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Thread: Der Reiz von Yaoi

Eröffnet am: 20.03.2017 15:39
Letzte Reaktion: 08.06.2017 11:07
Beiträge: 9
Status: Offen
Unterforen:
- Fanfiction




Verfasser Betreff Datum
Seite 1
 Elen_Narome Der Reiz von Yaoi 20.03.2017, 15:39
 Nimokura Der Reiz von Yaoi 16.05.2017, 21:59
NARUTOuO Der Reiz von Yaoi 17.05.2017, 14:50
 deitay Der Reiz von Yaoi 23.05.2017, 18:00
 Elen_Narome Der Reiz von Yaoi 24.05.2017, 14:41
 halfJack Der Reiz von Yaoi 05.06.2017, 15:58
 deitay Der Reiz von Yaoi 07.06.2017, 14:10
 halfJack Der Reiz von Yaoi 07.06.2017, 15:29
 Elen_Narome Der Reiz von Yaoi 08.06.2017, 11:07
Seite 1



Von:    Elen_Narome 20.03.2017 15:39
Betreff: Der Reiz von Yaoi [Antworten]
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Hallo ihr lieben FF Leser und Verfasser,

mir brennt seit geraumer Zeit eine Frage unter den Nägeln, auf die ich bisher noch keine zufriedenstellende Antwort finden konnte:

Was macht für euch den Reiz von Yaoi/ Shonen Ai / Boys Love aus?

Ich selbst bin da eher wertneutral und bin weder dafür noch dagegen.

Schreibt mir warum ihr es gut findet, oder warum vielleicht auch nicht. Ich bin sehr an euren Meinungen interessiert.

(Ich hoffe das Thema passt in dieses Forum)

Eure Elen Narome
Zuletzt geändert: 20.03.2017 15:57:22



Von:    Nimokura 16.05.2017 21:59
Betreff: Der Reiz von Yaoi [Antworten]
Das ist echt schwer zu beantworten. Ich weiss es ein gentlich auch nicht so genau. 2 Männer im Reallife finde ich nicht so süss wie 2 androgyne Manga oder Anime Boys. Ich finds einfach prickelnd, erotisch, süss und liebe es total.



Von:   NARUTOuO 17.05.2017 14:50
Betreff: Der Reiz von Yaoi [Antworten]
Ich bin Schwulen im Reallife eigentlich sehr neutral gegenüber, aber, ob Anime, Manga oder FF, ich finde es interessant. Es ist süß wie die Charaktere Reagieren, wenn sie besitzergreifend sind und so weiter.

Da ich selbst dem anderen Geschlecht angehöre, finde ich es umso interessanter. Immerhin könnte ich nicht sagen, ich versuche mal schwul zu sein.
Bei mir gibt es allerdings den Unterschied, dass ich nicht nur Yaoi süß finde, sondern auch Yuri. Gleichgeschlechtliche Liebe ist irgendwie fesselnd, weil sie zum Einen etwas alltägliches hat, aber zum Anderen etwas verbotenes.

Ich weiß nicht, ob das eine gute Erklärung ist und sie ist definitiv nicht ausreichend, da ich noch ewig weitere Gründe aufzählen könnte, aber das wäre so der Kernpunkt um es kurz zu halten, denke ich. ;D

Ganz liebe Grüße
Narutouo ;)



Von:    deitay 23.05.2017 18:00
Betreff: Der Reiz von Yaoi [Antworten]
Hm ok XD ich dachte es hätte jetzt eher etwas damit zu tun, dass die Frauen so verknallt in die Charas sind, das sie nicht akzeptieren könnten, dass der Chara eine andere Frau ausser sie selbst begehrt. Also nimmt man nen zweiten männlichen lieblings Chara mit dem man selbst auch gern zusammen währe und packt die dann zusammen. So gibts dann kein heartbreak.

Also wenn ich als Typ 2 Frauen shippe, dann sind das meistens ja auch die 2 aus der Serie, die ich am meisten begehre. Und ich glaube bei denn meisten anderen Männer ist das auch so wenn sie Fantasien mit 2 Frauen haben und da denke ich, das es bei Frauen eigentlich nicht viel anders sein würde. Und das macht dann denn Reiz des Yaoi/Yuri aus.

Korrigiert mich wenn ich total daneben liege XD Ist halt so das was ich als logisch empfinde zu dem Thema ^^



Von:    Elen_Narome 24.05.2017 14:41
Betreff: Der Reiz von Yaoi [Antworten]
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Vielen, vielen lieben Dank für eure Antworten. Ich freue mich wirklich sehr darüber.

Ich hatte gedacht, dass mein Thread untergegangen wäre. Deitay war so lieb mich auf die Postings aufmerksam zu machen. Vielen lieben Dank auch dafür.

Es ist sehr interessant andere Sichtweisen kennen zu lernen.

Ich selbst habe manchmal Schwierigkeiten meine Lieblingschara an das gleiche Geschlecht zu "verlieren". Das macht ihn für mich noch unerreichbarer als er es zuvor schon war. Das widerspricht meiner Ansicht nach der These von deitay, dass Frauen überspitzt gesagt einfach nur stutenbissig sind.
Meiner Idee nach, kann dadurch ausgeschlossen werden, dass in der Geschichte einer der beiden Liebenden stiefmütterlich behandelt wird, weil man über den eigentlich gar nichts zu sagen hat. Das macht ihn langweilig und austauschbar und somit sogar unwürdig für den Lieblingscharakter. Vielleicht hat diese Idee Gemeinsamkeiten mit dem Ansatz von Nimokura.
Zur Erläuterung:
Ich selbst muss mich bei der Beschreibung einer Frau viel stärker disziplinieren, als bei der Beschreibung eines Mannes, die mir sehr leicht von der Hand geht. Das kann schnell dazu führen, dass die von mir beschriebene Frau einfach eine langweilige oder blöde Kuh wird und ich sie 33 mal umschreiben muss. ;)

Das Besitzergreifende von dem Narutouo spricht, ist für mich ein allgemeines Thema in der Liebe und nicht auf gleichgeschlechtliche Liebe beschränkt. Das Argument des Verbotenen überzeugt mich da schon mehr. Das ist ein sehr starkes Element, das leicht aufgegriffen werden kann und welches großes Potenzial in sich trägt. Das hin und her zweier Liebender, die sich nicht haben können/dürfen/sollen und es gesellschaftlich unerwünscht ist... das hat ja schon bei Romeo und Julia funktioniert. Zudem noch der Hintergedanke, dass es doch eigentlich falsch sein müsste...

Das sind meine Gedanken dazu bisher. Wenn ihr Anmerkungen habt, oder mir widersprechen wollt, dann scheut euch nicht davor das zu äußern. Ich freue mich darauf.

Eure Elen
Besuch mich auf Deviantart [http://elennarome.deviantart.com/]



Von:    halfJack 05.06.2017 15:58
Betreff: Der Reiz von Yaoi [Antworten]
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deitay, dein Punkt klingt logisch, träfe bei mir aber überhaupt nicht zu. Eifersuchtsgedanken in Bezug auf meinen Lieblingscharakter kann ich mir nämlich absolut nicht vorstellen, aber ich finde ja auch nichts an Self-Insert in Fanfictions etc. Trotzdem erscheint es mir logisch, wenn man zum Beispiel auf Frauen steht, die dann auch im Doppelpack sehen zu wollen, doppelter Augenschmaus quasi.

Elen_Narome, mir persönlich ist das Geschlecht egal, aber ich mag Boys Love und tendenziell auch Girls Love mehr, weil ich die Konstellationen und Charaktere interessanter finde. Aus erotischer Sicht mag ich Yuri, weil ich generell auf Frauen stehe, doch die Charaktere sind dagegen oftmals nicht so interessant. Es gibt wenige Frauen in Anime, die mich mit ihren starken Persönlichkeiten ansprechen. Viele kommen mir Stereotyp und schwach vor, da verfliegt mein Interesse. Starke Frauen hingegen sehe ich auch gern in Beziehung mit männlichen Figuren. Sollte aber klar sein, dass ich mit "stark" nicht dominamäßig meine, sondern einfach einen selbstständigen Charakter. Mädchen in Shojo-Mangas (häufig auch in Shonen) sind oft hilfsbedürftig oder sogar dumm, das nervt schnell und ist langweilig.

Dieser Stereotyp kommt leider auch im Boys Love oft vor. Genau dann mag ich das nämlich nicht mehr, wenn die Rollen klar in Seme und Uke, also aktiv und passiv, unterteilt sind und der Uke sich dann noch entsprechend unmännlich verhält. Dann ist das für mich nur eine Frau im Männerkörper, die eben den Punkt oben erfüllt, nämlich doppelte Anwesenheit des begehrten Objekts.
Um mal zur eigentlichen Frage zurückzukommen: ich mag Geschichten, die eine eigenständige Handlung und entsprechende Charaktere haben, und die männlichen Figuren finde ich nun mal am interessantesten. Mir gefällt daran, dass die Rollen nicht festgelegt, also beide gleichberechtigt sind und dadurch Konfrontationen aber auch gegenseitige Bereicherung und Unterstützung entstehen.
Die Dinge, die wir zum Leben zwangen, schlagen zurück. Haben wir sie überreden können, Wirkung auszuüben, dann können wir sie nicht überreden, auf uns selbst keinen Einfluss zu haben.

Mangaverkauf etc.



Von:    deitay 07.06.2017 14:10
Betreff: Der Reiz von Yaoi [Antworten]
Ich habs vielleicht etwas unglücklich formuliert XD
Damit meinte ich eher denn Konkurrenzkampf der sich automatisch auftut wenn eine andere Frau/Mädchen dem begehrten Mann/Jungen zu nahe kommt. Das ist bei Männern ja auch so. Sobald ein zweiter Mann in die Nähe der Angebeteten kommt und ihr schöne Augen macht geht das erobern los. Und wenn dann eben 2 Männer im Anime anbändeln oder eben 2 Frauen, gibt es diesen Konkurrenzkampf nicht und muss sich nicht mit der anderen messen.. Man verliert dann die/den jeweils Angebetete/n nicht an die Konkurrenz. Das ist sicher ein grosser Aspekt was denn Reiz an Yaoi ausmacht für viele Frauen und Mädchen. Klar, dass es nicht bei allen zutrifft XD
Menschen haben unterschiedliche Denkweisen.
Das andere ist natürlich auch der Reiz der Fantasie und des "verbotenen".
Was mich dann mehr wundert, warum die Frauen die Yaoi liebenn meistens nichts errotisches dran sehen, wenn sie 2 Männer in echt sehen?? XD
Das müsste mir mal jemand erklären... XD



Von:    halfJack 07.06.2017 15:29
Betreff: Der Reiz von Yaoi [Antworten]
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deitay

Das habe ich eigentlich schon so verstanden, wie du das hier nochmal präzisierst. Dabei denke ich auch nicht, dass meine Position auf alle anderen zutreffen muss, ganz im Gegenteil. Denn ist es nicht eher so, dass sich viele Mädels (und andere) gern mit den Figuren identifizieren? Heterogeschichten funktionieren schließlich genauso, meinetwegen Twilight oder Fifty Shades, dass die Mädchen/Frauen, die das lesen, sich in den Charaktereigenschaften wiederzuerkennen meinen und deshalb kein Konkurrenzdenken entsteht, sondern eher Identifikation. Soweit ich das mitbekommen habe, passiert das bei vielen Fujoshis (also den "verdorbenen Mädchen", die gern Yaoi konsumieren) auch in Bezug auf die männlichen Charaktere. Deshalb cosplayen sie vermutlich gern ihre Lieblingsfiguren und stellen Liebesszenen mit anderen Cosplayern dar. Ich glaube nicht, dass das Geschlecht dabei ein Hindernis darstellt.
Ich selbst kann das nicht besonders gut nachvollziehen, weil ich weder Self-Inserts noch eine solche Rollenübernahme mag. Für mich spielt es eher eine Rolle, dass ich beide Charaktere interessant finde, unabhängig vom Geschlecht.
Kann schon sein, dass bei manchen dieses Konkurrenzdenken besteht und sie deshalb lieber keine Frau in der Beziehung sehen wollen, aber ich hätte jetzt nicht vermutet, dass das bei vielen so ist. Dafür wären mehr andere Meinungen hilfreich.
Ebenfalls nachvollziehbar finde ich, dass der Reiz des "Verbotenen" eine Rolle spielt, aber auch nicht in erster Linie, da es in Fanfictions und Mangas doch relativ oft gar nicht thematisiert wird, dass die homosexuellen Beziehungen überhaupt etwas Ungewöhnliches wären. Ich kenne eine Menge Geschichten, in denen das als vollkommen normal hingestellt wird. Eine verbotene Liebe wie bei Romeo und Julia trifft auf viel mehr Widerstände in der Umgebung, wohingegen es im Boys Love meist um zwischenmenschliche Probleme der Partner geht. Allerdings wird nicht selten ein innerer Konflikt mit der "neuen" Sexualität aufgegriffen, das stimmt, und insofern halte ich diesen Punkt des scheinbar Verbotenen als Reiz auch für durchaus zutreffend.
Die Dinge, die wir zum Leben zwangen, schlagen zurück. Haben wir sie überreden können, Wirkung auszuüben, dann können wir sie nicht überreden, auf uns selbst keinen Einfluss zu haben.

Mangaverkauf etc.



Von:    Elen_Narome 08.06.2017 11:07
Betreff: Der Reiz von Yaoi [Antworten]
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halfJack
Die fehlenden interessanten Frauen spielen sicherlich eine Rolle. Oft ist nicht mal eine dabei, mit der ich mich identifizieren könnte oder möchte (bsp. YU-GI-OH!). Es ist tatsächlich so, dass ich mich schon als Kind damit abfinden musste, keine vernünftige Frau in Anime oder auch anderen Filmen zu finden, die für mich als Identifkationsfigur geignet gewesen wäre. Nicht selten gingen mir die "Weiber" einfach nur auf den Keks. Ich musste mir deshalb kurzerhand eine männliche Figur suchen, ob mir das nun gepasst hat oder nicht.
Wenn es anderen auch so geht, ist es schon von Kleinauf ein völlig normaler Vorgang sich als Mädchen mit Männern/Jungs zu identifizieren. Somit wird die Frau obsolet.
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