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Dunkle Klingen

von

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Kapitel 10 - Riven

Es herrscht Chaos, als sie wieder zurück in Demacia ankommen. So ziemlich jeder ist auf den Beinen und versucht das Beste aus der Situation zu machen. Sie landen vor den Toren auf der breiten Brücke im Schatten der hohen Türme.

Syndra trägt die immer noch bewusstlose Kata auf den Schultern aus dem Flugzeug und Riven hilft Lux heraus. Sie sind alle immer noch schmutzig, nass und riechen sicherlich nach Schlachtfeld.

Das getrocknete Blut auf ihren Kleidern lässt sich noch erklären, aber die ganzen Verletzungen und das Verschwinden der Prinzessin nach den Ereignissen im Turm sind ein Mysterium. Hoffentlich wird es keine dieser Fälle mehr geben, sobald der Frieden zwischen Ionia und den Vastayan festgelegt wird. Nach dem sie den Drahtzieher hinter dem Chaos beseitigt hat, sollte sich alles doch zum Guten wenden, oder?

“Sie ist wirklich schwer, wie kann man denn nur so viele Dolche tragen und dabei nicht zusammenbrechen?” Syndra ist sichtlich von Katas Last erschöpft. Lux zupft noch ihre Kleidung zurecht, dann lächelt sie aufrichtig.

“Dann lass sie uns mal in den Krankentrakt bringen und eine Ausrede finden, was hier passiert ist.”

“Die Wahrheit ist immer besser.” antwortet Riven ruhig.

Bereits im Treppenhaus herrscht ein schreckliches Durcheinander, überall stürmen die Bediensteten und Anwohner umher und beachten sie erst gar nicht. Lux sieht sich ein wenig überrascht um, dann führt sie sie aber gezielt zum Krankentrakt.

Vorsichtig sieht Lux um die Ecke, dann winkt sie die beiden weiter.

Auf den Betten liegen einige der verletzten Prieser, sie wirken schwach und wie ausgebrannt. Die Krankenschwestern kümmern sich um wie Wunden und geben Medikamente. An einem stark verwundeten Kämpfer sitzt eine junge Frau mit lilafarbener Haut und Hufe anstatt Füßen.

“Sie ist eine Heilerin extra aus Ionia gerufen, aber der Situation nach sollte sie besser zurück in ihr Land.” flüstert Lux ihr zu als sie den Blick von Riven sieht.

“Wir brauchen Hilfe für unsere Freundin hier.” die Prinzessin deutet auf Syndra welche gerade Kata versucht, auf einen der freien Betten abzulegen.

Eine der Helfer kommt sofort und nimmt ihr die verletzte Kämpferin aus den Armen.

“Nicht hier, wir machen das schon. Und du kannst dort zu Melia gehen.” Sie winkt hinüber zu einer weiteren Helferin, welche gerade einen anderen Patienten hilft.

Riven geht zu ihr hinüber und setzt sich auf die Bettkante des unbelegten Bettes daneben. Der Geruch von sterilen Geräten und Medizin liegt in der Luft und verursacht ihr unbehagen.

“Gib mir deinen Arm, die müssen wir sofort desinfizieren.” Die Krankenschwester steht neben ihr mit einem Alkohol getränkten Wattebausch.

Sie krempelt ihre schmutzige Ärmel hoch und legt einige Kratzer frei, die bereits einen rosefarbenen Rand gebildet haben.

“Das hier war auf jeden Fall keine normale Waffe.” merkt sie an.

“Woher wissen sie das?”

“Ich behandele sehr viele Opfer hier, und jetzt halt still.” Die Schwester packt ihren Arm und beginnt die Wunden zu säubern. Sofort zuckt die junge Frau zusammen, der Alkohol in ihrer Wunde bereitet ihr mehr Schmerzen als die Wunde selbst. Riven beißt sich auf die Lippe und versucht tapfer zu bleiben, während eine Wunde nach dem anderen behandelt wird. Im Augenwinkel sieht sie jemand Fremdes hereinkommen, welcher sofort auf die Heilerin bei dem Schwerverwundeten läuft.

“Wir haben dringende Neuigkeiten!” Die Heilerin sieht überrascht auf.

“Sie werden in der Hauptstadt gebraucht, es gibt viele Verwundete nach der Auseinandersetzung auf dem Schlachtfeld!” Sofort steht sie auf und unterbricht die Behandlung.

“Ich werde sofort gehen, es tut mir Leid.” sie verbeugt sich leicht vor dem Patienten und den Krankenschwestern.

“Geh nur, du hast wirklich eine wunderbare Arbeit geleistet!” Beide verbeugen sich und die junge Heilerin verschwindet aus Rivens Blickfeld.

“So, das war es. Jetzt muss ich mir deine Bauchwunde anschauen. Bitte lege dich auf die Liege.” Riven tut wie gewollt. Ist Yasuo an seiner Wunde gestorben? Das war kein guter Treffer, aber ihre Schwerter magisch und die Herzen voller Wut. Sie unterdrückt eine Welle der Trauer und richtet ihre Gedanken auf den Schmerz um es auszublenden.

“Du siehst wirklich aus, als ob du leidest.” Lux setzt sich neben sie auf die Liege. Ihr sonst fröhlicher Gesichtsausdruck ist ernst und ihre Stimme leise.

“Es ist auch ein harter Tag hinter uns, einfach so hinaus gehen und kämpfen macht keiner.” antwortet sie und schließt ihre Augen. Das kalte Wattebausch reinigt ihre Bauchwunde.

“”Das ist wahr. Natürlich hoffe ich nur das Beste, dass die Situation sich lockert und der Frieden wiederhergestellt werden kann.”

“Schließlich habe ich die Quelle getötet. Das wird werden.” antwortet Riven und nickt ihr aufmunternd zu.

Lux lächelt schmal, dann steht sie auf und klopft ihr aufmunternd auf die Schulter.

“Wenn du hier fertig bist, kannst du ja zu mir kommen, ich werde in der Zeit nach meine Bruder schauen. So wie ich ihn kenne, wird er sich in sein Training vergraben haben.”

“Wenn er das mit Kata und der Auseinandersetzung erfährt, dann ist er schneller hier als du denkst.” meint Riven und winkt mit ihrer freien Hand.

“Das stimmt leider, ich muss dann los. Die anderen wissen Bescheid, Syndra bleibt noch kurz hier. Weißt du was mit Yasuo ist? Laut ihr war er noch bei ihr heute morgen.”

Daraufhin schweigt sie einen Moment. “Nein, das weiß ich nicht.” Es ist besser wenn er einfach verschwindet, aus ihrem Leben und dem der anderen.

Als die Behandlung beendet ist, zieht Riven sich in das Zimmer zurück, in dem sie bleiben darf laut Lux. Frische Sachen liegen bereits auf ihrem Bett, welche sie dankbar annimmt. Ein wenig hat die Prinzessin ihren Geschmack getroffen, die weichen Hosen und die lockere Bluse sind bequem und dennoch gut genug, um nicht zu viel Haut zu zeigen. Jede Bewegung versetzt ihr ein stechen, aber die Krankenschwester hat eine sehr gute Arbeit mit ihrer Behandlung geleistet .

Erschöpft setzt sie sich auf das weiche Bett und starrt in aus dem Fenster. Die Sonne ist zu hell, der Raum zu kalt und ihre Gedanken wandern immer weiter in eine traurige Spirale.

Sie hat ihn geliebt aber es nie zugegeben. Im ewigen Kampf mit sich selbst vergisst man oft das um sich herum, aber als sie zusammen die lange Zeit auf Reisen waren, hat sie vieles über sich gelernt und auch ihn. Gemerkt dass es nicht immer richtig ist, in jedem den Feind zu sehen. Der Noxus war ihr zuhause, aber mittlerweile wird es nur noch fremder. Sie beschließt, dass es Zeit wird, woanders hinzugehen, an einen anderen Ort sich ein wenig Auszeit zu nehmen. Nur wo könnte sie das am Besten? Riven ist im feindlichen Gebiet, aber da sie eine Abtrünnige des Noxus ist, hat sie hier am wenigsten zu suchen. Langsam steht sie auf und fasst automatisch an ihren Hals. Dort ist immer noch die Kette, doch hat sie sich seit dem Gespräch mit dem seltsamen Gott-Typen nicht mehr geregt. Die letzte Nacht ist nun schon länger her, also sollte sie sich besser schlafen legen. Hoffentlich kann sie Antworten bei Illaoi finden, eigentlich sind die Fragen über Illaoi mehr als die über die Götterwelt. Wie in Trance legt sie sich auf die Decke und versucht den Kopf freizubekommen.

Irgendwann schafft sie es tatsächlich, einzuschlafen.

Dort ist wieder der grüne schimmernde Raum, das wabernde etwas um sie herum und das Gefühl von Geborgenheit.

“Ich spüre, du hast einen großen Wunsch. Mein Gott spürt das.” Illaoi steht auf einmal neben Riven, welche schweigend auf dem Boden sitzt und die Beine angezogen hat.

“Eigentlich wollte ich keine Toten mehr sehen und nie mehr das Kampffeld betreten. Aber du und die Götter die über diese verdammte Welt wachen, müssen mir diese verdammte Kraft geben.” antwortet sie und öffnet ihre Handfläche. Dort ist schwach das Zeichen zu sehen, welches kurz aufglüht und wieder verschwindet.

“Damit hast du das Schicksal zweier Nationen auf den Weg geleitet. Bis diese sich entscheiden, kannst du lang genug deinen Weg finden, den der für dich passt.” llaoi stemmt ihre Arme in die Hüfte und lächelt von oben auf sie herab.

“Du klingst wie meine Mutter, erst muss ich mich als eine deiner der Götterschützlinge beweisen und jetzt darf ich mit meinen eigenen Zweifeln kämpfen.” Riven steht langsam auf und streicht sich die Haare aus dem Gesicht. Es ist kalt und ohne Gefühle.

“Ich kann dir sagen, dass meine Voraussagungen und Tests für normale Menschen teuer sind. Aber mein treuer Gott sagt mir, dass du auf jeden Fall deinen größten Wunsch erfüllt bekommen wirst. Sonst würde es ihn genauso wenig wie dich antreiben.” Illaoi klingt immer sehr geheimnisvoll wenn sie redet, aber dieser Satz schenkt ihr ein wenig Mut.

“Was ist mit der Kette die du mir gegeben hast? Ich trage sie nun schon so lange, dafür wurde ich öfters beschützt wie mir lieb ist…” Riven hebt die Kette hoch und sieht sie an. Das Schimmern beruhigt sie irgendwie innerlich.

“Behalt sie. Es ist einer meiner Talismane die ich mal gemacht habe und selbst nie wusste, wem ich sie geben soll.” Sie lässt die Kette wieder zurückfallen.

“Wirklich? Nur weil du nicht wusstest, wohin damit?”

Illaoi lacht und der Raum bebt mit ihr. “Das auch, aber es ist ernsthaft ein göttlicher Schutz. Du solltest mir eher dankbar sein, meine Kleine.” Riven seufzt und atmet tief ein und aus um sich zu beruhigen.

“Und jetzt? Weiß dein Gott wieder wen ich umbringen muss damit alles gut wird? Welchen Freund soll ich als nächstes verlieren?” Es klingt ein wenig sarkastisch aber auch ehrlich. Was kommt als nächstes? Ein Kampf um die vielen Kriminellen in Piltover? Oder Schätze im sagenumwobenen Shurima?

“Du hast als eine der wenigen das Void gesehen und bist noch heil zurückgekommen dank deines Segens. Ich denke, du bist von deinen Aufgaben frei. Eigentlich machst du doch sowieso was du willst.”

Die Umgebung um sie herum wird ein wenig schwächer.

“Oh, du wachst auf, ich habe dir genug gesagt. Ich bin schließlich nicht dein Ratgeber für Notsituationen, also los geh, mach was aus deinem Leben solange du kannst!” Illaoi lacht wieder und Riven fühlt sich ein wenig veräppelt.

Vielleicht hat sie ja recht, und immer nur sich in die ankommende Trauer zu stürzen funktioniert auch nicht ewig.

Freljord. Nur das eine Wort schießt ihr durch den Kopf. Genau, dort kann sie hin. Taliyahs Ausbildung läuft gerade im vollen Gange und vielleicht tut es ihr auch mal gut, fort von hier zu gehen und die Vergangenheit buchstäblich einzufrieren. Die Götter haben sie einander aufgescheucht. Yasuo lebt sicher noch, doch wird er sicher noch immer unter dem Gott stehen. Manche Kombinationen gehen nicht immer, wie hier die Ordnung und das Chaos einfach nicht miteinander funktionieren.

Riven wacht auf und sieht sofort die hell gestrichene Wanddecke über sich. Vielleicht sollte sie einfach gehen und alle hinter sich lassen. Kata ist eine andere Liga, Syndra kennt sie kaum. Nur mit Zed hat sie ein paar mehr Worte gewechselt und Lux hat ihr viel geholfen. Mehr hat sie mit denen hier nicht zu tun, also tut es auch mit keinen Abschied. Langsam schiebt sie die Decke von sich und schlüpft in ihre Lieblingsschuhe. Das Schwert und der Rucksack voller Kleidung steht noch dort wo sie ihn abgestellt hatte. Ein Bad könnte vielleicht vorher noch gut tun, also geht sie in das naheliegende Bad und lässt sich ein Bad mit großzügig viel Schaum ein.

Wie lange ist es schon her, wo sie den Genuss eines entspannendes Bads genießen konnte? Die vielen Tage hintereinander haben nicht nur ihren Körper, sondern auch ihr Gemüt mitgenommen. Aber sie ist eine Kämpferin die keine Zeit für Gefühle hat, das wird ihr wieder einmal klar.

Riven bleibt lange in der Wanne bis das Wasser kalt ist, dann trocknet sie sich ab und lässt alles im Bad liegen. Zwischen den Sachen die in einem Schrank im Zimmer liegen ist auch ein etwas wärmerer Mantel der sie im Freljord vor der größten Kälte schützen dürfte. Zurück in den Palast finden wird einfach, die Schützerin über dem Land hat sie bereits kennengelernt und ihre Zeit dort ist nicht all zu lange her.

Entschlossen wirft sie ihren rucksack über die Schulter. Wo bekommt man am schnellsten einen Teleportstein her? Vielleicht sollte sie in den Alchemielaboren nachsehen? Das der Crownguards wurde zerstört, also kann sie es nur bei den anderen drei versuchen. Die Laurents vielleicht? Ihre Anführerin ist eine schrecklich versnobte Frau mit einem spitzen Degen. Wenn sie ihr über den Weg läuft, könnten sie sich einen guten Kampf liefern. Leise schleicht sie sich auf den Gang hinaus durch die ewig gleich gestalteten Gänge voller Gemälde und großen Fenstern. Es ist überraschend wenig los, auch in der Haupthalle ist es leer. An den Säulen sind die Wappen der Häuser zu sehen, das mit den sich duellierenden Degen kann nur das der Laurents sein. Warum ist hier keiner? Egal denkt sie sich, umso einfacher kann sie sich den Stein schnappen und von hier verschwinden ohne einen großen Eindruck zu hinterlassen. Kämpfen wäre mit dieser Verletzung nicht so schön, sie ist zwar vernäht und tut äußerlich nicht mehr weh, aber eine falsche Bewegung kann dies schnell ändern.

Dem Grundbau des Palastes nach muss der Alchemieturm im obersten Stockwerk liegen. Die Fenster werden immer kleiner, je höher sie die Treppen hinauf schleicht. Oben angekommen steht sie vor der Holztür mit einem kleinen Messingschild.

Hier ist sie richtig. Vorsichtig lauscht sie mit einem Ohr an der Tür, es ist komplett still. Entweder die Tür ist zu dick oder es ist gerade wirklich niemand anwesend. Vorsichtig schiebt sie die Tür auf. Ihr fällt ein Stein vom Herzen, als sie niemanden hinter dem vollgestellten Tisch vorfindet.

Angespannt wandern ihre Blicke durch den Raum. Die Regale sind bis zum Platzen gefüllt mit gläsernen Flaschen und Flüssigkeiten ohne Beschriftung. Auf dem Tisch sieht es genauso unordentlich aus, überall stapeln sich die Papiere und Kleinigkeiten. Zwischen zwei kleinen Apparaturen liegt ein funkelnder lilafarbener Kristall, er sieht beinahe aus wie eine der Teleportsteine wie sie sie immer benutzt hat, doch umgibt diesen eine seltsame andere Aura. Vorsichtig nähert sie sich dem Tisch und hebt den kleinen Stein auf. Eine andersartige Magie entströmt ihm wie ein Leck in einem Wasserrohr. Diese Magie ging auch von dem großen Monstrum aus welches sie besiegt hatte. Riven steckt ihn kurzerhand ein. Normalerweise sollten sich Ionia und die Vastayan nicht mehr aufgrund ihrer immensen Magie im Weg stehen, wenn man mittlerweile Magie künstlich herstellen kann und sie in Kristalle packen. Das muss es sein, besser sie zeigt es Lux. Zwischen den Papierstapeln liegt alles was sie nicht gebrauchen kann, leider weiß sie nicht wie die Zusetzung eines Teleportstein funktioniert, sonst hätte sie sich kurzerhand alles geklaut.

“Verdammt…” leise wühlt sie zwischen kleinen Gläsern und Kräuterbündeln bis sie eine verschlossene Holztruhe findet. Sie ist nicht verschlossen und darin liegt tatsächlich ein letzter Teleportstein. Normalerweise sollten die blau gefärbten Steine immer mehrere Aufladungen haben, was auch mehrere Anwendungen erlaubt, aber dieser hier hat nicht mehr viel Magie übrig. Für einmal wird es noch reichen, einen kaufen auf dem Schwarzmarkt wird eine viel teurere Angelegenheit sein als sich einen klauen. Vorsichtig schiebt sie die Holztruhe zurück und versucht alles so wie vorher wieder zu verlassen.

Riven trifft auch dieses mal niemanden auf dem Gang an. Das ist wirklich seltsam, normalerweise sollte es immer jemanden geben der hier patrouilliert, vor allem die Laurent sind vorsichtig mit Wachen. In der Haupthalle angekommen findet sie Lux vor, welche nervös im Kreis läuft.

“Was ist los?” schnell hastet sie die Treppen hinab und packt Lux am schmalen Arm.

“Dort wollen sie gerade die Verträge besprechen und haben herausgefunden, dass ich mit dem Ionia-Kampf verwickelt bin. Die Ionier wollen sofort eine Lösung und auch eine Strafe für mich da ich mich im Namen Demacias eingemischt habe…”

“Hole doch erstmal tief Luft. Ich habe hier etwas, was vielleicht interessant ist mit der Sachen zwischen deinem Reich und den Vastayan.” Lux geschwollenen Augen und ihr nervöses Zucken zeigen Riven, wie ernst die junge Prinzessin die Situation nimmt.

Geheimnisvoll holt sie den lilafarbenen Kristall hervor.

“Diesen hier habe ich gefunden. Die Laurent haben schon im Vorhinein die Vastayan unterstützt und den Komplott geplant. Das ist das einzige, was mir dazu einfällt.”

Lux dreht den Stein und betrachtet ihn im Licht.

“Du hast ihn gefunden? Was ist das überhaupt?”

“Ich war bei den Laurent. Und das hier strömt exakt die Magie aus, welche das Monster der Vastayan hatte. Vielleicht steht es in Verbindung, aber um deinen Kopf aus der Schlinge zu holen würde ich sagen, du solltest das hier den anderen zeigen.”

“Du hast ihn geklaut und sie werden mich beschuldigen!”

“Sag ihnen ehrlich dass ich ihn geklaut habe. Ich bin schon längst fort.” Riven hebt den Teleportstein hoch und lächelt aufmunternd.

“Ich verrate dir auch nicht wo ich hingehe, dann bist du sicher. Am besten verschwinde ich hier bevor sie mich finden.”

Riven hastet die Stufen hoch um ihr wenig Gepäck zusammen zu finden.

“Danke.” sagt die junge Prinzessin noch, dann geht die große Tür auf und zwei Wachen winken sie in den übergroßen Saal.

Im Zimmer nimmt sie ihre Sachen und den Stein in die Hände. Lux wird das schon schaffen, was Syndra machen wird mit Kata… das muss jeder für sich entscheiden. Sie wird immer neutral bleiben aber das ist nicht so einfach, wenn dir ein Gott sagt sie solle für die Ordnung kämpfen und ihr keine Wahl lässt.

Ein letzter Blick hinaus auf die hell erleuchtete Stadt, dann nutzt sie den Stein. Sofort setzt das seltsame Gefühl wie immer ein, und alles um sie herum fließt zu einem Wirbel von Farben zusammen.

Keine Rückkehr mehr, nicht mehr zu ihren Gefühlen und zu ihrer Vergangenheit.



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