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Und dann hat er ja gesagt

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Die Hochzeit

Naruto Hochzeitsfeier stand immer noch bevor und ich wusste immer noch nicht, ob ich gehen sollte. Ich entschied mich dann doch hinzugehen. Ich wollte ihn in seiner Hochzeitskleidung sehen und generell ihm alles Gute wünschen, bevor ich Konoha verlasse.
 

Die Woche verging ziemlich schnell vorbei. Ich beschäftigte mich hauptsächlich mit dem Packen und ich überlegte diese Woche ganz oft, ob ich diese konkrete Sache wirklich-wirklich brauche. Irgendwann hatte ich zwei Rucksäcke zusammengestellt und eine Tüte mit Essen kommt noch dazu. Also musste ich noch irgendwie einzukaufen schaffen.
 

Ich wusste immer noch nicht, wo meine Reise hingehen sollte. Ich dachte, ich würde mich erstmal in die Richtung von Iwa begeben… ich wusste allerdings nicht, was ich da machen werde. Naja, es stellt sich im Laufe der Reise heraus.
 

Sakura meldete sich bei mir im Laufe der Woche um zu fragen, was ich Naruto schenke. Ich sagte ihr, dass ich einen Blumenstrauß besorge. Sie lachte über mich und schlug vor, gemeinsam ein gutes Geschenk auszusuchen. Ich stimmte der Idee zu und wir trafen uns also. Sie schüttete mich schon wieder mit Nachrichten zu. Mein Gott, warum machte ich es?! Ich wusste doch, dass es Sakura ist! Ich betrachte es als ein Teil der Begleichung meiner Schulden gegenüber ihr und das Ganze wurde viel erträglicher. Sie wählte am Ende ein ziemlich teures Geschirrset aus. Ich hab zwar nicht so viel Geld, aber naja, ich werde es vermutlich nicht mehr brauchen.
 

Die Hektik nahm Konoha endlich ein. Die Straßen waren sehr belebt und es gab überall Menschen. Ich ging die Woche fast nicht raus, weil mich das ganze sehr beunruhigte. Zum Glück war das Uchiha-Viertel von allem abgeschottet. Ich war sehr froh darüber.
 

Ich konnte in der Nacht vor Hochzeit nicht gut schlafen. Ich wachte jede Stunde auf, guckte die Uhr an und legte mich wieder hin. Ab 5 Uhr konnte ich allerdings nicht mehr einschlafen und lag nur im Bett rum. Ich dachte nur daran, dass ich heute der Zeuge davon werde, dass Naruto mir niemals gehören wird, und es tat weh… Ich bin immer noch so dumm… Ich ging diese Situation mental oft genug durch, ich wusste aber trotzdem nicht, was ich von meinem Körper erwarten soll. Nicht, dass ich wieder von den Kopfschmerzen überrascht werde und mir wieder die Seele aus dem Leibe schreien muss. Hmmm… warum sagte ich nochmal zu? Als ob ich so miserabel bin! Ich wäre allerdings auch miserabel, wenn ich nicht hingegangen wäre. Wenn ich nur miserabel sein kann, dann möchte ich ihn noch ein letztes Mal sehen. Mist! Ich BIN miserabel! Naja, ich gehe eh gleich nach der Trauung. Hoffentlich dauert sie nicht all zu lange und es passiert nichts unvorhersehbares. Ich nahm aber vorsichtshalber die Augenbinde mit.
 

Die letzten Stunden vor der Hochzeit waren ziemlich aufregend. Ich weiß gar nicht warum. Ich musste heute doch gar nicht heiraten. Ich fragte mich, wie es Naruto gerade geht. Wahrscheinlich war er auch aufgeregt ohne Ende. Er zieht vermutlich noch die letzen Vorbereitungen durch. Wie wird er heute nur aussehen? Alle werden die Augen auf Hinata richten, weil sie die Braut ist. Und ich werde nur auf ihn gucken! Er wird bestimmt besser aussehen als sie. Außerdem trug Naruto nie wirklich gut aussehende Kleidung und es ist einfach nur spannend.
 

Ich duschte kurz und zog mir einen schwarzen Anzug an. Nichts extravagantes, einfach nur anständig rüberkommen. Ich stellte meine beiden Rucksäcke und die Tüte mit Essen vor die Tür und legte eine bequeme Kleidung darauf. Gleich nach der Trauung geht es los nach Iwa. Ich wurde etwas emotional. Naruto und ich verbrachten so viel Zeit hier, in diesem Haus, renovierten es sogar, hockten vor dem Fernseher und kochten zusammen. Alles hier… und dort in der Küche sagte ich ihm, dass ich ihn liebe, und eine Woche später sagte er, dass er das gleiche fühlt. Hier in dem Eingangsbereich saßen wir die ganze Nacht und ich umarmte ihn fest. Unser erster richtiger Kuss passierte auch hier, neben dieser Tür. Er schlief drüben im Schlafzimmer nach seiner Riesenfeier und ich wollte ihm eine Locke abschneiden. Und von dieser Türschwelle ließ ich ihn in die Dunkelheit los… so viele Erinnerungen! Ich konnte nur tief durchatmen.
 

Nun verließ ich mein Haus und ging in die Richtung von Hyuugas Residenz. Die Feier wurde dort veranstaltet. Die Straßen waren sehr voll. Ich erkannte aber fast niemanden. Waren das alles wirklich Narutos Freunde? Ziemlich beeindruckend… als ich mich der Residenz näherte, sah ich endlich bekannte Gesichter. Ich traf Ino und Sai, Lee und Tenten, Choji, Shikamaru und Temari, Konohamaru und Moegi… sogar Shino war da, und viele Lehrer aus der Akademie waren ebenfalls dabei. Anko-Sensei, die schreckliche Chunin-Examen-Tante kam auch. Kurenai-Sensei brachte ihre Tochter mit. Natürlich war Kakashi auch dabei. Ich glaube, alle Akademieangestellten waren hier. Sogar die alten Herrschaften, die früher das Rat der Älteren bildeten und zusammen mit Danzou waren, kamen. Naruto besaß wirklich die Fähigkeit alle zu vereinen und zusammenzubringen. Die Straße, die zur Residenz führte war sehr schön geschmückt. Am Empfang standen Iruka-Sensei und die Schwester von Hinata und trugen die gekommen Gäste in die Liste ein. Gegenüber meinem Namen wurde auch ein Haken gesetzt.
 

Als ich die Residenz betrat, sah ich eine Bühne, auf der ein rotes Torii stand. Hier werden sie bestimmt getraut. Mir wurde etwas zu essen und zu trinken angeboten. Ich nahm es an, um die Zeit zu vertreiben.
 

Irgendwann hörte ich die Stimme von Sakura. Sie rief ziemlich laut meinen Namen und wank ich ihr zu. Ich hatte immer noch die Schulden bei ihr, die ich vermutlich nie begleichen kann. Ich geh gleich nach der Trauung weg… also versuchte ich ihr wenigstens etwas für ihre tolle Behandlung zurückzugeben, solange ich konnte. Schließlich half sie mir immens… Sie lief zu mir und quatschte schon wieder über alles Mögliche. Ich hatte jetzt keine Zeit mich über sie aufzuregen, also ignorierte ich sie einfach.
 

Die Zeit lief, es wurde voller mit jeder Minute. Mittlerweile konnte man sich nicht wirklich unterhalten, weil sich eine zu große Menschenmasse in einem Raum befand. Ich bemerkte, wie sich die Wachen vor dem Tor stellten und nur wenig Gäste ankamen. Es sollte also gleich anfangen. Einige Minuten passierte nichts und dann kam alles in Bewegung. Hinatas Vater hielt eine lange Rede. Danach redete Iruka-Sensei als Narutos Vater. Ein älterer Herr stellte sich unauffällig währenddessen ins Torii, ich bemerkte ihn aber trotzdem. Er schien der Pfarrer zu sein. Es fängt also an…
 

-- Guten Tag, meine Damen und Herren! - sprach er zu uns, - schön, dass ihr heute in so einer großen Zahl erschienen seid. Ich bitte um Aufmerksamkeit, denn gleich können wir das Brautpaar begrüßen… - der Raum wurde mit Stille überwältigt. Es schien, als ob jeder den Atem anhielt, - ich bitte euch nun, Uzumaki Naruto-kun und Hyuuga Hinata-san hier herzlich willkommen zu heißen!
 

Und die Luft füllte sich mit einem klatschenden Geräusch. Es hörte sich wie ein Wasserfall an. Ich wurde auf einmal ziemlich aufgeregt und mein Herz schlug plötzlich mit enormer Geschwindigkeit. Sie kamen aus dem Haus heraus und lächelten nun das Publikum an. Sie hielten sich bei der Hand. Und es war so wie ich mir dachte: Naruto war wirklich traumhaft schön in seinem Hochzeitskimono! Es stimmte aber irgendwas nicht, er gab ein komisches Gefühl von sich. Ich wusste nicht, was es war. Irgendwie war sein Lächeln verkrampft. Seine Augen waren trüb und strahlen nicht die Freude aus. Es sollte nicht so sein. Er sollte doch für die angekommenen Gäste scheinen. Schließlich wird heute seine Familie gegründet. Er sehnte sich doch so danach… Ich konnte aber die Anspannung in seinem Körper bereits von hier spüren. Naruto, was ist los mit dir? Das Publikum jubelte ihnen immer noch zu. Er hörte auf zu lächeln und guckte sich um. Sein Blick wanderte schnell hin und her, als ob er nach irgendwas suchte. Dann schien er etwas gefunden zu haben. Er guckte nämlich mich an… Sein Blick war etwas verloren. Er war wirklich aufgeregt. Ich lächelte ihn an und wank ihm zu. Ich dachte, das muntert ihn vielleicht auf. Dann starrte er den Boden an. Hinata schien seine Aufregung mitbekommen zu haben und guckte ab und zu besorgt auf ihn.
 

Der Pfarrer hob seinen Arm hoch und alle beruhigten sich auf einmal. Gleich wird er ihr sein "Ja" Wort geben… ich atmete tief ein und bereitete mich auf den seelischen Schmerz vor. Es ist mir immer noch nicht egal… ich bin so unfassbar dumm… und ich liebe ihn immer noch wie verrückt…
 

-- Fangen wir an… - sprach er. Es wurde wieder sehr still. Alle guckten die beiden an. Und ich ebenfalls. Der Pfarrer fing an, - Liebes Brautpaar! Ihr seid in dieser entscheidenden Stunde eures Lebens nicht allein. Ihr seid umgeben von Menschen, die euch nahe stehen. Ihr dürft die Gewissheit haben, dass wir als Gemeinde, als die Stadt Konohagakure, zu eurem Bund stehen. - ich guckte Naruto an. Ich konnte sehen, wie er mit jedem Wort unruhiger wird, - Zugleich sollt ihr selbst wissen, warum ihr heute beide hier seid. Ich bitte euch nun, öffentlich zu bekunden, dass ihr zu dieser Ehe entschlossen seid, - der Pfarrer legte eine Pause an und wendete sich zu Naruto, - Uzumaki Naruto-kun, ich frage dich, - Naruto starrte immer noch in den Boden. Dummkopf, guck ihn doch an! - Bist du hier her gekommen, um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss mit deiner Braut Hyuuga Hinata-san den Bund der Ehe zu schließen?

-- Ja, - sagte er leise und etwas unentschlossen. Er machte den Eindruck, endgültig verloren zu sein. Sein "Ja" fühlte sich trotzdem wie ein Messerstich in den Bauch an… gleich kommt noch eines…

-- Willst du deine Frau lieben und achten und ihr die Treue halten alle Tage deines restlichen Lebens? - Naruto guckte endlich mal wo anders. Jetzt zögerte er leicht. Was machst du nur?! Reiss dich doch zusammen!!! Der Pfarrer wurde etwas nervös, aber Naruto meldete sich genauso unentschlossen wie vorhin.

-- Ääähm… Ja… - der Pfarrer schien sich etwas zu entspannen. Ich bekam aber wieder das Gefühl in den Bauch gestochen zu werden. Der Pfarrer fuhr fort.

-- Hyuuga Hinata-san, ich frage dich, - er guckte nun Hinata an. Sie sah etwas besorgt aus, aber dennoch fröhlich, - Bist du hier her gekommen, um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss mit deinem Bräutigam Uzumaki Naruto-kun den Bund der Ehe zu schließen?

-- Ja, - Hinatas "Ja" war laut und deutlich im Gegensatz zu Narutos. Der Pfarrer machte weiter.

-- Willst du deinen Mann lieben und achten und ihm die Treue halten alle Tage deines restlichen Lebens?

-- Ja, - sagte sie nochmal laut und entschlossen. Sie war wirklich glücklich.

-- Nun richte ich meine Frage an euch beide, liebes Brautpaar… Seid ihr bereit, die Kinder als Geschenk anzunehmen und sie im Geiste des Willen des Feuers zu erziehen? - Hinata zögerte wieder nicht und sagte eher als Naruto:

-- Ja… - Hinata schien sehr unangenehm überrascht darüber zu sein, dass sie sich alleine meldete.

-- Naruto-kun? - der Pfarrer sprach ihn direkt an und guckte ihn verärgert an.

-- Ja… - Naruto sagte es fast mit Angst und guckte mich verzweifelt an. Was macht er verdammt noch mal?!

-- Gut… Normalerweise ist die Braut unentschlossen, bei uns ist es heute umgekehrt, - der Pfarrer versuchte die Situation zu entspannen. Die Gäste lachten kurz und die Trauung schien weiter zu laufen.

-- Nun stelle ich euch eine letze Frage… und versucht bitte gleichzeitig sie zu beantworten, - er guckte Naruto strikt an, Naruto schien es aber nicht gehört zu haben. Die Gäste lachten schon wieder. Naruto schien aber gar nicht darüber bespaßt zu sein. Er sah wie ein wildes Tier aus, das Gefahr spürt und nun abhauen will. Er warf mir noch einen kurzen verzweifelten Blick zu und starrte den Boden erneut an. Uzumaki, verdammt noch mal?! Was soll das Ganze?! - Seid ihr beide bereit, von heute an zusammen als Eheleute die Mitverantwortung in unserer Stadt und in der Shinobi-Welt zu übernehmen? - gleich kommt der letzte Messerstich. Er wird aber direkt ins Herz treffen. Ich bereitete mich schon darauf vor.
 

Uuuund… es kam nicht. Was im nächsten Moment geschah, war ganz skurril. Sie beantworteten die Frage aber gleichzeitig:
 

-- Ja! - Hinatas Entschlossenheit kannte keine Grenzen.

-- Nein… - sagte Naruto leise und guckte mich so an, als ob keiner mehr für ihn in diesem Moment existierte. Und seine Augen wurden etwas fröhlicher. Ich sah darin eine Erlösung. Hinata guckte ihn schockiert an und ihre Entschlossenheit verwandelte sich in Panik.
 

Eine Unruhe verbreitete sich rasch unter den Gästen und sie fingen an, unter sich zu besorgt zu reden. Hinata war jetzt komplett verwirrt und verstand nicht was gerade passiert. Sie guckte Naruto fragend an. Er beachtete sie nicht mehr. Sein Blick war nur mir zugewandt. Der Pfarrer versuchte die Situation noch irgendwie zu retten und sagte irgendwas. Ich war mir auch nicht ganz sicher was das soll… Ich sah, wie Narutos Augen anfingen, wieder die Freude auszustrahlen. Er wurde wieder zu meinem Naruto, in den ich mich mit 13 verliebte. So albern und so unvorhersehbar… jetzt war sein Blick entschlossen. Ich wusste aber nicht, was er plant. Es war spannend und beängstigend zugleich. Im nächsten Moment spingt Naruto von der Bühne ab und rennt einfach los. Die Gäste wurden noch unruhiger und lauter und es verbreitete sich eine unangenehme Hektik. Er beachtete die Gäste nicht, rammte teilweise in sie und stieß sogar welche um. Er rannte… zu mir…? Die Leute machten ihm schnell eine Laufgasse und guckten sich fragend und verwirrt um. Er hörte währenddessen nicht auf, mich anzugucken. Er lächelte mich leicht an. Ich fühlte mich aber sehr unbequem und es schien mir, dass ich beobachtet werde. Ich wollte einfach nur weg von hier… Was passiert hier?! Er wurde mit jeder Sekunde näher und lächelte mich mit jedem Schritt fröhlicher an. Ich konnte mich etwas entspannen und lächelte ihm vorsichtig zurück. Ich fühlte mich trotzdem beobachtet und es war sehr unangenehm. Er rannte aber wirklich zu mir. Und es schein, dass keiner ihn aufhalten kann.
 

Es wurde mittlerweile allen klar, dass er auf mich zurannte, und Leute starrten mich regelrecht an. Gott, ich fühlte mich bloßgestellt… wie peinlich ist das denn?! Ich wusste immer noch nicht, was er vorhat, und es machte mir Angst. Mittlerweile war er in der Reichweite meines Arms… uuuuuuuuuuuund… er warf sich auf mich und küsste mich leidenschaftlich. Der Kuss war so echt… Moment… Er küsst mich? Vor allen? Warum verdammt noch mal?! Ich konnte im nächsten Augenblick an gar nichts mehr denken und vergaß in einem Moment alles andere um uns. Ich ließ mich von seiner Leidenschaft vollständig konsumieren. In diesem Augenblick existierte nichts außer uns beiden und seinem Kuss. Der Kuss war so feurig, dass ich dachte, ich verbrenne mich an seinen Lippen. Er war heiß wie die Sonne. Naruto umarmte mich fest und ich umarmte ihn auch. Seine eine Hand wanderte in meine Haare. Er schloss mich zärtlich um. Er wurde wieder zu meiner Festung und ich fühlte mich geborgen in seinen Armen. Eine angenehme Entspannung füllte meinen Körper. Er wollte mich vor allen beschützen und ich durfte es wissen. Diesmal wollte er mich nicht gehen lassen. Er wollte endlich nur mir gehören… Er wollte wieder meine Sonne sein…
 

Dann hörte er auf mich zu küssen und flüsterte mir direkt ins Ohr:
 

-- Ich liebe dich über alles, Sasuke… Nun bin ich deins und jetzt kannst du mich nicht mehr loswerden…
 

Er sagte die Worte, nach denen ich mich am meisten in meinem Leben sehnte. Ich spürte wie mein Körper durchdreht und wie schnell mein Herz rast. Ich musste sehr viel Luft einatmen. Ich war von dem überwältigt, was gerade passiert… Es war alles so schnell… Im nächsten Moment nimmt er mich bei der Hand, zerrt mich an sich und rennt los. Ich konnte nicht mit ihm mithalten, mein Verstand war benebelt und meine Beine wurden weich und bewegten sich nicht. Ich glaube, ich fiel um. Ich bekam es nicht wirklich mit. Er reagierte aber blitzschnell: er nahm mich auf seinen Rücken und rannte los. Wir verließen Hyuugas Residenz bereits im nächsten Augenblick. Gleich kommt das Tor, an dem ich zum ersten Mal meinen Kopf auf seine Schulter ablegte. Es war eine sehr schöne Erinnerung… ich hielt mich an ihm fest und umarmte ihn zärtlich dabei. Du bist endlich meins, Naruto… keiner nimmt dich mir weg… jetzt darf es keiner… ich erlaube es keinem… weil du mich über alles liebst… und keinem bedeute ich so viel, wie dir… und weil du nur meine Sonne sein willst und nur für mich scheinen möchtest…
 

Als er in eine unbekannte Richtung rannte, dachte ich, dass wir fliegen… er bewegte sich so schnell… ich konnte das alles immer noch nicht fassen. Es passiert tatsächlich so… ich sitze auf seinem Rücken und er gehört endlich mir… wow… ich dachte nicht, dass ich diesen Tag jemals erleben werde. Ich akzeptierte bereits die Dinge so, wie sie waren… und es war nunmal Narutos Hochzeit mit Hinata. Er fand also wieder zurück aus seiner Vorstellung, dass er mich niemals haben kann. Ich war nur unendlich froh, dass die Dinge doch anders sind… Ich war froh mich an ihm anschmiegen zu dürfen… es tat so gut, dass er mich und meine Gefühle endlich annahm. Ich unarmte ihn fester. Er befand sich hier bei mir… ist es unglaublich! Mein Naruto… mein! Endlich konnte ich dich einfangen… Naruto, du bist der wertvollste Mensch in meinem Leben… ich hoffe, du weißt es…
 

Wir entfernten uns von Konoha ziemlich rasch. Er musste zu seiner Kurama-Form wechseln, weil ihm langsam die Puste ausging. Als er das machte, rannte er wieder unaufhaltsam mit erneuter Kraft. Er hatte wirklich sehr viel Chakra und seine Ausdauer war zu beneiden. Wie lange kannst du noch so weitermachen, Naruto? Plötzlich kam mir in den Sinn, dass es alles jetzt meins ist. Ich grinste zufrieden und küsste ihn am Hals. Zwar konnte ich sein Gesicht nicht sehen, ich wusste aber, dass er mich anlächelt.
 

Nach guten 2,5 Stunden Hochleistungslauf wurde er erschöpft und wir hielten mitten im nirgendwo an. Ich setzte mich auf den Boden, er legte sich hin und legte seinen Kopf mir auf den Schoß. Sein wunderschönes Kimono war mittlerweile dreckig und gerissen an einigen Stellen. Er zog irgendwann die obere Schicht aus und warf sie weg. Er sah jetzt ziemlich unordentlich aus, dennoch war er traumhaft schön. Er atmete sehr schwer ein und aus und seine Wangen wurden rot. Ich spürte wie sein Körper die Wärme überall in die Atmosphäre ausstrahlt. Er zog meinen Blick auf sich hin: seine großen blauen Augen waren hypnotisierend und ich könnte jeden Moment darin ertrinken. Ich konnte einfach nicht aufhören, ihn aus dieser Nähe zu betrachten. Er schaute aber in den Himmel. Ich fuhr mit meinem Arm durch sein Gesicht und berührte seine Schnurrhaare. Er schmunzelte dabei verträumt. Ich brachte seine Haare durcheinander und er schüttelte seinen Kopf ab, wie ein kleines wildes Tier, das aus dem Wasser rauskam. Jetzt wusste ich es! Er sah gerade wie ein Fuchs aus…
 

-- Du bist mein kleines zahmes Wildfüchschen, - sagte ich ihm und küsste ihn am Mund. Es war sehr schön zu begreifen, dass ich es tatsächlich darf, und vor allem, dass meine Berührungen ihm gefallen. Ich guckte ihm direkt in die Augen. Er konnte den Blickkontakt nicht lange halten und sein Blick wanderte planlos hin und her in der Umgebung. Es war ein sehr romantischer Moment.

-- Und du bist mein… äääääähm… du biiiiist… - er schaute mich an. Er atmete immer noch schwer, - ich weiß nicht, wer du bist, - sagte er verlegen und guckte schon wieder weg.
 

So Naruto wie er war, musste er natürlich die romantische Stimmung zunichtemachen. Ich lachte nur kurz darüber. Dann starrte er mich ernsthaft an. Er machte eine seriöse Miene und versuchte krampfhaft den Blickkontakt aufrechtzuerhalten. Ich sah, dass es ihm schwerfiel. Er sagte schlussendlich:
 

-- Ich weiß jetzt, wer du bist!

-- Wer? Verrate es mir! - ich fand seine ernste Art belustigend und zuckersüß.

-- Du bist einfach nur meins…
 

Er schaute schon wieder weg. Die romantische Stimmung kehrte wieder ein. Ich wusste nicht, dass er überhaupt so sein kann. Es überraschte mich. Dann drückte er mir irgendwas stumm in die Hand. Ich konnte erstmal nicht verstehen was das ist. Ich dachte, es wäre ein Stück Papiermüll oder sowas. Ich guckte mir die Sache an. Es war mein Papier-Shuriken, den ich damals in sein Büro durch das Fenster warf. Der Schuriken war natürlich ranzig ohne Ende. Naruto konnte solche Sachen nicht vorsichtig behandeln. Ehrlich gesagt vergaß ich mittlerweile den Brief komplett und es brachte mich ein wenig aus der Fassung. Er guckte mich etwas beängstigt an und dann wanderte sein Blick auf den Zettel. Ich glaube, ich verstehe was er von mir will.
 

Seine Hände lagen verschränkt auf seiner Brust, ich nahm seine Finger auseinander und legte den Schuriken zwischen seinen Handflächen. Ich fand es immer noch so unglaubhaft, dass ich ihn tatsächlich anfasse. Ich werde mich wahrscheinlich sehr schnell damit anfreunden können. Ich legte meine Hand oben auf seine und guckte ihm direkt in die Augen. Er wurde im gleichen Moment noch röter vor Verlegenheit und musste schon wieder weggucken. Mein Gott, wie süß er war! Seine Art verdrehte mir den Kopf mit gewaltiger Kraft. Ich zögerte für eine Weile. Dann holte ich tief Luft und flüsterte ihm zu:
 

-- Naruto…? - fragte ich ihn leise, - willst du wieder meine Sonne sein…?
 

Er lächelte im gleichen Moment. Ich sah ihm an, dass er diesen Augenblick mit mir magisch findet. Danach berührte er mein Gesicht leicht und warf mir einen warmen zärtlichen verliebten Blick zu. Und dann… hat er ja gesagt.


Nachwort zu diesem Kapitel:
So, das wars mit der Geschichte :) wenn sie mindestens einer Person Freude bereiten konnte, dann ist es gut genug :D Danke an die eventuell existierenden Leute, die bis zum Ende durch meine schnulzigen Texte durchgekommen sind :D

Jedenfalls, so sehe ich die Beziehung von den beiden und ich glaube, das Anime Naruto hätte in einer ähnlichen Art und Weise enden sollen. Meine Meinung bezieht sich allerdings nur auf die Darstellung des Ganzen im Anime, den Manga habe ich nicht gelesen.

Wenn jemand Lust hat, darüber zu diskutieren, bin ich gerne dabei. Ich mag solche Sachen und Narutoverse bietet sehr viel Diskussionsstoff an. Schreibt mich ruhig an :) und ich freue mich natürlich über den Feedback zur FF an sich. Also, コメントしてくれってばよ! :)

Liebe Grüße,
suugakusan Komplett anzeigen

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Kommentare zu diesem Kapitel (4)

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Bitte keine Beleidigungen oder Flames! Falls Ihr Kritik habt, formuliert sie bitte konstruktiv.
Von:  Maren-san
2017-09-13T16:15:15+00:00 13.09.2017 18:15
Das ende ist sehr süß echt schöne geschichte
Antwort von:  suugakusan
14.09.2017 09:37
Danke, dass du dir die ganze Sache durchgelesen hast :)
Von:  yuki471
2017-08-15T21:20:44+00:00 15.08.2017 23:20
Schönes Ende.... denn sasuke und Naruto gehören zusammen...forever ;)
Antwort von:  suugakusan
16.08.2017 01:41
Danke fürs Durchlesen und für einen positiven Feedback :)

Ja, so sehe ich das auch. Diese Beziehung bekam am meisten Entwicklung im gesamten Anime. Am Ende hat Naruto Sasuke von seinen Leiden erlöst. Naruto war die einzige Person, die an das Gute in Sasuke ununterbrochen glaubte und Sasuke war sein Ziel im richtig breiten Sinne. Normalerweise kommen solche Protagonisten zum Schluss zusammen. Ich wette, wenn einer von den beiden ein Mädchen wäre, würden sie bestimmt zusammenkommen.
Von:  Scorbion1984
2017-08-12T12:52:32+00:00 12.08.2017 14:52
Super Ende !
So hätte auch der Manga enden sollen ,jedenfalls zielten viele Situationen darauf hin !
Oder er hätte Sakura genommen ,auch darauf zielte der Manta hin ,aber nein er heiratet Hinata und Sasuke Sakura um dann nie dazu sein und lässt sie auch noch sein Kind was er mit Karin hat ,großziehen ! Bloedes Ende des Mangas !
Aber diese FF war wirklich super !
Antwort von:  suugakusan
12.08.2017 23:05
Danke für den Lob! Irgendwie hab ich den armen Sasuke so sehr leiden gelassen :D

Ich kann mich immer wieder über das Ende von Naruto aufregen. Wenn Naruto mit Sakura zusammengekommen wäre, wäre ich auch zufrieden. Man konnte nämlich im Anime beobachten, wie sich ihre Beziehung entwickelt, und sie war nicht einseitig.

Jedenfalls danke, dass du bis zum Ende durchgehalten hast und sogar Spaß daran hattest. Mir hat das Schreiben Spaß gemacht und endlich habe ich das für mich erwünschte Ende bekommen :D

Liebe Grüße,
suugakusan
Antwort von:  Maren-san
13.09.2017 18:14
Sarada ist nicht von Karin das wa rnur eine falschmeldung ^^


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