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Liebe hinter Gittern

RPG
von

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Aois Qualen Teil 1

"Wacht gefälligst auf!!", schrie ein Wärter am Gitter und klapperte mit seinen Stock gegen die Gitterstäbe.

Ruckartig erwachte Aoi und richtete sich auf. Da er ja die Betten getauscht hatten, sah er sich fragend um, da er sich zu erst nicht mehr daran erinnern konnte, bis es ihm dann wieder einfiel und er den Wärter ängstlich musterte, welcher die Augenbrauen streng zusammen zog. "Du! Nummer 1308, sag mir, warum habt ihr die Betten getauscht?!"

"Eto~ ihm ging es Gestern nicht gut und so habe ich lieber das höher liegende Bett genommen.", versuchte er die Situation schön zu reden. "Dann komm hierher! Und du auch!", wandte er sich an Reita. "Heute ist Badetag~", grinste er fies und Aoi wäre vor Schreck beinahe aus dem Bett gefallen. Er hasste das Duschen hier... //Scheiße, wenn er Reitas Hose sieht...//
 

Reita murrte leise und stand dann auf. "Hum... Badetag, ja? Aha..." Er gähnte, sah Aoi irritiert an. //Warum liegt er in meinem Bett?// Dann ging er zum Wachmann vor an die Gitterstäbe und hielt ihm seine gefesselten Hände hin. "Kann ich die nun endlich abbekommen?"
 

Ängstlich blickte er in das Gesicht des Jüngeren und versuchte ihm mit stummen Lippenbewegungen mitzuteilen, dass er sich lieber nicht dem Wärter nähern sollte, weil dem sonst seine weißen Flecken auf der Hose auffallen würden. Doch genau das tat Reita und der Schwarzhaarige versteckte sich unter der Decke.
 

"Im Badesalon bekommst du die ab und jetzt tritt gefälligst zurück!", befahl er. "Nummer 1309!! Beweg deinen Hintern hier herunter!"
 

//Ist der denn blind?!//, fragte sich Aoi und krabbelte vom Hochbett. Er stellte sich abwartend neben Reita und besah sich den höchst interessanten Boden.
 

Der Wärter öffnete das Tor und legte dem Schwarzhaarigen eiserne Ketten an, bevor er beide Handschellenpaare zusammen befestigte und sie aus der Zelle heraus schob.

Dann brachte er sie in den Waschraum und nahm ihnen diese wieder ab. "Ausziehen! Aber Pronto!!", schrie er und verließ den Raum, um das Wasser zu holen. Bevor er jedoch gänzlich aus dem Raum gegangen war, sagte er noch: "Kaltdusche für Nummer 1309 und Warmdusche für Nummer 1308!"

Dann verließ er das Zimmer.
 

Der Schwarzhaarige seufzte ergiebig und begann sich auszuziehen. Dabei drehte er jedoch dem Blonden den Rücken zu, da er sich wegen der letzten Nacht schämte.
 

Reita stand nur da. Er verstand gar nichts... Langsam rieb er sich die Handgelenke. Es tat gut, den Druck los zu sein... Kurz sah er rüber zu Aoi, doch als er merkte, wie sehr er sich schämte, zog er sich auch aus und stand dann nackt in dem kalten Raum, die Hände über sein Geschlecht gelegt.
 

Zitternd wartete der Ältere auf sein Urteil und dieses kam mit dem Wächter, der die Eimer trug. Einer von ihnen dampfte und er wusste sofort, das es seiner war. Er trat ein paar Schritte zurück, hatte die Augen ängstlich aufgerissen. Da es sich jedoch nicht mehr abwenden ließ, schloss er die Augen und bedeckte sein Gesicht mit den Händen.
 

Breit grinsend stellte der Wärter die Bottiche auf den kalten Fliesenboden ab und musterte die beiden anderen. Bei Aois Anblick lachte er höhnisch auf. "Willst es wohl schnell hinter dich bringen was? Hahahahahah! Dann bist du als erster dran. Nummer 1309, sieh zu und lerne! Dich wird dieses Schicksal auch irgendwann treffen!", brüllte er dem Blonden zu und hob den dampfenden Bottich an, um damit auf Yuu zuzugehen.
 

Dieser wich noch einen Schritt zurück und krümmte ängstlich den Rücken, welcher unzählige Verbände und rote Stellen aufweisen konnte.
 

Der Wächter musterte seinen Rücken und bemerkte die Verbände. Seine Brauen zogen sich verärgert zusammen.

Er sah zu Reita. "Warst du das etwa???! Herkommen! Sofort!", wies er ihn an und ließ ihn auf sich zukommen. Dann drückte er ihm den Bottich in die Hand und wies mit dem Finger auf Aoi. Dabei hielt er jedoch die Arme Reitas mit einem speziellen Griff in der Hand, so dass er ihn nicht mit dem Wasser beschütten konnte.

Da der Blonde sich jedoch nicht rührte, warf der Wärter durch Reitas Hand, das heiße Wasser auf den zitternden Körper des Schwarzhaarigen und lachte dabei wie ein Irrer.
 

Schreiend fiel Aoi auf die Knie und krümmte sich wie ein Haufen Elend auf dem Boden zusammen. Sein Körper dampfte und laute Schluchzer waren zu hören.

Die Verbände schälten sich von seinem Rücken und die alten Wunden öffneten sich. Blut besudelte die kalten Fliesen...
 

"OH MEIN GOTT, NEIN!!" Er wollte die Hände zurückziehen, wollte Aoi das nicht antun!! Panisch starrte er auf Aoi und stürzte sich dann voll blanker Wut auf den Wachmann, prügelte auf ihn ein und schlug ihm den Eimer über den Kopf. Dann rannte er zu Aoi. "Aoi...", flüsterte er leise. "Aoi... oh Gott..."
 

Der Wärter brüllte so laut, wie er konnte, bevor er ohnmächtig wurde. Die Posten der am nächsten war, kam mit Verstärkung bereits angerannt...
 

Qualvoll wimmerte der Schwarzhaarige auf und wollte sich auf seiner juckenden Haut kratzen. Dabei fügte er sich allerdings noch mehr Schaden zu, was er gar nicht zu bemerken schien und ließ das Blut seinen Unterarm entlang laufen. "V-v-versuch... raus... kommen...", brachte er gerade noch so hervor, bevor er ohnmächtig zusammenbrach.
 

Die Wächter rissen die Tür auf und entfernten Reita von dem anderen. Aoi wurde hochgehoben und zum Arzt gebracht, damit er nicht alles noch voll blutete und Reita...?

"Du hast ihn niedergeschlagen, du wertloses Stück Dreck!!", schrie ihn jemand an und trat nach ihm.

Seine Hände wurden erneut mit Handschellen zusammengebunden und an der Kette zwischen den Ringen aus den Raum geschleift. Ob sie ihm damit weh taten, interessierte sie nicht.

Sie brachten ihn in seine Zelle zurück und warfen ihn dort wie ein wertloses Tier zu Boden...

Noch ein Tritt und die Wachmänner verließen die Zelle. "Deine Strafe wirst du schon noch bekommen!!!"
 

Reita krümmte sich nackt und schutzlos wie er war zusammen. Diesmal hatten sie ihm die Hände auf den Rücken gebunden... Die Schmerzen registrierte er kaum... Er dachte an Aoi... Was hatte er ihm nur angetan??
 

Ein Wachmann kam zur Zelle und warf ihm neue Kleidung hin. "Zieh dich an! Wenn du kannst... hahahahaha!", lachte er und verschwand wieder in der Dunkelheit aus der er gekommen war.

...
 

Erst am frühen Morgen wurde die Zelle geöffnet und ein Wachmann kam herein. In seinen Armen trug er Aoi, der in einem frischem Anzug steckte und noch nicht aus seiner Ohnmacht zurückgekehrt war. Zu sehr hatten ihn die Schmerzen übermannt gehabt. Man konnte von ´Glück´ reden, dass er es überlebt hatte und eine Qual war es gleich, zu wissen, dass er noch mehr ertragen musste. Wenn man von ihm ausginge zumindest. Die Wachmänner wussten um sein Begehren, dem Leben ein Ende zu setzen, doch sie gaben diesem Wunsch nicht nach und erfreuten sich stattdessen an seiner Pain. Tag für Tag...

Der Mann trug den Schwarzhaarigen zu seinem Bett und warf ihn darauf, dann drehte er sich zu dem schlafenden Bündel auf dem Boden zu, welches vor Kälte zitterte und nahm ihm die Fesseln ab.

Dann verließ er die Zelle wieder...
 

Reita hatte versucht, sich die Kleidung irgendwie wenigstens über zulegen, doch er hatte keinen Erfolg gehabt. Als man ihn von den Fesseln befreite fuhr er erschrocken hoch und vermutete die nächste Boshaftigkeit... Doch der Wachmann verschwand und Reita zog sich zitternd an. Dann sah er Aoi und automatisch wich er vor ihm zurück... Seit er hier war hatte er nur helfen wollen... Doch er hatte es immer nur schlimmer gemacht...
 

Aoi lag einfach nur da und rührte sich nicht. Sein Brustkorb hob und senkte sich schwach. Seine Hände, die aus dem Anzug hervorlugten, waren bandagiert. Ebenso wie der Rest seines Körpers. Sein Gesicht war blass. Er hatte sehr viel Blut verloren.
 

"Aoi... es... es tut mir so Leid... Oh man..." Reita zog sich hoch in sein Bett. Am besten bewegte er sich gar nicht mehr und sprach kein einziges Wort mehr...
 

Noch lange Zeit rührte sich gar nichts in ihrer Zelle. Kein Wachmann kam vorbei, um ihnen Essen zu bringen. Man ließ sie schlichtweg aus.

Quälend langsam verstrich der Tag und zum Abend hin, rührte sich Aoi. Erinnerungen durchzuckten sein Hirn und ließ ihn qualvoll aufstöhnen. Manche Dinge, wollte man einfach nicht mehr wissen... Und warum lebte er eigentlich noch? Warum haben sie ihn nicht einfach umgebracht?!
 

Reita zuckte zusammen, als er Aoi stöhnen hörte... Doch er sagte wirklich nichts, er hatte sich mit dem Gesicht zur Wand gedreht und tat, als würde er schlafen... So konnte er wenigstens nicht noch schlimmeres anrichten...
 

Um die Bilder vor seinen Augen zu vergessen, öffnete er sie zaghaft und sah sich um. //Nicht im Himmel...//, dachte er traurig und erblickte eine kleine Beule auf der Bettunterseite seines Zellennachbarn. "Warum... bist du nicht...geflohen?", fragte er und starrte die Beule an. Er wusste nicht, ob der andere wach war und ihm demzufolge hören konnte, aber die Frage war aus ihm ausgebrochen, bevor er darüber nachdenken konnte. In der Hoffnung, ihn nicht geweckt zu haben, blieb er stumm und schloss erneut seine Augen. Vielleicht konnte er ja wieder einschlafen und nie wieder aufwachen...
 

Reita hörte ihn sehr gut und ein leises Schluchzen kam aus seiner Kehle. Er presste die Hände vor's Gesicht um nicht noch mehr zu weinen und kämpfte die Tränen nieder...
 

Überrascht öffnete er wieder seine Augen. So hatte er doch eben ein Geräusch gehört. War Reita wach? Angestrengt lauschte er in die Dunkelheit und konnte ein gedämpftes Schluchzen vernehmen. "R-Reita? Warum... w-weinst du denn...?", fragte er besorgt und versuchte sich zu bewegen, doch alles tat ihm weh und so ließ er es bleiben. "Dich trifft keine Schuld...", fügte er noch leise hinzu.
 

"Natürlich... bin ich schuld..." Er schluchzte nochmal auf und riss sich dann zusammen. "Gomen... Wie... geht es dir...? Du hast sicher starke Schmerzen... Diese Schweine...!!"
 

"N-nein. Rede dir das nicht ein... bitte...", bat er ihn und hustete kurz auf. Nach Reitas Erkundungsfrage blieb er lange Zeit stumm, bevor er betrübt zur Antwort ansetzte: "Es gibt nichts... nichts hier, was mich noch überraschen könnte. Du hast doch meinen Körper gesehen... Ich schaff das schon... Genauso wie die letzten Male in den 4 Jahren..."

Vorsichtig versuchte er aufzustehen, was er nur mit Mühe schaffte. Das Bett knarzte unter ihm. Er wollte nicht, dass sein Zimmergenosse litt, weil es ihm schlecht ginge. Außerdem hatte der Blonde doch nur helfen wollen.
 

"Bleib... bleib liegen... bitte..." Er seufzte und kletterte dann aus dem Bett. "Du solltest was trinken... Hier... Ich habe... dir Wasser aufgehoben... Brauchst du... irgendwas...?"
 

Aus trüben Augen sah er den Blonden an. Dann gaben seine Beine gaben und er fiel zurück auf sein Bett. "Itai~!", stieß er leise aus und kniff die Augen zusammen. So war er doch auf seinem wunden Hintern gefallen. "Ja... vielleicht... ein wenig...", gestand er und senkte verlegen den Kopf. "A-aber du hast es doch sicher... nötiger als ich."
 

"Nimm es... Ich hab keinen Durst... Du solltest dich wirklich nicht bewegen... Nur ganz langsam... Tut mir Leid, aber zu essen hab ich nichts mehr..."
 

Unsicher sah er auf. "Okay, danke Reita...", murmelte er und versuchte zu ein Lächeln. Er nahm die Wasserschale des Blonden entgegen und setzte sie an die Lippen, welche aufgeplatzt waren.
 

Rei nickte nur und setzte sich dann wieder weit entfernt von ihm auf den Boden und schlang wieder die Arme um die Knie.
 

Aoi bemerkte natürlich die Distanzierung von Reita und seufzte traurig. "Du magst mich nicht... oder?", fragte er.
 

"Was für eine... dumme Frage... Doch Aoi... Ich mag dich... Mehr... mehr als hier gut zu sein scheint..."
 

Verstehend senkte der Schwarzhaarige den Blick. "Ich hatte dich ja gewarnt.", murmelte er und legte sich vorsichtig wieder hin. Vor Schmerz wimmerte er leise auf. "Ich hoffe darauf, dass du hier raus kommst..."
 

"Wir kommen hier beide raus, Aoi... Entweder beide oder keine ... Ich will nur nie wieder so... so benutzt werden... dafür benutzt werden, um dir weh zu tun..."
 

Betrübt sah er zu Reita. "Warum ich?", fragte er ihn, da er einfach nicht verstehen konnte, warum er so nett zu ihm ist. "Um deinen Willen zu brechen... machen die alles...", waren seine leisen Worte und er schloss erschöpft die Augen, blieb aber wach, um noch mit dem Blonden reden zu können.
 

"Sie werden dich niemals brechen... Du musst stark sein, Aoi... Vielleicht nicht äußerlich, aber innerlich... Du musst sie spüren lassen, dass sie dir nichts tun können... Schau... Was hast du schon zu verlieren...?"
 

Ausdruckslos blickte er ihn an. //Er versteht es nicht... Er will es einfach nicht verstehen... // "Reita!", rief er leicht ärgerlich aus, bevor er etwas leiser fort fuhr. "Sie haben es schon vor 4 Jahren geschafft! Ich habe nichts mehr... Gar nichts... Meine Familie verachtet mich. Mein... F-Freund hat mich verlassen... Ich habe gar nichts..." Mit Tränen in den Augen sah er weg. "Versteh es doch endlich...", murmelte er schwach und schloss sie. Wollte endlich von dem Albtraum erlöst werden.
 

"Das meine ich doch... Aoi... Gib ihnen das Gefühl, dass sie dir nichts antun können... egal was sie tun... Zeig ihnen deine Stärke. Lach ihnen ins Gesicht, wenn sie dich schlagen... Nur so bekommst du Macht über sie... Dann fangen sie an, dich zu fürchten..."
 

Gereizt seufzte er auf. "Was ist... Lachen? Hm???", murrte er und drehte sich mit schmerzverzerrtem Gesicht von Reita weg. Er wollte nichts mehr hören. "Das einzige, was ich damit erreichen würde, wäre mein sehnlichst herbeigesehnter Tod...", gestand er leise und dachte über seine Worte nach. //Vielleicht könnte ich es so schaffen... ja...//
 

Reita kauerte sich zusammen und schwieg. Er würde die Kerle immer wieder angreifen, wenn sie Aoi etwas taten... Er würde nicht aufhören zu kämpfen...
 

Er war froh darüber, dass der andere es anscheinend aufgegeben hatte, auf ihn einzureden und schwieg ebenso. Vielleicht würde er jetzt einschlafen und nie wieder aufwachen? Er starrte Löcher in die verdreckte graue Mauer und klappte immer wieder seine schweren Augenlider zu, um Schlaf zu erhaschen, doch irgendwie wollte es nicht so richtig funktionieren, was wahrscheinlich auch am Schmerz lag, der ihn auf der Seite so quälte, auf der er lag.
 

Reita war wirklich still. Er bewegte sich kaum und legte irgendwann seinen Kopf auf die Knie. Er schloss die Augen. Alles was er tat oder sagte, führte dazu, dass es Aoi noch mieser ging... Also wozu dann reden...?
 

Es war sinnlos. Er konnte nicht schlafen! Die Zähne fest zusammenbeißend, drehte er sich wieder auf den Rücken. Der andere schwieg immer noch, was ihn etwas nervös werden ließ. "Du hast nicht auf meine Frage geantwortet...", stellte er fest und starrte an die Decke.
 

"Welche Frage...", murmelte Reita müde. Er schlief schon halb.
 

"Warum ich...?", wiederholte Aoi sie und sah zu ihm hinüber. Sah auch, dass er schlafen wolle. "Uhm... Schlaf gut..."
 

"Warum... du? Was... meinst du...? Warum ich mich so um dich... sorge...? Das... hab ich dir gesagt...", murmelte er.
 

"Hast du...?", fragte er blinzelnd und überlegte. "Weil... du... mich magst... irgendwie?" //Aber wir kennen uns doch gar nicht...//

"Schlaf lieber etwas, du siehst müde aus."
 

"Hai... gute Nacht...", murmelte Reita. Wieder flossen die Tränen über seine Wangen...
 

Seine Augen weiteten sich erschrocken. //Warum weint er denn jetzt...? Soll ich fragen...?// Ein paar Minuten verstrichen, bis er schließlich ergeben resigniert seufzte und leise fragte: "Rei... was ist los...?"
 

"Nichts... Ist schon gut..." Hastig wischte er sich über die Augen, wollte nicht, dass Aoi seine Tränen sah... Warum weinte er überhaupt...?
 

Der Schwarzhaarige schwieg. Wenn der Blonde nicht reden wollte, dann würde er ihn auch nicht dazu drängen wollen. Er sah noch einmal besorgt zu dem anderen hinüber und schloss dann niedergeschlagen die Augen. Nach etwa 10 Minuten war er dann auch endlich eingeschlafen...
 

Reita starrte in die Dunkelheit. Er musste hier raus... So schnell es ging... Aber es ging nicht schnell... Es schien, als hätten sie beschlossen, ihn so lange gefangen zu halten, bis jeder ihn vergessen hatte... Bei Aoi hatten sie es ja auch so gemacht...
 

~+~
 

Gebannt starrte er auf den Bildschirm seines Fernsehgerätes und dachte angestrengt nach. In seiner Hand hielt er die Akte eines gewissen Akira Suzukis und kam wohl bereits zum tausendsten Mal zu dem Schluss, dass dieser den Mord nicht hatte begehen können. Er sprang auf und lief auf und ab. Die Rezeptionistin hatte er nach dreitägiger Überredungskunst dazu gekriegt, ihm zu offenbaren, dass nicht Akira das Zimmer gemietet und mit dem Ermordeten in dem Hotel eingetreten war, sondern sein Freund Kouyou Takashima. Wieder blätterte er in den Unterlagen und fand in der Beschreibung des Suzuki Sprösslings und in den Aussagen seiner Großeltern den eindeutigen Hinweis, das Kouyou dessen bester Freund war... oder ist. Weswegen sollte man Akira also für schuldig halten? Gar nicht! Er musste etwas tun. Am besten wäre es wohl, seinem Freund mal einen Besuch abzustatten.

Er zog sich hastig an, wusch sich das müde aussehende Gesicht und marschierte aus dem Haus. In seiner Hand befand sich seine Tasche, in der Schreibkram und Fotos vom Tatort und den Beweisen drin waren. In seinem Notizbuch suchte er sich die Adresse des scheinbar Blonden heraus und machte sich auf den Weg.
 

Uruha war die ganze Zeit zu Hause gewesen. Er wusste nicht was er tun sollte, war mit der kompletten Situation einfach überfordert. Immer wieder kam ihm der Gedanke, dass er Reita da irgendwie raus holen musste. Diesem Gedanken folgte immer wieder die Frage wie? Wie sollte er ihn da raus holen? Wie konnte er die Polizei davon überzeugen, dass Reita unschuldig war?

Im Moment saß er in seiner Küche, hielt eine Zigarette in der Hand an der er ab und zu zog und blätterte durch eine Zeitung die er eigentlich gar nicht las. In Gedanken war er noch immer in dieser einen Nacht. Wie er dort in diesem blutigen Bett aufgewacht ist, die Leiche die neben ihm lag, Reita der sofort gekommen war um ihm zu helfen, und Reita der nun unschuldig wegen ihm im Gefängnis saß.

Er machte sich tierische Vorwürfe, dass er ihn in diese Situation gebracht hatte und gleichzeitig nervten ihn diese ständigen Gedanken selbst. Er sollte nicht rumjammern und untätig rumsitzen. Doch gerade das war es nur was er im Moment konnte. Rumsitzen, sich Gedanken machen und sich in Selbstmitleid baden.

So konnte es echt nicht weiter gehen. Uruha atmete tief durch und fasste einen Entschluss. Irgendwie würde er Reita da raus holen. Er drückte seine Zigarette aus und stand rasch auf.

Er haute sich den Kopf an der Nachttischlampe an und schon war der ganze Elan wieder weg. Er setzte sich wieder auf den Stuhl und zog die Knie an.
 

Er war doch wirklich ein Versager...
 

Sakito sah sich um. Kannte er dieses Haus nicht irgendwoher? Hm... ja, sicher! Er war ja auch schon zweimal dran vorbei gelaufen. //Vielleicht sollte ich doch lieber erst Morgen gehen.//, dachte er und seufzte schwer, ehe er nochmal auf den Stadtplan sah. Er war erst vor kurzem in diese Stadt gezogen, deswegen kannte er sich auch hier noch nicht so genau aus. //Es müsste doch hier ganz in der Nähe sein...// Irgendwo schepperte es. Eine Mülltonne war umgefallen. Er drehte sich erschrocken um und erkannte zwei düstere Gestalten. Da er ihnen nicht zeigen wollte, dass er Angst bekam, ballte er seine Hände angriffslustig zu Fäusten und starrte beharrlich den dunklen Gestalten entgegen. //Ich werde ihnen schon zeigen ... was ein Anwalt alles kann!//, ermutigte er sich und trat einen Schritt vor. "Wer seid ihr? Und was wollt ihr von mir?" "Dein Geld... Also schön die Hände hoch oder mein Finger, auf dem Abzug, könnte abrutschen.", wurde ihm gedroht und er trat wieder zurück. //Wie war das gleich? Du willst es ihnen zeigen, ja?//

Er hob die Hände und verschränkte sie hinter seinem Kopf. Als die beiden Gestalten jedoch aus dem Dunkel traten, stutzte er und senkte die Arme wieder. "Hizumi! Was machst du denn hier? Und was treibst du schon wieder abends auf den Straßen?" Vor ihm stand doch tatsächlich einer seiner letzten "Kunden", dem er aus der Patsche geholfen hatte. "Sakito-san? Das selbe könnte ich sie auch fragen." Hizumi legte die Hand auf die Waffe seines Freundes und trat dann näher zu ihm. "Jagen sie jetzt sogar schon Nachts nach dem Guten und wollen Unschuldigen helfen?" Sakito nickte. "Hizumi-kun, vielleicht kannst du mir helfen. Ich suche diese Adresse. Ich finde es nicht. Es ist einfach zu dunkel."

Der Schwarzhaarige lachte auf. "Sakito-san, Abends sind sie echt ein Blindfisch. Das was sie suchen, steht doch direkt vor ihnen!"

Überrascht drehte er sich zu dem Haus um, an dem er nun schon so oft dran vorbei gelaufen war. "Das ist es...?" "Ja, das ist es. Also viel Glück. Wir... müssen jetzt los. Fragen sie einfach nach mir, wenn sie Hilfe benötigen. Wir sind doch Freunde.", grinste er und verschwand.

"Ja, das mache ich!", rief ihm Sakito noch nach und schmunzelte. "Na dann..."

Mit eiligen Schritten lief er zum Eingang des Hauses und fand den Namen >Takashima< dort auf dem Türschild vor. Er klingelte. //So ein Aufwand und dann liegt es direkt vor meinen Augen...// Hoffentlich bedeutet das nicht, das ich eine Brille benötige.//
 

Uruha rieb sich den inzwischen leicht schmerzenden Hinterkopf. Diese dämliche Lampe. Das war nun schon das dritte mal allein an diesem Tag dass er sich den Kopf daran stieß. Am besten schmiss er sie in den Müll und kaufte sich eine die nicht so tief hing. Aber vielleicht würde er das Geld brauchen um Reita aus dem Gefängnis zu holen? Argh, da war er schon wieder. Der Gedanke daran. Er seufzte laut, fluchte leise über sich selbst. Das war wirklich zum verrückt werden. Wieso musste das ganze auch passiert sein?! Wieso ist er eigentlich mit diesem Kerl mitgegangen? Im Nachhinein war es nicht mal gut gewesen. Neben der Sache mit dem Tod des Kerls wohl gemerkt.

Uruha stand langsam, diesmal mit etwas bedacht, auf, um nicht wieder gegen die Lampe zu stoßen, und setzte Wasser auf um sich einen Tee zu kochen.

Dann würde er ins Wohnzimmer gehen und darüber nachdenken wie er Reita wieder rausholte.

Dass er selbst die letzten Nächte kein Auge zugetan hat und dementsprechend müde aussah und war, realisierte er bei seinen vielen Gedanken gar nicht.

Er lehnte sich an die Küchentheke und wartete ab. Als er das Pfeifen des fertigen Wassers hörte, klingelte es parallel an der Haustüre. Überrascht sah Uruha auf und blinzelte leicht. Wer war das? Er erwartete doch keinen Besuch. Langsam betrat er den Flur und sah zur Türe. "J-ja?", meinte er zur anderen Seite der Tür und ging langsam einen Schritt auf diese zu.
 

"Hallo? Herr Takashima? Mein Name ist Sakito und ich bin Anwalt. Ich möchte mit ihnen über Akira Suzuki sprechen. Ich denke, dass er unschuldig ist.", sagte er und lauschte angestrengt.
 

Der Brünette hielt kurz seine Luft an und lauschte den Worten des anderen. Ein Anwalt? Wegen Reita?

Erleichtert atmete er aus und ging zur Türe und legte die Hand auf die Klinke. Doch er zögerte leicht. Er war etwas nervös, doch selbst wusste er nicht genau warum.

Für einen Moment schloss er die Augen, atmete tief durch und öffnete dann die Türe ein kleines Stück. "... Er war es nicht."
 

Sakito beugte sich leicht zur Seite, um einen Blick auf Herrn Takashima werfen zu können und erhaschte dabei seine Worte. Er lächelte verstehend. "Das glaube ich auch. Doch um ihren Freund helfen zu können... müssten sie mit mir reden. Möchten sie denn helfen?" Noch immer sah er nur das dunkle Holz und eine Gestalt im Schatten.
 

Uruha überlegte kurz etwas. Er wusste nicht so recht, was er davon halten sollte, doch er wollte dem Blonden helfen und so öffnete er die Türe ganz und sah den Anwalt an. Er trat einen Schritt zur Seite und ließ ihn hinein. Kurz beobachtete er die Schritte des anderen, ehe er die Türe wieder schloss und fragte: "Möchten Sie einen Tee?"
 

Als Herr Takashima die Tür öffnete, lächelte er freudig und verbeugte sich, bevor er eintrat. "Ich danke ihnen.", meinte er mit ernster Stimme und sah sich etwas um. "Sie haben es nett hier.", sagte er. Er wollte auf jeden Fall, dass der andere sich erst einmal etwas lockerte. Er vernahm sein Angebot und nickte bestätigend. "Sehr gerne. Danke." Er stellte seine Tasche auf dem Boden ab und zog seine Jacke aus, bevor er sie an der Garderobe aufhing und seine Schuhe ordnungsgemäß auszog und an die Seite stellte. Dann nickte er dem Blonden aufmunternd zu. "Sie brauchen keine Angst zu haben. Ich versuche nur, ihnen zu helfen."
 

Uruha wartete bis sein Gast Jacke und Schuhe ausgezogen hatte und mit ihm das Wohnzimmer betrat. Er ging jedoch gleich weiter in die Küche und ging zum nächsten Schrank. Er hatte Gott sei Dank vor wenigen Minuten schon das Wasser aufgesetzt. Er holte eine Teekanne und zwei Tassen aus dem Schrank und schenkte das Wasser in die Kanne. Der Tee musste noch etwas ziehen und so ging er zurück zu seinem Besucher. "Ano...", begann er und sah ihn an, "Sie... sind also Anwalt..." Er wusste gerade nicht so recht was er sagen sollte, da ihn der überraschende Besuch doch etwas verwirrte.
 

Er blieb im Wohnzimmer stehen und sah sich die eingerahmten Fotos auf den Bildern an der Wand an. //Sie scheinen noch Freunde zu sein.//, ging es ihm durch den Kopf, als der Jüngere wieder das Zimmer betrat und ihn aus den Gedanken schrecken ließ. Er drehte sich ertappt um und holte seine Tasche aus dem Flur. Danach betritt er wieder das Zimmer und stellte die Tasche dort ab. "Ja, das bin ich. Hier ist mein Ausweis.", sagte er, holte den Ausweis hervor und reichte ihm diesen. "Wollen sie sich nicht lieber setzen? Sie sehen müde und geschafft aus. Sicherlich war das Ereignis ein großer Schock für sie gewesen.", plapperte er auf ihn ein.
 

"Danke, geht schon.", antwortete er etwas matt und besah sich den Ausweis. Er gab ihn dem Anwalt zurück und sah nochmal kurz nach dem Tee. So langsam bemerkte er, dass er ziemlich müde war, aber im Moment waren andere Dinge doch wichtiger. Er wartete bis der Tee fertig gezogen hatte und schenkte in beide Tassen etwas ein. "Hier~", sagte er, als er erneut das Wohnzimmer betrat und Sakito eine der beiden Tassen reichte. Er setzte sich an den Tisch und sah seinen Gegenüber leicht erwartend an. "Eto...", murmelte er und sah kurz in seine Tasse.
 

Den Ausweis zurück in die Tasche steckend, sah er Uruha nach, wie dieser erneut in die Küche ging. "Wie gut kennen sie Herrn Suzuki?", fragte er und holte sein Schreibzeug hervor, um sich Notizen zu machen. Kaum hatte er alles gefunden, was er benötigte, kam der Blonde zurück und reichte ihm die Teetasse. "Arigatou." Er folgte seinen Bewegungen mit dem Blick, bevor er die Tasse zuerst auf den Tisch abstellte. Er sah zu ihm herab und wusste nicht so recht, ob er sich einfach setzen sollte. Er wurde ja nicht dazu aufgefordert. „Nun gut, fangen wir an. Was haben sie an dem Tag des 13.4. diesen Jahres gemacht?"
 

Uruha sah ihn erneut an und blinzelte leicht. "Ich... ano setzten Sie sich doch.", meinte er dann, da es ihm doch etwas unangenehm war, hier alleine rumzusitzen.

Er sah erneut kurz in die Tasse und erzählte Sakito, dass Reita sein bester Freund sei und was er selbst an diesem Tag getan hatte.
 

Erleichtert setzte er sich nach der Aufforderung ihm gegenüber hin, damit er alles im Blickfeld hatte. Dazu gehörte natürlich auch seine Miene und so lauschte er seinen Worten und versuchte die Wahrheit hinter der Mimik zu finden. Zum Ende hin, war er sich ganz sicher, dass Uruha nicht log. "Und statt sie zu weiteren Untersuchungen dieses Falls festzunehmen, habe sie Akira-san geschnappt und ihn ins Gefängnis gesperrt? Wie selten dämlich sich die Polizei mal wieder verhalten hat, ist ja nicht auszuhalten.", meinte er und schüttelte den Kopf. Dann nippte er an dem Tee und stellte ihn dann wieder ab. "Ich hole ihn da raus. Ich verspreche es ihnen.", sagte er und sah Uruha mit festen Blick an. "Ich habe ihre Aussage hier festgehalten und die Aussagen der Rezeptionistin ebenfalls. War ihr... war der Ermordete gegen irgendeinen Gegenstand gekommen?", fragte er, obwohl er schon wieder eine ganz anderen Gedanken hatte. //Ich muss nochmal zum Tatort. Die Spurensuche muss gepfuscht haben oder der Täter... war sehr, sehr klug.//
 

"Gegen... einen Gegenstand gekommen?", murmelte Uruha und sah ihn etwas fragend an. "Er... nein... also... nicht direkt..."

Er erinnerte sich an das ganze Blut und wie er darin lag und sich nicht mehr bewegt hatte. Er trank schnell einen Schluck Tee um den Gedanken zu verdrängen, vergaß dabei aber, dass dieser gerade erst gekocht war und deswegen ziemlich heiß. Er verbrannte sich die Zunge und hustete leicht, als die Hitze sich den Weg durch seine Speiseröhre machte. "Sumimasen."
 

"Hm..." Er machte eine nachdenkliche Miene. "Hoffentlich konnte die Spurensuche seine DNA finden oder irgendwelche anderen Spuren. Morgen werde ich mich mal mit den Leuten da unterhalten. Die müssen doch auch Spuren vom wahren Täter haben!" Er hatte diese Ungerechtigkeit und die vorschnellen Handlungen des Polizeipräsidiums satt. Er erschrak, als Uruha sich an dem Tee verbrannte und nahm ihm die Tasse aus der Hand. Sein Gesicht sah besorgt drein. "Wollen sie sich nicht lieber hinlegen? Ich kann auch in den nächsten Tagen nochmal vorbeikommen."
 

Nach kurzer Zeit des Hustens beruhigte sich Uruha wieder und schüttelte leicht den Kopf. "Ist schon okay. Ich würde alles tun um ihn da wieder rauszuholen.", antwortete er und warf erneut einen Blick auf den Tisch.

Er hatte keine Ahnung warum dieser Kerl ermordet worden war und von wem und das Gefühl, dass er die ganze Zeit daneben gelegen hatte und womöglich genauso tot hätte sein können, wenn er aufgewacht wäre, beunruhigte ihn noch immer.
 

Schweigend beobachtete er ihn eine Weile und biss sich auf die Unterlippe. Er wollte ihn nicht noch mehr Leid zufügen, als er es eh schon durch die Fragen getan hatte, da der Blonde dadurch alles noch einmal hatte ertragen müssen. "Ich kann wirklich Morgen nochmal kommen...", versuchte er er erneut und sah Uruha besorgt an. "Vielleicht ... ja vielleicht schaffe ich es durch meine Kontakte, dass wir ihren Freund mal besuchen können.", versuchte er ihn aufzuheitern, stand auf und setzte sich neben ihn. "Doch... legen sie sich bitte etwas hin und schlafen erst einmal etwas. Ich werde mich um alles kümmern."
 

Langsam sah er auf und als Sakito sich neben ihn setzte blickte er zu ihm. "Das würden Sie wirklich tun?", murmelte er leise und sah ihn leicht fragend an.

Er blickte wieder nach unten und seufzte. Er wischte sich kurz über die Augen und nickte. "Hai... vielleicht, sollte ich mich doch hinlegen..."
 

„Ja, natürlich würde ich das machen. Ich möchte ihnen doch helfen.", meinte er und lächelte ihn aufmunternd an. "Vielleicht kann er uns etwas erzählen, was wir gegen das Gericht vorbringen können." Er lächelte zufrieden, als der Blonde meinte, dass er sich vielleicht doch hinlegen sollte. "Sie möchten ihm doch nicht noch mehr Sorgen machen, wenn sie total aufgelöst dort antanzen, oder?"
 

"Iie...", antwortete Uruha leicht lächelnd und nickte. "Dann... vielen Dank, dass Sie hergekommen sind."

Uruha wollte aufstehen und ihn zur Tür begleiten, doch sein Kreislauf wollte nicht so ganz wie er.

Er hielt sich am Tisch fest und schloss kurz die Augen.
 

"Das ist meine Pflicht als Helfer in der Not.", grinste er und stand auf, da diese Worte Worte des Abschiedes waren. Doch anstatt ihm zu folgen, hielt sich Uruha am Tisch fest. Er sah total fertig aus. Unsicher setzte er sich wieder und nahm den Blonden kurzerhand in den Arm. "Meine Mutter sagte immer, das soll helfen...", murmelte er etwas verlegen und strich Uruha beruhigend über den Rücken. "Brauchen sie irgendetwas? Einen Arzt vielleicht? Oder geht es gleich wieder?", fragte er besorgt und ließ wieder von ihm ab. Fragend sah er ihn an.
 

Uruha zuckte leicht zusammen, als der Anwalt ihn in den Arm nahm. Er hatte nichts dagegen, aber er hatte sich etwas erschreckt, da er damit nicht gerechnet hatte.

Er sah zu Boden und hielt leicht die Luft an um die Tränen zurück zuhalten. "Ich bin Schuld...", murmelte er und wischte sich über die Augen ", ... wenn ich ihn nicht angerufen hätte, dann wäre er nicht gekommen..."
 

Er lauschte seinen Worten und schluckte schwer. Er mochte es nicht, andere so leiden sehen zu müssen. "Bitte... Weinen sie nicht. Es wird alles gut werden... Bestimmt. Sie haben ja jetzt mich.", versuchte er ihn aufzumuntern, stand auf und hielt ihm die Hand hin. "Kommen sie... stehen sie auf und gehen ins Bett. Ich finde auch selbst hinaus."
 

Uruha sah weiterhin zu Boden und versuchte sich zusammen zu reißen. Er wollte ja selbst nicht weinen, aber es wurde alles zu viel und er konnte seine eigenen Vorwürfe nicht abschütteln.

Er nickte leicht auf die Forderung des anderen hin und stand langsam auf.
 

Sakito nahm seine Tasche und führte sie zur Eingangstür, wo er sich anzog. "Und ruhen sie sich wirklich aus. Versuchen sie es wenigstens.", rief er Uruha zu und öffnete die Tür. "Bis Morgen dann.", sagte er und verließ seine Wohnung, schloss die Tür hinter sich und machte sich auf den Weg nach Hause, um alles vorzubereiten. Er musste einen Bericht schreiben und das Schreiben an das Gericht. Er wollte Akira Suzuki aus dem Gefängnis holen...



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Kommentare zu diesem Kapitel (5)

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Von: abgemeldet
2010-12-16T19:10:53+00:00 16.12.2010 20:10
okay ich habs jetzt bis hierhin in einem durchgelesen
und ich bin ienfach nur begeistert
so eine geile ff
hab sie eig nur angefangen zu lesen weil sakito drin vorkommt aber nach den ersten seiten war ich schon hin und weg und musste einfach weiterlesen
klasse schreibstil, klasse idee, klasse umsetzung --> klasse ff xDD
wär nur schön wenn ich den adult teil lesen könnte
*mit wimpern klimper*
Von:  KumikoChan
2009-03-07T19:56:15+00:00 07.03.2009 20:56
T__T

*alle pat*

sakito ist wie ein engel x33
so süss <3
*sich freu*

einfach klasse kappi..
mir fehlen die worte >//<

weiter sooooooooohoooo~

dat kumiii~
Von:  Blue_XD
2008-06-22T15:19:36+00:00 22.06.2008 17:19
Vampire-Mad-Hatter:
Oh man, Reita will helfen und macht es nur schlimmer! *seufz*
Ich bin ja mal sehr gespannt ob der Anwalt was hin bekommt! o_O
Wenn er ja schon dabei ist, kann er gleich auch Aois Fall klären! *__*
Von:  Blue_XD
2008-06-22T09:28:03+00:00 22.06.2008 11:28
Yui-chan:
Der arme Aoi... *Tränen wegwisch* warum muss er den sooo leiden? Ich hoffe, das gibt aber noch ein Happy End,oder !? Blue, du lässt bitte niemanden sterben!?! Lg
Von:  Blue_XD
2008-06-22T09:27:51+00:00 22.06.2008 11:27
AoixViny:
mo~ armes aoi TT
*schneif*
das kapi is au wieder sau gut ^-^
schreib mir ja weitahin so gut xd
Von:  Blue_XD
2008-06-22T09:27:25+00:00 22.06.2008 11:27
reituki:
böser böser Wachman *ihn böse anfunkel* lass den armen Aoi in Ruhe!
Reita ist echt zu lieb für diese Welt *seufz*
großartige Geschichte^^ so traurig T.T *schnief*
mach weiter so!!! freu mich schon auf die folgenden Kapitel^^
Von:  Blue_XD
2008-06-22T09:27:11+00:00 22.06.2008 11:27
Da auf FF.de die Fanfic wegen gewalttätigen Szenen gesperrt wurde (und das haben die nach dem 19. Kapitel festgestellt. Alle Achtung... Applaus...~ *Sarkassmus pur*) und ich meine lieben Kommis nicht missen will, schreib ich sie hier rein.

myamemo:
Oh man, klasse kappi^^
Ich find gut, das es noch jemanden gibt, der Rei für Unschuldig hält, was er natürlich auch is
Jetzt muss es nur noch jemaden für Aoi sein, der ihn da versucht rauszuhholen ^^
Freu mich schon wenn weiter geht

lg mya <3
Von: abgemeldet
2008-03-09T16:43:43+00:00 09.03.2008 17:43
T_T
gott, mir tun alle so leid *schnief*
aber schön das man uruha hilft,
wird ja auch zeit...
weiter so^^
Von:  Endstation
2008-03-09T13:18:08+00:00 09.03.2008 14:18
aoi!!!!! TT^TT
der arme........
was hat der überhaupt getan!? der is sicher auch unschuldig ins gefängnis gekommen!!!!!
ohh gottt.....das erinnert mich so an the green mile......ahhh nich weinen!!!!! *schnief*
schreib bitte schnell weiter dmit ich wieder ein gutes gewissen wegen aoi und reita habe =´(

lg gin_looneytune
Von: abgemeldet
2008-03-09T11:51:57+00:00 09.03.2008 12:51
schön dass das kappi so lang ist ^^
ist wirklich klasse geworden
aber ich war schon etwas geschockt als sie gewaschen wurden
><der arme aoi =´(
freu mich schon wenn es weiter geht ^^

lg holyangel


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