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Und dann hat er ja gesagt

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Langeweile

Ich kam nach Hause an. Es sah ziemlich düster aus. Überall lag Staub und das Haus gab von sich ein kaltes unbewohntes Gefühl. Ist auch verständlich, es lebte ja lange keiner hier. Es löste sofort bei mir ein Gefühl von Nichtsmachenwollen aus. Dennoch riss ich mich zusammen und fing an zu arbeiten.
 

Das Haus war an sich ziemlich gut erhalten, obwohl einige Sache gestohlen und einige Fensterscheiben angeschlagen wurden. Viele Wertsachen wurden, glaube ich, versteigert oder weggeworfen. Nicht alles war aber ausgeräumt, ich fand die alten Futonbetten im Schrank. Und Einiges, was zum Haushalt gehörte, wie Lappen, etwas Geschirr und Besteck, Handtücher und noch etwas Putzmittel, konnte ich im Haus finden.
 

Ich verbrachte die nächsten Tage damit, das Haus wieder in Ordnung zu bringen. Ich habe schon lange nicht mehr geputzt und mit einem Arm war es ziemlich anstrengend. Ich wünschte, ich hätte jemanden dafür bezahlen können. Ich war aber ziemlich knapp an der Kasse. Ich muss noch mit Kakashi diese Geldsache schnellstmöglich klären. Ich würde mich als Anbu anbieten und am liebsten Einzelmissionen erledigen. Vielleicht muss ich auch im Team anbieten. Mal sehen.
 

Am Ende des ersten Tages war ich müde und bekam Hunger. Ich beschloss zum Fluss zu gehen um zu angeln. Ich nahm das Angelzeug aus dem Schrank meines Vaters raus und machte mich auf den Weg.
 

Es war Sonnenuntergang. Die Sonne war noch durch die Bäume zu sehen. Sie färbte den Himmel orange und hellte die Baumspitzen auf. Es war Ende Juli und die Nächte wurden langsam kälter. Die Schatten waren lang und spitz, meins streckte sich vielleicht über 3 Meter. Es roch angenehm. Ich konnte schon den Fluss einsehen.
 

Ich setzte mich an die Ufer, machte Köder an den Hacken und stellte meine Angel auf. Ich wollte mich nicht großartig nach der Putzaktion bewegen, deswegen war Angeln die beste Entscheidung für heute. Es war leise und niemand war auf hier, außer mir. Mittlerweile wurde es dunkel und ich zündete ein Lagerfeuer an. Ich checkte die Angel: immer noch nichts. Ich hoffe aber heute überhaupt was zu essen zu kriegen. Ich saß noch einige Zeit neben dem Lagerfeuer und dachte über Verschiedenes nach. Mein Gedankengang wurde durch ein Platchen unterbrochen. Ha!! Du wirst heute zu meinem Abendessen!
 

Ich zog den Fisch aus dem Wasser raus und machte den Hacken ab. Der Fisch zappelte verzweifelt in meiner Hand, ich zog schnell an den Kiemen und der Fisch hörte auf. Der Fisch war nicht besonders groß, das war mir in dem Moment aber relativ egal. Ich wollte heute wenigstens etwas essen.
 

Während der Fisch fröhlich neben dem Feuer am Spieß brutzelte, stellte ich noch eine Angel auf und wartete sitzend neben dem Lagerfeuer. Es war eine ruhige klare Nacht, man konnte gut Sterne beobachten. Als ob alles in dieser Welt gerade still stand. Ich blickte zum Himmel hinauf. Ich wünschte, Naruto wäre jetzt bei mir. Wir würden zusammen den Sternenhimmel beobachten. Er hätte mir vielleicht Sachen aus seinem Alltag erzählt. Ich würde ihm zuhören. Er würde sich bestimmt über irgendwas aufregen! Ich kann seine aufgeregte Stimme fast hören. Wenn er zu Ende geredet hätte, würde ich ihn leicht an die Stirn küssen. Er würde daraufhin kurz schmunzeln und seinen Kopf an meine Schulter legen. Ich würde ihn in den Arm nehmen. Ich würde ihm sagen, dass ich froh wäre, ihn bei mir zu haben. Was machst du gerade, Naruto? Bist du mit Hinata Sterne schauen gegangen? Wenn ja, hat das dir gefallen? Oder hast du auch gewünscht, ich wäre bei dir?
 

Anscheinend werde ich beim Angeln keinen weiteren Erfolg haben. Na dann… Ich ließ die Angel noch ein bisschen im Wasser und aß stattdessen. Der Fisch schmeckte okay, war aber zu klein. Nach dem Essen zog ich die Angel aus dem Wasser raus, machte das Lagerfeuer aus und machte mich auf den Weg nach Hause. Zu Hause wartete auf mich das ausgerollte Bett. Ich legte mich darin und nach langem unruhigem Rumwälzen schlief ich ein.
 

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, tat es mir weh überall im Körper. Die Betten waren anscheinend nicht mehr gut genug… Ich stand auf und ging in die Küche. Ich ging gestern halb hungrig ins Bett, das machte sich gerade bemerkbar. Ich fand gestern beim Putzen eine Tütensuppe. Nur Gott weiß wie als sie ist. Ich überlegte kurz, ob ich die Suppe esse. Hmmm… Eigentlich will ich aus dem Haus nicht rausgehen. Ich muss aber eh zu Kakashi. Ich hatte noch etwas Geld übrig und entschloss mich, etwas unterwegs zu essen. Ich zog mich an und verließ das Haus.
 

Draußen herrschte ein angenehmes Wetter. Es war noch ziemlich früh, es war aber schon viel los. Die Straße war chaotisch, viele Menschen waren dabei, ihren Tag zu beginnen. Ich ging an einem Ramenladen vorbei. Ramen zum Frühstück? Eeeeh… ich musste sofort an Naruto denken. Wenn er jetzt hier wäre, würden wir jetzt wahrscheinlich Ramen essen. Naruto, bist du schon wach? Was hast du zum Frühstück gehabt? Kocht Hinata für dich oder gehst du auch irgendwo Ramen essen? Ich wünsche so sehr, ich könnte jetzt deine Hand halten…
 

Ich überlegte kurz und ging doch in den Ramenshop rein. Was soll's… Ich bestellte mir eine Portion Ramen zum Mitnehmen, in einem kleinen Andenken an ihn, quasi. Die Verkäuferin versuchte mit mir zu flirten und warf mir verführerische Blicke zu. Ich fand es witzig zu beobachten und tat so, als ob ich ihre Versuche nicht mitbekommen hätte. Endlich wurde mein Ramen fertig. Ich nahm den kleinen Suppenbecher, bezahlte und verließ den Laden.
 

Ich kam nach einer halben Stunde zu Kakashi ins Büro. Mein Ramen war alle und ich bereute es irgendwie. Alles war schon wieder chaotisch, Leute liefen hin und her. Ich klopfte an Kalashis Tür und kam rein, ohne auf seine Reaktion gewartet zu haben. Kakashi sah etwas angespannt aus, was mich verwunderte.
 

-- Guten Morgen, Sasuke, - sagte er etwas verpeilt.

-- Morgen, - warf ich ihm hinterher, - Kakashi, ich brauche Geld. Könntest du mich als Anbu auf Einzelmissionen einstellen?

-- Eeeeeh, - sagte er nachdenklich, - du kannst nicht einfach so Einzelmissionen bei Anbu übernehmen. Für so einen Einstieg gibt es Regel und die gelten nunmal für alle.

-- Okay, kannst du mich aber generell als Anbu annehmen?

-- Naja… du steckst in einer schweren Situation… wegen des ganzen Konohaverlassens und so, - ich wusste genau, was er meint, - aber ich glaube, ich kann da helfen. Ich verspreche dir lieber nichts im Voraus, aber ich denke, die Chancen stehen gut. Ich gebe dir Bescheid, falls du einsteigen kannst. Du wirst per Post benachrichtigt und im Falle eines Einsteigens wirst du vorgeladen und dir werden die ganzen Einzelheiten und Formalitäten erklärt.

-- Danke, Kakashi, - okay, es ist doch nicht so einfach. Ich hoffte ursprünglich, dass ich gleich heute den Job bei Anbu bekomme…

-- Immer gerne. Kann ich noch was für dich tun? - fragte er in einem Chef-Ton.

-- Ich hätte noch eine Bitte… und zwar… - es war mir so peinlich, aber besser so, als mit Naruto konfrontiert zu werden, - kannst du bitte keinem erzählen, dass ich zurück bin? Insbesondere Sakura und Naruto.

-- Darf ich fragen wieso?

-- Ich habe meine Gründe… - ich wollte mich jetzt nicht rechtfertigen.

-- Okay, ich frage dich nicht weiter aus. Ich erzähl keinem, dass du zurück bist, - er musste sich gleich korrigieren, - außer den Leuten, die für die Aufnahme ins Anbu informiert werden müssen, - er schmunzelte durch seine Maske, - Hast du noch irgendein Anliegen?

-- Nein, das wär's dann, - okay, ich brachte es hinter mir. Guuuuuut…

-- Okay, - er fing an, irgendwelche Formulare auszufüllen, - du wirst wie gesagt benachrichtigt. Auf Wiedersehen, Sasuke.

-- Mach's gut.
 

Ich war Kakashi sehr dankbar für schnelle Arbeit und sehr direkten Umgang ohne groß drumrum zu reden. Manche Leute sollten genauso sein, zum Beispiel Sakura. Sie möchte unkompliziert vorkommen, übertreibt es und dann wird es wieder kompliziert. Ich würde eigentlich mit Sakura am liebsten niemals reden. Bis jetzt klappt das auch. Es wäre schön, wenn es weiterhin so bleibt. Gott, warum denke ich überhaupt an sie?!
 

Ich kam nach Hause und machte mich wieder ans Putzen ran. Ich plante eh nicht alle Zimmer zu benutzen, also putzte ich nur das Notwendigste. Und trotzdem war es so viel.
 

Ich verbrachte die nächsten Tage damit, dass ich morgens putzte und abends angelte. Nach vier Tagen war ich endlich mit der Putzerei fertig. Dann vergingen meine Tage noch etwas trister: ich trieb mich tagsüber im Wald rum, aß dort und ging nach Hause schlafen. Genauso, als ob ich wieder draußen leben würde. Jeder nächste Tag war genauso wie der vergangene. Es passierte nichts. Ich versuchte mich durch das Training abzulenken, aber ich dachte immer mehr an ihn. Ich wollte schon ein paar Mal nach ihm suchen gehen, ich kam Gott sei dank zu mir und hörte damit auf. Mich beschäftigte gedanklich nichts anderes. Ich versuchte vergeblich diese Gedanken zu vertreiben. Ich dachte nicht, dass ich so durchdrehe, bloß weil ich in Konoha bin. Anscheinend machte es einen Unterschied, ich war ja "weniger" getrennt von ihm. Narutooooo! Hör auf, meinen Kopf zu besetzen! Ich will es doch gar nicht!
 

Nach fast einem Monat ohne Beschäftigung und mit einem Kopf voll von Gedanken an Naruro, bekam ich einen Brief von Kakashi. Gott sei dank, es passierte etwas! Er lud mich wie abgemacht vor, um mich über die Einzelheiten aufzuklären. Anscheinend war ich eingestellt. Endlich werde ich mal wieder Geld haben und muss nicht jeden Tag in den Wald. Der Fisch kotzte mich mittlerweile an. Ich ging ausnahmsweise früh ins Bett.
 

Am nächsten Morgen war ich sogar leicht aufgeregt. Endlich hatte ich was zu tun! Ich hatte zum Frühstück Überreste vom Abendessen, zog mich schnell an und machte mich auf den Weg zu Kakashi. Als ich dorthin ankam, warteten auf mich einige Leute, ich war mir nicht sicher, wer sie alle waren. Einer davon war aber Shikamaru. Verdammt! Was macht er hier? Kakashi fing an:
 

-- Guten Morgen alle! Ich möchte Ihnen diesen jungen Mann vorstellen. Das ist Uchiha Sasuke-kun und er wird ab heute die Reihen des Anbu beitreten. Ich bitte Ihnen, ihn herzlich willkommen zu heißen.
 

Wir begrüßten uns und ich lernte die Namen kennen. Es waren insgesamt 5 Leute, Kakashi und Shikamaru inklusive. Shikamaru ist anscheinend Hokages Berater anstelle seines Vaters. Die anderen zwei Herrschaften bildeten das neue Rat der Älteren und der letzte war von der Shinobi-Allianz. Shikamaru guckte mich die ganze Zeit mit Verdacht an. Die zwei aus dem Rat der Älteren erklärten mir allgemein, was die Aufgaben eines Anbus sind und was ich alles beachten muss. Derjenige, der der Allianz gehörte, erklärte mir genau, was das jetzt alles mit der Allianz zu tun hat. Danach gingen sie und das Gespräch mit Shikamaru begann. Er erklärte mir, dass er die Fähigkeiten jedes einzelnen Shinobi kennen muss, damit er im Falle eines Krieges schnell planen kann. Er stellte mir hauptsächlich Fragen bezüglich meiner Fähigkeiten und notierte dann meine Antworten in einer Mappe mit der Aufschrift Uchiha, Sasuke. Es herrschte eine sehr angespannte Atmosphäre. Dann war er fertig und Kakashi musste schon wieder irgendwelche Formulare ausfüllen. Seit wann wurde denn Konoha so bürokratisch?! Als Letztes unterzeichnete ich alle Unterlagen, Kakashi gab mir eine Mappe mit den Unterlagen zur Mission, die ich demnächst erledigen muss. Er klärte mich über die Mission an sich und ihren Ablauf auf und ich durfte gehen. Ich verließ Hokages Büro zusammen mit Shikamaru. Zu meinem Bedauern musste er ein Gespräch anfangen:
 

-- Du bist zurück, ha? - fragte er etwas unfreundlich.

-- Ja.

-- Hmmm… weißt du schon von Narutos Verlobung?

-- Ja, - ich wollte jetzt nicht reden.

-- Hast du ihm bereits dazu gratuliert?

-- Nein, - kann das einfach nicht aufhören?!

-- Ich sehe… eigentlich waren die meisten nicht begeistert, dass du jetzt bei Anbu sein wirst. Kakashi hat dich aber verteidigt. Warum auch immer, er weiß doch, dass du ein Krimineller bist und wo du eigentlich hingehörst.

-- Du hast das aber nicht zu entscheiden, - mein Gott, keiner will deine Meinung wissen!

-- Das stimmt, - er musste mir recht geben, - Sasuke, ich weiß nicht, was du vorhast, aber mach bitte nichts Dummes diesmal.

-- Ja, das weiß ich auch ohne dich.
 

Eigentlich musste ich ihn bitten, Naruto nicht zu erzählen, dass ich hier bin. An sich macht es keinen Unterschied mehr. Wenn Shikamaru weiß, dass ich hier bin, ist es nur die Frage der Zeit, wann diese Information Naruto erreicht. Also beschloss ich, Shikamaru um nichts zu bitten und schneller das Gebäude zu verlassen. Wir liefen stumm nehebeinanader bis zur Eingangstür. Ich zählte die Schritte, die ich zurücklegte.
 

Als wir das Bürogebäude verließen, bog Shikamaru in die andere Richtung ab. Gott sei dank! Naja, jetzt ist die Sache mit Shikamaru egal. Ich habe endlich was zu tun! Ich nahm die Unterlagen aus der Mappe raus und studierte sie. Es war nicht viel drin, nur zwei Merkblätter und eine Anbu-Maske. Das erste enthielt das Wetterbericht von Kumo für den nächsten Monat und eine Karte. Auf dem zweiten Merkblatt waren der Treffpunkt mit den anderen 4 Shinobi, mit denen ich diese Mission mache, das Datum und die Uhrzeit des Treffens zu finden. Als ich das zweite Merkblatt durchlaß, verschwand die Tinte sofort.
 

In der Mission ging es darum, dass Raikage den Verdacht hatte, dass einer seiner engster Berater ein Verräter sei und angeblich eine Attentat auf ihn plane. Ein Team aus 5 Shinobi muss das rausfinden. Shikamaru und andere Berater von Kage, außer dem von Raikage, überlegten sich eine Strategie. Jeder hatte eine Aufgabe zu übernehmen. Ich musste den Verdächtigen unmittelbar beobachten, die anderen vier kümmerten sich darum, dass ich nicht entdeckt werde. Ich war damit zufrieden, ich dachte eigentlich ich bin mittlerweile gut genug, um jede Aufgabe einer Mission übernehmen zu können. Das Treffen war morgen und übermorgen ging es nach Kumo.
 

Mittlerweile kam ich nach Hause an. Es wartete eine Überraschung auf mich. Sakura saß vor meiner Tür! Sakura! Was zum Teufel?! Es klappte doch so gut mit dem überhaupt nicht reden!
 

-- Was machst du hier?! - ich schrie sie fast an. Ich war auf einmal ziemlich wütend.

-- Wie wäre es mit einem Hallo? - sagte sie und umarmte mich.

-- Geh weg von mir! - ich stieß sie weg, - du nervst.

-- Du hast dich gar nicht geändert, Sasuke.

-- Geh. Ich habe Sachen zu tun, - ich wollte nur, dass sie verschwindet.

-- Sasuke... Komm! Lass uns zusammen essen gehen!

-- Wie hast du es überhaupt mitbekommen, dass ich hier bin?

-- Shikamaru hat mir erzählt...

-- Arschloch... - ich dachte, dass es passiert, ich dachte aber nicht, dass so schnell.

-- Sasuke, bitte, - sie umarmte mich lästig wieder, - lass uns heute noch was machen!

-- Du lässt mich nicht mein Scheiß machen, oder? - ich dachte, mein Blut kocht gleich.

-- Bis du mit mir essen gegangen bist, nein.

-- Okay, dann bringen wir es hinter uns. Wir gehen in den Ramenladen, der hier in der Nähe ist.

-- Klingt gut.
 

Wir machten uns dann auf den Weg. Sakura nervte mich und ich wollte einfach nur schnell durch sein. Sie quatschte über irgendwas und ich hörte nicht zu. Wenn es schon so ist, frage ich sie wegen Naruto aus. Und dann pikst sie mich in die Seite:
 

-- Sasuke?

-- Was? - ich erschrak mich.

-- Seit wann bist du denn hier?

-- 4 Wochen vielleicht...

-- Warum hast du dich nicht gemeldet?! - fragte sie mit Empörung.

-- Ich hab keinen Bock auf euch…

-- Und was ist mit Naruto?

-- Auf den am meisten, - es stimmte so nicht, war aber auch nicht gelogen.

-- Na komm, Sasuke! Es wird doch spaßig sein! Warte mal, ich ruf ihn gleich an, vielleicht schließt er sich uns an.
 

Und dann nimmt sie ihr Handy raus und... ich schlage auf ihre Hand ein und das Handy fliegt auf den Boden. Wow, ich ging etwas zu weit, ich wollte sowas nicht machen.
 

-- Ich hab dir doch gesagt, ich will ihn nicht sehen! - ich war richtig wütend. Eigentlich war ich sauer auf sie, dass sie nicht aufhört, so Sakura zu sein.

-- Warum so genervt? - fragte sie mit etwas Angst.

-- Weil ich es dir bereits gesagt hab!

-- Okay, dann halt ohne Naruto. Erzähl doch was!

-- Ich habe nichts Interessantes erlebt.

-- Was hast du denn bei Kakashi gemacht? - sie versuchte verzweifelt das Gespräch am Leben zu erhalten.

-- Ich mache wieder Missionen und so.

-- Achso cool! Ich arbeite jetzt im Krankenhaus.

-- Mmm, - ich wusste nicht, was ich sagen sollte.
 

Sie quatschte dann über das Krankenhaus und ihre Kollegen und und und… Ääääh, sie ist zu laut… wir kamen mittlerweile an.
 

-- Was willst du haben? - fragte sie mich.
 

Ich bestellte mir das Gleiche wie damals. Sie nahm das Gleiche wie ich. Natürlich… sie quatschte und quatschte, es hörte nicht auf. Irgendwann sagte sie doch was Interessantes:
 

-- Weißt du, Naruto unterrichtet jetzt in der Akademie.

-- Oooh, - ich war überrascht.

-- Ja, und ihm gefällt es dort sehr. Er sagt, die Kinder sind süß.

-- Und was unterrichtet er? Er kann doch nichts, oder? - das meinte ich ernst. Dummer Naruto…

-- Er unterrichtet die Kampftechniken. Du hast recht, das ist das Einzige, was er wirklich unterrichten kann.

-- Achso… - ich erinnerte mich an unseren Kampf. Naruto ist wirklich sehr in der Hinsicht gewachsen, - wie geht's ihm eigentlich so?

-- Ziemlich gut. Er hat sich sehr geändert. Er ist ja Jonin geworden. Er musste dafür viel lernen. Iruka-Sensei ist jetzt der Schuldirektor und, als Naruto die theoretischen Tests bestanden hat, bat er ihm den Job an. Besonders weil jetzt die Hochzeit bevorsteht… - sie brach den Satz ab.

-- Sakura, sag mal… - ich wollte sie eigentlich wegen der Hochzeit ausfragen, - meint Naruto das mit der Hochzeit wirklich ernst? Das passt gar nicht zu ihm…

-- Ja, für außenstehende mag es vielleicht so vorkommen… Du hast es ja nicht mitbekommen… Aber er änderte sich sehr. Er meint jetzt auch Sachen ernst… Das mit dem Jonin-Test… Er lernte jeden Tag 6 bis 8 Stunden dafür! Kannst du es dir vorstellen?! Und ich war oft bei ihm, hab ihm essen vorbeigebracht und trieb mich generell oft bei ihm rum, weil ich damals den Job noch nicht hatte, - als sie es erzählte, wünschte ich, ich wäre an ihrer Stelle und dürfte mich um Naruto auf dieser Weise kümmern - und er lernte wirklich. Manchmal schickte er mich weg, weil ich ihn ablenkte. Es hört sich unglaublich an, aber dadurch hat er den Jonin-Test relativ schnell hinter sich gebracht. Ich glaube, nach 3 Monaten oder so hat er schon sein Jonin-Rang bekommen.

-- Das würde ich gerne sehen, - ich wollte es nicht laut sagen.

-- Ja, hat mich auch sehr verwundert. Und dann als er den Job bekam, war er plötzlich nur noch am arbeiten. Er hat nichts unternommen. So wirklich gar nichts, - sie guckte mir direkt ins Gesicht und guckte gleich wieder weg, - ich hab mir schon Sorgen um ihn gemacht. Irgendwie wollte er gar keinen sehen. Es war so komisch… Du kennst ihn doch… Dann waren wir, glaube ich, zu einer Party eingeladen… warte mal, das war das Ehemaligentreffen von der Akademie… und er kam ausnahmsweise mit. Den ganzen Abend war er still und redete mit keinem. Er hat halt nur die Wand angestarrt, sozusagen. Ich hab versucht, mit ihm ein Gespräch zu beginnen. Vergeblich. Dann am Ende des Abends konnte ich etwas aus ihm rausziehen. Er erzählte mir, er würde sehr viel über die Opfer des Krieges nachdenken und dass es unfair sei, dass manche Leute für ihn quasi gestorben sind. Er hat mir dann auch gesagt, dass er sehr viel Zeit im Freien verbringe, deswegen würden wir uns nicht so oft sehen. Ich hatte aber danach das Gefühl, irgendwas fehlt. Er verschweigt irgendwas sehr Wichtiges, was ihm am meisten Sorgen bereitet. Weißt du es zufällig? - dann guckte sie mich nochmal direkt an.

-- Nein, ich weiß es nicht, - in mir entstand ein kleines Hoffnungsschimmer. Vielleicht machte er sich meinetwegen Sorgen?

-- Hmmm… schade…

-- Na, und was denkst du also? Meint er das mit der Heirat ernst?

-- Achso! - sie lächelte, - ich habe mich von der Frage abgelenkt… ich glaube schon, dass er alles ernst meint. Wie gesagt, er hat sich sehr geändert. Aber das mit der Heirat passierte alles so plötzlich… sie waren ja zusammen auf dem Mond, weil Hinata entführt worden war. Und nachdem sie zurück waren zack! und sie heiraten schon. Aber ich denke schon, dass Naruto sie liebt. Es tut immer so gut, die beiden anzugucken… - ihr Gesicht wurde verträumt, ich spannte mich aber an, - er macht sich Sorgen um sie und es ist ihm irgendwie nicht egal…

- Woran kannst du es denn festmachen? - mein Hoffnungsschimmer war gerade dabei auszugehen.

- Naja… er ruft sie immer an um zu wissen, wo sie sich aufhält und mit wem… er trägt immer schwere Taschen für sie und so… er bezahlt für sie meistens… im Winter hat er immer gefragt, ob ihr kalt ist… solche keine Nettigkeiten halt… ich weiß nicht, aber irgendwie kümmert er sich um sie. Er möchte, dass es ihr gut geht… keine Ahnung… und generell sind sie ein sehr harmonisches Paar. Sie sehen einfach gut nebeneinander aus. Wenn man die beiden sieht, denkt man, dass sie sehr gut zusammenpassen.
 

Als sie das alles erzählte, tat es mir in der Seele weh. Mein Hoffnungsschimmer ging eindeutig aus. Mein Herz blutete von innnen. Naruto und Hinata… und gleich heiraten… was soll das? Aber so wie Sakura es darstellte, ging es ihnen gut… ich habe anscheinend keine Chance. Du kannst es vergessen, Sasuke… lass Naruto einfach in Ruhe. Lass ihn sie heiraten.
 

Sakura erzählte noch mehr Quatsch. Ich konnte ihr nicht mehr zuhören. Irgendwann durfte ich nach Hause gehen. Als ich ankam, rollte ich mein Bett aus und legte mich auf den Rücken hin. Ich starrte die Decke an. Naruto… wirst du jemals meins sein? Es sieht momentan nicht gut für mich aus. Was mach ich nun? Eigentlich sollte ich mich freuen, das Problem löste sich von alleine. Aber ich war gar nicht mit der jetzigen Situation zufrieden. Ich will ihn haben… nur ihn… er ist doch meine Sonne!
 

Es schmerzte stumpf in meiner Brust und in meinem Rachen steckte irgendwas, was das Schlucken schwer machte. So mies ging es mir seit langem nicht mehr. Ich hatte das Bedürfnis jetzt gleich zu ihm zu gehen und alles offenzulegen. Einfach nur so. Ich will diese Last loswerden. Ich kann sie nicht mehr in mir tragen. Ich muss es ihm sagen. Naruto, ich liebe dich… ich liebe dich wie verrückt… ich möchte immer an deiner Seite sein, weil du mir sehr viel bedeutest… bitte nimm es mir nicht übel… es ist doch gar nicht so schwer! Es sind nur vier kurze Sätze. Aber in diesen Sätzen steckt mein ganzer Leiden nach ihm. Gleich vergaß ich, dass ich ihn meiden sollte. Ich will jeden Tag in deinen Armen aufwachen, Naruto. Oder wenigstens mich in deiner Nähe befinden. Vielleicht wird das doch was mit der Freundschaft? Ich entschloss mich dazu, ihm über meine Gefühle zu erzählen. Ich riskiere im Zweifelsfall unsere Freundschaft, wenn die Beziehung, die wir beide haben, überhaupt als Freundschaft bezeichnet werden darf. Der Eine ist in den Anderen hoffnungslos verliebt. Und dieser Andere ist verlobt… kann sich diese Beziehung wirklich "Freundschaft" nennen?!
 

Naruto, ich tat dir sehr viel Schmerz an. Ich weiß nicht, warum ich nicht früher gekommen bin. Jetzt bedauere ich es sehr. Aber ich liebe dich so, wie ich keinen geliebt habe. Ich liebe dich einfach nur wie verrückt… Naruto… du bist immer noch meine Sonne und ich hoffe, du würdest noch mir deine Wärme schenken.



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Kommentare zu diesem Kapitel (2)

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Von:  Maren-san
2017-09-13T01:16:45+00:00 13.09.2017 03:16
an sich bisher finde ich die geschichte ja gut nur wie sie zueinander sprechen finde ich komisch
Von:  Scorbion1984
2017-08-06T08:21:56+00:00 06.08.2017 10:21
Tolle Geschichte ,werden sich seine Wünsche erfüllen ,wird er je Naruto für sich gewinnen ?!
Bin gespannt wie es weiter geht !
Antwort von:  suugakusan
06.08.2017 17:41
Wow, jemand liest die Geschichte tatsächlich! Vielen Dank!


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