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Wenn Wünsche wahr werden

von
Koautor:  RamDamm

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Verraten und verkauft

Hallo meine lieben Leser,
 

ich danke euch, dass ihr mir so viel Verständnis für mich hattet und ich in Ruhe für meine Prüfungen lernen konnte^^ Ihr seid einfach die Besten.

Nun wünsche ich euch sehr viel Spaß mit diesem Kapitel
 

Verraten und verkauft
 

„Mylady eine Nachricht für Sie!“

Der Youkai welcher einen Brief überbringen sollte, kam geschlagene drei Wochen später wirklich am Schloss an.

Die Damen waren alle samt mit den Gedanken bei ihren Männern.

Kagome nutzte die Zeit um ihre Fähigkeiten im Bogenschießen auszubessern. An ihrem Rockzipfel hatte sie den kleinen Kitsunen, der ja den Auftrag erhalten hatte auf die Prinzessin aufzupassen.

Ayame gesellte sich immer wieder zu ihren Wölfen und erkundigte sich immer wieder ob auch alles in Ordnung sei und Miroku war oft bei Izayoi und Rin zu finden, da diese beiden die Schwächsten unter den Frauen waren.

Und eine der Damen befand sich gerade auf dem Weg zu ihrem Zimmer, da sie sich umkleiden wollte, als sie die männliche Stimme hörte.

Sie drehte sich um und konnte den Youkai sehen.

„Bist du nicht…?“, begann die Dame zu fragen, als sie sah was das für ein Youkai war.

„Ja, Mylady! Ich bin ein Wolfsyoukai aus Kougas Rudel. Ich habe hier eine Nachricht für Euch.“, sagte der Youkai erneut und man konnte sehr gut hören, dass er außer Atem war.

Die Dame nahm die Nachricht an sich und bedankte sich beim Wolfsyoukai. Dann ging sie auf ihr Zimmer um sich diese Nachricht durchzulesen.
 

Meine Liebste,
 

ich hoffe bei euch ist alles in Ordnung. Ich mache mir große Sorgen um dich und auch um Mutter.

Leider sind wir hier auf Widerstand gestoßen. Ich weiß dass es im Krieg normal ist, aber wir sind verraten worden. Unser geliebtes Dorf ist bis auf die Hälfte zerstört. Als ich dort ankam, wurden wir schon erwartet.

Auch die anderen sind in Fallen geraten. Wir haben einige Verluste hinnehmen müssen, aber von uns ist keinem groß etwas passiert. Alles nur kleine harmlose Kratzer, welche schon sehr bald verheilt sein werden.

Es könnte durchaus sein, dass Lord Norik weiß, dass ihr alle bei der südlichen Familie untergekommen seid. Ich möchte dich daher bitten vorsichtig zu sein. Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich möchte euch keine Angst einjagen, sondern einfach nur warnen.

Achte bitte gut auf dich und die anderen Frauen.

Ich liebe dich sehr, mein Schatz!
 

Dein InuYasha
 

Kagome las sich den Brief mindestens zehnmal durch. Sie konnte nicht glauben, was InuYasha ihr da geschrieben hatte. Es freute sie zwar dass er ihr geschrieben hatte und sie somit wusste dass es ihnen allen gut ging. Doch dass sie in eine Falle gelaufen waren, gefiel der jungen Prinzessin nicht. Sie konnte nur hoffen, dass es nicht zu viele Opfer auf ihrer Seite geben würde.

Kagome sah nachdenklich zum Fenster und beobachtete die beiden kleinen Vögel auf dem Fenstersims. Sie hätte die beiden gerne gestreichelt, da sie jeden Tag auf ihrem Sims verweilten, doch leider konnte sie das Fenster nur dann öffnen, wenn der Bann aufgehoben wurde und das passierte zu unregelmäßigen Zeiten, damit keine Routine eintreten konnte.

Ein Seufzen entglitt ihrer Kehle. Sie konnte sich vorstellen wie traurig ihr Hanyou über den Verlust des Dorfes sein musste. Doch wie er schon sagte es war Krieg. Hauptsache, der Brunnen und der heilige Baum würden stehen bleiben. Doch das war alles nur unwichtig im Gegensatz zu den Problemen, die nun eventuell auf sie zu kommen konnten. Deswegen entschloss sich Kagome zuerst mit Miroku und dann mit Shigekazu und Ayame zu reden.

Sie faltete den Brief vorsichtig zusammen und legte ihn erst einmal auf ihr Bett. Dann ging sie erst baden und zog sich dann ihren Lieblingskimono, den sie von InuYasha bekommen hatte, an. Danach steckte sie den Brief ein und machte sich zuerst auf den Weg zum Gemach von Miroku und Shippou.

Zögerlich klopfte sie an.

„Miroku, Shippou hier ist Kagome. Kann ich bitte reinkommen?“, bat sie um Einlass.

„Aber sicher doch, Kagome. Was führt dich zu mir?“, wollte Miroku wissen.

„Ich muss mit dir reden. Hast du einen Moment Zeit? Es ist sehr wichtig.“, sagte Kagome.

„Sicher. Setz dich doch bitte.“, bat Miroku seine Freundin.

„Ich habe heute einen Brief von InuYasha bekommen. Hier lies selbst.“ Mit diesen Worten reichte sie dem Houshi den Brief. Sie wusste, dass er das Gelesene vertraulich behandeln würde.

Miroku nahm den Brief an sich und las ihn sich durch. Als er das mit dem Dorf sah, verdunkelten sich seine Gesichtszüge, sodass Kagome genau wusste, wo er gerade im Brief war.

„Schade um das Dorf.“, meinte er dann nur. Er war sich sicher, das InuYasha alles versucht hatte, um das Dorf zu erhalten. Deswegen war er ihm auch nicht böse. „Was das andere angeht. So sollten wir nur Prinz Shigekazu und Ayame einweihen. Wenn wir es den anderen sagen, würde vielleicht eine unnötige Panik ausbrechen.“, fügte er dann noch an.

„Ja, so ähnlich dachte ich auch schon. Und das mit dem Dorf tut mir leid.“, sagte Kagome etwas betroffen.

„Nicht doch, Kagome!“, versuchte Miroku seine Freundin aufzuheitern. „Häuser lassen sich wieder aufbauen und ich bin sicher, dass InuYasha alles getan hat um das Dorf zu retten.“, sagte Miroku in einem ruhigen Ton.

„Ja, schon!“, kam es mit hängendem Kopf von Kagome, denn sie verband viel Schönes mit dem Dorf.

„Die Hauptsache ist doch, dass InuYasha dort heil raus gekommen ist und dass es den anderen gut geht.“, sagte dann Shippou. Auch er fand schade was mit dem Dorf passiert war, aber er war froh, dass InuYasha nichts passiert war.

„Wir sollten jetzt besser zu Ayame und Shigekazu gehen um mit ihnen über die Bedrohung zu reden.“, schlug Miroku dann vor.

Kagome und Shippou nickten und zusammen verließen sie dann das Zimmer.
 

Ihr erster Weg war der zu Ayame. Sie brauchten auch gar nicht lange zu suchen, denn sie konnten sie schon sehr bald hören, denn sie schien den Wolfsyoukai auszuquetschen, welcher die Nachricht für Kagome gebracht hatte.

„Du sagst mir sofort wie es Kouga geht.“, befahl Ayame. Dabei hatte sie den Youkai am Hals gepackt und ihn hin und her gewirbelt.

„Ihm geht es gut, Chefin!“, würgte der Wolfsyoukai gerade so heraus.

Mit dieser Antwort gab sich Ayame aber nicht zu frieden. Sie wollte alles bis ins kleinste Detail erfahren.

Sie hörte aber auf den armen Youkai zu schütteln, als sie sah, dass Kagome, Miroku und Shippou auf sie zukam.

„Oh, ähm…hehe…!“ Mehr brachte Ayame nicht heraus, denn sie ahnte, dass ihr Temperament mal wieder mit ihr durchgegangen war.

„Ayame, können wir mal mit dir reden?“, fragte Kagome, als sie dichter an die Wolfsyoukai heran trat. Die Verlegenheit der Youkai beachtete Kagome nicht, da es wichtigeres gab.

„Na klar!“, kam es dann von Ayame.

So erzählte Kagome ihrer Freundin was sie in InuYashas Brief erfahren hatte und auch dass es Kouga wirklich gut zu gehen schien.

„Das müssen wir Shigekazu erzählen.“, kam es dann von Ayame. Sie bekam ganz große Augen als sie von dem Verrat und den Fallen erfuhr.

So machten sich die vier auf die Suche nach dem Prinzen. Wie Kagome es vermutet hatte war er im Arbeitszimmer und kam der täglichen Arbeit nach. Sie klopften an und wurden dann verwundert herein gebeten, da der Prinz schon erkannt hatte wer vor der Türe war.

„Was verschafft mir die Ehre Eures Besuches, Kagome-sama?“, wollte der Prinz wissen.

„Nun ja, wir müssen mit Euch reden, Prinz.“, erwiderte Kagome und setzte sich nachdem der Prinz sie und die anderen dazu aufgefordert hatte. Dass sie nicht alleine gekommen war, hatte ihm gezeigt, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung zu sein schien.

„Was habt Ihr denn auf dem Herzen?“, fragte der rothaarige Youkai.

„Ich habe einen Brief von meinem Verlobten erhalten.“, begann Kagome. „Er hat uns gewarnt, da sie in eine Falle gelockt wurden. Nun gehen die Familienoberhäupter davon aus, dass auch wir eventuell in Gefahr sind, da die ersten Pläne verraten wurden.“, endete Kagome.

„Das ist wahrlich keine gute Nachricht. Doch wir sollten sie für uns behalten. Ich werde die Wachen noch verstärken und wir sollten auch Patrouillen außerhalb haben. Auch dies werde ich veranlassen.“, sagte der Prinz.

„Das ist eine gute Idee.“, meinte Miroku. „Doch wir sollten versuchen vorauszuplanen. Wie lange kann Euer Schloss einer eventuellen Belagerung standhalten?“

Die silbernen Augen des Prinzen wurden nachdenklich. So ein Fall war ihm noch nicht bekannt, denn seit der Taishou damals den Frieden mit dem Sieg über Ryukotssusei brachte, herrschte Frieden zwischen den Länderein. Und da er selbst nicht viel älter als InuYasha war, hatte er eigentlich in einer friedlichen Zeit gelebt. Wenn man mal von den Geschichten über einen verrückten Hanyou Namens Naraku absah.

„Um ehrlich zu sein, Miroku-sama, ich weiß es nicht. In den 250 Jahren die ich auf dieser Erde weile sind wir nie in so einer Situation gewesen. Aber vielleicht weiß meine Mutter etwas darüber.“, gab der Prinz ehrlich zu.

„Das wäre unklug, Prinz. Es würde nur eine unnötige Panik auslösen.“, sagte Kagome.

„Dann müssen wir uns eben auf den Notfall vorbereiten.“, meinte Ayame. „Wir schaffen das schon. Schließlich haben wir schon ganz andere Sachen überstanden.“

„Stimmt!“, meinte Miroku.

‚Ja, aber das damals fünf Personen bei uns waren, die uns nun bitter fehlen.’, dachte Kagome. ‚Bitte kommt bald wieder.’

„Gut, wenn das geklärt wäre, beginne ich mit der Umsetzung der neuen Pläne.“, sagte Shigekazu. „Wenn ihr mich dann also bitte entschuldigen wollt.“

„Natürlich.“, erwiderten die vier Gäste und verließen das Arbeitszimmer.
 

Als der Youkai wieder im Lager angekommen war, hatte dieser zu InuYashas Überraschung eine Nachricht für ihn dabei. In dem Brief hatte Kagome geschrieben, wie sehr sie ihn vermisste und auch versprochen gut auf sich und Izayoi aufzupassen.

Sie hatte ihm mitgeteilt dass die Wachen verschärft worden waren und dass sie jede freie Minute zum Training nutzte. Aber sie ermahnte ihn auch sich nicht unnötig in Gefahr zu bringen und ja wieder heil bei ihr anzukommen.

Seit diesem Brief waren geschlagene drei Monate vergangen.

Viele Schlachten wurden geschlagen, aber es war noch immer kein Sieger aus diesem Krieg herausgekommen. Auf beiden Seiten waren hohe Verluste zu verzeichnen. Egal ob durch den Tod, oder aber durch schwere Verletzungen.

Obwohl der Norden in der Übermacht war, was die Anzahl des Heers betraf, konnte er nicht einmal kleinere Siege einfahren.

Aber an diesem Morgen war es vollkommen anders, denn der Norden durchschlug die Verteidigung Richtung Süden mit links. Irgendwie muss der Lord gewusst haben, was die Verteidiger des Friedens geplant hatten.

Somit stand für alle fest, dass ein Spitzel im Lager sein musste, denn immer wenn etwas vorher bekannt gegeben wurde, hatte der Norden den Inu no Taishou und den anderen einen dicken Strich durch die Rechnung gezogen.

Was wirklich das schlimmste war, dass sich einige Youkai wirklich in den Süden durchschlagen konnten und auf dem Vormarsch zum Schloss waren. Alle Bemühungen die Youkai aufzuhalten, schlugen fehl. Somit blieb allen zu hoffen, dass die Verteidigung im Schloss stark genug war.

Jeden Abend hoffte InuYasha auf Nachricht aus dem Schloss, aber es kam keine. Es machte ihn wahnsinnig nicht zu wissen, was aus Kagome und seiner Mutter wurde.

Selbst den Boten, denn sie mit einer Warnung losgeschickt hatten, war noch nicht zurückgekehrt. Aber alle mussten sich auf die Schlacht hier und jetzt konzentrieren.

Dem Norden war diesmal ein kleiner Sieg gelungen, denn ein Dorf mussten der Süden, der Westen und der Osten verloren geben.

Was InuYasha aber bis jetzt erfolgreich verteidigen konnte, war die Heimat von Miroku und Sango. Er hatte es sich zu einer Lebensaufgabe gemacht dieses Dorf zu verteidigen. Dass in der ersten Schlacht das halbe Dorf zerstört wurde, das wurmte ihn schon gewaltig.

Inu no Taishou konnte seine Position auch sehr gut halten auch wenn es sehr harte Kämpfe waren. Aber er hatte nicht nur seine Männer zur Unterstützung sondern seinen Sohn und auch Sango, welche sich von ihren Verletzungen relativ schnell erholt hatte.

Auch der Osten konnte sich sehr gut behaupten, aber dessen Verluste waren schon sehr hoch, so dass er sich Verstärkung aus dem Schloss holen musste.

Am schlimmsten hatte es allerdings den Süden getroffen, da er sich auf Grund der Ereignisse keine Verstärkung holen konnte. Der Lord war mit 200 Mann angereist und hatte gerade mal noch 100 zur Verfügung. Allerdings atmete der Lord auf, als der Taishou einige seiner Männer zu ihm abkommandierte. Er war sehr froh darüber denn sonst hätte er sehr bald seine Stellung verloren geben müssen. Doch so konnte er sie zumindest noch eine Weile halten.
 

Wieder vergingen einige Tage in denen sie nichts aus dem Schloss hörten und auch die Angriffe des Nordens waren immer öfter von Erfolg gekrönt. Lord Eiliko und auch Lord Shigeru konnten sich gerade so gegen den Ansturm behaupten.

Für den Taishou, Sango und Sesshoumaru stellte der Angriff keinerlei Schwierigkeiten dar. Denn Sesshoumaru hatte so langsam die Spielchen satt, die der Norden mit ihnen trieb. Sollte sich doch die Familie lieber in einem offenen Kampf mit ihnen messen.

Deswegen jagte er ein Souryuuha nachdem andere über das Feld. Er wollte nicht noch mehr Leute unnütz verlieren. Auch sein Vater schloss sich mit dem Gokuryuuha an. Dieses Mal verlor der Norden viele seiner Krieger zumindest im westlichen Kampfgebiet.
 

InuYasha hingegen hatte mit einem ganz andern Kaliber als Gegner zu kämpfen. Gerade als er und Kouga sich gemeinsam, um den Gegner kümmern wollten, gefror unter seinen Füßen das Land zu Eis.

Blitzschnell sprang der Hanyou nach hinten und zog Tessaiga. Das Schwert verwandelte sich sofort in den Reißzahn und wartete nur darauf wieder einmal kämpfen zu dürfen.

„InuYasha. Lange nicht gesehen!“, kam es etwas belustigt über seine Reaktion. „Wie ich sehe, kämpfst du noch immer nicht viel anders als früher.“

InuYasha sah zu seinem Gegenüber. Er sah die Frau mit den eisblauen Haaren fast wütend an. Denn eigentlich war zwischen ihren Familien Frieden. Er konnte nun so gar nicht verstehen, weshalb sie dem Norden halfen.

„Thoran! In der Tat das ist sehr lange her. Doch ich wüsste nicht, was ihr mit dieser Sache zu schaffen habt.“, meinte der Hanyou fast noch höflich.

„Eigentlich nicht viel, außer das Lord Norik mit uns blutsverwandt ist.“, erwiderte Thoran und zog ihr Schwert.

Das erklärte für den Hanyou einiges. Blutsverwandtheit, also. Nun gut, dann würde er ihr eben zeigen müssen, was diese Verwandtheit taugte. Ohne groß weiter nachzudenken, ließ er sein Kaze no Kizu gegen Thoran laufen.

Diese hatte darauf nur gewartet und wich dem Angriff aus. Als sie wieder stand, schickte sie einen Eisregen auf den Hanyou los, und als sie sah, wohin er auswich, schickte sie noch eine zweite Salve hinter her.

Als InuYasha diese Salve bemerkte, war es schon zu spät zum reagieren und er wurde hart getroffen. Doch er rappelte sich wieder auf, da er hier ja nicht für irgendwas kämpfte.

Dieses Mal antwortete er mit der Kongosoha, doch auch diese richtete nicht viel aus, da Thoran sie mit einem Eisschild abwehrte. So kam es das einige der Splitter zurück geworfen wurden und den Hanyou trafen.

InuYasha hatte zwar einige mit dem Bakuryuuha abwehren können, aber er war schon zu angeschlagen um den anderen noch ausweichen zu können und so wurde er von seiner eigenen Attacke niedergestreckt.

„Ich dachte du wärst stärker geworden.“, war alles was er noch hörte bevor er bewusstlos zu Boden ging. All die vielen kleinen Verletzungen der letzten Zeit und der Schlafmangel forderten nun ihren Tribut.

Kouga hatte wie im Zeitraffer mitbekommen, was dort gerade vorgefallen war. Er konnte es einfach nicht glauben. Der Prinz des Westens besiegt von einer dahergelaufenen Katze.

Er stürzte auf InuYasha zu um zu sehen wie schwer der Prinz wirklich verletzt war. Wie er dann sehen konnte, sah es ziemlich übel für InuYasha aus. Kouga stellte sich nun vor InuYasha und forderte Toran zum Kampf auf.

„Dich will ich nicht, kleiner Wolf.“, kam es herablassend von Toran.

„Wer ist hier ein kleiner Wolf?“, kam es ziemlich verärgert von Kouga. Er konnte viel vertragen, aber nicht wenn man ihn als kleinen Wolf bezeichnete.

„Du bist ein kleiner Wolf.“, sagte Toran. Sie verursachte einen Wirbelsturm aus Schnee und Eis und verschwand.

Kouga fing an zu knurren. Dieses arrogante Weibsbild sollte schon noch sehen, dass es nichts brachte eine große Klappe zu haben. Aber nun galt es erst einmal InuYasha wieder zurück ins Lager zu bringen, denn dieser war noch immer außer Gefecht gesetzt.

So hob Kouga den Prinzen hoch und brachte ihn ins Lager, damit dieser versorgt werden konnte.
 

Der Weg dorthin lief zu Kougas Überraschung ohne weitere Zwischenfälle ab. So kam es, dass er nach kurzer Zeit dort ankam.

Ein Aufschrei war zu vernehmen, als Kouga das Lager betrat.

„Was ist passiert?“, wollte einer der Ärzte wissen, welcher sofort angelaufen kam.

„Prinz InuYasha hat gegen einen Eisyoukai gekämpft. Leider war der aber überlegen.“, erklärte Kouga dem Arzt.

Dieser sah sich die Wunden sehr genau an. Das sah wirklich nicht gut aus.

„Der Inu no Taishou muss informiert werden.“, sagte der Arzt dann zu Kouga.

Kouga nickte zum Zeichen, dass er verstanden hatte. Er wollte sich gerade auf dem Weg machen um InuYashas Vater Bescheid zu geben, als die Plane des Zeltes bereits zur Seite geschoben wurde.

„Wir haben Verletzte dabei.“, konnte man die Stimme vom Inu no Taishou hören. Seinen verletzen Sohn hatte er bis jetzt noch nicht bemerkt.

„Ja wohl, Mylord!“, sagte der Arzt nachdem er sich verbeugt hatte.

Der Inu no Taishou hatte den Arzt weiter nicht wahrgenommen, denn nun fiel sein Blick auf den Wolf und daran konnte er den Blutgeruch seines Sohnes wahrnehmen.

„WO ist mein SOHN?“, fragte der Inu no Taishou. An seiner Stimme konnte man vernehmen, dass er ziemlich erregt war.

„Er liegt dort, Mylord.“, antwortete der Arzt, welcher dem ersten Verletzen ins Zelt trug.

Dem Inu no Taishou stockte der Atem als er seine Jüngsten auf der Trage sah. Dieser hatte am ganzen Körper tiefe Verletzungsspuren und einige schienen noch immer zu bluten.

„WAS IST PASSIERT?“, fing der DaiYoukai an zu brüllen. Er konnte einfach nicht länger an sich halten. Sein Zorn schien sich Bahnen zu fressen. Welcher niedrige Abschaum hatte es gewagt seinen jüngsten Sprössling so zu verletzen?

„Was brüllst du denn so, Vater?“, fragte nun Sesshoumaru bei seinem Vater nach. Das laute Organ hatte dem Thronfolger ins Zelt gelockt. Aber dann sah er seinen kleinen Bruder. Das konnte doch nicht wahr sein.

„Yasha!“, kam es ganz erregt von Sesshoumaru und auch er stellte die Frage welche vorher schon sein Vater gestellt hatte.

„InuYasha hat gegen Toran gekämpft.“, erklärte Kouga. „Ich weiß nicht genau was vorgefallen war, aber als ich zu InuYasha sah, wurde er gerade von seiner Kongosoha getroffen und ging zu Boden.“, erklärte der Wolfsyoukai weiter.

Inu Taishou und Sesshoumaru kochten vor Wut. Aber man merkte es ihnen nicht an. Der erste Schock, der sich bei Inu no Taishou in Wut zeigte, hatte sich beim zuhören gelegt und er beruhigte sich wieder. Was jetzt zählte war, dass sein Sohn wieder auf die Beine kam. Des Weiteren war er froh, dass seine Schwiegertochter nicht da war. Sie hätte sicherlich sehr gelitten, mehr noch als seine eigene Mutter. Da war sich der DaiYoukai sicher.

Sesshoumaru hingegen nahm Kouga auf die Seite und fragte ihn dann noch einmal, was Toran gesagt hatte, als er gegen sie kämpfen wollte.

„Dass sie nicht mich haben will, hat sie gemeint. Doch ich kann mir nicht vorstellen, dass sie damit InuYasha meinte!“, sagte Kouga.

„Nein, den meinte sie auch nicht, Kouga. Sie hat mich gemeint!“, erwiderte Sesshoumaru nachdenklich. ‚Wenn sie mich will, warum hat sie dann Yasha erst angegriffen?’, fragte sich der Thronfolger.

„Geh dich ausruhen, Kouga. Wir reden später weiter.“, meinte Sesshoumaru nach einem Moment des Schweigens.

„Ist in Ordnung.“, mit diesen Worten wandte sich der Wolf zum gehen. Er war am überlegen, ob er vielleicht Ayame einen Brief schicken sollte. Doch im nächsten Moment wurde ihm bewusst das sie den Brief dann auch Kagome geben würde, wenn er rein schrieb das InuYasha verletzt war. Ein kleiner Seufzer glitt über Kougas Lippen. ‚Es ist lange her, das ich dich so am Ende sah, Hundejunge.’, dachte er bei sich.

Den Vorfall im Schloss zählte er nicht dazu. Wenn er sich recht besann, war das an jenem Tag, als sie Naraku besiegt hatten. Drei Jahre waren seitdem vergangen. Er konnte sich noch daran erinnern, dass sie beide sich an jenem Tag vertragen hatten, ohne dass es einer der anderen mitbekommen hatte. InuYasha war ihm damals unendlich dankbar für seine Hilfe gewesen. Und noch etwas war an jenem Tag anders gewesen, wenn er sich recht erinnerte. Sesshoumaru war ohne ein weiteres Wort von einem Kampf zuverlieren gegangen.

„Und, wie geht es InuYasha, Kouga?“, wurde der Wolf von Ginta angesprochen, als er bei seinem Rudel und InuYashas Männern ankam.

„Nicht sehr gut. Doch mehr konnte man mir auch nicht sagen.“, erwiderte Kouga niedergeschlagen. Das war alles so schnell gegangen, wenn er doch nur nicht den Hanyou aus den Augen gelassen hätte. ‚Tut mir leid, Kagome. Ich konnte mein Versprechen nicht halten, das ich dir damals bevor du gegangen warst, gegeben hatte.’, dachte Kouga. Hätte er auch nur eine Minute früher zum Hanyou geschaut, dann hätte er vielleicht mit der Goraishi eingreifen können.

Ja, hätte … Doch er hätte es vielleicht auch noch schlimmer machen können.

All das Gemurre und die Schuldzuweisungen halfen nichts. Er würde nun erst einmal abwarten müssen und auf Befehle von oben warten.
 

Im Sanitäterzelt wandte sich der Inu no Taishou an seine Ärzte, denn er wollte wissen wie es denn nun genau um seinen jüngsten Sohn stand.

„Mylord haben eine Menge Blut verloren.“, erklärte der Arzt dem Inu no Taishou.

„Wie lange wird es dauern, bis er wieder gesund ist?“, fragte der Inu no Taishou dann nach. Er versuchte normal zu klingen, da er nicht wollte dass man ihm anmerkte was für Sorgen er sich um InuYasha machte.

„Das kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, Lord. Es hängt von der Willensstärke des Prinzen ab.“, sagte der Arzt in einem ziemlich unruhigen Ton, da er auch um sein Leben fürchtete, sollte InuYasha nicht wieder gesund werden.

„Tu dein Bestes!“, sagte der Inu no Taishou in einem ziemlich strengen Tonfall. Mit diesen Worten ging er dann Richtung Zeltausgang. Bevor er aber raus trat, drehte er sich noch einmal zu den Ärzten um. „Ich will sofort informiert werden, wenn sich etwas Neues ergibt.“ Nachdem er das ausgesprochen hatte, ging er wirklich aus dem Zelt, Richtung sein Quartier.

Die Ärzte machten und taten, sie versuchten alles um die Verletzungen zu versorgen, aber die Wunden schlossen sich einfach nicht. Wie konnte dass denn sein? Warum schlossen sich die Wunden nicht?

Langsam bekamen sie Panik. Sollte sich nicht bald etwas tun, würde der Prinz sterben und auch ihre Köpfe würden rollen.

Es gab nur einen Ausweg und den mussten sie nun beschreiten.

Einer der Ärzte schritt aus dem Sanitätszelt und begab sich zu einem der Zelte der hohen Herrschaften. Dort angekommen, fragte er auch, ob es gestattet war einzutreten.

„Was gibt es?“, fragte der Youkai zu welchem der Arzt gegangen war.

„Verzeiht bitte die Störung, aber meine Kollegen und ich benötigen Eure Hilfe bei einem unserer Patienten.“, sagte der Arzt, während er sich tief verbeugte.

„Um wen handelt es sich?“, fragte dann der Ranghöhere Youkai bei dem Arzt nach.

„Es handelt sich um Prinz InuYasha. Wir bekommen seine Blutungen einfach nicht gestoppt.“, erwiderte der Arzt die Frage des Youkais in einem ziemlich ängstlichen Tonfall. „Bitte helft uns den Prinzen zu Retten, Shigeru-sama!“ Der Arzt flehte den südlichen Lord gerade zu an.

Lord Shigeru bekam einen riesen Schreck als er das hörte.

Warum hatte ihm niemand davon erzählt?

Hatte der Inu no Taishou es versäumt?

Lord Shigeru erhob sich und machte sich schnellen Schrittes auf dem Weg zum Sanitäterzelt. Das war für ihn überhaupt keine Frage dem Prinzen InuYasha zuretten. Erstens war er der Sohn seines engsten Freundes und zweitens freute er sich doch schon auf die bevorstehende Hochzeit.

Als der Lord dann das Zelt erreichte, sah er den verletzten Prinzen auf einer Pritsche liegen. Er schritt auf dem Prinzen zu und besah ihn sich genauer.

„Nehmt dem Prinzen die Verbände ab!“, befahl Lord Shigeru den anwesenden Ärzten.

Diese sahen sich nur verwundert an. Da aber keiner einem direkten Befehl eines Lords widersprechen wollten, taten sie wie ihnen geheißen.

Der Lord besah sich dann die Wunden genau und erkannte ziemlich schnell woran es gelegen hatte, dass sich die Wunden nicht schlossen.

„Ihr seid solche Stümper!“, schimpfte der Lord mit den Ärzten. „Schon mal was davon gehört, dass gewisse Gegenstände irgendwo stecken bleiben können?“, giftete der Lord weiter, denn die Splitter von InuYashas Kongosoha steckten noch immer in dessen Körper.

Der Lord schloss seine Augen um sich zu konzentrieren. Da die Verletzungen aber äußerlich waren, brauchte er dieses Mal nicht in InuYasha Körper einzutauchen. Stattdessen hob er seine Hände über InuYashas Körper und ließ die Splitter herausspringen und lenkte sie Richtung Boden. Dann setzte er noch seine heilenden Kräfte ein.

Die Ärzte staunten nicht schlecht, als sie sahen, was der Lord dort tat und noch ungläubiger darüber waren sie wie schnell die Wunden aufhörten zu bluten. Aber ihnen fielen auch Steine von ihren Herzen. Dann schien der Prinz außer Lebensgefahr zu sein.

Aber sie wurden je aus ihren Gedanken gerissen, als sie die Stimme des Lord vernahmen.

„Ihr könnt den Prinzen nun weiter versorgen, da er außer Lebensgefahr ist.“ Somit ging der Lord aus dem Zelt. Er ging aber nicht zu seinem Quartier, sondern zu einem anderen Youkai, denn mit diesem hatte er noch ein kleines Hühnchen zu rupfen.

Die Ärzte taten sofort, was der Lord gesagt hatte und legten dem Hanyou wieder Verbände an. Sie waren ja so froh, dass er ihnen geholfen hatte.
 

Die beiden InuYoukai saßen gemeinsam im Zelt und sprachen miteinander, als die Zeltplane ohne Vorankündigung zur Seite geschoben wurde.

„Du hast ganz schön mit dem Leben deines Sohnes gespielt, Taishou!“, sagte der ungebetene Gast ungläubig, als er eintrat.

Sofort fuhren die beiden InuYoukai hoch und sahen den Eindringling erstaunt an.

„Woher?“, mehr konnte der Taishou nicht fragen, da ihm schon die Worte abgeschnitten wurden.

„Weil die Stümper unfähig waren und mich um Hilfe baten. Nur frage ich mich, warum du nicht gleich mit InuYasha zu mir gekommen bist. Bei den Ärzten wäre er elendig verreckt!“, sagte Shigeru vorwurfsvoll.

Den beiden InuYoukai verging hören und sehen, als sie die harten Worte Shigerus hörten. Aber irgendwo hatte er ja auch Recht. Nur hatte keiner von ihnen beiden an die Möglichkeit gedacht ihn zu fragen.

„Er wurde von Kouga sofort zu den Ärzten gebracht, und da sie sich schon mit ihm befassten, dachte ich das er in guten Händen wäre.“, begann der Taishou, nachdem er sich von seinem ersten Schrecken erholt hatte. „Und ehrlich gesagt war mir deine Anwesenheit in diesem Moment entfallen, mein Freund.“

„Schon gut. Nur solltest du vielleicht nächstes Mal mehr Ruhe bewahren!“, merkte Shigeru an.

„Danke für deine Hilfe. Aber setzt dich doch!“, meinte der Taishou und zeigte auf ein Sitzkissen in einer der Ecken.

„Danke.“, erwiderte Shigeru und kam der Aufforderung nur zu gerne nach. Als er dann genauso wie sein Freund und dessen Sohn saß, begann er seine Fragen zu stellen. „Wer war denn dafür zuständig und was waren das für Splitter in InuYashas Wunden?“

„Das waren Splitter von InuYashas Kongosoha. Sie ist eine seiner stärksten Attacken, doch gegen Torans Eisschild kam sie nicht an.“, erklärte Sesshoumaru.

„So ist das. Kein Wunder, das es ihn so hart getroffen hat.“, sagte Lord Shigeru.

„Und wie geht es ihm jetzt?“, fragte der Taishou dann nach.

„Soweit ganz gut. Allerdings wird es dauern, bis sein Körper den Blutverlust überwunden hat. Die Ärzte hatten ja nicht einmal versucht, die Blutungen abzubinden.“, meinte Shigeru. „Ich habe bald das Gefühl, das wir den oder die Verräter unter den Ärzten suchen müssen.“, fügte er dann noch an.

„Meint Ihr?“, fragte Sesshoumaru, denn denselben Gedanken hatte er schon vor kurzem gehegt, als sich einer der Ärzte weigern wollte, Sango zu behandeln.

„Im Moment, ja. Doch das müssen wir erst mal sehen. Ich hoffe nur das InuYasha bald wieder auf die Beine kommt.“, erwiderte Lord Shigeru.

„Was meinst du, alter Freund?“, begann der Taishou. „Wann wird er das erste Mal aufwachen?“

„Das lässt sich schlecht sagen. In ein oder zwei Tagen, vielleicht schon früher. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.“, gab Shigeru ehrlich zu.

„Danke für deine Hilfe, Shigeru.“, meinte der Taishou noch einmal ernst.

„Das mache ich doch gern. Ich will dann aber auch mal wieder. Sonst sorgt sich Shun noch, wo ich bin.“, erwiderte Shigeru und verließ das Zelt wieder. Zurück bleiben zwei fast glückliche InuYoukai.
 

Es war eine sehr ruhige Stimmung im Lager der Lords und deren Heer.

Die Nacht war bereits hereingebrochen und nur die Feuer welche im Lager flackerten, ließen erahnen, dass dort auch noch Youkais auf waren um Wache zu schieben um bei einem Notfall Alarm zu schlagen.

In genau dieser Nacht öffneten sich zwei goldgelbe Augen. Verwundert sah er sich um.

Wo zum Teufel war er denn?

„Kagome?“, kam es panisch von InuYasha. „Kagome wo bist du?“ Der Hanyou wollte sich aufrichten, spürte aber einen leichten Schmerz.

InuYasha verstand die Welt nicht mehr. Was zum Teufel war passiert? Er wusste es nicht. Es war wie ein Filmriss.

Der Arzt, welcher auch den südlichen Lord um Hilfe bat, schritt nun auf den Prinzen zu.

„Bleibt ruhig liegen, InuYasha-sama.“, redete der Arzt beruhigend auf den Prinzen ein. Er war sehr erleichtert, dass InuYasha wieder aufgewacht war.

„Was? Wer bist du? Wo bin ich und wo ist meine Verlobte?“ InuYasha hatte sich einfach noch nicht richtig orientieren können und so purzelten die Fragen einfach aus ihm heraus.

„Mein Name ist Takuya und ich bin ein Arzt.“, begann der Arzt zu erklären, aber er kam nicht dazu zu Ende zureden.

„Wieso Arzt? Verdammt, wo ist Kagome?“ InuYasha fand einfach keine Ruhe. Er machte sich große Sorgen um seine Verlobte.

„Sie wurden schwer verletzt, Mylord. Lord Shigeru hat sich Ihrer angenommen.“, erklärte der Arzt weiter. „Ihre Verlobte befindet sich in Sicherheit im Schloss des südlichen Lords.“, setzte der Arzt noch hinterher.

„Was hat meine Verlobte denn dort zu suchen?“ InuYasha verstand von dem Gefasel des Arztes kein einziges Wort.

„Aber Mylord! Ihr habt sie doch selber dort hingeschickt, wegen des Krieges.“, beantwortete Takuya die Frage des Prinzen.

„Krieg?“, kam es vollkommen überrascht von InuYasha. Aber mit einem Schlag fiel ihm alles wieder ein. Der Krieg, der Kampf um das Dorf Musashi, Toran.

„Wo ist mein Vater?“, fragte InuYasha dann nach, da er etwas Wichtiges mit ihm besprechen musste.

„Ihr Vater schläft, Mylord denn es ist mitten in der Nacht.“, sagte der Arzt. „Ihr solltet auch noch ein wenig ruhen, Mylord.“, kam es noch vom Arzt bevor er seinen Patienten wieder verließ. Er würde jetzt nicht zum Inu no Taishou gehen, da dem Arzt bewusst war, dass sein Herr die Ruhe brauchte um in der nächsten Schlacht fit zu sein.

InuYasha dagegen war einfach nicht nach schlafen. Die Bilder, welche er vorher noch sah, ließen es einfach nicht zu. Es waren schreckliche Bilder gewesen. Er sah seine Mutter und Kagome sterben und er konnte nichts tun um zu Helfen.

So verronnen die Stunden ohne dass InuYasha ein weiteres Mal Schlaf gefunden hatte.

Die Dämmerung kam und er verlangte sofort seinen Vater zu sehen.

„Aber Mylord, es dämmert doch gerade erst.“, versuchte der Arzt den Hanyou zuberuhigen.

„Ich will verdammt noch mal SOFORT meinen Vater sehen.“, brüllte der Hanyou, schon fast panisch. Konnte oder wollte ihn der Arzt nicht verstehen? Wenn das so war, dann würde er sich eben selbst bemühen müssen. Sie diskutierten noch eine Weile, bis der Hanyou dann doch seine Gedanken in die Tat umsetzte. Mittlerweile wich die Dämmerung bereits dem Tage.

„InuYasha-sama. Bitte bleibt liegen.“, rief der Arzt entsetzt, als er sah, dass der Hanyou sich aus dem Lager quälte.

„NEIN!“, brüllte InuYasha nun richtig auf 180zig, weil er schon so lange darum bitten musste seinen Vater zu sehen. „Da hier ja niemand meinen Anweisungen folge leistet, muss ich das eben selbst machen.“ Ohne dass er es wollte, flammte sein gesamtes Youki auf.

„Mylord. Nun beruhigt Euch. Ich lasse sofort nach Eurem Herrn Vater schicken.“, lenkte der Arzt dann doch ein.

„Das ist nicht mehr nötig!“, kam es vom Eingang.
 

Der Tag hatte ruhig begonnen. Kaum ein Laut war im Lagern zuvernehmen, bis die Dämmerung langsam wich.

Dem Taishou war, als hätte er jemanden schreien gehört und deshalb war er wach geworden. Doch, während er lauschte, konnte er nichts Ungewöhnliches hören, außer dem typischen Lärm für ein aufwachendes Lager.

„Taishou du hörst schon Gespenster.“, sagte er zu sich selbst und trat vor das Zelt um sich ausgiebig zu strecken.

Plötzlich konnte er mächtiges Youki spüren. Konnte das sein? Wenn ja, dann war Eile geboten? Deswegen machte er sich schnellen Schrittes auf zum Sanitätszelt und trat gerade ein, als der Arzt einlenkte.

„Das ist nicht mehr nötig!“, kam es rau über die Lippen des Taishou. Er hatte also Recht gehabt, dass es das Youki seines Jüngsten war.

Sofort wandten sich ihm zwei Köpfe zu. Der Arzt verneigte sich erschrocken.

„Guten Morgen, Inu no Taishou-sama. Ich hoffe wir haben Euch nicht geweckt?“, sagte der Arzt.

„Nein, das habt Ihr nicht, obwohl ich es Euch angewiesen hatte.“, knurrte der Taishou missmutig, denn er hatte sehr wohl die Worte seines Sohnes verstanden. „Außerdem habt ihr einen direkten Befehl des Prinzen missachtet. Darüber reden wir noch.“, sagte der Taishou und deutete dem Arzt zuverschwinden.

Das tat der Arzt nur zu gerne, bei der Laune der beiden. Das konnte ja noch heiter werden. Doch so konnte er sich wenigstens um die anderen Verletzten kümmern.

Der Taishou sah kurz dem Arzt hinter her und dann wieder zu seinem Sohn, der noch immer mit Schmerz verzogenem Gesicht auf der Kante des Lagers hockte.

„Leg dich wieder hin, Yasha!“, kam es befehlend vom Vater.

„Kann ich nicht.“, zischte der Hanyou durch seine zusammen gebissenen Zähne.

„Yasha!“, sagte der Taishou drohend, da er seinen Sohn falsch verstanden hatte.

„Ich würde gerne, aber ich kann mich vor Schmerzen nicht bewegen. Eine der Wunden muss aufgegangen sein.“, keuchte der Hanyou. So hatte er sich das Treffen mit seinem Vater nicht vorgestellt.

„Warte ich helfe dir!“, meinte sein Vater, als er die Worte seines Sohnes hörte. Somit trat er zu ihm und half dem Hanyou sich wieder hinzulegen.

„Danke, Vater!“, sagte InuYasha. Doch noch immer war sein Youki auf sehr hohem Niveau.

„Was wolltest du denn so dringend von mir, das du sogar deine Gesundheit riskierst, Yasha?“, wollte der Taishou dann wissen.

„Kagome … und … Mutter … Gefahr …“, mehr brachte der Hanyou vor Schmerzen nicht raus. Himmel was musste diese eine Wunde nur so wehtun?

„Wie meinst du das, Yasha?“, wollte es der Inu no Taishou von seinem jüngsten Sohn wissen.

„Kagome…und…Mutter.“, begann InuYasha, aber auf Grund seiner Schmerzen musste er immer wieder eine Pause einlegen. „Müssen…ihnen…helfen.“ Diese Worte kamen nicht nur abgehakt von InuYasha, sondern auch panisch. Er wollte seine Verlobte und auch seine Mutter nicht verlieren.

„Bleib ruhig, Yasha!“, versuchte der Inu no Taishou beruhigend auf seinem Sohn einzureden. „Sie sind im Schloss von Lord Shigeru vollkommen sicher.“, setzte er dann noch hinterher.

„Youkaiangriff.“, kam es nur sehr schwach von InuYasha. Er brachte nicht mehr heraus, denn seine Verletzung forderte nun seinen Tribut. Wieder umhüllte ihn die Schwärze der Bewusstlosigkeit.

„Yasha!“, kam es besorgt vom Inu no Taishou. Das gefiel ihm überhaupt nicht, dass sein Sohn erneut in die Bewusstlosigkeit sank.

Aber was er von seinem Sohn gehört hatte, beunruhigte ihm sehr. Er überlegte, was sein Jüngster ihn mitteilen wollte. Es stimmte schon, dass sich einige feindliche Youkai auf den Weg Richtung Süden befanden, aber das war doch nur eine Hand voll. Dagegen sollte sich das Schloss doch verteidigen können.

Was der Inu no Taishou allerdings nicht wusste war, dass sein Sohn keine Schwärze mehr umgab, sondern sich an einem ganz anderem Ort befand.
 

Im Schloss war es noch vollkommen ruhig. Alle Anwesenden dort befanden sich in einem sehr tiefen Schlaf mit Ausnahme der Wachen.

In einem der Gemächer schlief eine junge Frau, aber es war kein normaler Schlaf, nein es war ein visueller Schlaf.

Es passierte ganz plötzlich eines Nachts, als sie sich mit ihrem Geist auf einer wundervollen Wiese befand umringt von vielen Bäumen. Die Sonne strahlte vollkommen hell über das Land.

Sie hatte ihre Augen geschlossen um den Gesang der Vögel und der erweckten Natur zu lauschen, als sie plötzlich eine ihr sehr vertraute Stimme wahrnahm.

„Kagome!“

Die Angesprochene öffnete ihre Augen und sah sich um. Sie konnte es einfach nicht glauben. Dort stand ER in voller Pracht und Größe. Man konnte gar nicht so schnell schauen, wie Kagome in den Armen des Mannes lag.

„InuYasha!“, kam es glücklich von dem schwarzhaarigen Mädchen. „Endlich hab ich dich wieder.“ Sie kuschelte sich förmlich in die Arme ihres Geliebten.

„Ihr habt euch wieder, aber nur in der Nacht und nur wenn ihr schlaft.“, konnte man dann eine liebliche weibliche Stimme hören.

„Wer bist du?“, kam es gleich barsch von InuYasha, denn er traute niemanden in dieser schweren Zeit außer seiner Familie und seiner Freunde.

„Mein Name ist Misaki und ich bin der Geist dieses Waldes.“, war es dann von der lieblichen Stimme zu vernehmen.

Als InuYasha dann erneut zu der Stimme schaute, sah er ein junges Mädchen. Sie sah aus wie eine Elfe und auf ihrem Kopf hatte sie einen Kranz aus Blüten.

„Wie meinst du das, Misaki?“, fragte Kagome die Elfe. Sie verstand kein Wort von dem was die Elfe erzählte.

„Ich bin nicht nur eine Naturelfe, sondern eine Elfe die Liebenden hilft.“, begann Misaki zu erklären. „Ich spürte eure tiefe und innige Liebe, dass ich euch wenigstens für die Nacht vereinen wollte.“, setze sie noch nach.

So kam es, dass sich InuYasha und Kagome jeden Abend, wenn beide schliefen sich an diesem Ort trafen.

Auch während InuYasha um sein Leben kämpfte, war er auf dieser Wiese und wartete auf seine Kagome.

„InuYasha!“, freute sich Kagome, als sie ihren Geliebten sah.

„Kagome!“ InuYasha schloss seine Geliebte glücklich in seine Arme, aber schon sehr bald wurde er ernst.

„Süße du musst dich in Sicherheit bringen. Geh in die Neuzeit und nimm Mutter mit.“, flehte InuYasha seine Geliebte förmlich an.

„Aber wieso das denn?“, fragte Kagome vollkommen verwirrt. Sie verstand einfach nicht.

„Es sind Youkais auf dem Weg ins Schloss und sie werden euch töten.“, sagte InuYasha und man konnte hören, dass InuYasha große Angst um die beiden Damen hatten.

Kagome bekam große Augen als sie das hörte, aber sie würde nicht wegrennen wie ein feiges Häschen. Nein, sie würde bleiben und um den Frieden und um eine gemeinsame Zeit mit InuYasha kämpfen.

„Ich kann nicht einfach so gehen, Inu!“, sagte Kagome in einem ruhigen Ton. „Ich werde bleiben.“ An ihrem Tonfall konnte man hören, dass Widersprüche zwecklos waren.

„Aber Süße!“, begann InuYasha, kam aber nicht dazu seinen Satz zu beenden, da Kagome ihn mit einem liebevollen Kuss unterbrach.

„Ich muss gehen, Inu! Ich fühle die Sonne auf meiner Haut.“ Kaum hatte Kagome diesen Satz beendet, war sie auch schon verschwunden.

Traurig blickte der Hanyou auf den Platz, wo gerade noch seine Liebste war. „Sei bloß vorsichtig, Süße!“, flüsterte er in den Wind, ehe auch er die Wiese wieder verließ.
 

Die junge Prinzessin war so gar nicht gewillt aufzustehen, als sie die Augen aufschlug. Sie war einfach noch zu sehr in ihrer Traumwelt gefangen. Die Nachricht ihres Liebsten ließ sie einfach nicht mehr los. Doch sie schüttelte ihren Kopf, als sie zum Fenster sah, das Frühstück war bald und sie sollte sich beeilen um nicht schon wieder zu spät zukommen.

Das Frühstück verlief einigermaßen ruhig. Es fielen kaum Worte, da sich die Frauen ja so schon ständig unterhielten. Was jedoch Miroku, Ayame und Shippo auffiel, war das Kagome irgendwie bedrückt aussah. So nahm sich jeder für sich vor die junge Prinzessin später zu fragen.
 

„Kagome kann ich dich bitte mal kurz sprechen?“, hörte sie die Stimme von Miroku, als sie gerade mit InuYashas Mutter zu deren Räumlichkeiten wollte.

„Sicher doch. Was hast du auf dem Herzen, Miroku?“, erwiderte Kagome und entschuldigte sich dann bei Izayoi. „Ich komme dann gleich nach, Izayoi.“

„Schon gut mein Kind. Ich warte auf dich.“, erwiderte Izayoi und ging schon mal vor zu ihren Gemächern.

„Also Miroku was hast du auf dem Herzen?“, fragte Kagome noch einmal.

„Ich glaube das was auch wir auf dem Herzen haben, Kagome!“, konnte man dann eine weibliche Stimme hören.

Kagome sah hinter Miroku und konnte Ayame und Shippou auf sich zukommen sehen.

„Und das wäre?“, fragte Kagome leicht genervt.

„Du sahst vorhin so traurig aus. Was ist los?“, sagte nun Shippou.

„Ich hatte einen schlechten Traum. In diesem Traum hat mich InuYasha gewarnt, dass unser Schloss angegriffen werden soll. Doch ich weiß nicht.“, meinte Kagome.

„Es ist wichtig das Ihr uns solche Träume mitteilt, Kagome-sama.“, war nun auch die Stimme von Prinz Shigekazu zu hören, dem der seltsame Massenauflauf im Flur komisch vorkam.

„Oh, Prinz Shigekazu. Verzeiht meine Unhöflichkeit.“, sagte Kagome und verneigte sich.

„Nicht doch, Kagome-sama. Wir sind alle in der gleichen Situation. Bitte nicht so förmlich.“, bat der Prinz. „Dennoch finde ich dass wir diese Warnung ernst nehmen sollten. Denn immerhin seit ihr eine Miko und als diese ist es Euch vielleicht unterbewusst möglich gewisse Visionen zu empfangen.“, meinte er dann abschleißend. „Ich werde sofort das Nötige veranlassen.“

Mit diesen Worten war der Prinz schon verschwunden. Ayame folgte ihm sogleich und Miroku sah Kagome nachdenklich an.

„Du hast mit InuYasha gesprochen, nicht?“, wollte der Houshi wissen.

„Woher?“, fragte Kagome, als sie den Mönsch ansah.

„Weil du in den letzten Tagen viel glücklicher warst, als sonst. Es gibt da eine gewisse Legende, von einem Wald, in dem Liebende deren Band besonders stark ist, sich auch dann sehen könne, wenn sie weit voneinander entfernt sind.“, erklärte sich Miroku.

„Ja, so ist es.“, nickte Kagome. „Die Warnung kam von InuYasha persönlich.“

„Dann sollten wir wirklich aufpassen, Kagome. Wir sollten zusehen, das immer einer der kämpfen kann bei denen ist, die es nicht können.“, sagte Miroku.

Kagome nickte und ging dann zu ihrer Schwiegermutter. Dort wurde sie bereits von Rin erwartet.
 

Während Kagome sich, bevor sie mit Rin zu Ah Uhn ging, mit ihrem Bogen bewaffnete, spielten sich Wochen von ihr entfernt viel dramatischere Szenen ab. Auch in einem weit entfernten Teil der Jidai war schon lange der Tag angebrochen, doch es war kein ruhiger Tag. Immer wieder konnte man das schmerzliche Stöhnen von den vielen verletzten Youkai hören.

Unter diesen Youkais befand sich auch InuYasha, der gerade erneut erwacht war. Als er jedoch versuchte sich zu bewegen, stöhnte auch er vor Schmerzen auf.

„Wo ist Kagome?“, kam es erneut aus InuYashas Mund. Er hatte sie doch eben noch in seinem Arm gehabt, warum war sie also nicht da?

„Yasha, beruhige dich!“, konnte der Hanyou dann eine ihm sehr bekannte Stimme hören. Er sah sich zu dieser Stimme und sah dort seinen älteren Bruder.

„Sess!“, kam es sehr schwach von InuYasha. Dann versuchte er sich aufzurichten, wurde aber dann durch einen stechenden Schmerz dafür bestraft. „AH!“, kam es dann von InuYasha.

„Selber Schuld! Was versuchst du auch aufzustehen.“, sagte Sesshoumaru darauf nur in einem eiskalten Tonfall. Dass er sich Sorgen um seinen kleinen Bruder machte, sollte niemand der hier Anwesenden erfahren.

„Aber ich muss zu ihr. Ich muss zu Kagome.“ Erneut versuchte sich InuYasha aufzurichten, was aber je unterbunden wurde.

„Du sollst liegen bleiben, InuYasha!“, kam es dann barsch vom Thronfolger, nachdem er seinen Bruder wieder auf die Pritsche drückte.

„Ich kann nicht liegen bleiben, Sess.“, erwiderte InuYasha. Der Hanyou hatte einfach keine Ruhe denn er machte sich wahnsinnige Sorgen um seine Mutter, seine Verlobte und auch um seine Freunde.

„Jetzt hör auf rumzuzetern.“, konnte man dann eine andere männliche Stimme im Zelt vernehmen.

Der Inu no Taishou hatte von seinem Arzt erfahren, dass der Prinz erneut erwacht war. Sofort hatte er sich darauf auf den Weg gemacht um nach seinem jüngsten Sohn zu sehen. Aber als er dann hörte, was sein Sohn für ein Gezeter machte, musste er einfach einschreiten.

„Jetzt hör auf rumzuzetern.“, hatte er in einem ziemlich barschem Tonfall gesagt. Sein Sohn war einfach schlimm wenn er so verletzt war. Ruhe schien für ihn nach wie vor ein Fremdwort zu sein.

„Vater!“, kam es aus seinen beiden Söhnen wie in einem Chor.

„Ich hab dir doch gesagt, dass deine Mutter und Kagome im Schloss in Sicherheit sind.“, schimpfte der Inu no Taishou mit InuYasha.

„Aber…!“, sagte InuYasha, aber wieder wurde er je unterbrochen.

„Nichts aber, Yasha!“, schimpfte der Inu no Taishou erneut los. „Das Schloss ist gut bewacht, oder glaubst du ich würde deine Mutter schutzlos irgendwo zurück lassen?“ Der Inu no Taishou konnte es einfach nicht fassen, wie stur sein jüngster Sohn doch war.

„Nein!“, kam es kleinlaut von InuYasha. Dennoch fühlte er sich nicht wohl bei den Gedanken dass Kagome und seine Mutter allein waren und er sie nicht beschützen können.

„Ich will auch nichts weiter hören.“, sagte der Inu no Taishou in einem strengen Tonfall, der keine Widerworte zuließ. Was aber keiner wusste war, dass auch er sich so seine Gedanken machte, aber er musste besonnen bleiben und einen kühlen Kopf bewahren.

Dann richtete er sich an die Ärzte und ließ sich ganz genau schildern, wie es um seinen Sohn stand. Das, was ihm der Arzt zu sagen hatte, war nicht gerade, die Neuigkeit, welche sich der Taishou erhofft hatte. Allerdings hatte er auch irgendwie damit gerechnet, bei den Schmerzen welche sein Sohn zu haben schien. Er sah auch nicht viel besser aus, als vor ein paar Stunden. Das hieß, dass es nicht gerade geruhsam für ihn gewesen war. Wäre es vielleicht besser, wenn er in seinem oder gar in dem Zelt seines Vaters ruhte. Diese Frage stellte er dann auch dem Arzt.

„Ja, es wäre für ihn vielleicht besser, doch wäre er da fast immer ohne Aufsicht, was in seinem Zustand nicht das Gesündeste wäre.“, erklärte der Arzt.

Der Taishou nickte zum Zeichen, das er verstanden hatte.
 

Einige Tagesreisen entfernt, war gerade eine junge Frau mit einem kleinen Mädchen auf dem Weg zu einem zweiköpfigen Drachen. Es war die Fütterungszeit von Ah Uhn. Kagome hatte Rin hinaus begleitet in der Hoffnung hier draußen auf andere Gedanken zu kommen. Doch da hatte sie weit gefehlt. Alles in diesem Schloss erinnerte sie immer wieder an die momentane Situation.

„Kagome-sama, schaut mal.“, rief Rin gerade vergnügt, als sie Ah Uhn einen Blumenkranz umhängte.

„Wie oft denn noch, Rin. Sag einfach Kagome zu mir.“, sagte die junge Frau und sah dann zu Rin. Sie musste lachen, als sie Ah Uhn mit dem Blumenkranz sah. Das war ein Bild, welches wirklich schön war und es ließ sie vergessen, warum sie hier waren.

Doch die Stille wurde urplötzlich durch laute Warnrufe gestört.
 

Es war gerade Wachablösung im Schloss. Deswegen befanden sich nur wenige Youkai auf den Mauern des Schlosses. Auch wenn sie achtsamer sein mussten, so mussten doch auch sie einmal ruhen. Sie waren jetzt eh schon länger als sonst auf den Beinen.

So kam es das niemand die Youkai bemerkte, welche schon auf der Lauer vor dem Schloss lagen. Sie hatten nur auf diesen Augenblick gewartet. Wie von Geisterhand kippten die Wachen auf dem Wehrgang um. Ein leises Lachen war zu hören und dann öffnete sich das Tor, ebenfalls wie von Geisterhand.

Doch das Poltern des schweren Tores ließ die anderen Youkai aufhorchen.

„Was?“, rief eine der Wachen entsetzt.

Auch Ayame hatte das Poltern des Tores vernommen. Sofort war sie in den Hof raus und sah entsetzt wie Hunderte von Youkai das Schloss stürmen wollten.

„Nein!“, hauchte sie und schickte dann sofort ihre Wölfe los um die Frauen zu finden und zu beschützen, sie selbst suchte nach Kagome.

Shoran hatte sich unbemerkt an Ayame geheftet. Sie konnte sich denken, dass die junge Wölfin auf die Prinzessin des Westens achtgeben sollte. Da sie an ihr den Geruch des Leitwolfes wahrnehmen konnte und der war ja ein Begleiter des Hanyous.

„Kagome!“, rief Ayame, als sie in den Garten kam und sie und Rin sah. „Weg da, sofort!“

Ohne zu zögern, lief Kagome zu Rin und setzte sie auf Ah Uhn. „Schnell Ah Uhn bringe Rin in Sicherheit.“, sagte die Prinzessin zum Drachen. Dieser leistete sofort folge.

„Warum bist du nicht auch mit geflogen, Kagome?“, rief Ayame wütend.

„Weil ich nicht davon laufe. Ich habe InuYasha versprochen auf uns aufzupassen und das mache ich auch.“, erwiderte die Prinzessin und griff nach ihrem Bogen.

„Du schon wieder!“, war eine belustigte Stimme zu hören. „Also ist es wahr, das du seine Gespielin bist.“, sagte Shoran und wurde sichtbar.

Kagome keuchte kaum merklich auf. Warum hatte InuYasha ihr das nicht gesagt? Doch lange konnte sie sich nicht ihrer Frage hingeben, da Shoran schon mit dem ersten Angriff begann.

Ein Blütenregen ging auf Kagome und Ayame nieder. Kagome legte einen Pfeil in ihren Bogen und konzentriere sich auf den Blütenregen. Ohne zu zögern, ließ sie den Pfeil von der Sehne schnellen und zerschlug den Blütenregen.

So ging das ein paar Mal, bis Shoran ihre Taktik änderte. Sie griff zu erst die Prinzessin an, und als diese ihren Pfeil von der Sehne ließ, betäubte der zweite Blütenregen die Wolfsyoukai. Kagome sah mit entsetzten das Ayame zu Boden ging. Im nächsten Moment stand auch schon Shoran vor ihr und griff sie an. Doch Kagome wollte nicht aufgeben. Deshalb begann sie sich nun, da ihre Pfeile leer waren, mithilfe ihrer Hände und Füße zu wehren. Sie landete ein paar Treffer, musste jedoch selbst fast das Doppelte an Schrammen und Kratzer erdulden, bis sie dann letzen Endes doch in die Arme von Shoran fiel.
 

Von diesem Vorfall hatte niemand im Schloss etwas mitbekommen, da alle in irgendwelche Kämpfe verwickelt waren. Doch als Shoran das Zeichen zum Rückzug gab, war der Kampf nach unendlich vielen Stunden vorbei.

Die Bewohner des Schlosses waren zwar froh, den Feind besiegt zu haben, aber dennoch verstanden sie nicht warum die Youkai so unvermutet abzogen. Dafür gab es doch weiter kein Grund, oder etwa doch?

Prinz Shigeru machte nun einen Rundgang um das Schloss um genau zu sehen, was es für Schäden gab und was repariert werden musste.

Das Schlosstor war hin und musste dringend erneuert werden. Somit ging der Prinz weiter Richtung Garten. Dort sah er dann auch die bewusstlose Ayame.

Aber was war vorgefallen? Die Wolfsyoukai schien weiter keine äußeren Verletzungen zu haben. Da musste er wohl abwarten, bis die Youkai wieder zu sich kommen würde.

Kagomes Fehlen war noch niemanden im Schloss aufgefallen und auch das die kleine Rin nicht mehr im Schloss verweilte, merkte weiter keiner.
 

Aber nicht nur im Schloss gab es mutige Youkais um den Frieden zu verteidigen, sondern auch im Lager. Dort wurden neue Schlachtpläne zu Recht gelegt. Die Frage war nur ob es wirklich klug war, den Feind offen anzugreifen, aber es gab keine andere Wahl.

Da InuYasha im Sanitätszelt zu keine Ruhe kam, hatte sich der Inu no Taishou trotz des Rates des Arztes dazu entschieden seinen jüngsten Sohn bei sich mit einzuquartieren. Aber das was er aus InuYashas Mund vernahm, machte ihn große Sorgen.

InuYasha war wieder einmal eingeschlafen und da hier mehr Ruhe herrschte als im Zelt der anderen Patienten, gelang es dem Hanyou sehr gut.

Und wieder befand er sich auf der Wiese, aber seine Kagome war nicht da.

„Kagome?“ InuYasha sah sich suchend um, aber von seiner Angebeteten war keine Spur zu sehen.

„Sie ist nicht hier, InuYasha!“, konnte der Hanyou dann die Stimme von Misaki hören. „Aber mach dir keine Gedanken. Sie wird nicht schlafen, da der Abend noch nicht hereingebrochen ist.“, beendete Misaki ihre Ausführungen.

„Kannst du sie spüren? Geht es ihr gut?“, purzelten die Fragen aus dem Hanyou heraus.

Misaki aber schüttelte mit dem Kopf. Sie sagte dem Hanyou, dass sie Kagome nicht spüren konnte, aber dennoch versuchte sie ihm zu beruhigen und auf den Abend zu warten.

„Ihr ist etwas zugestoßen.“, kam es hektisch vom Hanyou und kaum dass er diese Worte ausgesprochen hatte, war er auch schon wieder wach.

Die Sorge um seine Verlobte ließ ihm einfach keine Ruhe finden. Dabei war das etwas, was der Hanyou so dringend brauchte. Ruhe und Schlaf.

Der Inu no Taishou beobachtete das mit einer gewissen Sorge. Lange wollte er sich das nicht mehr ansehen. Irgendetwas spuckte seinen jüngsten Sohn in seinen Träumen herum. Das war auch der Grund dass er seinen Freund Lord Shigeru fragte, ob es irgendeine Möglichkeit gab um InuYasha in ruhe schlafen zu lassen ohne dass er von irgendwelchen Albträume aufwachte.

„Ich werde InuYasha in einem traumlosen Schlaf versetzen und dafür Sorge tragen, dass er durchschläft.“, antwortete Lord Shigeru auf die Frage seines Freundes. So versetzte er InuYasha in einem tiefen, traumlosen Schlaf.

Die Magie des Youkais war so stark, dass InuYasha nicht einmal den Ort erreichte wo er sich immer mit seiner Liebsten traf.

Der Inu no Taishou atmete richtig auf, als er sah wie ruhig sein Sohn nun schlief. Was er aber nicht bemerkte war, dass Lord Shigeru erneut die Wunden des Hanyous schloss.

Aber dennoch griff der Lord nicht zu sehr in den Genesungsprozess des Hanyous ein, da er die Selbstheilungskräfte nicht beschädigen wollte. Denn sollte er InuYasha aufgrund seiner Magie ganz heilen, konnte es zur Folge haben, dass dessen Selbstheilungskräfte irgendwann versagten und das war das Schlimmste, was einem Youkai oder Hanyou passieren konnte.
 

Es war zur Essenszeit, als Rin von Ah Uhn zurückgebracht wurde. Der Drache hatte sehr wohl mit bekommen, dass die Kämpfe beendet waren. Deswegen war er dann mit Rin zurückgeflogen. Das erste, was Rin auffiel, war die gerade aufwachende Ayame.

„Ayame!“, rief Rin, als sie von Ah Uhn sprang. „Wo ist denn Kagome-sama?“

„Rin?“, kam es fragend von Ayame. Einen Moment wusste die Youkai nicht, wo sie war, doch dann fiel ihr alles wieder ein.

„Kagome?“ Ayame sah sich mehr als hektisch um. Das durfte doch nicht wahr sein. Ist sie nicht im Schloss?“

„Das weiß ich nicht, ich kam gerade erst zurück.“, erwiderte Rin.

„Dann lass uns schnell nachfragen.“, sagte Ayame und traf unterwegs auf den südlichen Prinzen.

Der Prinz war mehr als nur beunruhigt. Wo konnten die westliche Prinzessin und Rin nur sein? Im Schloss war nirgends ein Lebenszeichen von ihnen zu finden. Gerade als er nach draußen gehen wollte um die Wachen zu befragen, kamen ihm Ayame und Rin entgegen.

„Kami sei Dank, das dir nichts passiert ist Rin.“, empfing er die beiden.

„Prinz Shigekazu, habt ihr Kagome irgendwo gesehen?“, wollte Ayame wissen.

„Nein, leider nicht. Wir können sie hier nirgends im Schloss finden.“, sagte der Prinz. „Doch sagt, was ist im Garten vorgefallen?“

„Wir wurden angegriffen. Das heißt, Rin, Kagome und ich. Rin konnte gerade noch mit Ah Uhn flüchten da waren Kagome und ich schon in einen Kampf verstrickt. Irgendwann wurde ich bewusstlos.“, erzählte Ayame und plötzlich wurde ihr klar wo Kagome sein musste. „So ein Dreck!“, knurrte sie und schlug mit der Faust gegen einen Pfahl.

„Das heißt, dass man sie entführt hat, das meintest du doch?“, meinte der Prinz, ebenfalls etwas aufgeregt.

Die Wolfsyoukai nickte nur. Das durfte doch alles nicht wahr sein. Traurig brachte sie Rin zu InuYashas Mutter und wurde dort auch sofort nach Kagomes Verbleib gefragt. Sie erzählte den Ladys und auch den Freunden, dass sie und Prinz Shigekazu annahmen, das Kagome entführt wurde.

Izayoi brach genauso wie Shippou in Tränen aus. Für sie war es nun sehr schwer, da hier fast niemand mehr war, den sie richtig kannte. Lady Suna tröstet sie und auch Miroku versuchte sein Bestes. Rin versuchte Shippou zu trösten.

Shigekazu wollte ein paar der Wachen losschicken, um sie zu suchen, doch Miroku sagte ihm, das er die Katzen nicht finden würde. Als der Prinz fragte warum, erzählte er von dem Abenteuer mit den Katzen, damals als sie noch die Splitter suchten.
 

Mitten in der Nacht huschte ein Schatten lautlos durch die Gänge des südlichen Schlosses, immer darauf bedacht nicht entdeckt zu werden. Er hoffte auf die Chance seine Freundin doch noch retten zu können.

Wenn er doch nur mit ihr gegangen wäre, so wie er es InuYasha versprochen hatte. Doch nein, er war lieber bei Miroku geblieben. Wütend über sich selber huschte er weiter und wich immer wieder den Wachen des Schlosses aus. Es war nicht einfach für ihn aus diesem jetzt sehr gut bewachten Schloss zu kommen, doch er wollte nicht aufgeben.

„Gleich habe ich es geschafft.“, sagte er leise zu sich selbst, als er das Tor in Sichtweite sah.

„Wo willst du denn hin, Kleiner?“, hörte er plötzlich eine tiefe Stimme hinter sich.

Wie in Zeitlupe drehte sich der Kitsune zu der Stimme um. Hinter ihm stand einer der Wolfsyoukai und sah ihn fragend an.

„Spazieren gehen?“, meinte Shippou.

„Nichts da. Ich werde dich jetzt wieder reinbringen.“, sagte der Wolf und kaum hatte er es ausgesprochen, fühlte sich der Kitsune schon hochgehoben und war nur ein paar Minuten später bei Miroku.

„Wo warst du denn, Shippou?“, wollte der Mönsch wissen.

„Ich wollte Kagome retten.“, sagte Shippou trotzig.

„Aber Shippou du weißt doch ganz genau, dass wir sie nicht finden werden. DU kennst doch auch die Macht der Katzen.“, erwiderte Miroku.

„Ja, aber …“, begann Shippo.

„Nichts ja aber. Wir können nur hoffen, das InuYasha sie rettet.“, meinte Miroku und damit gab sich Shippou dann auch zufrieden.
 

Das war nun mein Kapitel

Ich hoffe, dass es euch gefällt
 

Liebe Grüße
 

Eure Kagome0302/Sandra



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Kommentare zu diesem Kapitel (5)

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Bitte keine Beleidigungen oder Flames! Falls Ihr Kritik habt, formuliert sie bitte konstruktiv.
Von:  Susiekju
2015-02-16T12:23:17+00:00 16.02.2015 13:23
Weiter weiter weiter T_T
Von:  BlauerSchmetterling
2015-02-10T19:18:52+00:00 10.02.2015 20:18
So ein geniales Kapi.
Ich platze vor Neugier. Ich hoffe, sie tun Kagome nichts an. ;_; Rette sie Inu!!!!
Von:  Sayuri88
2015-02-10T14:57:00+00:00 10.02.2015 15:57
Tolles kapi. Ich hoffe du hast Prüfung mit Guten Gefühl fertig. Freu mich auf nächste kapi schon gg
Von:  KiraNear
2015-02-09T15:51:21+00:00 09.02.2015 16:51
Stimmt, das Kapitel ist dir wirklich sehr gut gelungen^^
Von:  nicoleherbster
2015-02-09T14:26:58+00:00 09.02.2015 15:26
Oh geil . Das Kapitel ist dir wieder sehr gelungen. Kann es kaum erwarten wie es weiter geht.


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