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Newsmeldung von animexx

Thread-InfosVeröffentlicht: 08.07.2011, 13:49
Quelle: Pressemitteilung


News von  animexx
08.07.2011 13:49
Ausstellungen zu zeitgenössischer und historischer Kunst Japans
Newsmeldung von  animexx auf Animexx.de
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Mit zwei Ausstellungen zu zeitgenössischer und historischer Kunst Japans feiert die Langen Foundation die „Deutsch-Japanische Freundschaft“. Neben der bereits laufenden Präsentation "Stellschirme der Edo-Zeit" aus der Sammlung Viktor und Marianne Langen sind ab dem 17. Juli bis 6. November 2011 die beiden folgenden Ausstellungen zu sehen:

* Takehito Koganezawa: Particle Tickle. Eine Präsentation von zwei großräumigen Lichtund Videoinstallationen des in Berlin lebenden japanischen Künstlers (geb.Tokyo 1974).

* Visual Stories - Japans Bilder erzählen: Bildrollen – Manga – Anime. Eine Ausstellung, die historische Bildrollen aus der Sammlung Viktor und Marianne Langen mit zeitgenössischen Manga und Anime in Verbindung bringt.

Ausführlichere Informationen zu den Ausstellungen befinden sich im Anhang.

Die Eröffnung findet im Rahmen des großen Sommerfestes der Langen-Foundation am 16. Juli 2011, um 17 bis 22 Uhr statt.

Adresse:
Langen Foundation
Raketenstation Hombroich 1
41472 Neuss
Takehito Koganezawa: Particle Tickle
In seiner Ausstellung Particle Tickle in der Langen Foundation zeigt der japanische Künstler Takehito Koganezawa zwei neue Arbeiten
Takehito Koganezawas Arbeit eröffnet über die Wahrnehmung alltäglicher Dinge ungekannte Imaginationsspielräume. Seine neue, vor Ort entstandene Arbeit On a Cloudy Day You Can See Never, 2011, betitelt nach dem bekannten Broadway-Musical On a Clear Day You Can See Forever aus den 60er Jahren, besteht aus einer Installation, die bewusst die Architektur der Langen Foundation aufgreift: Das von Tadao Ando entworfene Gebäude wurde von diesem mit Absicht unklimatisiert gelassen, um ihm eine körperlich erfahrbare Dimension zu erhalten – eine Dimension, die Wärme wie Kälte spürbar macht. An dem auf der Südseite des Baus verlaufenden, lichtdurchfluteten Korridor hat Takehito Koganezawa nun rund 50 Spiegelkugeln installiert. Betrieben von kleinen solarenergie-betriebenen Motoren ist die Bewegung der Spiegelkugen abhängig vom Lichteinfall: Der Korridor wird an sonnigen Tagen von fortwährend bewegten Reflektionen dramatisch durchflutet, während an bedeckten oder regnerischen Tagen die erstaunliche Wirkung der kleinen Glasteilchen in Bewegung ausbleibt. Mit dieser lichtsensiblen, „wetterabhängigen“ Arbeit stellt Koganezawa seine Arbeit in direkte Relation zur Natur – so wie auch Tadao Ando den Dialog mit ihr gesucht hatte.
„My eyes are always catching something that moves. I wonder whether in my former life I might have been a frog. Since my childhood, I am interested in clouds, airplanes, kites, insects, birds, balloons, rain or lightning...anything that flies or floats in the sky. Dust particles remind me of a typical Sunday morning when my parents were still sleeping. Sunlight came through the slit of the curtains and I would see the small particles dancing in a peculiar narrow angle. When you look at the dust closely, you would notice that each small particle has individual shape, color and motion. I try to see cosmos and chaos at the same time in that dust current.“ So erklärt der Künstler selbst die Grundlagen seiner Bilderfindung.
In seiner zweiten Arbeit in der Langen Foundation (Dust, 2010) setzt Koganezawa acht Videobeamer ein, mit deren Hilfe er den großen Ausstellungsraum mit seinen acht Meter hohen Wänden komplett transformiert. Die groß angelegte Videoinstallation mit ihren sich dynamisch bewegenden bunten Farbpartikeln, die in den verschiedensten Richtungen und Rhythmen durch den Raum schwirren, besteht im Grunde nur aus einem ganz banalen Material: Staub, der im Licht eines Projektors gefilmt wurde. Die vor dem Licht eines Projektors abgefilmten Staubpartikel erzeugen einen abstrakten Film, in dem Teilchen unterschiedlicher Größe und Farbe in permanenter Bewegung durch den undefinierten Raum „schießen“.

Zum Künstler: 1974 in Tokio geboren, lebt und arbeitet Takehito Koganezawa heute in Berlin. Seine Arbeiten wurden u.a. 2002 auf der Manifesta 4 in Frankfurt am Main und auf der Yokohama Triennale 2005 gezeigt. 2009 erhielt er eine Einzelausstellung im Haus Konstruktiv in Zürich wie auch in der Kanagawa Prefectural Gallery 2008. Eine Ausstellung im Haus am Waldsee, Berlin ist für 2012 geplant. – Es erscheint ein Künstlerbuch anlässlich der Ausstellung.


Visual Stories - Japans Bilder erzählen: Bildrollen – Manga – Anime Historische Bildrollen aus der Sammlung Viktor und Marianne Langen in Verbindung mit zeitgenössischen Manga und Anime

Die Ausstellung Visual Stories kombiniert Hänge- und Querrollen aus der Sammlung Viktor und Marianne Langen mit zeitgenössischen Manga und Anime und verfolgt so die Spuren spezifisch japanischer Bildtradition. Sie widmet sich dem für die japanische Kultur kennzeichnenden Erzählen mit Bildern, das sich früh herausbildete und in immer wieder anderen Erscheinungsbildern und Varianten bis in die Gegenwart eine große Rolle spielt. Dabei behauptet die Ausstellung keine durchgehende Traditionslinie, die von der Hängerrolle aus dem 13. Jh. bis in die Gegenwart führt. Vielmehr sollen zentrale Merkmale anschaulich werden, die sich über den Lauf der Zeit in Abwandlungen erhalten oder auch neue Formen ausgebildet haben. So kann der Besucher die Unterschiede und Kontinuitäten innerhalb der Jahrhunderte und der verschiedenen Medien aufspüren. Aus der Sammlung Viktor und Marianne Langen wurden für diese Ausstellung Hänge- und Querrollen ausgewählt, von denen die frühesten aus dem 13. Jahrhundert stammen, die spätesten aus dem 19. Jahrhundert. Die zum Teil bis zu 22 Meter langen Querrollen werden hier erstmals öffentlich in eigens dafür angefertigten Vitrinen gezeigt. Entgegen der japanischen Konvention, jeweils nur kürzere Sequenzen Stück für Stück aufzurollen, sind sie in dieser Ausstellung ausnahmsweise in ihrer ganzen Länge zu sehen. Dieses außergewöhnliche Seherlebnis ermöglicht den Betrachter/innen das umfassende und genaue Erkunden der Bilderfolgen, in denen japanische Alltagsszenen – eingebunden in Landschaften und Architektur – geschildert werden. Die Genremalerei mit ihrer Vielzahl von Menschengruppen, die bei verschiedensten Tätigkeiten gezeigt werden, besticht durch ihre große Erzählfreude und die zahlreichen Details. Geht man die Bildrollen entlang, mag man sich durchaus an das Sehen eines Films erinnert fühlen.
Die filmische Seherfahrung ist auch in den Anime, den japanischen Zeichentrickfilmen erlebbar, die in der Ausstellung als Projektionen gezeigt werden. Auch die Erzählweise der Manga mit ihren häufig in Panels aufgeteilten Seiten – ähnlich wie Filmschnittten – hat deutliche Bezüge zum Film. „Seit den 1990er Jahren kennt man das Wort Manga weltweit als Bezeichnung für japanische Comics, und gern erklärt man sich den außergewöhnlichen Entfaltungsgrad dieser zeitgenössischen Bildergeschichten mit Japans jahrhundertelanger Tradition erzählender Malerei.“ So die Manga-Expertin Jacqueline Berndt (Kyoto), die auch im 60 Seiten umfassenden und reich bebilderten Katalog schreibt. Und Christiane Maria Schneider, Kuratorin beider Ausstellungen zu ihrer Intention: „Die Kombination der historischen Bildrollen und der zeitgenössischen Bildformen japanischer Alltagskultur soll erlauben, Motiven und Erzählweisen nachzuspüren: Welche neuen Formen haben sich ausgebildet? Und gleichzeitig: Wo sind über Jahrhunderte hinweg Kontinuitäten zu beobachten? Eine wichtige Spur legt sicherlich die Verbindung von Bild und Text sowie die Fragen, wie Zeit im Bilderfluss behandelt und erzählt wird und welche Rolle dabei einzelne Figuren spielen – seien es religiöse Gestalten, Fabelwesen oder die characters der Manga und Anime.“
Die Anime werden in einem speziellen Filmprogramm gezeigt (die genauen Termine werden noch bekanntgegeben). Die ausgestellten Manga sind in einer Lese-Lounge in Form von Magazinen und Büchern zugänglich, können aber z.T. auch im Internet als Blog gelesen werden. Ausgewählte Manga sind im museumseigenen Bookshop für die Dauer der Ausstellung erhältlich.
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Quelle: Pressemitteilung

Verfasser Betreff Datum
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 AngieDMonkey Ausstellungen zu zeitgenössisc... 08.07.2011, 21:37
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Von:    AngieDMonkey 08.07.2011 21:37
Betreff: Ausstellungen zu zeitgenössischer und hi... [Antworten]
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Sehr schön♥. Gleich mal der Kunstlehrerin vorschlagen ;)
I can't do this all on my own.
No, I know - I'm no superman.





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