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Acht um Neunzig Grad gedreht

Autor:  Escroe

So meine Hübschen. Jetzt gibt es hier eine Zeittafel, nach der ich mich grob richte. Das heißt, es kann sich auch mal eine Zeit verschieben. Es können auch mal ganze Blöcke ausfallen, zum Beispiel wenn ich sauber mache. Diese Zeittafel gilt nur so lang, bis ich Arbeit habe oder selbständig geworden bin.

  • 5:30h                                     
    • Aufstehen
    • Medis nehmen
  • 5:30h bis 6:30h                           
    • Meditation
    • Traumtagebuch schreiben
  • 6:30h bis 7:00h                           
    • Selbstreinigung
    • Frühstück
  • 7:00h bis 8:00h                           
    • Skizzen zum Aufwärmen
  • 8:00h bis 9:00h                           
    • Freizeit
  • 9:00h bis 11:30h                          
    • Malen/Zeichnen
  • 11:30h bis 12:30h                         
    • Mittagessen
  • 12:30h bis 13:00h                         
    • Meditation
  • 13:00h bis 15:00h                         
    • Malen/Zeichnen oder
    • am Spiel arbeiten
  • 15:00h bis 16:00h                         
    • Freizeit
  • 16:00h bis 18:00h                         
    • Malen/Zeichnen oder
    • am Spiel arbeiten
  • 18:00h bis 19:00h                         
    • Abendessen
  • 19:00h bis 20:00h                         
    • Malen/Zeichnen
    • Skizzen
  • 20:00h bis 22:30h                         
    • Film gucken oder
    • Malen/Zeichnen
  • 22:30h bis 23:00h                         
    • Meditieren
  • 23:00h                                    
    • Bettruhe

Und hiermit meine ich es auch total ernst. Zum Beispiel während anderer Aktivitäten hat der Fernseher aus zu sein und es wird auch keine Musik gehört. Dafür ist die Freizeit da. Musik kann ungeheuer inspirierend sein, aber sie ist genauso störend, wenn es zur eigenen Kunst kommen soll. Ich persönlich bin viel effektiver, wenn es keine akustische Ablenkung gibt.

Ich möchte mindestens täglich acht Stunden für die Kunst aufbringen

Schiller sagte einmal: "Nicht in die Ferne Zukunft verliere dich! Den Augenblick ergreife. Der ist dein!"

 

Träume ich gerade? Jetzt im Augenblick?

Autor:  Escroe

Das Spiegelwelt-Projekt

Träume sind mir sehr wichtig und ich habe sie zeitweise oft aus den Augen verloren. Mittlerweile konnte ich sogar gewisse paranormale Phänomene mit ihnen beweisen. Im Zuge meiner Entwicklung möchte ich aber noch einige Ereignisse auf dem Weg zum aktiven Träumer erleben. Denn durch gewisse Punkte in meinem Leben ist mir klar geworden, dass es niemals endgültige Ziele gibt. Nur Wege, die man einschlagen kann. Darum entschied ich mich, das Thema der Klarträume oder luzide Träume wieder aufzugreifen und sie nun endgültig zu einem Teil zu mir zu machen. Mittels ihnen kann ich diese Wünsche erfüllen:

Ich möchte folgende Orte besuchen:

  • -          Die goldene Stadt
  • -          Die Nebelstadt
  • -          Die Ruinen auf der weiten, weiten Wiese
  • -          Auf der Reise nach Japan wieder in Sibirien stranden
  • -          Die silberne Pyramide auf dem Wasserplaneten und die Pyramide aus Rost
  • -          Das dunkle Haus mit den engen Gängen aus meinen Albträumen

Ich möchte folgende Traumfiguren treffen:

  • -          Rika (Dies ist lediglich ein Projektname)
  • -          Die Stimme
  • -          Der Älteste
  • -          Hokusai
  • -          Nied Frillchin, Plusima Pai und andere Figuren aus meinem Roman

Folgendes möchte ich im Traum ausprobieren (Tätigkeiten):

  • -          Im Traum meditieren
  • -          Träume bewusst verschachteln und zerbrechen lassen
  • -          Übungen für Malerei und Zeichnungen
  • -          Verwandlung in diesen riesigen, schwarzen Eulenlöwen, um herauszufinden, warum ich davon bereits einmal geträumt habe
  • -          Mit mir selbst reden
  • -          Dem Wind lauschen
  • -          Shared Dreams und Deja Vu erneut beweisen
  • -          Immer wieder lachend aufwachen
  • -          Eine Traumfigur fragen, ob sie außerhalb meines Unterbewusstseins existiert
  • -          Telekinese
  • -          Sterben und nicht im nächsten Traum aufwachen
  • -          Nochmal meinen Quellcode sehen
  • -          Herausfinden, ob die Wachwelt auch ein Traum ist

In einem Klartraumforum werde ich diese Wünsche noch erweitern. Wer es lesen möchte, dem schicke ich den Link.

Urlaub ist was schönes

Autor:  Escroe

 

Die Values sind auf der linken Seite ein wenig zu hoch.

So langsam muss ich mir mal Gedanken darum machen, wie ich es anstelle, beruflicher Künstler zu werden. Heute ist es ja nicht mehr allzu schwierig mit Kunst Geld zu verdienen. Sei es über Seiten wie Patreon in einem monatlichen Rhythmus, per Auftragsvergabe oder gar als Festeinstellung.

Klar, eines meiner Ziele ist immer noch Sakimichan zu besiegen. Der verdient ja schon über 20.000$ im Monat für Bilder, die recht simpel gemacht sind. 20.000 Steine. Damit könnte ich mir 10 Cintiqs im Monat verdienen. Warum ich immer noch ein altes Bamboo A5 verwende? Sentimentales Gesülze. :D

Ronin, Baseball and the wide, dry desert

Autor:  Escroe

Whatever. Ich kann nicht ewig Animexx verschließen. Schließlich hab ich hier Fans. Ja, du! Genau du! Brauchst du jetzt gar nicht ablehnen. Ich weiß, dass du meine Artworks magst.

Das Problem, das ich bei dem Bild hier habe, ist der fehlende Naturalismus. Beziehungsweise der Hang meiner Bilder realistisch sein zu wollen. Denn je naturalistischer ein Bild sein soll, desto mehr fallen Fehler auf, die nur in Stilisierungen wie Manga vorkommen. Einiges habe ich schon verstanden: Zu schwach angedeutete Nasenflügel, falsch gewinkelte Augen oder Oberlippen sind gar nicht so schattiert, wie von Künstlern wie Istebrak proklamiert. Aber das sind alles nur kleinere Fehler. Wie manche von euch wissen, gibt es einen DREIKLANG in der bildenen Kunst: Tonwerte, Plastizität und Komposition. Bei mir mangelt es noch an allem. 

Tonwerte: Ich habe zwar verstanden, wie Licht fließt, reflektiert und absorbiert wird, aber irgendwie kann ich nur einen kleinen Teil meines Wissens anwenden.

Plastizität: Ein Bild geht immer nach vorn und nach hinten. Same for bodyparts. Aber besonders Gesichter sehen bei mir noch aus wie Masken. Sie haben weder Erhabenheiten noch Aushöhlungen. Besonders die Seiten der Köpfe und die Augen sehen schlimm aus.

Komposition: Seit Monaten male ich nichts anderes als leblose Portraits, stehender Personen. Das kann man nicht wirklich kompositorisch angenehm nennen. Ein Bild muss leicht zu lesen sein.

Denkt immer daran: Ihr malt nicht mit Farbe, ihr malt mit Licht!

Autor:  Escroe

[Head's not spheric]

So, heute Nachmittag und morgen Abend habe ich wieder ein wenig Zeit zum Zeichnen. Die Zeit für das Zeichenduell wäre nun sogar noch knapper. Trotzdem bereue ich es schon ein wenig, aufgegeben zu haben.

  • Dafür aber, habe ich gestern verstanden, wie die Anatomie des Kopfes wirklich aufgebaut ist. Der Kopf ist keine verdammte Kugel. Leider aber ging ich immer noch nach den Kenntnissen aus meiner Mangazeit. In 97,822% der Manga-Tutorials wird der Schädel als Kugel verständlich gemacht. Was eine verdammte Lüge. Klar, kann man eine Kugel vorzeichnen, dann sollte man aber bedenken, die Seiten abzuschneiden! Denn das ist auch der Grund, für meine viel zu breiten Gesichter und in Folge dessen, die falschen Proportionen der Elemente, wie Augen, Nase, Mund.
  • Des Weiteren verstand ich nun, wie wichtig Farbpaletten sind. Damit meine ich nicht die ollen Farbfelder an der Seite des Grafikprogramms eurer Wahl. Sondern der Versuch, grobe Farbflächen schon vor dem eigentlichen Malen aufzubringen, um - zusammen mit den Values - schon ein ungefähres Bild des Bildes zu haben. :D
Darum hab ich hier ein paar Grundlagentipps für euch. Sie sind chronologisch geordnet, von Anfang eines Bildes, bis zu dessen Ende.
  1. Verwende Referenzen! Zeichne was du siehst, nicht das, wovon du glaubst, es könnte so in der Form existieren.
  2. Shapes: Breche komplexe Kreaturen, Menschen, usw. in ihre Hauptbestandteile und Konturen runter.
  3. Halte dich an Proportionsregeln. Die Augen und Ohren liegen auf halber Kopfhöhe, Nasengrund auf der Hälfte zwischen Augen und Kinn, Mund auf der Hälfte zwischen Nase und Kinn. Das ganze Gesicht lässt sich berechnen! Und: Gesichter sind ein wichtiger Blickfang. Schlotz es nicht so hin. Eine durchschnittliche Person ist ca. 7,5 Köpfe groß. Die Hand hat eine Gesichtslänge. Der Fuß ebenfalls, ist aber etwas länger. Die Elle hat eine Kopfgröße, usw.
  4. Colors: Wähle eine Farbpalette, bevor du loslegst mit Zeichnen oder Malen.
  5. Values: Verwende die komplette Tonwertspannweite. Es sollten Hell und Dunkel ausreichend definiert werden, denn es gibt nicht nur Mitteltöne!
  6. Light sources: Definiere zu Anfang eine Lichtquelle, damit du siehst, wie die Tonwerte aufeinander wirken.
  7. Zeichne für realistische Schatten diese etwas weicher. Denk dran, dass sie mit dem Umgebungslicht gekoppelt sind.
  8. Die Realität hat keine dicken, schwarzen Outlines! Outlines sind perspektivisch extrem gestauchte Flächen.
  9. Der Hintergrund ist in der Regel heller als der Vordergrund. (Hat was mit atmosphärischer Verschiebung und unserem Verständnis des Lichts [im Gehirn] zu tun)
  10. Details on focus points: Verwende Details im Fokus um Tiefe zu erzeugen. Ein Bild ist uninteressant, wenn der Blickfang nicht ausreichend definiert ist.

Und jetzt hört auf zu lesen und fangt an zu zeichnen! Los! LOS! Jetzt sofort!

Autor:  Escroe

[Bioelektrische Anemone - BARINADE]

Dies sind die wichtigsten Leitsätze, die ich innerhalb eines Jahres gelernt habe:

  • "Back to the roots"
  • "Get out of the comfortzone"
  • "Ordinary is special, special is ordinary"
  • "Perspective. Perspective everywhere!"
  • "I'll stop trying to get good, when I'm dead"
  • "Be just uncanny as you are"

All diese Sätze haben nicht nur etwas mit meinem Leben an sich zu tun, sondern primär mit dem Zeichnen. Was so ziemlich das Selbe ist.


Autor:  Escroe

[S K I L L T R E E    U N L O C K E D !] - [BLOCKER]

Katatating-kapling Ding-ding!!

 

Dies ist ein Auszug aus meinem heutigen Zeichentagebuch.

 

Ich verstehe nun so viel mehr. Innerhalb weniger Wochen lernte ich folgende Dinge:

  • Das Gesicht folgt einer geraden Linie. Die Zentrallinie ist nicht gekrümmt, wie ich es zuvor dachte.

  • Der Kopf besteht aus einem Würfel, in den man eine Kugel einpassen kann.

  • Alle Elemente des Gesichts folgen der perspektivischen Verschiebung. Bisher zeichnete ich die Lippe aus jedem Winkel so, als würde sie frontal dargestellt.

  • Jeder Körper setzt sich aus Unterkörpern zusammen, die sich überlappen, überdecken, gegenseitig stauchen oder strecken und ebenfalls der Perspektive unterliegen.

  • Bei Colorierungen verwende ich nun auch für die Konturen keine Outlines mehr, beziehungsweise sind sie der Körperfarbe angepasst. Augenlider bestehen nicht aus dunklen Linien, sondern aus einer Mischung aus hellem rosa, rot und braun.

  • Es gibt keine Trennung zwischen Licht und Schatten. Alle Körper absorbieren, resorbieren oder reflektieren Licht, wodurch ein Zusammenspiel aus allen Körpern entsteht. Das ist das Geheimnis der Values!

  • Verschiedene Gesichtsausdrücke werfen bestimmte Falten an Wangen, Unterlid oder zwischen den Augenbrauen. Es gibt auch einige kleine Hautverschiebungen, die sich mit Schattierung darstellen lassen, bei dem Muskel über den Augenbrauen, neben den Augen, den Grübchen, neben den Nasenflügeln und weitere

  • Hände haben ein ganz eigenes Verhalten, was Perspektive angeht. Vor allem aber ist das Handgelenk - diese ominöse Kugel, die ich zuvor einfach nur obligatorisch einzeichnete, obwohl ich gar nicht wusste, wozu sie diente. Genau genommen ist es keine Kugel, sondern es hat eine Linsenform. Daran setze ich dann den Handkörper. Finger deute ich zunächst nur als Knochen an, bevor ich sie ausgestalte. Weitere Übungen sind nötig.

  • Füße bestehen aus einer winzigen Gelenkkugel und einem quaderartigen Absatz. Nicht aus zwei viel zu große Kugeln. Der Fußkörper ist ein nach vorn abgerundeter Keil. Auch hier sind weitere Übungen nötig.

  • Die Nasenlöcher sind keine bloßen Linien, die von der Haut des Gesichts ausgehen, sondern eine Art Hohlkörper in der Nasenpyramide. Daher verläuft das Fleisch der Nasenflügel auch ein Stück weit hinter den Nasenlöchern.

  • Die Nasenlänge war früher immer zu lang, dadurch dass ich nicht verstand, wo sich der Nasenansatz befand. Er beginnt zwischen den Augenbrauen und nicht zwischen den Augen.

  • Wenn ich nun Augenbrauen coloriere beginne ich sanft mit einem weichen Pinsel erst den Hautschatten zu malen, bis die Augenbrauen in ihrer Kontur sichtbar werden. Erst danach beginne ich die Arbeit an den kleinen Härchen

  • Wimpern beginnen nicht an den Lidrändern, sondern mitten in der Fleischkante der Lider.

  • Will ich Zähne hinter den Lippen darstellen, während der Charakter in einem Halbprofil zu sehen ist, so folgen sie der Zentrallinie des Skeletts, nicht die der Haut, die auf dem Schädel aufliegt. Zunächst wirken sie somit zur Seite verschoben, aber eigentlich liegen sie weiter innen als die Lippen. Für die grobe Colorierung der Zähne genügt es, einfach einige Farbkleckse nebeneinander zu setzen.

  • Hautfarben bestehen nicht nur aus Grundton, Licht und Schatten, sondern aus verschiedenen Tönen. Oftmals kommen leichte Orange-, Rosa- oder gar Blautöne vor.

  • Die Grundierung von Haaren basiert auf Braun (bei den meisten Haartönen). Darauf baue ich strähnenweise immer hellere Töne auf und auch die Strähnen werden immer dünner, bis ich einzelne Haare zeichne.

  • Pupillen sind gar nicht so groß, wie ich bisher dachte. Sie machen ungefähr ein Drittel bis ein Viertel der sichtbaren Sklera aus.

  • Die Oberlippe ist immer ein wenig vorgerückter als die Unterlippe. Das Philtrum nicht vergessen!

  • Der Halsansatz weist unter dem Kiefer immer etwas Haut oder Fett auf.

  • Felsen folgen keiner Form von unten nach oben, sondern sind blockartig aufgebaut. Sie haben immer wieder Brüche oder Risse in ihrem Block.

  • Gebrochene Wasserwellen sind meist minzgrün bis türkis, das Wasser darunter aber in verschiedenen Blautönen...!

  • Eine gute Übung ist es, Bohnen aus verschiedenen Perspektiven zu zeichnen. Man kann ihnen auch Gesichtsmerkmale verpassen oder anstatt Bohnen verdrehte Quader verwenden.

  • Kleidung wirft, je nach Stoff, manchmal ganz enge Falten, die in sich nochmal knicken.

  • Ich zeichne Motive nur noch grob vor. Ganz selten verwende ich detaillierte Outlines. Ansonsten blocke ich mit Farbe vor. Mittlerweile gewöhne ich mich an dieses Gefühl. Ausnahme: Skizzen und Übungen. Dies ist wahrscheinlich die zweitgrößte Erkenntnis von allen. Die größte ist jene, wie man Körper aneinander anordnet, so dass sie nicht mehr  auseinanderfallend wirken.

Ich bin mir sicher, dass ich noch viel mehr gelernt habe. Es ist unglaublich, wieviel ich schaffe, ohne auch nur ein Bild vollständig auszuarbeiten, geschweige denn zu veröffentlichen. Dennoch gibt es noch viel zu lernen. Zumindest habe ich in der letzten Zeit sehr viel am Grafiktablett gesessen und geübt und auch während des Unterrichts zeichne ich immer mehr. Meist sind es nur die Dozenten, die mir als Vorlage für meine Übungen dienen, da ich ob fehlender Möglichkeiten (Datenvolumen) kaum Zugriff auf externe Referenzen habe. Heute jedoch sah ich ein Skizzenbuch, das so schön bezeichnet war, dass ich es mir zur Aufgabe gemacht habe, auch so viel zu üben, bis ich dieses Niveau erreicht habe. Mir eröffnen sich jetzt vollkommen neue Level, neue Skilltrees und noch mehr Herausforderungen.

Ich mache weiter - und darüber hinaus - bis ich meinen Stil als perfekt erachte.

Und ich bin verdammt nah dran.