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Thread: ne 6!! < Fanart-Spam-Laberthread >

Eröffnet am: 08.08.2007 00:49
Letzte Reaktion: 11.03.2017 15:21
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Von:    memos 27.12.2016 10:39
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Hoffentlich vor Ostern.
Must be the weed. Must be the E...



Von:    rupuni 24.02.2017 17:39
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Gut, dass man hier spammen kann... I dunno what to do with myself :D
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Von:    SailorCherryknoedel 25.02.2017 21:48
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Weil die halbe Welt abzieht?



Von:    rupuni 25.02.2017 23:47
Betreff: ne 6!! < Fanart-Spam-Laberthread > [Antworten]
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Jap, genau deshalb. Wenn wenigstens ein, oder zwei hier schreiben halten wir die Illustion aufrecht, hier gebs noch Leben :D
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Zuletzt geändert: 25.02.2017 23:49:33



Von:    Merodi 26.02.2017 01:48
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Stimmt, besser als garkeines! :D
Und vielleicht motivierts ja den ein oder anderen.

aehm... und hi erstmal!

Btw - weils mich immer ineteressiert... und das jetzt eh ein kunst-thread ist.
Habt ihr so Lieblingsillustrationen? (jetzt nicht auf animexx beschraenkt)So bestimmte, die ihr aus welchem Grund auch immer am allerliebsten moegt?
Oder vllt Kuenstler, von denen ihr sehr viele oder gar alle Bilder moegt? (wobei man hier iwie auch von idol sprechen koennte)

Bin immer auf der Suche nach Kuenstlern, die ich noch nicht kenne. xD

Einer meiner Lieblingskuenstler waere ja der hier: hgjart.com
(Und favo-Bilder bei der Galerie bei 2014 das 2. von rechts und 2013 das 2. von links.)
Interessiert vllt keinen, aber habs trotzdem mal erwaehnt.



Von:    SailorCherryknoedel 26.02.2017 09:00
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Lieblingskünstler... also ich liebe die Werke von Paul Klee, aber den muss man mögen oder findet ihn halt Kacke :'D

Ja, lasst uns den Thread reanimieren! *Wiederbelebungsmaßnahmen einleitet*



Von:    Manakeksi 26.02.2017 10:53
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Ich finde die Bilder von Maurits (Mauritz? Ich kann mir das nie merken) Cornelis Escher super. Ich habe mich von seinem unmöglichen Dreieck inspirieren lassen, solche Formen und Illusionen selber umzusetzen. Allgemein hatte er coole Ideen in dieser Richtung, finde ich.
(Wer gerne Rätselspiele spielt und Escher auch mag, dem kann ich das Spiel "The Bridge" empfehlen; ich selbst habe es im Lets Play gesehen, aber auf Stream müsste es das geben, denke ich mal)

Bei den Manga-ka mag ich Shiro Amano (Manga-Adaption von Legend of Mana und Kingdom Hearts) sehr gerne, weil er es in meinen Augen wie kein anderer schafft, seinen gezeichneten Figuren lustige Grimassen zu verpassen und so viel Leben und Dynamik einzuhauchen.
Eiichiro Oda (One Piece) mag ich dabei auch sehr gerne aus ähnlichen Gründen.

Den einzigen Manhwa-ga, den ich kenne, hat eine meiner Lieblingsgeschichten gezeichnet: Hyun Dong Han (Kumiho - Der Fuchs mit den neun Schwänzen). Bei ihm sehe ich grundsätzlich die selben Stärken wie bei Shiro Amano und Eiichiro Oda, leider ist sein Manhwa "Kumiho" recht holprig erzählt und im Allgemeinen ist der Manhwa in Deutschland eher als Flop angesehen (leider :(). Aber er kriegt es einfach richtig gut hin, die Auftritte eines Charakters in eine Szene zu inszenieren, finde ich.

Bei den Animexx-Künstlern mag ich die Bilder von Azzurgil, Lagiacrus und Aurora-Silver echt gern. Zusätzlich nehme ich noch dheny und KradNibeid rein. Alles echt tolle Zeichner, finde ich!



Von:    Tarrlok 26.02.2017 11:20
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Also im Moment wenn ich bestimmte leute nennen müsste ständen ganz oben auf jeden Fall Hwei lim http://lalage.tumblr.com/
Ein wunderbarer leichter Stil der mit egal was funktioniert.

und Amei Zhao http://seventypercentethanol.tumblr.com/
Find ich hat einen absolut atemberaubenden Umgang mit Licht was für fantatsiche Atmosphäre sorgt.

Sehr geil finde ich auch Sachin Teng http://sachinteng.tumblr.com/
Ich liebe die meist warmen unglaublich harmonischen Farbpaletten sowie die organische Linienführung. Selbst technische Dinge wirken als wären sie lebendig.

Erst kürzlich gefunden aber finde ich auch ganz grosse Klasse:
http://lucariosss.tumblr.com/

Ich glaub das wären so die wichtigsten, gibt natürlich noch viel mehr.

edit:
http://cochleacochlea.tumblr.com/
http://thehairsonthebackofyourneck.tumblr.com/
--------------------------------
http://tarrlok-draws.tumblr.com/
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Zuletzt geändert: 26.02.2017 11:55:19



Von:    rupuni 26.02.2017 14:13
Betreff: ne 6!! < Fanart-Spam-Laberthread > [Antworten]
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Merodi mir gefällt hgjart, der auf Artstation übrigens Guangjian Huang heißt, auch gut Ich mag aber relativ viele Chinesische Artists, einfach vom Stil her.

Paul Klee ist mir persönlich ein bisschen zu abstrakt und ich merke, dass ich lebende Artists vorziehe, obwohl ich John Singer Sargent, Ludwig Deutsch und Anders Zorn total liebe <3
Escher fand ich früher mal interessant, aber irgendwie haben sich da meine Interessen ein bisschen verschoben. Ich kann die Faszination aber total verstehen, gerade was seine optischen Spielereien und Tricksereien angeht.

Was mir bei den Toten fehlt ist, dass man sie nicht persönlich kennenlernen und ausfragen kann.... mangels Lebens.
Ich hab Gerald Brom bei einem Vortrag sehen dürfen und konnte mein fangirling bei Ruan Jia ausleben indem ich ebenfalls in einem Vortrag bei ihm war und der einer meiner absoluten Lieblingskünster ist. Genauso gings mir bei Craig Mullins und anderen Tieren, die ich im Original sehen und ausfragen durfte, weil sie glücklicherweise noch leben und mehr wissen als ich.

Ich liebe außerdem die Bilder von Piotr Jabłoński,Xiaodi Jin, Even Amundsen, usw, usf... es gibt momentan so viele Artists die meinem Geschmack entsprechen, das ist gleichermaßen frustrierend, wie motivierend xD
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Zuletzt geändert: 26.02.2017 14:49:27



Von:    Merodi 26.02.2017 20:23
Betreff: ne 6!! < Fanart-Spam-Laberthread > [Antworten]
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Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie viele unterschiedliche Künstler und auch Geschmäcker es gibt! :)
Über einige genannte Künstler bin ich auch schon gestoßen.

 SailorCherryknoedel
Stimmt - Paul Klee ist irgendwie sehr...speziell xD
Ich persönlich mag seine Werke jetzt zwar nicht, bin aber trotzdem neugierig geworden, welche Werke du besonders von ihm magst.

Manakeksi
Ich muss ja gestehen, dass ich Escher noch garnicht so lange kenne. Aber seine Bilder sind definitiv interessant.
Legend of Mana von Shiro Amano hatte ich auch mal gelesen! Ich fand es auch sehr süß und lebendig gezeichnet :)
An Manga-ka gibt es auch so einige, die ich gerne mag. Allen voran Takeshi Obata, wenn es auch jetzt in eine ganz andere Kerbe, als deine Lieblingsmanga-ka schlägt.

Tarrlok
Da sind wirklich viele sehr fantasievolle Bilder bei!
Sowas beneide ich immer sehr oft, weil es mir persönlich irgendwie fehlt.

rupuni
Mir geht es ganz genauso - es gibt so unwahrscheinlich viele coole Künstler, die mir richtig gut gefallen :)
Irgendwie meine ich ja, dass ich ein klein wenig Einfluss von einigen genannten Künstlern bei deinen eigenen Bildern sehe.

Ich beneide dich gerade, dass du schon auf mehreren Vorträgen warst und sogar einige ausfragen konntest!
Magst du vielleicht ein bisschen mehr davon erzählen? Oder vielleicht... Irgendwelche interessanten Vorfälle oder Erkentnisse/Tipps/Techniken, die du dadurch gewonnen hast oder soetwas?
Also - wenn es nicht zu viel ausmacht natürlich. :)



Von:    rupuni 28.02.2017 14:14
Betreff: ne 6!! < Fanart-Spam-Laberthread > [Antworten]
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Merodi

> rupuni
> Mir geht es ganz genauso - es gibt so unwahrscheinlich viele coole Künstler, die mir richtig gut gefallen :)
> Irgendwie meine ich ja, dass ich ein klein wenig Einfluss von einigen genannten Künstlern bei deinen eigenen Bildern sehe.
>
> Ich beneide dich gerade, dass du schon auf mehreren Vorträgen warst und sogar einige ausfragen konntest!
> Magst du vielleicht ein bisschen mehr davon erzählen? Oder vielleicht... Irgendwelche interessanten Vorfälle oder Erkentnisse/Tipps/Techniken, die du dadurch gewonnen hast oder soetwas?
> Also - wenn es nicht zu viel ausmacht natürlich. :)


ich hab auch das Gefühl, dass viele Vorbilder einem dabei helfen, den eigenen Stil zu finden, desto mehr desto besser. Ruan Jia finde ich persönlich absolut episch, aber ,genau' so malen zu können wie er ist ein weniger gutes Erfolgsrezept, als seinen eigenen Stil zu finden. Jedenfalls glaub ich daran °_°'' Ich hype Künstler meistens nicht nur wegen des Handwerks, sonders auch des Stils halber und bewundere leute wie Piotr, der was komplett eigenes hat.

Naja, ,ausfragen' klingt epischer als es ist xD es ist eher ein schulisches Fingermelden und fragen. Und die besagten Leute danach abgreifen und fünf Minuten mit ihnen reden, bevor sich die Masse draufstürzt. Erkenntnisse irgendwie viele, aber das ist alles eher "Finding your magic is an inside Job". Bei Craig Mullins zum Beispiel. Der hat ne Stunde gemalt und es war halt klar, der typ hat einfach unendlich viel geübt und schöpft jetzt daraus. Magische Tipps gab es insofern nicht, es geht wirklich eher ums learning by doing. Is total simpel, aber irgendwie auch erfrischend, wenn du bei so einem Meister sitzt und der dir nichts anderes erzählt, als dass du einfach weitermachen musst und nicht den Mut verlieren solltest :"3 Und es ist auch erfrischend mit solchen Leuten reden zu können. Technisch gesehen hab ich vor allem mitgenommen, dass Perspektive und Licht wirklich das A und O sind. Aber selbst das begreife ich persönlich auch nur, indem ich es mache.
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Von:    Karamella 03.03.2017 19:42
Betreff: ne 6!! < Fanart-Spam-Laberthread > [Antworten]
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Ich persönlich mag Alfons Mucha und Gustav Klimt sehr. Trotz dessen, dass ich sie schon vor vielen, vielen Jahren für mich entdeckte, bin ich doch immer wieder verzaubert, wenn ich dann mal wieder ein Bild von ihnen betrachte – mit Pausen zwischendrin :D Denn meistens geht es mir so, dass ich etwas übersättigt bin, wenn ich zu viel Ähnliches sehe (bei Mucha z.B. etwas extremer als bei Klimt)... Nach einer Weile denke ich mir häufig: Ok, schön, aber kenne ich irgendwie schon/sieht irgendwie gleich aus/wird langsam langweilig/ist nicht mehr so BÄMM wie die ersten Eindrücke der ersten Bilder.

Ich nutze das mal für eine kleine thematische Abschweifung zu einem Randthema der Diskussion gerade (da ja auch schon ein paar Tage nichts mehr kam und das hier ja am Leben gehalten werden muss :P): Dem Stil. Nicht nur bei anderen, sondern auch bei einem selber. Ich habe besonders hier oft die Beobachtung gemacht, dass das Finden und Vervollständigen des Stils das quasi unhinterfragte Hauptziel ist. Klar, wenn ein Künstler nun beispielsweise unter seinem Namen Bilder verkauft, hat ein ganz klarer Stil einige praktische Attribute: Wiedererkennungswert, ein Kunde weiß ganz klar, bei wem er was bekommt etc.
Wenn dies nun nicht das Ziel ist: Was genau ist eigentlich der persönliche Reichtum, den man daraus zieht?

Ich selbst war früher auch lange auf der Suche nach "dem" Stil, hatte auch eine Zeit lang so "meine" Bilder, kam in einem etwas künstlerischen Umfeld irgendwann mehr zum Experementieren und fand immer mehr Spaß daran (von diversen langen Schaffenspausen mal abgesehen). Nun kann man sagen: Klar, Experementieren ist klasse und die vielen verschiedenen Erfahrungen sind toll auf dem Weg, der einem hilft, sein eigenes Ding/seine eigenen Vorlieben kennenzulernen... und dann zu seinem persönlichen Stil zu finden, ihn zu verfeinern und ihn kontinuierlich immer wieder zu Verbessern; Neues ausprobieren, um ihn wieder zu verfeinern, etc.
Nur... warum? Warum dieses Endziel? Ganz für einen persönlich meine ich, wenn es nicht um Verkaufen/Gefallen/Wiedererkennungswert geht.

Ich kann nur für mich sprechen, doch im Laufe der Zeit wurden mir der Prozess und das Rumprobieren wichtiger als das fertige Ergebnis. Und vor allem das ständige Entdecken von Neuem ist das, was ich spannend finde. Keine Festlegung und Veränderung nur noch in Details durch Verfeinern... sondern ein kontinuierliches Neuentdecken und -erfinden. Dieses "den Stil finden" scheint mir eher eine Sache zu sein, die von außen an mich herangetragen wurde (besonders im Manga- und Illustratorenbereich) und die ich dann damals auch für mich erstrebenswert fand.

Daher frage ich mich: Wie seht ihr das? Sucht ihr euren Stil und wenn ja, warum? Was sind persönliche Motivationen bzw. was ist das, was ihr für euch daraus zieht? Ich versuche bei diesem Stilthema immer wieder die Gründe abseits des oben Genannten zu verstehen ^^°

(Falls wegen dem Text nachgeschaut wird: Ja, auch ich habe Einiges, was eine recht klare Tendenz zeigt. Allerdings lade ich die ganzen "unpassenden" und eher freien Sachen auch nicht auf Animexx hoch. Und in dem Bereich überwiegen halt "solche" Bilder. Auch bei mir gibt es bestimmte Dinge, für die ich mich gerne eine Zeit lang erwärme; letztendlich sind es halt immer viele verschiedene Sachen nebeneinander, dann finde ich wieder was Neues usw.)
See You Space Cowboy...



Von:    Tarrlok 03.03.2017 23:51
Betreff: ne 6!! < Fanart-Spam-Laberthread > [Antworten]
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Karamella:
> Nur... warum? Warum dieses Endziel? Ganz für einen persönlich meine ich, wenn es nicht um Verkaufen/Gefallen/Wiedererkennungswert geht.

Wo Du's ansprichst, das erinnert mich daran dass Kyle T. Webster(aka der Type der die coolen PS Brushes macht) mal zu dem Thema meinte dass es als Illustrator auch eigentlich von Vorteil ist flexibel zu sein und nicht eben nur einen Stil zu haben.
Soll heissen selbst wenn es einen um's Verkaufen geht, sollte man sich nicht so viele Sorgen darum machen einen bestimmten einzigartigen Stil zu haben, es klappt auch anders.

>
> Daher frage ich mich: Wie seht ihr das? Sucht ihr euren Stil und wenn ja, warum? Was sind persönliche Motivationen bzw. was ist das, was ihr für euch daraus zieht? Ich versuche bei diesem Stilthema immer wieder die Gründe abseits des oben Genannten zu verstehen ^^°
>

Ist für mich so eine Jein-Frage.
Ich würde sagen es ist weniger so dass ich nicht einen eigenen Stil entwickeln möchte, sondern eher dass für mich "einen eigenen Stil haben" jetzt etwas anderes bedeutet als es das früher getan hat.
Früher habe ich wie die meisten einen Stil daran festgemacht ob jemand zbsp grosse Augen/lange Beine etc zeichnet, wie er eine bestimmte Technik verwendet etc

Von meinem jetzigen Standpunkt sehe ich es eher als eine Kopfsache.
Ich weiss nicht wie genau ich's beschreiben soll, aber wenn man etwas zeichnet denkt man sich irgendwas dabei und wenn's nur was in die Richtung "die Farbe mit dem Pinsel anzumischen udn sie aufzutragen ist beruhigend" ist.

Ich finde Stil spiegelt sich eher darin wieder wie man an die Sache rangeht, wenn irgendein Krampf dahinter steckt dann kommt auch nur Krampf raus egal bei wem, egal ob auf realistisch oder Manga getrimmt.
Das ist wie bei Fertigessen, es hat alles den gleichen charakteristischen Beigeschmack egal ob komplette Mikrowellen Kost, Aufbackbrötchen oder man nur etwas Instantbrühe in ein sonst selbstgekochtes Gericht tut.

Ich denke ein eigener Stil ist wenn wirklich etwas von dem Zeichner selber durchkommt und dabei auch seine Persönlichkeit reflektiert wird welche sich natürlich auch im Laufe der Zeit wandelt.

Sich auf einen Stil festlegen wäre ja so als würde man sich als Person festlegen, aber man hört doch im Grune nie auf sich zu verändern, zum Besseren und zum Schlechteren.

Ich bin jetzt seit Ende letzten Jahres grosser JJBA Fan und während man es von Aussen so betrachten könnte dass der Zeichenstil an sich mich beeinflusst hat so liegt dem ganzen eher ein Sinneswandel zugrunde der teils durch den Stil beeinflusst ist aber auch ohne dass man es direkt merkt durch die neuen Menschen die man kennengelernt hat und die Denkanstösse die man bekommen hat.

Mir ist es auch wichtig neue Impulse zu haben einfach weil es die Perspektive ändert und man auf Vergangenes anders blickt.
Ich finde es sehr spannend auch nach jahren nochmal Figuren zu zeichnen die ich schon ewig nicht mehr gezeichnet habe weil sich auch der persönliche Wandel in der Darstellung wiederspiegelt.

Noch was zum Thema andere Zeichner und deren Stile:
Es gibt zwar sehr viele die ich technisch beeindruckend finde aber nur wenige bei denen ich sagen würde "würde ich mir gerne ne Scheibe von abschneiden"
Was ich schwierig finde ist eben diese einzigartige Perspektive, den individuellen Blick zu haben.
Es ist denke ich auch das Streben nach Authentizität, einfach ein 0815 Mangamädel zeichnen ist nicht das gleiche wie wenn man ein 0815 Mangamädel zeichnet das einen an den ersten Manga den man je gesehen hat erinnert.
Letzteres hat an sich mehr Substanz, man baut bereits auf etwas anderem auf, man hat bereits eine Stimmung im Sinn. Wenn man jetzt besagtes 0815 Mangamädel zeichnet weil man sich neue Stifte gekauft hat und die testen will dann hat das auch wieder Substanz aber eben ne andere und ja selbst die Unterrichtskritzelei hat diese.
Aber des Ergebnis muss passend präsentiert werden, auf eine Art die den Kontext beibehält/rüberbringt.

Ich hab vor kurzem nochmal was von nem Illustrator gesehen den ich vor 10 Jahren so als das Mass der Dinge sah und war ehrlich gesagt enttäuscht. Es ist nichtmal so dass seine Werke schlecht wären, sie sind ganz solide, ausbaufähig ja.
Aber was mich am meisten schockiert hat war dass nach 10 Jahren absolut kein Unterschied zu sehen ist.

Ich kann es irgendwie nicht nachbvollziehen dass sich in so langer Zeit Nichts ändert, nichtmal eine Art Verfeinerung des bereits etablierten Stils.
Mich wundert es auch weil es eben ein Profi istd er viel und regelmässig zeichnet und nicht jemand der vllt. mal ne grössere Pause eingelegt hat o.ä.

Ich bin immer davon ausgegangen dass egal ob man es bewusst herbeiführt oer nicht sich das eigene Stil ändert insbesonere wenn man viel Zeichnet.

Dass man vllt. so einen Standard-eigenen-Stil behält der erkennbar ist, diesen aber ausweitet oder zumindest noch irgendwie was anderes zusätzlich macht.
Keine Ahnung vllt. hat er ja noch ein anderes Portfolio mit Sachen die keiner zu sehen bekommt, aber das wunderte mich schon.

Würde ich von mir behaupten dass ich einen eigenen Stil habe? Ehrlich gesagt ich hab keine Ahnung und werde da jetzt auch nicht bewusst draufhin arbeiten oder mir den Kopf drüber zerbrechen, da das Zeichnen für mich im Moment eh eine Funktion erfüllt bei der das nicht Priorität hat.

Mein 10 Jahre jüngeres Ich würde mit meinen jetzigen Werken Nichts anfangen können also wer weiss was noch kommt. Vielleicht mach ich ja in 10 Jahren irgendwas was ich jetzt nicht erstrebenswert finde Stilmässig.
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http://tarrlok-draws.tumblr.com/
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Von:    Karamella 04.03.2017 03:04
Betreff: ne 6!! < Fanart-Spam-Laberthread > [Antworten]
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Tarrlok

Soll heissen selbst wenn es einen um's Verkaufen geht, sollte man sich nicht so viele Sorgen darum machen einen bestimmten einzigartigen Stil zu haben, es klappt auch anders.

Als ursprüngliches Grafikerkind kann ich da sowieso nur zustimmen ^^ Allerdings sind Wiedererkennungswert etc. bis jetzt halt das Logischste, was ich im Zusammenhang mit "warum-ein-eigener-Stil", gehört habe.


Ich würde sagen es ist weniger so dass ich nicht einen eigenen Stil entwickeln möchte, sondern eher dass für mich "einen eigenen Stil haben" jetzt etwas anderes bedeutet als es das früher getan hat.

Ok, ich denke die Definition von Stil ist hier erstmal 'ne wichtige Basisgrundlage um zu wissen, wovon ich überhaupt rede. Es ist in der Tat so, dass ich von der allgemein geläufigen Auffassung sprach, z.B.:

Früher habe ich wie die meisten einen Stil daran festgemacht ob jemand zbsp grosse Augen/lange Beine etc zeichnet, wie er eine bestimmte Technik verwendet etc.

Bzw. eben ein gewisser roter Faden, der sich durch die Bilder zieht (auch, wenn die Technik variiert, findet man z.B. immer starke Kontraste/oder eine eher zarte Herangehensweise/oder fluffige Haare/whatever/unendlich austauschbar).


Das von dir genannte "Gegenbeispiel", was einen Stil für dich heute ausmacht, finde ich sehr interessant.
Beschreibt für mich finde ich nicht unähnlich das, was ich mit dem Prozess meinte.
Kann deinen Ausführungen eigentlich nur zustimmen.

Nur, dass es glaube ich nicht das ist, wovon die meisten reden, wenn sie von Stil sprechen? Und ab da ist die Frage: Spricht man vom gleichen? Ich nehme mal ein Beispiel:
Ich denke mir beispielsweise: "Ich verarbeite ein Gefühl, das mich gerade beschäftigt."
Einmal tue ich das, indem ich eine Skulptur erstelle. Einmal mache ich eine schnelle Kritzelei. Und einmal bringe ich nur Farben mit verschiedenen Wirkstoffen zu einer lebhaften Reaktion, wobei ein unvorhersehbares Endresultat entsteht.
(Ein recht unterschiedliches Beispiel, um das, was ich meine, deutlicher zu machen. Lässt sich aber auch anwenden, wenn man nur mit Papier arbeitet, die Technik/Darstellungsweise jedoch extrem variiert).
Obwohl alles mir und derselben Intention entspringt, wäre aufgrund unterschiedlicher Medien und Herangehensweisen von außen vermutlich nicht mehr sichtbar, dass es auf eine Person zurückzuführen ist.
Nun wäre die Frage: Woran macht man den Stil fest?
Nach allgemeiner Auffassung (also meiner Diskussionsgrundlage) würde es nicht reinpassen.
Ein "innerer" Stil wäre aber vorhanden. Nur: Die innere Verbindung wäre höchstens noch im Kontext nebeneinander gesetzt erkennbar. Bei sehr starken stilistischen Differenzen im Erscheinungsbild ist es denke ich rein technisch zumindest von außen sichtbar fast nicht mehr möglich, etwas Gemeinsames zu sehen. Wenn das Gemeinsame optisch nicht sichtbar ist, kann es für mich persönlich wertvoll sein, eine Verbindung aufweisen, doch wird es vom Betrachter (out of context) dann noch als Stil empfunden? Schließlich "kommunizieren" Werke ja auch nach außen.
Klar kann man sagen, dass Bilder ihre "Seele/Nichtseele" (XD) nach außen tragen und man auch bei unterschiedlicher Darstellungsweise den Erschaffer herausspürt. Die Frage ist: Wie weit greift das noch, wenn die dargestellte Differenz wirklich
sehr groß ist? (Nicht auf realistisch/Manga reduziert)

Ich persönlich hatte das bis jetzt mit einem Schulterzucken unter: "Fällt halt nicht unter einen Stil" verbucht, weil mir eben dieser (so, wie er definiert wird) nicht wichtig ist. Aber ja, andererseits auch eine Möglichkeit, die Definition von Stil einfach anders festzumachen. (Auch, wenn diese Definition auch viel von "Interpretationssache" hat... vllt. ist es mir dann letztendlich doch eher weniger wichtig, wie man's denn nun nennt)



Allgemein

...würde mich natürlich auch die Ansicht derjenigen interessieren, die einen "optischen" Stil haben oder suchen. Was da so die persönlichen Beweggründe sind etc.
See You Space Cowboy...



Von:    rupuni 04.03.2017 23:51
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Eigentlich ist es ganz einfach: Um darauf aufzubauen
Vor ein paar Jahren hab ich noch darauf bestanden keinen Stil zu haben und auf keinen Stil hinarbeiten zu wollen sondern nur mein Ding zu machen. Aber irgendwann in den letzten Monaten kam ich zu einem Punkt, an dem ich nach einer Ebene zu suchen begann, auf die Ich aufbauen könnte. Ich war unzufrieden und ziellos mit meinen Sachen und hab mit vielen Zeichnern gesprochen und auch gute Kritiken bekommen, nur mit der Erkenntnis, das die Technik zwar ein Problem darstellt, an dem ich üben muss, aber mein eigentlicher Konflikt an dem ,wie' der Bilder sitzt. Es ist so im trüben gefischt, blind gemalt. Es ist wie eine Figur zu zeichnen ohne die Anatomie zu kennen oder sich darüber im Klaren zu sein ,mal ich Mann oder Frau' oder ,dick oder dünn' oder ,schlapp oder muskulös'.
Es ist unentschlossen, jedenfalls fühlt es sich für mich so an. Ich will einen Weg zu finden, eine lineale Coloration und einen Stil zu finden, weil ich das ziemlich starke Gefühl habe, dass es mir in meiner Zufriedenheit mit meinen Bildern, aber vor allem beim Lernen hilft. Hab ich das klar, hab ich wieder ein Fundament, auf dem ich ganz gezielt weiterarbeiten kann und mir Wegmarken setzen. Ich habe dann idealer Weise eine klarere Vision von dem, was ich mit meinen Bildern will und wohin ich will. Das hatte ich in den letzten Jahren nicht, aber das hat mir auch früher nie gefehlt. Ich bin immernoch dafür, dass man sich erst auf einen Stil festlegen sollte, wenn man das auch ,will' und weiß wo es hingehen soll. Sich für einen Stil zu entscheiden ist kann nicht nur zielgebend, sondern kann wahrscheinlich auch einengend sein.

Ich bin Momentan dabei einen Stil zu ,suchen' aber eben irgendwie auch zu finden und es fühlt sich für meine zeichnerische Entwicklung gut und richtig an, auch was den Zeitpunkt betrifft. Ich hab eine ungefähre Idee wo ich hinwill und kann jetzt alle anderen Übungen ebenfalls in die Richtung lenken wenn mir danach ist. Diese ,Einschränkung' gibt mir im Moment Raum zur Kreativität und einer ziemlich spannenden Selbstfindungsphase.
Im Moment beschäftige ich mich eher mit der Frage „,Wie` soll mein Bild aussehen“, statt „Was soll -möglichst fehlerfrei- darauf zu sehen sein“. Ich will alles malen, aber ich will es so tun, dass es für mich gut aussieht, dass der ,stil' zu mir passt und dazu muss ich mir nicht nur gedanken darüber machen, wie man es technisch so malt, dass es für Andere gut und richtig aussieht sondern auch darüber, was ich ganz persönlich gerne sehen würde. Klingt verworren und hat in dem Falle erstmal nur sekundär mit dem Motiv zu tun und primär mit der Umsetzung.

Ich hab einen sehr interessanten Satz dazu in einem Buch gelesen, bekomme es aber nicht mehr zusammen, Kernaussage war: Wenn du einen Gegenstand vom Leben abmalst, dann geht es nicht darum, ihn zu malen wie er wirklich ist, das macht die Fotografie für uns. Du sollst ihn malen wie du ihn siehst, das ist es, was das Bild am Ende einzigartig macht.

Edit: Also ein Stil ist für mich sozusagen eine Beschreibung eines Motives aus ,meiner' Sicht. Und das ist sehr spannend für mich als Zeichner.
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Zuletzt geändert: 04.03.2017 23:58:30



Von:    Karamella 05.03.2017 23:26
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rupuni

Ja, ich denke auch, dass eine klare Vision zum Üben/Lernen etc. sehr sinnvoll sein kann. Bei deinen Sachen sieht man finde ich sowieso sehr stark, dass du die Dinge nicht nur oberflächlich betrachtest/mal gesehen hast, sondern dich intensiv damit auseinandersetzt.

Ich denke zwar nicht, dass ein optischer Stil, wenn es z.B. nur um's Lernen generell geht, unbedingt nötig ist... aber jenachdem, was das Ziel ist, sicher sinnvoll, das stimmt. Kommt halt immer auf das Ziel und die Intention an. Also ja... mit der von dir genannten Motivation etwas darzustellen kann ein Stil vermutlich hilfreich sein bzw. ich verstehe den Nutzen für dich.

(Ich persönlich habe beim Zeichnen ganz andere Beweggründe, daher bedeutet nach keinem einheitlichen optischen Stil zu streben für mich nicht prinzipiell, ziellos zu sein... es ist eher die Abwechslung durch verschiedene Ziele oder Experimente, die ebenfalls reizen kann (da schon Vorlieben, die ich vertiefe, da sind; nur eben unterschiedliche) – auch, wenn ich weiß, dass das nicht prinzipiell gemeint, sondern auf dich bezogen war... nur meine Sicht dazu sozusagen)

Wenn du einen Gegenstand vom Leben abmalst, dann geht es nicht darum, ihn zu malen wie er wirklich ist, das macht die Fotografie für uns. Du sollst ihn malen wie du ihn siehst, das ist es, was das Bild am Ende einzigartig macht.
Also ein Stil ist für mich sozusagen eine Beschreibung eines Motives aus ,meiner' Sicht. Und das ist sehr spannend für mich als Zeichner.

Ja, das ist wirklich sehr interessant. Da fällt mir schon wieder ein Beispiel ein, aber ich will nicht wieder zu sehr abdriften ^^° Falls Interesse, einfach fragen.
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Zuletzt geändert: 05.03.2017 23:31:16



Von:    RevolutionX 07.03.2017 02:57
Betreff: ne 6!! < Fanart-Spam-Laberthread > [Antworten]
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rupuni:

Ich hab das Ganze jetzt nicht so genau verfolgt. Aber ich hab nu einige Buzzwords in deiner letzten Antwort gelesen, die mich an Dinge erinnern.

Bzgl, Stil generell: Ich denke das kann lauter unterschiedliche Dinge bezeichnen.
Viele Reden ja von Stil als etwas, wie zB wenn jemand extrem stilisiert malt. Mit der Implikation, dass ist bewusst.
Andersrum kann es auch die spezifische Technik, oder jeglichen anderen "Roten Faden" in jemandes Arbeit bezeichnen.
Das macht auch manchmal gewisse Diskussionen etwas schwierig.
Ein Stil kann etwas gutes sein, weil es einem viel Entscheidungsarbeit abnimmt und vieles sehr vereinfacht, oder was schlechtes weil "wie ich das halt immer mache" nicht immer gut ist.

Ansonsten, weil du von ZB das wegen linearer Coloration, und Zufriedenheit und "wo man hin will" redest:
Die Problematik resoniert sehr mit mir, auch wenn mich natürlich Details dazu interessieren. :)

Ich denke, ich hätte mich vermutlich auch nicht als Besitzerin eines konkreten "Stils" gesehen.
Aber ich denke eigentlich schon, dass unserer beider Bilder durchaus einen erkennbaren "Stil" haben.

>Ich hab einen sehr interessanten Satz dazu in einem Buch gelesen, bekomme es aber nicht mehr zusammen, Kernaussage war: Wenn du einen Gegenstand vom Leben abmalst, dann geht es nicht darum, ihn zu malen wie er wirklich ist, das macht die Fotografie für uns. Du sollst ihn malen wie du ihn siehst, das ist es, was das Bild am Ende einzigartig macht.

Ich finde das sehr, sehr ironisch.
Einfach weil wenn ich Diskussionen -gerade- von Plein-Air Malern u.ä. lese, häufig davon geredet wird, das Fotos eben -keine- korrekte Abbildung der Realität sind.
Und dass man gerade deshalb von der Realität malen soll, gerade um sie zu malen "wie sie wirklich ist".
(Einfach weil die Farben/Kontraste völlig anders sind. Und natürlich auch ein paar andere Sachen..aber darum geht es meistens.)
Und da gibt es auch Diskussionen wie sich das -konkret- unterscheidet, es geht also nicht um irgendein pseudo-esoterisches Zeug, ala "jeder sieht die Welt anders.

Ich finde Diskussionen solcher Dinge aber eh oft recht widersprüchlich.
Bzw, oft etwas zu esoterisch ausgedrückt. Man kann ja Leuten durchaus sagen, sie sollen sich einen interessantes Thema als Stichwort für das was sie abmalen überlegen, um dann vielleicht kleine Änderungen zu machen, um eben die Idee zu untermauern.
Komischer Rant:....
Spoiler

Ich meine, der eine sagts so, ala man soll irgendein magisches persönliches Element einbringen, der nächste, man müsse es aus ganz praktischen Gründen halt anpassen.
.....und die übernächste Diskussion, geht darum, wie man Sachen möglichst 1zu1 vom Leben malt. Am besten noch Winkel ausmessen und Farben matchen.
Und dann wieder heißt es, ALLES was von der Realität sei automatisch IMMER krass unterschiedlich & kreativ...weil "Auge das Künstlers".
Und dann sieht man wieder Fotos von Plein-Air Leuten, die so geknipst sind, dass sie aussehen als ob sie in die Landschaft gehören....oder Studenten die das selbe abmalen, wo du echt Mühe hättest zu unterscheiden ob das nicht alles gedruckte Kopien sind....

Zum Teil gibt's es da also unterschiedliche Ansichten, und zum anderen Teil haben Leute auch einfach widersprüchliche Ansichten gleichzeitig. Wie gesagt auch bzgl Fotos im allgemeinen.

Abseits von ideologischen Sachen, ala ob du nun deine "Emotionen" channeln sollst,sollte man sich wohl fragen, ob das meiste dieses "wie du die Welt siehst", nicht sogar meistens auf a)Stil/Technik/Angewohnheit und b) Unvermögen zurückzuführen sind.

Ich meine, Leute reden manchmal wie gesagt so, als würden alle Leute "weil sie es anders sehen", Sachen unterschiedlich abmalen. Und eben andere, dass das eine bewusste kreative Handlung erfordern würde.

Und natürlich können einem unterschiedliche Dinge auffallen, oder man kann bewusst etwas daraus machen.
Aber ich denke, davon auszugehen es wäre irgendwas esoterisches oder eben immer bewusst, ist etwas undurchdacht.

Ein Großteil davon wird vermutlich eben einfach "Stil" sein.
Unterschiedliche Arbeitsweisen und Intentionen, unterschiedliche Vorlieben, unterschiedliche Kenntnis und Skill-stände.
Und eben auch unterschiedliche Denkweisen, aber das meine ich eben nicht so esoterisch, sondern in dem Sinne das Leute zB ja bestimmte Dinge beigebracht bekommen, auf die sie achten sollen.
Wenn man Leute hat die zB beigebracht bekommen haben sie müssen immer Regel X bei der Komposition beachten, und andere die IMMER die Schatten mit Farbe xy malen... und dann welche die das möglichst "faithfully" abbilden können&wollen, und den nächsten der das nicht mal könnte wenn er wollte... Und der letzte malt leicht abstraktes Nass-in-Nass Aquarell...
Da kann es dann schon mal zu Unterschieden kommen.
Käme es allerdings wohl auch bei Fotos abmalen, oder Fotos knipsen(!). Seien wir ehrlich: vermutlich sogar bei deutlich "einfacheren" Aktivitäten.
(Eigentlich gemein, die Fotographen so zu dizzen. Man kann da ja auch ein Objekt anders photographieren. Im Bezug auf die Perspektive hat man evlt sogar mehr Freiheit.)

Kurzum: Seltsame esoterisch klingende Erklärungen mag ich gar nicht.
Man kann sicher sagen "Aber klar, dass is ja auch anders gemeint!", aber sowas ist leider oft nicht klar, und wird zum Selbstläufer.
Ala plötzlich ist das magische Künstlerauge eine Erklärung zu irgendwas, weil Leute da Kram rein interpretieren.
Und es geht halt wirklich eher wenig ums "anders sehen", als ums "halt etwas anders machen weil Gewohnheit oder andere Voraussetzungen".

So wie das mit den Emotionen.
Klar, manche machen das, und klar kann man sich vermutlich damit identifizieren.. man hat mir auch mal gesagt ich male nur düster weil ich traurig bin.
Aber so depri wie einige quietsch-bunt Zeichner sind, da dürfte ja von den dunkleren gar keiner mehr leben....
Und ich hab auch ned das Gefühl ich bin glücklicher wenn ich mal was buntes male.:|

Es gibt aber noch so ein paar andere Themen, wo quasi Sachen nur noch Selbstläufer sind, aber keiner die ursprünglichen Gründe bedenkt. Bzw oft sogar konkret in die andere Richtung damit geht....
Was mich sehr stört.
Und ich hab kp, wie ich jetzt zu dem Thema komme.


Sorry für den seltsamen Rant. Ich bin auch etwas zu müde, also Nachsicht. Bitte.
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Von:    rupuni 07.03.2017 16:48
Betreff: ne 6!! < Fanart-Spam-Laberthread > [Antworten]
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Karamella

Es hilft mir immer, ein Ziel zuhaben und zu wissen, wie das Bild am Ende aussehen soll, bestenfalls ne visuelle Umsetzung vor Augen zu haben. Natürlich wird es nie so perfekt, wie ich es mir vorher vorstelle. Aber es passiert mir ansonsten schnell, dass ich Ewigkeiten an einer Stelle rumpinsel und im Grunde nicht so genau weiß, wo ich eigentlich hinwill. Am Ende hab ich dann zwar ein schönes Auge, aber helfen tuts dem Bild dann meistens trotzdem nicht.

Ja, wenn es einem rein ums Lernen geht, stimm ich dir zu. Bestenfalls nutzt man Studys um neue Techniken auszuprobieren und zu sehen, was sich für einen am besten anfühlt. Für mich haben Stile definitiv einen nutzen bekommen und sie sind eine spannende Richtung, in die man für sich experimentieren kann, finde ich :3

Das ich interessant an einer Bandbreite von Stilen finde, ist auf jeden Fall die vielseitigkeit und die Freiheit, für jedes Bild neu zu entscheiden. ^^


>Ja, das ist wirklich sehr interessant. Da fällt mir schon wieder ein Beispiel ein, aber ich will nicht wieder zu sehr abdriften ^^° Falls Interesse, einfach fragen.

Ja, mir ist klar, dass der Satz um den es geht auch sauer aufstoßen kann, siehe ellenlanger Text da unten, aber mir persönlich hat er weitergeholfen und das geht vor allen Dingen um meine persönliche Vorstellung und Zufriedenheit oder Zielsetzung, wenns um mein Portfolio und meine Gallery geht.



 RevolutionX

Erstmal steh ich nicht auf den Begriff esoterisch, wenns um Umgang mit Zeichnerei geht, das gehört für mich persönlich nicht in diesen -meiner Meinung nach teilweise sehr Handwerklichen- Bereich. Wenn du ,philosophisch' geschrieben hättest, hätte ich dir zumindest teilweise zugestimmt. Für mich sind Kreativität und Philosophie annähernd und das ist -für mich- ein wichtiger Bereich beim Zeichnen und Malen. Ich male in erster Linie nicht, weil ich so wahnsinnig fasziniert davon bin, mich mit Perspektive, Licht, Dynamik und Farben herumzuschlagen die sind -nur für mich, nicht allgemeingültig- wichtige Werkzeuge um das umzusetzen, was ich an Ideen oder Vorstellungen zu einem Projekt oder Privat habe.

Mir ist klar, dass man unter einem Stil unterschiedliche Dinge verstehen kann und ich hatte gehofft mich mehr oder weniger verständlich auszudrücken, was ich in diesem Fall damit gemeint habe. Nämlich nicht das ,herumschummeln' um eigene Schwächen, indem man etwas aus Unvermögen bewusst verfälscht oder einen eigenen Problempunkt umschifft.

Also noch mal eine mögliche Zusammenfassung von dem, was ich ganz Persönlich unter ,einem Stil' verstehe: Vor allem die Technik der Coloration und Farbdynamik. Ich finde, da sind die rein technischen Unterschiede zwischen Ruan Jia und Piotr Jabłoński ein ganz gutes Beispiel. Stell dir vor du würdest beide (oder irgendeinen anderen guten Artist) ein und denselben Gegenstand studieren lassen. Hätte man zwei identische, komplett gleiche Kopien, die hundertprozentig mit der Realität übereinstimmen oder ist es wahrscheinlicher, dass der eine gesättigtere Farben, ebenere Oberflächen und stärkere Kontraste einbringen wird als der andere? Womöglich auch einen loseren Strich oder Spachtel?
Wenn ich mir Gedanken um meinen ,Stil' mache überlege ich nicht, wie ich mich an schlausten um meine eigenen Schwächen herumschummel sondern, wie ich ein Bild so malen kann, dass es mir danach stilistisch gefällt. Es geht mir um den Stil, nicht ums Stilisieren oder Vereinfachen.

Das Buch, in dem ich den Satz gelesen habe heißt übrigens Alla Prima 2 von Richard Schmid (übrigens unter Anderem auch Landschafts-Maler), der sehr philosophisch (esotherisch :)) darüber schreibt, wobei ich selbst ,philosophisch' übertrieben finde. Er schreibt halt darüber. Technik und Einstellung/Gedanken zum Zeichnen sind gut portioniert und extrem lehrreich für mich.
Ich steh nicht drauf so zu tun als könnte ich genauso gut Bäume Fällen anstatt malen. Is total ok, wenn Andere eher auf das Technische stehen und denen alles andere zu viel Heckmeck ist, ich sehs anders.

Das man sich ein Thema zu einer Studie aussuchen soll und sie dann einbringen hab ich nicht gemeint, und hat der Satz auch nicht gemeint, um den es geht. Genauso wie ein persönliches, magisches Etwas mit einbringen, wie kommst du darauf? War mein Text dahingehend so missverständlich oder sprichst du allgemein über verschiedene Einstellungen?
Natürlich haben die Menschen genauso unterschiedliche Ansichten, wie es Stile und Techniken gibt. Is auch gut so. Kann sich jeder sein Ding aussuchen
Natürlich ist „wie du die Welt siehst“ auf Stil, Technik, Angewohnheit zurückzuführen und natürlich darauf, für was davon du dich entscheidest, ich bin nicht der Meinung, dass Stil, Technik und Angewohnheit einfach schicksalhaft aufs Blatt flattert. Im besten Falle entscheidet man sich bewusst dafür und dafür, wie das Bild oder die Bilder am Ende aussehen sollen -stilistisch gesehen-.
Unvermögen gehört wohl kaum zur Arbeit, wenn man sich um einen Stil bemüht. Natürlich sind Schwächen immer sichtbar, aber -zumindest in der Sparte in der wir uns bewegen, der nicht zu Abstrakten- selten ein angestrebter Stil um den man sich reißt, sondern eher ein Look der mit der Zeit hoffentlich abgeht.
Und Ja, ich will bestenfalls, dass mein technischer Stil eine bewusste Handlung und eine Entscheidung ist. In eine Richtung, in der ich meine Bilder gerne hätte. Alles drumrum, meine Schwächen und schlechten Angewohnheiten zähl ich nicht zu meiner Stilfindung dazu sondern versuche sie zu eliminieren. Schwächen sind in meinem Falle Schwächen, kein Stil um den es mir geht. Natürlich haben sie Einfluss auf den Look meines Bildes, aber das heißt nicht, dass ich sie – wenn ich davon rede einen Stil finden zu wollen – integriere.


>Kurzum: Seltsame esoterisch klingende Erklärungen mag ich gar nicht.
>Man kann sicher sagen "Aber klar, dass is ja auch anders gemeint!", aber sowas ist leider oft nicht klar, und wird zum Selbstläufer.
>Ala plötzlich ist das magische Künstlerauge eine Erklärung zu irgendwas, weil Leute da Kram rein interpretieren.
>Und es geht halt wirklich eher wenig ums "anders sehen", als ums "halt etwas anders machen weil Gewohnheit oder andere Voraussetzungen".

Daran kann ich nichts ändern und das hat auch nichts mit mir zu tun, was du magst und was nicht. Ich sehe mich auch nicht in der Verantwortung meine persönlichen Ansichten (oder betreffende Buchzitate) so auseinanderzufriemeln, dass auch ja keiner auf falsche Gedanken kommen könnte, find ich albern. Das ist hier kein Forum in dem es um die Grundsatzdiskussion Drogen geht, sondern um persönliche Stilfindung und Ansichten dazu. Das ist meine ganz private Einstellung bei der ich in meinem Text nicht sehe, dass ich (oder der Buchautor) eine große Verantwortung missbraucht hätte. In einem ,Laberthread' möchte ich gerne meine Posts schreiben, ohne mich für Aussagen rechtfertigen zu müssen, die meine eigenen Erfahrungen und Meinungen von Stilfindung betreffen. Ich hab nichts gegen Fragen oder Kommentare oder fruchtbare Gespräche, aber ich weiß grad nicht wo du hinwillst und hoffe, dass das nicht in einer ermüdenden Diskussion endet :) Alles was ich geschrieben habe betrifft meine Ansichten und ist kein Leitfaden für Andere und ich sehe keine Gefahr darin, mich auszudrücken wie ich mich ausgedrückt habe. Political Correctness in allen Ehren.
Gerade weil ich konkret diesen Satz in dem Buch sehr gut finde und weil ich der Meinung bin, dass es den Bildern gut tut, sich über den Stil Gedanken zu machen und darüber, wie man ihn für sich umsetzen will und wo man hinmöchte. Ich halte das ab einen bestimmten Punkt sogar für ziemlich wichtig für mein Lernen.
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Von:    RevolutionX 07.03.2017 18:15
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rupuni:

>  RevolutionX

Ah, ich hätte wissen sollen, dass es das ganze etwas "detailed". Sorry dafür.
Ich interessiere mich eigentlich mehr für zB das "linearere Coloration", weil ich glaube damit wurstle ich aktuell vielleicht auch herum.

> Erstmal steh ich nicht auf den Begriff esoterisch, wenns um Umgang mit Zeichnerei geht,

Mein Punkt war eher, das es manchmal etwas zu sehr dahin abdriftet, dem Ganzen quasi magische Elemente zuzuschreiben. *
Was mich halt sehr stört, weil es dann eben nicht mehr um irgendwas "reales", also zB Handwerk, oder eben auch was "tatsächlich" in Köpfen vorgeht, geht....sondern nur noch um irgendwas seltsam esoterisches.(Was dann einfach für sich steht und andere Sachen begründet, als wäre es ein Fakt für sich.)
Und damit meine ich auch nicht mal "reale" ideologische Überlegung, ala worauf du wert legst oder Beschreibungen deiner Gefühle dahingehend, das kann man ja zT auch noch rational diskutieren.
Das Problem ist quasi, wenn aus einer im Kontext verständlichen Aussage oder etwas sehr undefiniertem, eine Art "Weisheit" oder anderes Konzept wird, und quasi der eigentliche Hintergrund völlig an Bedeutung verliert.
Das sehe ich halt ganz allgemein als großes Problem. (Ich erwarte jetzt auch von dir nicht plötzlich eine Lösung.)

*Es soll ja auch ein paar religiöse Leute geben, die glauben Atheismus und Kunst/Kreativität ginge nicht zusammen. Auch wenn das einen anderen Hintergrund hat, vermute ich.

Das war auch alles weniger auf dich bezogen, als darauf, das mir das generell öfter als Problem begegnet.
Deshalb auch die eigene Einschätzung "komischer Rant". Sorry dass das so rüber kam, als wollte ich jetzt dich persönlich angreifen!
Es war nicht wirklich so gemeint, dass du jetzt das schreckliche Problem bist. Ganz so schlimm war es nun nicht. Wie gesagt, ein seltsamer Rant...eher auch über andere Dinge.

Bzgl "Herumwurschteln": Ich wollte sicher nicht sagen, dass du nur vorhast, deine Schwächen zu verdecken. :'D Das war ,wie gesagt, gar nicht wirklich auf dich bezogen.
Nichtmal unbedingt aufs "bewusste", sondern das auch Außenstehende zT klares Unvermögen als krasse Kreative Leistung sehen.

Ich denke, Stil ist da immer etwas zweischneidig, aber ich verstehe halt den Wunsch nach einer klaren Richtung, und einer geordneten Weise etwas zu machen. zB. Eben auch einfach aus Effektivitäts, und "Vertrauens" Gründen.
Ich hab dich ja auch so verstanden, dass du das ähnlich siehst, und bei deinem aktuellen Niveau langsam die Vorteile klar überwiegen? Oder hab ich das falsch verstanden?

bzgl 2 gute Artists und eine Studie: Wie denke ich aus meinem Gebrabbel klar sein sollte, nehme ich erstmal an, dass die beiden das unterschiedlich machen, solange die Intention nicht ist "es muss "100%ig" sein" & man die gleichen Tools gibt.
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Von:    rupuni 07.03.2017 20:35
Betreff: ne 6!! < Fanart-Spam-Laberthread > [Antworten]
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 RevolutionX

Ok, scheint, als hätten wir aneinander vorbei geschrieben xD

Dann scheinen wir im Grunde der gleichen Meinung zu sein. Mit einer linearen Coloration im Sinne von ,ich häng mich nicht 3 stunden an Kleinigkeiten auf und weiß wo ich hinwill' kämpf ich momentan auch, find aber, dass es das Kämpfen wert ist.

Hm. Ehrlich gesagt ist mir so etwas noch nicht oft begegnet. Also die Art von ,magischen' Element oder Esoterik die du beschreibst. Die, die sich viel drauf einbilden sind meistens nicht in der Sparte, in die ich will, also beschäftige ich mich auch weniger damit. Aber ich hab auch mit ner ,Kunstszene' weniger zu tun, oder wo auch immer sowas auftritt. Die meisten Kurse, Texte oder Ratschläge die ich bekommen habe, wurden mir mit der Zeit zu trocken, weil -gerade beim Zeichnen- Kreation und Spaß eine so wichtige Rolle spielt, dass man sich nicht allein auf die Technik konzentrieren sollte, sondern zB. Auch seine Visual Library füttern sollte und das hat eben mitunter auch Tiefgang oder eine Eigenphilosophie... odern gutes Buch.
Zeichenyoga im Sinne von „Werde Eins mit dem Blatt“ ist wahrscheinlich auch schwer möglich, wenn man sich darauf konzentrieren will, eine realistische oder semirealistische Zeichnung zu machen oder dabei möglichst viel zu lernen.


> "Weisheit" oder anderes Konzept wird, und quasi der eigentliche Hintergrund völlig an Bedeutung verliert.
>Das sehe ich halt ganz allgemein als großes Problem. (Ich erwarte jetzt auch von dir nicht plötzlich eine Lösung.)

Wobei ich ja glaube dass die Leute, die mit diesem Konzept malen auch ein ,anderes' Konzept haben als wir, wenn wir über Stil und Lernerei sprechen. Ich raff deren Sparte nicht, und sie nicht meine und wenn wir von ,Kunst' sprechen meinen wir auch unterschiedliche Dinge. Wenn Jemand sowas sagt, ist man ja meistens am besten beraten, wenn man einen Blick auf seine/ihre Bilder wirft und damit die Zielsetzung erkennt und womöglich abschlägt.

Puh, Religion und Kunst x,D darüber hab ich mir noch nie Gedanken gemacht und es noch nie gehört, aber könnte durchaus eine ultraveraltete Lehre sein oder?


>Es war nicht wirklich so gemeint, dass du jetzt das schreckliche Problem bist.
>Ganz so schlimm war es nun nicht. Wie gesagt, ein seltsamer Rant...eher auch über andere Dinge.

Okay xD ich habs persönlich genommen, weils sich für mich so gelesen hat. Wenn es nicht so gemeint war, nehm ich alles zurück.


Ich glaube, dass ein Stil auch einschränken kann, wiegesagt. Auch Entwicklungstechnisch.
Ja ich sehe das auch so. Ich wollte nicht sagen, ich wäre überragend gut oder so, sondern eher, dass ich ne ganze Zeit immer versucht habe einen Charakter oder eine Szene ,erkennbar' umzusetzen und war froh, wenns hinterher einigermaßen danach aussieht, und damit hatte ich genug zu tun, um mir über meinen Stil gedanken machen zu können. Langsam aber sicher merke ich, dass mir die Dinge ein wenig leichter fallen und mir aber dafür auffällt, dass ich mit dem ,look' meiner Bilder im grunde nicht zufrieden bin oder war. Also fühlt sich eine Stilfindung für mich im Moment sehr gut an und die Vorteile überwiegen
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Zuletzt geändert: 07.03.2017 20:36:15



Von:    Karamella 07.03.2017 23:14
Betreff: ne 6!! < Fanart-Spam-Laberthread > [Antworten]
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rupuni

Ja, deswegen verstehe ich auch, dass, auch wenn man es allgemein betrachtet, eine Vision, wo man hinwill, beim Lernen hilfreich sein kann – wobei diese Vision kein Stil sein muss. Es kann ein bestimmtes technisches Handwerk sein, es kann ein Thema sein, es kann ein Gefühl sein, es kann alles Mögliche sein. Ist ja nur logisch, dass eine klare Vorstellung die Umsetzung erleichtert. Muss nur nicht. Je nach Person und Intention halt.
Aber wie gesagt, den Nutzen deiner/s Vision/Stils für dich kann ich nachvollziehen.

Für mich persönlich beispielsweise ist mittlerweile zweitrangig, wie das Bild am Ende aussieht oder ob es korrekt oder perfekt ist. Wenn ich beim Erstellen auf das Aussehen achte, sind es eher Wirkung/Ausdruck, die im Vordergrund stehen. Der Rest ist nicht unwichtig, nur nicht mehr so vordergründig. Der Prozess, durch den das Ergebnis zustande kam, ist mir wichtiger. Bzw. das Ergebnis wird vor allem durch den vorangegangenen Prozess interessant. Wobei ich hauptsächlich das Erlebnis beim Erstellen und auch unvorhergesehene Ergebnisse spannend finde.
Mit dieser Herangehensweise fände ich einen optischen Stil einschränkend. Je nachdem, was ich verarbeiten/ausdrücken/ausleben/sonstiges möchte, ist eine andere Herangehensweise spannend, welche ich dann, wenn sie mir zusagt, vertiefe und auch anderswo einbringen kann, je nach Thema. Und manchmal entdecke ich halt etwas Neues, was dann wieder Abwechslung reinbringt.

Aber ja, es ist doch interessant, wie unterschiedlich man an Sachen rangehen kann. Ohne deinen Fall hätte ich z.B. nie eine Parallele zwischen Lernen und Stil gezogen. Den meisten Leuten geht es beim Stil glaube ich nicht darum, damit zu lernen (wie von dir bereits erwähnt, gibt es dafür verschiedene/andere Möglichkeiten) und da finde ich es weiterhin eher schwer nachvollziehbar, weil ich mich bei einem "macht man halt immer so" frage, was abseits davon der persönliche Antrieb bzw. Nutzen ist.

Ja, mir ist klar, dass der Satz um den es geht auch sauer aufstoßen kann
Also mir stieß der Satz nicht sauer auf. Mir fiel eher ein eigenes Beispiel dazu ein, aber ich wollte wie gesagt nicht zu sehr abdriften, nur, weil mir das gerade einfiel (OT). Ist auch nicht mehr so wichtig mittlerweile.
See You Space Cowboy...
Zuletzt geändert: 08.03.2017 00:04:18



Von:    RevolutionX 07.03.2017 23:54
Betreff: ne 6!! < Fanart-Spam-Laberthread > [Antworten]
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rupuni:
> Ok, scheint, als hätten wir aneinander vorbei geschrieben xD

Sorry nochmal, war wirklich nicht meine Intention!

> Dann scheinen wir im Grunde der gleichen Meinung zu sein. Mit einer linearen Coloration im Sinne von ,ich häng mich nicht 3 stunden an Kleinigkeiten auf und weiß wo ich hinwill' kämpf ich momentan auch, find aber, dass es das Kämpfen wert ist.

Jop. Das ist halt bei mir aktuell auch Baustelle.
Ich hab halt am PC lange eher... spontan gearbeitet? Also recht malerisch, und dann drauf rummalen bis es was wird. Aber meistens eben, ohne dass die Idee/Komposition/Skizze konkret genug war. Kein Plan halt...
Daran ist halt auch nicht alles schlecht... Aber wenn man dann 1-2 tolle Elemente hat, aber Probleme die nachträglich in eine sinnvolle Komposition zu bekommen ist das natürlich sehr frustrierend. Das einiges fertiger ist, macht das ja nur noch schwieriger.

Ich hatte auch öfter etwas versucht, einen sinnvolleren Ablauf zu bekommen.
Wenn man auf Sauber&Details aus ist, sind ja bestimmte strukturierte&saubere Abläufe sehr hilfreich.
Aber mir war das meistens dann zu unflexibel und ...nicht spannend genug? (Hab Konzentrations- Probleme...)
Und, ich hab auch das Gefühl, ich stand mir da dann son bissel selber im Weg. Weil ich dann halt zu verkrampft darauf geachtet hab, bloß sauber zu sein. :|

Aktuell, experimentiere ich halt recht erfolgreich (denke ich) mit etwas anderem.
Ich habe halt festgestellt, dass ich vieles sehr "direkt" malen kann, wenn ich ...es einfach mache.
Und das, in Kombi mit einer Skizze & ein paar groben Auswahlen, scheint vielversprechend.

>weil -gerade beim Zeichnen- Kreation und Spaß eine so wichtige Rolle spielt, dass man sich nicht allein auf die Technik konzentrieren sollte, sondern zB. Auch seine Visual Library füttern sollte und das hat eben mitunter auch Tiefgang oder eine Eigenphilosophie... odern gutes Buch.

Ich bin nicht sicher, wie das mit Tiefgang und Eigenphilosophie gemeint ist...
Aber ich sehe "Visual Library" als nen ganz normalen Part an. Und ich bin auch ein großer "Fan" davon, solche Information auf alle möglichen Wege in den Kopf zu bekommen.
mWn merkt man sich Kram eh besser, wenn man ihn in unterschiedlichen Zusammenhängen lernt und mit anderen Informationen verknüpft.
Und um ehrlich zu sein, lerne ich auch einfach gerne wie Kram funktioniert, und warum er so aussieht wie er aussieht. Oder achte bei anderen Sachen auf random Stuff.
(Auch wenn ich sicher nicht so fleißig bin, wie ich es sein könnte. Und manchmal ist einfach verständliche Info schwer zu finden.)

> Zeichenyoga im Sinne von „Werde Eins mit dem Blatt“ ist wahrscheinlich auch schwer möglich, wenn man sich darauf konzentrieren will, eine realistische oder semirealistische Zeichnung zu machen oder dabei möglichst viel zu lernen.

Oh dear, Zeichenyoga. :'D
Ich kann mir das allerdings fast bildlich vorstellen.
Vielleicht alles sehr bewusste Striche setzen, und dabei immer bewusst atmen...sowasXD Gaaaaanz langsam. Ich will nicht behaupten, das ginge nicht.

Das, bezüglich, dass etwas seinen Hintergrund verliert, ist kein reines Kunst-Problem.
Vllt blödes Beispiel, aber stell dir vor, einer sagt "Rosa ist ne Mädchen-Farbe", dass kann ja in einem bestimmten Zusammenhang verständlich sein. (Wird ja so assoziiert.)
Aber dann fängt der an, darauf anderes aufzubauen...ala Jungs/Männer dürfen kein Rosa tragen, und wenn sie es tun, verweiblichen sie/werden alle schwul/what-ever. (und dann endet bekanntlich die Zivilisation...:'D) Und als Begründung: Rosa=Mädchen "ist halt einfach so".(+/- esoterisches Geschwafel, weil die Person selber nicht weiß "warum") .
Dann ist das ein Problem.
Aber wie gesagt, gibt vermutlich bessere Beispiele.

> Puh, Religion und Kunst x,D darüber hab ich mir noch nie Gedanken gemacht und es noch nie gehört, aber könnte durchaus eine ultraveraltete Lehre sein oder?

Ich meine, ich hab das schon 1-2 mal in der "Wildnis" gesehen, von Leuten selber. Und von einem Künstler und ein paar Atheistischen-Aktivisten thematisiert.
Ob das "üblich" ist, weiß ich allerdings nicht.
Aber im Anbetracht, wie häufig es zu sein scheint, dass Leute allen ernstes glauben, Atheisten wären alle unmoralisch, scheint mir das nicht mal so verrückt.
Auch, weil ich schon öfter gelesen/gehört habe, dass Gläubige bestimmte Gefühle auf "Gott" zurückgeführt haben und quasi entweder als "Beweis" für ihren Glauben angeführt haben, oder davon ausgingen Atheisten haben die nicht. Da macht das vielleicht nen gewissen Sinn?
Ich würde nicht sagen, dass ist "uralt", aber vermutlich eher amerikanisch oder aus "religiöseren" Regionen? Mich hat's auch überrascht.

> Ich glaube, dass ein Stil auch einschränken kann, wiegesagt. Auch Entwicklungstechnisch.

Hängt vermutlich auch davon ab, ob man weiß was man da stilisiert. Und ob es einen interessiert.

> Ja ich sehe das auch so. Ich wollte nicht sagen, ich wäre überragend gut oder so,

Das hätte ich nun auch nicht so verstanden. :)

> Langsam aber sicher merke ich, dass mir die Dinge ein wenig leichter fallen und mir aber dafür auffällt, dass ich mit dem ,look' meiner Bilder im grunde nicht zufrieden bin oder war.

Letzteres Problem habe ich aber wiederum auch. Aber das ist zT auch eine Motiv Sache, bei mir.
Das mit dem effektiveren Arbeiten, und möglicherweise etwas "gröber" ist aber vermutlich wichtiger.
Bzgl der reinen optischen Sache, bin ich da seeeehr zwiegespalten.
Ich vermute, für einiges was ich machen wollte, arbeite ich zu klar, kontrastreich und nicht atmosphärisch und texturiert genug.
Und zT vielleicht zu bunt, ob man es glaubt oder nicht. :'D
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Von:    rupuni 08.03.2017 20:01
Betreff: ne 6!! < Fanart-Spam-Laberthread > [Antworten]
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Karamella:

> Ja, deswegen verstehe ich auch, dass, auch wenn man es allgemein betrachtet, eine Vision, wo man hinwill, beim Lernen hilfreich sein kann – wobei diese Vision kein Stil sein muss. Es kann ein bestimmtes technisches Handwerk sein, es kann ein Thema sein, es kann ein Gefühl sein, es kann alles Mögliche sein. Ist ja nur logisch, dass eine klare Vorstellung die Umsetzung erleichtert. Muss nur nicht. Je nach Person und Intention halt.
> Aber wie gesagt, den Nutzen deiner/s Vision/Stils für dich kann ich nachvollziehen.

Ich denke auch dass ist bei Jedem individuell anders. Viele rutschen ja auch von ganz alleine in eine Richtung die ihnen entspricht und gefällt und brauchen sich mit der eigentlichen Stilfrage garnicht rumschlagen. Und ne Vision hilft wohl immer beim Lernen, geht mir immer so. Und natürlich Vorbilder. Zumindest was mich angeht, waren mir Vorbilder immer wichtig. Nicht, dass ich ,genau' so malen will wie sie, aber ich find die Richtung und die Technik episch, die sie beherrschen.


> Mit dieser Herangehensweise fände ich einen optischen Stil einschränkend. Je nachdem, was ich verarbeiten/ausdrücken/ausleben/sonstiges möchte, ist eine andere Herangehensweise spannend, welche ich dann, wenn sie mir zusagt, vertiefe und auch anderswo einbringen kann, je nach Thema. Und manchmal entdecke ich halt etwas Neues, was dann wieder Abwechslung reinbringt.

Find ich interessant, weil es bei mir andersrum ist. Ich will immer erst, dass die Optik stimmt und wenn der Ausdruck nicht hundertpro rüberkommt, mach ich mir meistens weniger gedanken, als wenn ich das Bild total ausdrucksstark finde, aber probleme mit Anatomie etc. entdecke. Wobei ich das mit dem Stil sehr locker sehe und nicht auf Teufel komm raus drauf bestehe. Fühlt sich für mich halt gut an, mich darauf momentan zu konzentrieren und mir gedanken zu machen wo ich hinwill insgesamt.

>
> Aber ja, es ist doch interessant, wie unterschiedlich man an Sachen rangehen kann. Ohne deinen Fall hätte ich z.B. nie eine Parallele zwischen Lernen und Stil gezogen. Den meisten Leuten geht es beim Stil glaube ich nicht darum, damit zu lernen (wie von dir bereits erwähnt, gibt es dafür verschiedene/andere Möglichkeiten) und da finde ich es weiterhin eher schwer nachvollziehbar, weil ich mich bei einem "macht man halt immer so" frage, was abseits davon der persönliche Antrieb bzw. Nutzen ist.

Ja das stimmt. Viele Malen ,einfach so', aber für mich ist es immer wichtig, sowas zu hinterfragen und das gilt besonders für „Wie sollen meine Bilder aussehen, wo will ich hin, in welche sparte will ich mich rein technisch bewegen.“ Das ist für mich momentan so wichtig, fast das Wichtigste. Genau wie die Motive „Was will ich eigentlich malen?“ und zwar nicht auf ein Bild bezogen, sondern als Persönlichkeitskrise, was sich negativer anhört als es ist. Weil ich immer gerne von Bild zu Bild und ins Blaue gemalt habe. Ich finde zum Beispiel Szenen unfassbar interessant und will ,mehr' auf einem Bild, als ein nett aussehender char, der rumsteht... aber das ist gemütlicher, einfacher und schneller und gewohnter natürlich.


> Also mir stieß der Satz nicht sauer auf. Mir fiel eher ein eigenes Beispiel dazu ein, aber ich wollte wie gesagt nicht zu sehr abdriften, nur, weil mir das gerade einfiel (OT). Ist auch nicht mehr so wichtig mittlerweile.

Ich bin auf alle Fälle interssiert am Beispiel :)




 RevolutionX:

>Sorry nochmal, war wirklich nicht meine Intention!

Sorry dass ich dich angepflaumt hab


>Ich hatte auch öfter etwas versucht, einen sinnvolleren Ablauf zu bekommen.
>Aber mir war das meistens dann zu unflexibel und ...nicht spannend genug? (Hab Konzentrations- Probleme...)

Ja geht mir auch so und ich machs teilweise immernoch so. ich find auch ewig langes Planen nervig, weil ich dann das Interesse am eigentlichen Bild schnell verliere und mich durch die Coloration quäle. Ich finde es angenehmer mit sehr rauen Skizzen zu beginnen. Aber wenns um eine Szene geht und nicht nur um ein Element muss man bestimmte Sachen schon irgendwie ausgearbeitet haben. Gerade dort, wo man mangels interesse am wenigsten Zeit investiert, hängt man später fest, zumindest geht’s mir so. Ich ärgere mich jedes Mal, wenn ich stundenlang an irgendeinem Element sitze, das es mir anfangs nicht wert war, 20 Minuten mehr hineinzuinvestieren.

>Und um ehrlich zu sein, lerne ich auch einfach gerne wie Kram funktioniert, und warum er so aussieht wie er aussieht. >Oder achte bei anderen Sachen auf random Stuff

Haha, ich wünschte mir würde das auch leichter fallen. Ich hab totale probleme, mit der Wissenschaftlichen Seite. Perspektive und Licht ist für mich superirk und macht mich jedes Mal nervös. Ich raffs einfach nicht so richtig und werd auch noch ne Weile brauchen, bis es ,klick' macht. Also ich verstehe schon das Gesetz, aber die Umsetzung fällt mir immer schwer und ich habe zB totale Probleme mit Tiefe (Landschaft, Szenerie und so)


>Das, bezüglich, dass etwas seinen Hintergrund verliert, ist kein reines Kunst-Problem.

Ja das stimmt. Du hast halt immer Leute, die Dinge nach ihren Gesetzen umdenken, meistens ja auch bewusst. Während wir finden, dass Jungs Rosa tragen und auf Schmetterlinge stehen dürfen, haben Andere eine andere Weltanschauung. Wobei ich glaube dass, wenn Jemand Mädchen und Jungs unbedingt kategorisieren will, wird er das auch tun, in unserem Fall ist es eben die Gesellschaft und veraltete Vorstellungen/Gewohnheiten. Da macht ein Satz eigentlich nicht den Kohl fett. Was ich sagen will ist, dass ich nicht glaube, dass die (Glaubens-)Sätze schuld sind, die missverstanden werden, sondern die Menschen die sich in den Kopf gesetzt haben, Jungs dürften nicht auf rosa abfahren.


>Ich würde nicht sagen, dass ist "uralt", aber vermutlich eher amerikanisch oder aus "religiöseren" Regionen? Mich hat's auch überrascht.

Lol das erinnert mich hart an ne private Nachricht, die ich neulich über FB bekommen hab. Ne person die sich ,Sorgen' um mich gemacht hat, weil ich augenscheinlich Kontakt zu Dämonen habe, die ich dann male. Wär ich von selbst nicht drauf gekommen... Religion eh. Denkt sie kann alles und failt dann hart bei den Menschen.


>Hängt vermutlich auch davon ab, ob man weiß was man da stilisiert. Und ob es einen interessiert.

Ja und vom Zuspruch anderer schätze ich.

>Ich vermute, für einiges was ich machen wollte, arbeite ich zu klar, kontrastreich und nicht atmosphärisch und texturiert genug.
>Und zT vielleicht zu bunt, ob man es glaubt oder nicht. :'D

Ah ja kenn ich. Allerdings ist das doch auch steuerbar oder? Also man kann darauf achten, sich in bestimmten Elementen zurückzunehmen und andere mehr reinspielen zu lassen?
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Von:    Karamella 11.03.2017 15:21
Betreff: ne 6!! < Fanart-Spam-Laberthread > [Antworten]
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rupuni

Genau, bei mir z.B. war es so, dass ich erst durch die Rumexperimentiererei entdecken konnte, wo meine Vorlieben liegen. Und da man sich ja laufend verändert, ist das auch hilfreich dabei, neue Vorlieben zu finden. Die Suche nach einem Stil war eher kontraproduktiv, da einem da viel rausgehen kann, was man evtl. mögen könnte.
Ich denke, Vorbilder bzw. einfach Künstler, die man mag, können auch insofern hilfreich sein, dass man Möglichkeiten und Darstellungsweisen entdeckt, auf die man "einfach so" vielleicht nicht gekommen wäre. Klar, Künstler "abmalen" und dabei zu bleiben ist sicher wenig hilfreich, aber durch das Entdecken einzelner Fragmente findet man sicher auch Teile von dem, was einen selber ausmacht.

Find ich interessant, weil es bei mir andersrum ist. Ich will immer erst, dass die Optik stimmt und wenn der Ausdruck nicht hundertpro rüberkommt, mach ich mir meistens weniger gedanken, als wenn ich das Bild total ausdrucksstark finde, aber probleme mit Anatomie etc. entdecke.
Wobei auch der Ausdruck wie gesagt für mich zweitrangig ist. Wenn ich auf das Aussehen achte, ist das eben das, was mir am wichtigsten ist. Aber an erster Stelle steht für mich immer noch der Prozess, der überhaupt erst dorthin geführt hat.
Ich denke, das, was einen antreibt, ist einfach auch das, was letztlich beeinflusst, wie man vorgeht und worauf man achtet.

Ich finde zum Beispiel Szenen unfassbar interessant und will ,mehr' auf einem Bild, als ein nett aussehender char, der rumsteht
Japp, geht mir auch so.

Ich bin auf alle Fälle interssiert am Beispiel :)
Ok XD Also ich bezog mich zusätzlich auch auf deine eigene Ausführung zu der genannten Aussage...
Also ein Stil ist für mich sozusagen eine Beschreibung eines Motives aus ,meiner' Sicht. Und das ist sehr spannend für mich als Zeichner.
Das erinnert mich ein wenig an eine Reihe von Selbstportraits und ein paar anderer Sachen, die ich mir mal rauspickte und jeweils eine Zeit lang erforschte. Ich tat das neulich, nachdem ich nach einer langen Zeichenpause ziemlich in der Luft hing und alles irgendwie verkrampft war, um einfach nur durch TUN wieder eine Leichtigkeit zu finden. Neben dem Abzeichnen des Gesehenen ging es auch darum, es zu erforschen und zu verstehen, es aus verschiedenen Sichtweisen zu betrachten, sodass auch Technik, Darstellungsweise und Tempo variierten. Dadurch war auf den ersten Blick alles anders, bei den Portraits z.B. rein vom Gesicht her auf jedem Bild ein anderer Mensch... auch technisch und vom Gesamteindruck her (mal dreidimensional, mal abstrakt...). Dennoch sah man den einen "Blick" bzw. Stil in dieser Reihe und dass es eben doch dieselbe Person ist. Und ich sah meine eigene Sicht darauf heraus. Das war in der Tat sehr spannend.
See You Space Cowboy...





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