an. Aber irgendwie musste ich immer wieder an ihn denken und letztendlich, suchte ich auch immer wieder Kontakt zu ihm. Wir schrieben wieder mehr, meine Gefühle für ihn waren zwar nie weg gewesen, aber geschwächt – nun begannen sie wieder zu blühen. Ich machte mit dem Anderen Schluss und versuchte zu ergründen, wieso mein Schwarm mich nicht wollte, bekam zwar keine expliziten Erklärungen, fand aber heraus, dass es ihm unmöglich schien, sich zu öffnen, dass er wohl zuvor sehr verletzt wurde und dass seine damalige Arbeit ihm stark zusetzte. Ihm imponierte irgendwie, dass ich so lange Gefühle für ihn aufrechterhalten konnte, ohne dass er dasselbe für mich empfand. Er hielt das wohl nicht für möglich. Wahrscheinlich hatte er so eine Erfahrung noch nicht gemacht. Aber so war es nun mal. Es kam die Zeit irgendwann im Februar 2006, dass er wieder in Köln arbeiten musste und wir uns sehen konnten. Es war das selbe Hotel, wie bei unserem ersten Treffen und ich fand es viel leichter. Wieder wartete ich im McDonalds auf eine SMS von ihm, die auch bald kam. Er war auf dem Parkplatz und lud mit zwei Arbeitskollegen einen Kleintransporter aus. Wie sich herausstellte, wollten sie noch bei ihm im Zimmer ein, zwei Bier trinken und ich konnte erst danach mit ihm allein sein. Ich war etwas wütend, aber auch eingeschüchtert. Ich war sehr leicht aus dem Konzept zu bringen. Auf Arbeit war er auch ungeoutet und deshalb konnte ich auch nichts weiter sagen, ohne ihn in eine unangenehme Situation zu bringen, war ohnehin schon schwer genug für ihn, eine Erklärung für mein Auftauchen zu erfinden. Also ließ ich das über mich ergehen, wohl wissend, dass ich wieder nur diese eine Nacht mit ihm hätte, in der er auch schon wieder für den nächsten Tag fit werden musste und deshalb auch Schlaf brauchte. Ich musste mir irgendwelches Gelaber anhören, das mich kaum interessierte, es sei denn es ging um ihn. Habe gelächelt, um keinen allzu unfreundlichen Eindruck zu machen und dumm angemacht, weil ich nichts zu den Gesprächsthemen zu sagen hatte – es ging ohnehin fast nur um deren Arbeit. Nachdem sie endlich weg waren, tranken wir etwas Wein, redeten, machten uns Bettfertig, kuschelten. Diesmal etwas intensiver und wir wollten Sex haben. Er bekam aber keinen hoch, er meinte das läge am Stress, den er zur Zeit hätte. Wir kuschelten weiter und er fragte mich, ob ich kommen möchte. Ich nickte und er holte mir einen runter – unter der Dusche. Nach der Dusche schmiegten wir uns wieder im Bett aneinander. Ich fragte ihn irgendwann, wie es nun zwischen uns aussehen würde und er antwortete, ich könne davon sprechen, dass wir nun zusammen wären. Was genau diese merkwürdige Formulierung sollte, habe ich nie ganz herausgefunden, wahrscheinlich sollte sie immer noch etwas Distanz anzeigen, aber ich war sehr glücklich.
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Unser nächstes Treffen fand zwei Monate später in meinen wegen den Abiturklausurenvorbereitungen verlängerten Osterferien statt. Inzwischen war er aus dem Süden Deutschlands, an den Norden gezogen. Nun wohnte er an der Ostsee in Greifswald. Seinen Chef hatte er hinter sich gelassen und arbeitete nun als freier Reporter im Regionalteil eines Fernsehsenders. Ich war sehr stolz auf ihn, glücklich ihn zu haben und ich hoffte, dass ich ihm bei diesen für ihn wichtigen Schritten in seinem Leben psychisch helfen konnte. Das alles hat ihn viel Zeit und Mühe gekostet, so dass unser Kontakt sehr rar wurde. Für mich war jedes Wort, das er mir schrieb, und jede Sekunde am Telefon kostbarer als alles andere. Die Zugfahrt nach Greifswald, musste ich selbst bezahlen. Eigentlich wollte er as wieder, aber er hatte durch den Umzug und irgendwelche Probleme mit seinem alten Chef, nicht genug Geld. Verliebt, wie ich war, tat es mir aber nicht weh so viel Geld auszugeben. Ich bezahlte es von dem Sparbuch, welches meine Oma mir zum 18. Geburtstag geschenkt hatte. Um diese Fahrt zu erklären, habe ich mich in einer Diskussion mit meinen Eltern geoutet und somit lange gehegte Befürchtungen bewahrheitet. Die Fahrt war lang, aber das Ziel lohnte sich in meinen Augen. Für dieses Ziel hätte ich sonst was gegeben. In unseren Gesprächen zuvor tauchte abermals das Thema Haircut auf. Aber auch das war ich nun bereit zu geben. Ich war in einem Zustand, in dem ich wahrscheinlich alles Mögliche getan hätte, was er von mir verlangte. Und so fuhr ich gen Norden, ihn aufzusuchen. Ein paar Tage am Stück konnte ich ihn dieses Mal sehen. Ich glaube es waren fünf. Ich war glücklicher als je zuvor und voller Vorfreude. Als ich endlich am Greifswalder Bahnhof ankam, musste ich mal wieder auf ihn warten, aber das war ich mittlerweile ja gewohnt, stellte es auch gar nicht mehr in Frage. Als er endlich kam – er fuhr immer noch das Auto mit dem Stuttgarter Kennzeichen und dem EX dahinter – wollte ich ihn umarmen und nicht mehr loslassen, wusste aber, dass ihm so etwas unangenehm ist, dass er immer noch viel Distanz brauchte, um sich wohl zu fühlen. Wir fuhren dann zu ihm. Und redeten. Immer redeten wir, meistens über recht alltägliche Dinge. Smalltalk. Das konnte er gut. Und ich hörte gerne zu. Wahrscheinlich hätte er auch den größten Mist erzählen können und ich hätte es toll gefunden, aber ich glaube immer noch, dass alles, was er sagte Hand und Fuß hatte. Auch in seiner Wohnung vertrieben wir uns die Zeit mit ganz alltäglichen Sachen, nur dass sie für mich nicht alltäglich waren, weil ich sie mit ihm machen konnte. Wir kochten, redeten, spielten Karten. Es gab zwar nicht viele Berührungen, aber die, die es gab waren sehr schön. Wir versuchten auch wieder miteinander zu schlafen, aber das Problem blieb. Er sagte, er bräuchte Zeit, um sich an die Situation zu gewöhnen. Es war mir egal, denn alles was ich wollte, war bei ihm sein. Auf gewisse Art, war ich ansonsten anspruchslos.
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An einem Tag fuhren wir an einen Strand bei Lubmin. Von dort konnte man schemenhaft die Insel Rügen ausmachen. Er wollte ein Fotoshooting mit mir machen, bevor ich mir die Haare schneiden lassen würde. Es war irgendwie merkwürdig von ihm Fotografiert zu werden, aber auch sehr schön. Klar war es für ihn etwas, dass er öfter machte als Hobbyfotograf, aber für mich war es etwas Besonderes.
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Übermütig bejubelten wir das Jahr 2006
als das Jahr der Veränderungen;
Glaubten an die Lügen in uns
und belogen einander! |
Am Abend besprachen wir dann, wie wir das Haircut machen sollten und entschlossen uns für eine Videoaufnahme. Ich wollte es zwar hauptsächlich für ihn machen, dachte aber auch etwas an mich. Dies sollte ein Schritt in Richtung Erwachsenwerden sein. Für meine 20 Jahre, war ich noch ziemlich unreif, auf zu vielen Ebenen. Am nächsten Tag, war mir zwar etwas mulmig, aber ich zog es durch. Die Haare blieben bei ihm, sie sollten ihn an mich erinnern, solange ich nicht bei ihm sein konnte. Danach gingen wir noch zum Friseur und mussten das Chaos, welches auf meinem Kopf angerichtet wurde begradigen lassen, dann noch ein paar blonde Strähnen – ich hatte mir nie zuvor die Haare färben lassen, aber ich wollte das nun irgendwie. Dies war gleichzeitig auch mein letzter Tag mit ihm, am frühen Nachmittag musste ich auch schon den Zug zurück nehmen. Sein Urlaub war vorbei und ich musste schauen, ob meine psychisch erkrankte Oma und mein kleiner Bruder das Haus noch haben stehen lassen, da meine Eltern zu der Zeit in einen Spanienurlaub geflogen waren. Außerdem musste ich mich auf meine bald stattfindenden Abiturprüfungen vorbereiten. Auf der Rückfahrt gab es noch einige Komplikationen, da irgendetwas mit meinem Ticket nicht stimmte, aber es war mir egal, da ich glücklich war und gleichzeitig traurig, weil ich ihn auf unbestimmte Zeit nicht wieder sehen konnte. |
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Am Ende waren es dann nur ein paar Tage der Erinnerung,
im Jahre 2006.
Und ich wünschte, ich könnte noch immer
alle Lügen glauben. |
Ich war also mit jemanden an der Ostsee zusammen. Ein Hobbyfotograf, Ex-Eventmanager und nun Reporter. Ich war gerade fertig mit den Abiturprüfungen und wartete auf die Noten. Ich wollte meinen Zivildienst bei ihm machen. Darüber hatten wir geredet. Es war eine Perspektive, bei der er mir Unterstützung zugesagt hatte. Aber mit der Zeit wurde mir mehr und mehr klar, dass es alles zu unsicher war, so weit wegzuziehen wegen ihm. Er wollte mich ja auch nicht bei sich in der Wohnung wohnen lassen und er wusste nicht, ob er seinen Wohnsitz da überhaupt selber halten kann oder ob er doch noch mal weg ziehen müsste und das wichtigste: Er wusste nicht ob er mich je wirklich lieben könnte. Die Gefahr wäre zu groß, dass ich plötzlich ganz allein am letzten Ende Deutschlands gesessen hätte. Auf die Entfernung wollte ich aber auch keine Beziehung mehr. Ich war lange innerlich Zerrissen, von der Sehnsucht nach ihm und der Gewissheit, dass sich an dieser Situation für lange, lange Zeit nichts ändern würde. Schließlich entschloss ich mich, es zu beenden. Ich dachte das sei besser. Für mich. Für ihn. Für meine Eltern und Freunde. Einfach für alle. Einfacher. Ich hatte den Kampf gegen meine inneren Ängste verloren. Die Sehnsucht blieb, aber ich hoffte darauf, dass sie vergehen würde.
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Teilweise war es auch so, aber zwischendurch kamen immer wieder Gedanken an ihn auf. Ich konnte seine Stimme als Sprecher im Fernsehen hören, einmal sah ich ihn sogar. Nicht oft, aber hin und wieder schrieben wir. Es tat mir weh, mich mit ihm zu unterhalten. Aber ganz loslassen konnte und wollte ich auch nicht. Ich fand wieder einen neuen Freund. Ich dachte, ich käme vielleicht mit ihm, darüber hinweg. Ich glaube, ich liebte ihn auch wirklich.
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Circa ein halbes Jahr später habe ich ihn an einem Freitag in Bonn getroffen. Er war in einem Urlaub auf der Reise durch ganz Deutschland und das war der naheste Punkt an meinem damaligen Wohnort. Er sagte mir so etwas Ähnliches wie: Ich hätte einen starken Charakter und er wäre erst fähig geworden wieder zu lieben, als er von mir gehört hatte, dass ich einen neuen Freund hätte. Erst da sei ihm bewusst geworden, wie sehr er eine Beziehung vermisse. Nun habe er einen neuen Freund. Einen mit langen Haaren. Er würde irgendwie darauf stehen – jetzt. Ich hatte ihm so vieles sagen wollen, doch war ich erst zu froh, ihn überhaupt noch mal zu sehen und dann etwas davon gelähmt, was er mir da offenbarte. Ich sagte ihm zwar, dass es alles okay sei, aber nach diesem Treffen weinte ich. Eine Woche später machte auch mein damaliger Freund mit mir Schluss.
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Danach war ich sehr einsam. Ich ließ mich auf die unterschiedlichsten Männer ein. Alles Idioten, Langweiler oder sonstige Nieten. Ich verglich sie nie mit dem, was ich vorher hatte, aber meinen Ansprüchen wurde irgendwie keiner mehr gerecht. Bis ich mich wieder verliebte. In einen von diesen Idioten. Ich weiß nicht einmal warum. Er war Jünger als ich, brach sein Abitur ab, kriegte in seinem Leben gar nichts gebacken, aber ich liebte ihn. Zog bei ihm ein, weil er es wollte. Nach Iserlohn. Wir stritten uns oft. Sieben Monate lang. Wir hatten viele Probleme miteinander, aber ich fand das okay. Was ich nicht mehr okay fand war sein teilweise aggressives Verhalten bis er mich verprügelte. Danach beendete ich auch diese Beziehung.
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Nach ein paar Monaten der Einsamkeit lernte ich wieder jemanden kennen, nett, intelligent, süß. Aber ich konnte mich nicht mehr so wirklich verlieben und beendete auch dies.
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Da stehe ich nun.
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Ich schreibe immer noch ab und zu mit meiner vergangenen Liebe. Und immer noch fühle ich mich zu ihm hingezogen. Und das Wissen, dass ich ihm nie wieder so nah sein werde, wie damals, schmerzt. Nicht mehr so sehr wie am Anfang, aber das ist mittlerweile auch schon 1 ½ Jahre her… vor 3 Jahren hat er mir das erste Mal geschrieben. Wir haben uns vier mal gesehen, hatten keinen Sex, außer das eine mal als er mir einen runterholte. Seitdem habe ich viel schönes und trauriges erlebt. Und trotzdem, erzähle ich jedesmal, wenn ich gefragt werde, was der glücklichste Moment meines Lebens war, von ihm.
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| 18.02.2008 06:45 |
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| Der Schlaf
(fühlen, Gedicht, schöpfen)
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Der Schlaf
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Mein Herz liegt in Morpheus Armen,
ich bat ihn darauf Acht zu geben.
Er hälts geborgen an seiner warmen
Brust und hälts für mich am Leben.
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Vielleicht gibt er es weiter,
wenn jemand kommt, der es verdient.
Ein Freund, Held und Geleiter,
der mit mir meine Wege schient.
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So träum ich von des Prinzen Kuss
und lass mein Herz in Ruh.
Ich schwimme in des Lebens Fluss
bis er treibt auf mich zu.
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Im Blau treib ich, ich wirke tot
Mein Herz schläft nur, doch wirkt es tot
Ich frage mich: Bin ich schon tot? |
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| 14.02.2008 23:58 |
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| Der Beweis - Liebe zwischen Wahnsinn und Genie
(Film, sehen, Zitat)
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| Das Zitat an sich soll wohl den Wahnsinn des Professors in diesem Film verdeutlichen, wobei ich einige Zeilen auch interessant finde. Diese habe ich mal rot hervorgehoben. Musste das ganze übrigens vom Hören aus dem Film abtippen, weil ich das Zitat im www nirgends finden konnte :-( |
Der Wert von X sei gleich der Menge aller Mengen von X.
Der Wert von X sei gleich der Kälte.
Kalt ist es im Dezember.
Die Monate der Kälte sind gleich November bis Februar.
Es gibt 4 Monate der Kälte und 4 der Wärme.
Es verbleiben 4 Monate unbestimmter Temperatur.
Im Februar schneit es.
Im März ist der See, ein See von Eis.
Im September kommen die Studenten zurück und die Buchläden sind voll.
X sei der Monat der vollen Buchläden.
Die Zahl der Bücher geht gegen unendlich.
Gleich der Zahl der Monate der Kälte, die gegen 4 geht.
Mir wird es jetzt nie so kalt sein, wie in der Zukunft.
Die Zukunft der Kälte ist unendlich.
Die Zukunft der Wärme ist die Zukunft der Kälte.
Die Zahl der Buchläden geht gegen unendlich; sie sind somit niemals voller als im September. |
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| 13.02.2008 23:13 |
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| Alltag Traumwelt
(fühlen, Spiegel, Traum, Zweifel)
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Heute stehe ich auf und sehe im Spiegel, wie mir ein dummes Gesicht einen finsteren Blick zuwirft. Ratlos, verträumt, voller Zweifel gegen sich selbst und die Welt, in der es lebt.
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Ich weiß noch Details aus meinem Traum. Ein Traum in dem eine alte, flüchtige Bekannte vorkommt, die ich nun nicht mehr leiden kann und ein guter Freund ist in meinem Traum, der allerdings kein guter Freund mehr ist, sondern mein fester Freund. Ich erinnere mich, dass wir in einem Discountmarkt einkaufen gegangen sind und ich der Bekannten danach beim Autoeinräumen eine Delle in den Kofferraum schlage, weil ich unachtsam war, aber ich bereue es auch nicht, weil ich wütend auf sie bin. Ich erinnere mich daran, wie mein Freund mich beleidigt: "Kannst Du nicht so hübsch sein, wie im Dunkeln?" und "Kannst Du nicht mal so gute Laune haben, wie mit Alkohol?"
Ich bin verletzt und laufe weg, zurück in das Kaufhaus, gehe darin durch eine Türe, und bin in einem Turm, der von innen wie eine groteske Mischung aus Mittelalter und Postindustrie aussah - uralt, aber metallisch, verrostet. Ich gehe eine unsicher wirkende Treppe hoch, es ist mir egal, hauptsache ich gehe weiter, weg von dem Schmerz, der mir zugefügt wurde.
Oben auf dem Dach des riesigen Discounters steht ein weiteres Kaufhaus, der selben Ladenkette, kleiner und leerstehend. Die Scheiben fehlen, alles ist staubig und voller Spinnweben. Einige vergessene Artikel lagern dort schon weit über ihr Verfallsdatum hinaus. Ich gehe hinein und fühle mich plötzlich einsam, verlassen.
Ich entschließe mich wieder zurückzugehen. Ich fühle weder Schmerz noch Zorn. In dem Turm bleibe ich mit der Jacke an irgendetwas hängen und irgendetwas heißes erwischt mich am Arm. Ich rieche geschmolzenes Polyester und sehe wie das Innenfutter aus der Jacke quillt. Ich vermute, dass ich mich dabei auch verletzt habe, aber ich interessiere mich nicht dafür, gehe wieder zurück.
Unten angekommen, kommen mir die Bekannte und mein Freund entgegen. Ich beachte die verachtete Bekannte nicht, sie hat es in meinen Augen nicht verdient, vonmir beachtet zu werden. Meinem Freund sage ich, dass er gehen soll. Nichtmal im Traum kann ich weinen, obwohl es sich unendlich traurig angefühlt hat, ihm das zu sagen.
Irgendwie stehe ich vor meinem Elternhaus und die Bekannte kommt vorgefahren, um das mit dem Blechschaden an ihrem Auto klarzumachen. Ich muss bezahlen. Habe keine Lust, meine Eltern darum zu bitten, woran aber kein Weg vorbeiführt. Sie zeigen aber überraschender Weise verständnis und ich sage von mir aus, dass ich es zurückzahle, sobald ich einen Job neben der Uni habe.
Dann kommt mein Freund und nimmt mich in den Arm. Es tut ihm leid, was er gesagt hat, sagt aber kein Wort. Ich verstehe ihn auch so und bin sehr glücklich, dass er zu mir zurückgekommen ist. |
| Nun schaue ich nicht mehr in den Spiegel, sondern auf den Laptop, auf dem ich diesen Traum in Worte gefesselt habe und ihn der Öffentlichkeit bloßstelle. Als gehöre er an den Pranger gestellt. Aber immer noch bin ich ratlos, verträumt und voller Zweifel... |
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| 13.02.2008 13:36 |
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| Die Schuld
(Gedicht, schöpfen)
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Die Schuld
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Das Chaos wütet durch meine Ordnung,
ich finde keinen halt und Falle -
wünsch mir, dass Du mich fängst
und hältst - nur einen Moment!
Die Ewigkeit ist nicht für uns,
doch der Augenblick gibt uns mehr
als endlose Zeit es vermag.
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Die Gespenster, die sonst in mir sind,
hat der Gedanke an Dich verjagt.
Ich empfinde eine traurige Stille,
doch bin ich voll von Deinen Bildern.
auf denen Du viel trauriger bist,
und stiller als meine Empfindung.
Ich möchte Dir haltenden Trost geben,
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in der Finsternis dieser Nacht
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finde ich Dich nicht im Nebel,
kann Deinen Duft nicht wittern.
Mein Licht erreicht Dich nicht,
sodass auch Du mich nicht siehst.
Und so falle ich
weiter durch
das Chaos. |
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| 07.02.2008 03:08 |
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| Veilchendienstag
(Alltag, erleben)
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Bin seit 4 Uhr wach und kann nicht mehr schlafen.
War gestern ab 12 Uhr auf Karnevalszug und Kneipentour und etwa 1 Uhr nachts zu Hause.
War ganz lustig. Aber ich habe erstmal genug von Karneval.
Donnerstag schreibe ich Klausur und muss eigentlich noch recht viel lernen.
Ist doch jedesmal das gleiche mit mir!
Wobei ich eigentlich schon vor 2 Monaten mit Lernen angefangen habe. Vielleicht reicht es ja dieses Mal für etwas Besseres als eine 3,0.
Marc schnarcht hinter mir in seinem Bett...
er hat mir gesagt, dass wir gleich in die Mensa frühstücken fahren.
Bin ja mal gespannt, ob er sich wirklich mal aus dem Bett bewegen wird.
Hasta la vista,
Miguel
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| 05.02.2008 07:56 |
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| Still alive
(Alltag, erleben)
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Erst war ich mit meinem Freund und Freunden von ihm bei einer Bekannten selbstgemachtes Sushi essen - danach war ich bis 5 Uhr allein mit einer Freundin und ihrer (Ex?) Freundin unterwegs... bin eigentlich ziemlich blau, aber kann noch denken (juhuu - Fortschritt!!)
Muss nachher 2 Flaschen Champagner besorgen und abends mit meinem Freund, seiner Tante und deren Mann, auf ein Karnevalsfest gehen. Ich werde Schnewittchen sein, mein Freund geht als böse Stiefmutter und ich muss auch noch Zigarillos kaufen...
Dazu kommen andere Probleme - wie es mir scheint ist mein Leben irgendwie einer Soap entsprungen... aber das ist eine andere Geschichte und soll an einer anderen Stelle erzählt werden ;-)
Bis denne...
Ars
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| 19.01.2008 05:07 |
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