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Herz aus Glas

von

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Eine große dunkle Wolke schob sich langsam vor den Mond, versuchte sein Licht zu schlucken und sein Antlitz zu verbergen, doch es gelang ihr nicht zur Gänze. Immer wieder konnte Alaina ein Stück der weißen Scheibe am Himmel aufblitzen sehen und doch schien die Nacht um einiges finsterer geworden, was das Mädchen von gerade sechzehn Jahren allerdings nicht zu stören schien. Es hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, bis tief in die Nacht am Fenster des mit Stroh gedeckten Fachwerkhauses zu verweilen und auf die Rückkehr seines besten Freundes zu harren, der gerade zu diese Sekunde am nächtlichen Himmel erschien.

Stumm wie ein Schatten segelte die braune Sumpfohreule zum Fenster hinein und landete auf einem kleinen Schreibtisch in der gegenüberliegenden Ecke des Zimmers, der von einer einzelnen Kerze erleuchtet wurde und wo sie sich mit ausgebreiteten Flügeln beinahe über die ganze Holzplatte erstreckte.

Eilig schloss Alaina die Fensterläden hinter dem großen Nachtvogel und trat zu ihm an den Tisch, um ihn in Augenschein zu nehmen.

„Du hast mir wieder nichts mitgebracht, oder?“, fragte das Mädchen mit schwerer Stimme, in der Trauer schwang.

In jeder Nacht erhoffte es sich eine Botschaft, ein flüchtig bekritzeltes Stück Pergament, das ihre Eule bei sich tragen würde, doch jedes Mal aufs Neue wurde sie enttäuscht.

Langsam ließ sich Alaina auf die Kante ihres Bettes sinken, die Sumpfohreule gab ein pfeifendes Geräusch von sich, wohl ihr Ruf, um ihre Freundin aufzumuntern, und schwebte zu ihr hinüber, um auf ihren Knien zu landen.

„Was meinst du, Jaro, vielleicht kann er nicht lesen?“, wandte diese sich an die Eule, welche sich nun daran machte, ihr Gefieder zu säubern.

Langsam ließ sich Alaina nach hinten fallen und starrte zur Zimmerdecke empor, in Gedanken bei dem Brief, welchen sie erwartete und der doch niemals bei ihr eintraf.

Nach einer Weile erhob sie erneut die Stimme: „Was würde ich nur ohne dich machen? Du bist schlauer als jede Brieftaube.“

Schon erhob sich Jaro erneut in die Lüfte. Alaina wusste sofort, was er plante, als sie ihn auf das geschlossene Fenster zu schweben und davor auf dem Holzboden landen sah. Rasch erhob sie sich und stieß die Fensterläden auf, um der Eule den Weg in die Nacht hinaus freizumachen.

Ein wenig wehmütig blickte sie Jaro noch nach, bis er aus ihrem Blickfeld verschwand.
 

Der Tag war grau und trist, der Himmel wolkenverhangen. Das herrschende Zwielicht schien auf die Seele jedes Menschen in dem kleinen Dorf zu drücken, was die einen aggressiv, die anderen empfindsam reagieren ließ; das hatte Alaina bereits am frühen Morgen zu spüren bekommen, als ihre Mutter sie zum Wasserholen an den Dorfbrunnen geschickt hatte.

„Der Eimer ist leer. Geh und hol neues Wasser und zwar sofort“, hatte ihre Mutter in ungewöhnlich strengem Tonfall gesagt und Alaina, diesen nicht gewöhnt, hatte zurückgegeben, dass sie sich auch ohne diese schroffe Art sofort auf den Weg begeben hätte, woraufhin ihre Mutter sie angeschrien hatte, ihr klar gemacht, dass sie keine frechen Widerworte duldete, die Alaina jedoch niemals gehabt hatte. Daraufhin hatte sich das Mädchen den Eimer genommen und war aus dem Haus gerannt, Tränen in den Augen, ohne wirklich zu begreifen, was es so betrübte. Ja, es war wie verhext, als hätten sich die bösen Geister der Nacht erlaubt, die Sonne zu verdunkeln und alles Verständnis und alle Freude aus der Welt zu reißen.

Nun waren die Tränen lange getrocknet, Alainas Herz jedoch keinen Deut leichter. Es lag nicht nur an der Witterung, das war ihr bewusst, auch die Enttäuschung der letzten Nacht drückte noch auf ihre Seele und ließ sie beinahe unter ihrer Last zusammenbrechen.

Nur eine Antwort, das war alles, wonach es sie verlangte; eine Antwort auf den fein säuberlich geschriebenen Brief, welchen sie Jaro an dem Abend zu ihm bringen ließ, da sie ihn das erste und einzige Mal gesehen hatte.

Es war bereits dunkel gewesen, als Alaina mit Jaro auf der Schulter in den nahen Wald gegangen war, um Feuerholz zu sammeln, und dort, zwischen den alten Eichen, hatte sie ihn erblickt: einen jungen Mann von vielleicht zwanzig Jahren mit rabenschwarzem Haar und einer porzellanernen Haut, wie sie es noch nie erblickt hatte. Sofort hatte ihr Herz begonnen heftiger zu schlagen, als hätte sich ein mächtiger Zauberbann auf es gelegt; es hatte ihr ein tiefes Gefühl geschenkt, das sie nie zuvor verspürt hatte, das süß war, wie der Honig aus den Bienenstöcken und Alaina mit jeder Sekunde nach mehr verlangen ließ.

Sie glaubte nicht, dass der junge Mann sie bemerkt hatte, als sie ihm mit einigen Metern Abstand aus dem Wald hinaus zu einem kleinen Hof gefolgt war, ein gutes Stück ab von ihrem Dorf. Dieser recht abgelegene Wohnsitz war Alainas Vermutung nach der Grund, aus dem sie dem Jüngling nie zuvor begegnet war; sicher baute seine Familie genügend Gemüse und Weizen an, um sich selbst zu versorgen, sodass sie nur selten gezwungen war, dem kleinen Dorf einen Besuch abzustatten.
 

Der Dorfplatz lag verlassen da, obwohl der Tag noch jung war, als Alaina ihren Eimer mit Wasser aus dem Brunnen in seiner Mitte füllte. Die Luft war kalt und auf eine seltsame Art und Weise drückend, sodass es alle Menschen, in ihre Häuser getrieben hatte, wo sie vermutlich mit den anderen Bewohnern stritten. Wenn sie es taten, dann gedämpft, denn es hatte sich zu der Kälte eine Stille über den Platz gelegt, die nur von gelegentlichen Windböen und dem leisen Rascheln der Blätter entfernter Bäume unterbrochen wurde – und dem Plätschern des Wassers am Brunnen.

Als Alaina ihre Arbeit erledigt hatte und sich auf den Heimweg machte, überfiel sie jäh ein kalter Schauder. Ihr Herz schien heftiger zu pochen als zuvor und nun, da sie so nahe dem kleinen Waldstück am Dorfrand stand, verspürte sie ein starkes Verlangen noch einen Umweg zwischen den Eichen hindurch zu wählen. Sie wusste nicht, woher dieser jähe Wunsch rührte, doch bei dem Gedanken an das Gesicht des jungen Mannes, welchen sie dort vor einigen Tagen, oder vielleicht bereits Wochen, erblickt hatte, schlug ihr Herz noch heftiger und trieb ihr Hitze und Röte ins Gesicht, sodass sie dem Verlangen schließlich nachgab.

Die Kälte um Alaina her schien zuzunehmen, je weiter sie sich dem Wald näherte und als sie ihn betrat, schien auch die Kälte in ihren Leib einzudringen. Ein schmerzhaftes Stechen durchfuhr ihr Herz, als sie ein Rascheln im Gras hinter sich vernahm. Sie wollte sich der Geräuschquelle zuwenden, doch ihre Glieder schienen erkaltet und wollten ihr nicht gehorchen. Eine kalte Männerstimme sprach zu ihr, sie schien so nah, dass Alaina sich einbildete, den Atem der Person hinter ihr im Nacken zu spüren: „Hör auf mir nachzustellen.“

Ein erneuter Windstoß kam auf, heftiger als jede Böe zuvor, und zerrte an Alainas Kleid und Haar, ließ sie frösteln und als sich der Wind gelegt hatte, war die Welt, die einen Moment aus den Fugen geraten war, wieder wie zuvor.

Auf der Suche nach dem Mann wandte sich Alaina nun endlich um, doch weit und breit war nichts von ihm zu entdecken.

Ob er es war?, fuhr es ihr durch den Kopf, doch eine Antwort schien ihr fern.
 

Diese Nacht verbrachte Alaina nicht wie gewohnt am Fenster, gespannt auf die Rückkehr der schlanken Sumpfohreule, sondern auf dem Bett liegend, die Augen blicklos zur Decke gerichtet. Nur die Fensterläden hatte sie weit geöffnet gelassen, um Jaro Einlass zu gewähren, wenn er sie besuchen kam, sodass die Kälte von draußen ungehindert ins Zimmer drang.

Immer wieder blieben Alainas Gedanken an dem heutigen Morgen hängen, egal wie sehr sie sich Mühte, sie umzulenken.

War er es gewesen, der so nah bei ihr gestanden hatte? Der ihr befohlen hatte, ihn aus ihren Gedanken zu verbannen?

Egal wie oft Alaina es überdachte, eine andere Lösung für diese Begegnung kam ihr nicht in den Sinn. Und doch konnte oder wollte sie nicht daran glauben – sein Gesicht hatte so freundlich ausgesehen, die braunen Augen gestrahlt wie Glühwürmchen am Abend.

Und dieses Gefühl, dieses Gefühl, welches Alaina im Wald in seiner Gewalt gehalten hatte, ihr jede Bewegung verwehrt hatte – dieses Gefühl, welches den ganzen Tag über dem kleinen Dorf gehangen und den gewohnten Umgang miteinander unmöglich gemacht hatte...

Das Geräusch von flatternden Flügeln schreckte Alaina für einen Augenblick aus ihren Gedanken auf, doch schon einige Sekunden später wurde ihr klar, dass es lediglich Jaros Rückkehr ankündigte, an der sie zwar rege Freude hatte, die jedoch unter einem Berg der Ungewissheit und Schmerz vergraben zu liegen schien.

Dennoch setzte sie sich müde auf, als die Eule auf ihrem Bett landete und ihr übliches hohes Pfeifen von sich gab, um ihre Freundin zu begrüßen. Da fiel es ihr in den Blick – eine kleine Weile lang konnte Alaina kaum realisieren, was sie sah. Um Jaros linkes Bein war ein kleiner Zettel gebunden, ein Fetzen, aus einem großen Stück Pergament gerissen.

Ihr Herz schien zu rasen. Hastig machte sie sich daran, das Band um Jaros Bein zu lösen, um die Nachricht lesen zu können, was ihr aufgrund ihrer Hektik eine gute Minute lang nicht gelingen wollte. Dann endlich löste sich der Knoten und die kleine Botschaft fiel in ihre geöffnete Hand.

Bitte verzeih ihm, er meint es nicht so.

Lumir

Das war alles, was auf dem kleinen Zettel zu lesen war.

Immer noch pochte Alainas Herz heftig und laut in ihrer Brust, die Aufregung war noch nicht verflogen.

Wer war Lumir? Der junge Mann, den sie im Wald erblickt hatte und der sich für das Handeln eines Anderen entschuldigte? Oder ein ihr Unbekannter, der sich für das Handeln des Mannes im Wald um Verzeihung bat?

Was immer es mit dieser Botschaft auf sich hatte: Es ängstigte und erregte Alaina zugleich. Sie verspürte das ungehörige Verlangen, mehr über Lumir und diesen Wald, der ein ganz besonderer Ort zu sein schien, herauszufinden – zugleich waren die Erinnerungen an die eisige Kälte noch zu frisch, um sie gänzlich zu übergehen. Die Macht, die der Namenlose aus dem Wald zu besitzen schien, schreckte sie ab, verängstigte sie. Doch sie konnte nicht umhin, eine gewisse Faszination in ihrem Herzen aufkeimen zu spüren, die ihr noch einige Stunden dieser Nacht den Schlaf raubte.

„Ich werde es nie erfahren, wenn ich nicht zu ihm gehe, oder Jaro?“, fragte Alaina spät in der Nacht in die um sie herum entstandene Stille hinein und gerade, als die große Sumpfohreule geräuschvoll ihre Flügel ausbreitete, um in die Nacht zu entschweben, erstickte Alainas Atem die Flamme der nahen Kerze.
 

Es war bereits später Nachmittag, als Alaina sich von ihren häuslichen Pflichten loseisen konnte. Fast schien es ihr, als hätte sich ihre Mutter vorgenommen, sie noch einmal für das Streitgespräch des vorigen Tages abzumahnen, denn die Arbeit hatte kein Ende nehmen wollen.

So verließ Alaina ihr kleines Haus erst, als die Dämmerung bereits eingesetzt hatte und da sie endlich das kleine Waldstück betrat, fröstelte es sie ob dem herrschenden Zwielicht, welches sie lebhaft an die Begegnung des vorigen Tages erinnerte. Sie hatte inständig gehofft, die Unterstützung ihres Freundes Jaro für ihr Unternehmen zu erhalten, doch die Eule hatte sich den Tag über nicht blicken lassen; sie schlief vermutlich noch tief und fest in einer der hohen Baumkronen. So nahm Alaina allen Mut zusammen und schritt in aufgeregter Erwartung weiter voran.

Bald schon konnte sie den Hof, zu dem sie den dunkelhaarigen Mann vor einigen Tagen hatte eilen sehen, durch den lichter werdenden Wald hindurch erspähen.

Ihre Schritte verlangsamten sich, bis sie schließlich gänzlich zum Stillstand kam. Die Euphorie, die sie überkommen hatte, war Zweifeln und Fragen gewichen, die Alainas Schritte lähmten.

Was sollte sie diesen Mann fragen, wenn sie vor ihm stand? Er hatte sie vermutlich im Wald nicht entdeckt und kannte ihren Namen nur von Briefen, die sie ihm zugesandt hatte. Was, wenn...

Hör auf, mir nachzustellen!, hallte es in ihrem Kopf wider und ein heftiger Schauder überkam sie. Bildete sie es sich nur ein oder war die Luft tatsächlich kühler geworden, seit sie sich dem kleinen Hof genähert hatte?

Beinahe hätte Alaina auf der Stelle Kehrt gemacht und wäre zurück in ihr Dorf geeilt, als der kleine Fetzen Pergament, den Jaro ihr gebracht hatte, vor ihrem inneren Auge erschien. Er musste aus genau diesem Haus auf genau diesem Hof stammen, schließlich hatte Alaina ihre Eule nur auf den Weg hierher geschickt, und sein Autor schien es gut mit ihr zu meinen.

Jäh schlug ihr Herz höher. Vielleicht war der Name des Mannes, den sie seit Tagen begehrte, tatsächlich Lumir? Doch wenn sie nun umkehren würde, könnte sie sich niemals Gewissheit verschaffen.

So trat Alaina mit neu gefasstem Mut und festem Schritt aus dem Wald hinaus und ging zielstrebig auf das große Haus zu, das die Mitte des kleinen Hofes bildete.

Sie klopfte zweimal kräftig gegen die alte Holztür des Bauernhauses und wartete geduldig eine Antwort ab. Da diese jedoch ausblieb, schlug sie ein weiteres Mal, nun kräftiger, gegen die Tür, welche nachgab und einen kleinen Spalt breit aufschwang.

Verwundert drückte Alaina sie weiter auf und blickte in das sich darbietende Zimmer hinein, welches jedoch im Zwielicht dalag, sodass sie nicht viel erkennen konnte.

„Hallo, ist jemand zu Hause?“, fragte sie leise und da erneut keine Reaktion folgte, wiederholte sie den Satz noch einmal mit erhobener Stimme.

Nach einigen Sekunden der Stille öffnete sie die Tür schließlich vollständig und trat in den Wohnraum hinein. Die Fensterläden waren geschlossen, was der Grund für die herrscheinde Dunkelheit gewesen war, doch nun, da die Tür offen stand, fiel genug Licht hinein, um die kleine Küche in Augenschein nehmen zu können, die jedoch menschenleer war.

Gerade wollte Alaina Kehrt machen und die Tür hinter sich schließen, als sie ein Krachen vernahm, das sie unwillkürlich zusammenzucken ließ. Das Geräusch schien im zweiten Stock ertönt zu sein, in dem Zimmer direkt über der Küche.

Von Neugier getrieben und mit rasendem Herzen stieg das Mädchen die knarrende Treppe hinauf, wobei sie ihre Ankunft noch einmal mit einem lauten Ruf ankündigte: „Hallo?“

Doch das entfernte Läuten der Kichenglocken zum abendlichen Gottesdienst blieb die einzige Antwort.

Im zweiten Stock gab es nur ein einziges großes Zimmer, das in fast völliger Dunkelheit dalag, da es keine Fenster aufwies; es schien eine Art Dachboden zu sein, denn allerlei Gerümpel war an den Wänden aufgetürmt. Kaum, da Alaina den Raum betreten hatte, waren die Kirchenglocken verstummt, als hätte man ihren Klang mit einem Kissen erstickt und eine kriechende Kälte war unter ihr Kleid gefahren, die sie erzittern ließ.

Die Finsternis um sie her schien auf ihre Seele zu drücken und ihr jede Zuversicht zu nehmen, sie zum Rückzug zwingen zu wollen. Dennoch mühte sich das Mädchen seine Beine, von denen die Kälte bereits Besitz ergriffen hatte, dazu zu bewegen, es weiter in den Raum hineinzutragen und schließlich gelang es ihm auch und erst jetzt bemerkte Alaina, dass sie das Ende des Zimmers nicht ausmachen konnte; es lag in eine Art dunklen Nebel gehüllt, den ihre Blicke nicht zu durchdringen vermochten.

Dennoch meinte sie weiter hinten eine Bewegung auszumachen. Eine dunkle Gestalt erhob sich scheinbar aus dem Nichts, ein hochgewachsener Mann, dessen Konturen im Nebel um ihn her verschwammen. Langsam, ganz langsam wandte er sich zu Alaina um. Sie konnte sein Gesicht nicht erkennen, doch sie meinte für einen kurzen Augenblick rote Augen aufblitzen zu sehen.

Jäh kam ein beißender Wind im Zimmer auf, heftiger, als die Böe, die Alaina im Wald erfasst hatte. Er riss Kleider von den Stapeln an den Wänden, durchblätterte zahllose Bücher, erfasste das Mädchen mit seiner bitteren Kälte. In der Flut aus Schwarz, die der Wind mit sich zu treiben schien, sah Alaina Krallen auf sich zuschießen, finstere Krallen aus Rauch, die sie bei den Schultern packten und weiter in den Raum zerrten, in die Dunkelheit hinein.

Dann wurde es gänzlich schwarz um sie her.
 

Alainas Augenlider zuckten leicht, als das Bewusstsein zurück in ihren Körper strömte und sie aus ihrem Schlaf erweckte. Eine Sekunde lang fragte sie sich mit geschlossenen Augen, wo sie sich befand. Für ihr Bett war der Untergrund zu hart und kalt – doch ihr Kopf war weich gebettet wie auf einem Kissen.

Erst langsam kehrte die Erinnerung an das alte Bauernhaus und den Dachboden zurück, an die Kälte, an die kriechende Angst. War sie immer noch dort oben?

Ängstlich hoben sich ihre Lider und sie erblickte dunkle Augen, die auf sie hinabsahen.

Völlig erschrocken zuckte Alaina hoch, wobei sie sich beinahe den Kopf an dem des Fremden stieß, und kroch einige Zentimeter von ihm fort, um ihn in Gänze zu betrachten. Das rasche Erheben hatte ihr jedoch nicht gut getan, für den Bruchteil einer Sekunde wurde ihr erneut schwarz vor Augen.

„Du hast geträumt“, sagte der junge Mann mit dem rabenschwarzen Haar, der ihr gegenüber auf der kleinen Wiese neben dem Bauernhaus saß und ihr ein wenig unsicher entgegenblickte.

„W... Wer bist du?“, stotterte Alaina immer noch recht benommen, obgleich sie glaubte die Antwort zu kennen.

Unverwechselbar. Die helle Haut, die dunklen, leuchtenden, Augen und das schwarze Haar; dies war der Mann, dem sie eines Abends zu diesem Anwesen gefolgt war.

„Lumir“, antwortete ihr Gegenüber mit sanfter Stimme. „Fürchte dich nicht.“

Dann lächelte er zaghaft.

Alainas Herz machte einen Hüpfer und begann dann aufdringlich schnell zu schlagen; dieses Mal aus purer Freude. Er war es nicht gewesen, der sie im Wald abgewiesen hatte, er nicht.

Das tiefe Sehnen ihres Herzens nach der Nähe des jungen Mannes schien erneut zu entflammen und der unsittliche Gedanke trieb ihr die Röte ins Gesicht.

Sie wusste nicht, was sie sagen sollte. Wie würde Lumir auf ihre Gedanken reagieren? Doch Worte waren nicht notwendig, er schien zu verstehen. Langsam streckte er die Hand nach Alaina aus und berührte ihre Wange, so sanft, so zärtlich, dass sie fast zurückgezuckt wäre, überwältigt von dem Kribbeln, das ihr Herz durchfuhr. Dann, ohne jede Vorwarnung, legte Lumir die Arme um ihren Hals, zog sie näher zu sich heran, durchstrich ihr Haar mit einer Hand. Eine kleine Ewigkeit hielt er ihrem Blick stand, schien in ihm nach Zustimmung zu suchen, dann beugte er sich vor und küsste sie, so sanft, dass es nicht mehr schien, als eine frische Frühlingsbrise.

Alainas Herz schlug nun so heftig, dass sie annahm, Lumir könnte sein Pochen hören. Sie war in einen Rausch aus süßen Gefühlen gestürzt, der ihr klare und rationale Gedanken unmöglich machte. Sanft drückte sie sich an die Brust des jungen Mannes, schloss die Augen und sog seinen Geruch durch die Nase ein, genoss ihn in vollen Zügen.

Doch etwas veränderte sich. Der Glanz schien aus Lumirs Augen verschwunden zu sein, er blickte ausdruckslos auf das Mädchen in seinen Armen hinab – dann lächelte er. Es war ein kaltes, grausames Lächeln, das Alaina nicht sehen konnte, wohl aber spüren, spüren in Form der beißenden Kälte, die jäh erneut aufkam und über ihr zusammenschlug, ihre Glieder zu lähmen schien. Eine Windböe peitschte über sie hinweg und als sie die Augen öffnete, hatte sich die Welt um sie her in eine rasende Hölle verwandelt. Sie war von völliger Finsternis umschlossen, Finsternis, die von dem Mann, an den sie sich schmiegte, auszugehen schien – und der Wind raste auf sie zu, sie konnte ihn sehen, tausend und abertausend geisterhafte Gestalten ritten auf ihm zu ihr hin, schlugen gegen ihren Körper, kreischten in hohen Stimmen, durchfuhren sie schließlich, drangen in ihr Herz – und es zerbrach. Zerbrach wie Glas in unzählige Scherben und nahm Alaina die Wärme, jedes Gefühl. Völlig leer sah sie die Dunkelheit immer näher an ihr Sein heranrücken, an ihrer Seele lecken, bis die Welt nur noch Finsternis war.
 

Lumir umklammerte die Schultern des Mädchens, das leblos in seinen Armen lag. Tränen schimmerten in seinen geröteten Augen, die er zusammenkneifen musste, um dem Anblick, der sich ihm bot, zu entgehen.

„Wieso sie?“, flüsterte er mit erstickter Stimme, schüttelte den Kopf, als wollte er das Geschehene ungeschehen machen. „Ich mochte sie, mochte sie sehr – habe sie geliebt!“

Die letzten Worte hatte er mit voller Kraft in die Stille um ihn her hinein geschrieen. Sie hallten an den fernen Bergen wider, konnten jedoch den Schmerz nicht lindern, der an seinem Herzen fraß.

Langsam hoben sich seine Lider. Er blickte auf ihr bleiches Gesicht hinab, strich ihr mit der Hand über die Wange, noch warm, als wäre sie noch vom Blut durchflossen – doch das war unmöglich. Er hatte ihr Herz zerrissen. Zerrissen, um sich selbst zu stärken.

„Du nimmst mir alles, alles, was ich habe, was ich je besitzen könnte“, fuhr Lumir erneut mit leiser, kaum hörbarer Stimme fort. „Du bist ein Teufel, Noris, ich hasse dich!“

Dann sank sein Kopf auf der Brust des Mädchens nieder, kraftlos, willenlos - und Tränen vermischten sich mit Blut.



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Kommentare zu diesem Kapitel (9)

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Von:  lemontree
2009-03-11T07:51:13+00:00 11.03.2009 08:51
boa voll schön
so traurig und hach eine gute geschichte für unglücklich verliebte
ich hab jede szene mitgefibert und hab am schluss fast geheult
wenn ich richtig gute Storys lese bekomm ich auch direkt lust sie zu zeichnen aber bin momentan an nem anderen projekt aber die story die is voll schön
verdient YUAL ^^
*dauem hoch*
weiter so
Von:  sunshishi
2008-11-02T19:53:51+00:00 02.11.2008 20:53
Hallo Hoellenhund,

ich muss zugeben, dass mich deine Geschichte mitgerissen hat. Allerdings finde ich persönlich das Ende konfus - kann mir sozusagen gar nix drunter vorstellen. Was genau ist mit Alaina passiert? Wer sind Lumir und Noris? In welcher Verbindung stehen sie zueinander?
Sorry, ich kapier's nicht v.v
Ansonsten finde ich deinen Schreibstil recht gut^^ Er fesselt und ist teilweise flüssig zu lesen.

Weiter Sachen, die mir aufgefallen sind - alles nur Vorschläge (was du nutzen möchtest oder lieber ignorierst, bleibt dir überlassen^^):
>Nach einer Weile erhob sie erneut die Stimme... [...] Schon erhob sich Jaro erneut in die Lüfte. [...] Rasch erhob sie sich...
Wortwiederholung "erhob".

>...die anderen empfindsam reagieren ließ; das hatte Alaina bereits am frühen Morgen zu spüren bekommen,...
Wieso das Semikolon? Einen Punkt fände ich angebrachter.

>...sie angeschrien hatte, ihr klar gemacht,...
Es müsste heißen "ihr klar machte".

Grundsätzlich benutzt du in der Passage von "...das hatte Alaina bereits am frühen Morgen zu spüren bekommen,..." bis "...Tränen in den Augen, ohne wirklich zu begreifen, was es so betrübte." sehr viele Passivformen, vor allem "hatte", was es in einem so kurzen Stück zur Wortwiederholung werden lässt und mir das Lesen schwer macht. Gerade am Ende zeigst du nämlich, dass du durchaus die aktiven Verbformen nutzen kannst, auch wenn das Geschehen vor dem eigentlichem Handlungsstrang abläuft.
Verbesserungsbeispiel: Das bekam Alaina bereits am frühen Morgen zu spüren, als ihre Mutter sie zum Wasserholen an den Dorfbrunnen schickte.

>...und einer porzellanernen Haut...
Ich weiß zwar, dass das Wort schon mal korrigiert wurde, aber es ist immer noch falsch v.v Hab extra im Duden nachgeschlagen. Es müsste "porzellanen" heißen.

>..., überfiel sie jäh ein kalter Schauder. [...] ..., woher dieser jähe Wunsch rührte,...
Wortwiederholung "jäh". Das zweite könntest du durchaus weglassen - oder durch ein anderes ersetzen.

>Die Kälte um Alaina her schien zuzunehmen,... [...] ..., schien auch die Kälte in ihren Leib einzudringen. [...] ..., doch ihre Glieder schienen erkaltet... [...] Eine kalte Männerstimme sprach zu ihr,...
Wordwiederholung "Kälte/kalt".

>Und dieses Gefühl, dieses Gefühl,...
Wieso das zweite "dieses Gefühl"?

>Bitte verzeih ihm, er meint es nicht so.
Lumir
Diesen Brief versteh ich nicht, wenn ich jetzt die ganze Geschichte kenne. Was meint er wie nicht???

Okay, das war's erstmal.
Insgesamt war deine Geschichte sehr schön geschrieben - auch wenn ich nicht alles verstanden habe v.v

Greez
SuShi

Von:  Nordwind
2008-10-01T09:25:36+00:00 01.10.2008 11:25
Das ist wirklich eine sehr schöne Geschichte, wobei 'schön' eigentlich in diesem Sinne ein unpassender Begriff ist. Schön ist jedenfalls dein Schreibstil, der sowohl etwas malerisches als auch märchhaftes an sich hat. Du beschreibst Umgebungen sehr bildhaft, deine Worte malen praktisch das Bild das zu zu übermitteln versuchst in den Gedanken des Lesers, das findet man wirklich nicht allzu oft. Zudem finde ich, dass du die Gefühle sehr schön umschrieen hast, so dass man auch diese gut nachvollziehen und nahezu mitfühlen kann.

Der Inhalt ist keineswegs schön, oder doch, wenn man es als bizarre oder abstrakte Schönheit betrachtet. Man glaubt eine schöne, romantische Geschichte zu lesen bis zu jenem Augenblick, da sich der Ausdruck auf Lumirs Gesicht verändert. In diesem Moment erkennt man, das alles bisher gelesene eigentlich ein Gefilde aus Spiegelglas ist, das nun Risse bekommt und im nächsten Augenblick in sich zusammenbricht. Zurückbleiben nur die Scherben, vor denen Lumir steht als er das tote Mädchen in den Armen hält, vor denen man selbst steht, weil man schließlich erkannt hat, dass alles Gelesene nur Schein war.

Sehr interessant, wirklich und jedenfalls verdientes YUAL (in diesem Sinne noch herzlichen Glückwunsch dazu). ^__^

Liebe Grüße, Nordwind
Von:  Loettchen1989
2008-09-17T07:23:57+00:00 17.09.2008 09:23
Mir gefällt deine kleine Geschichte sehr gut. Du hast einen sehr angenehmen Schreibstil. Da ich persönlich auch Fan von Schachtelsätzen bin, stören mich diese nicht wirklich. Zumal deine auch immer ihren Sinn behalten. (abgesehen von dem einen Schachtelsatz, den Miki-Ju bereits erwähnt hat ;-) )
Dann muss ich noch sagen, dass ich selten eine so gute FF bei Animexx gelesen habe. Die Spannung, die du in dieser aufbaust, istgreifbar und das ist meiner Meinung nach eine hohe Kunst.
Mach weiter so! Ich freu mich schon auf mehr von dir!

lg
Loettchen
Von: abgemeldet
2008-09-14T08:18:26+00:00 14.09.2008 10:18
am anfang hast du es echt bischen kompliziert geschreiben ne. es gab auch nicht fiele direkte Reden und die setzte waren zu lang ne. Aber (jaja es gibt auch ein aber^^) Ich finde die geschichte echt genial ne XD! Wirklich schön hast du dir es vorgestellt ne^^ aber '(wieder ein aber -.-°) die geschichte ist einfach zu offen ne! (finde ich ne!) Da muss doch noch ne fortstzung geben ne! Q____Q!!! DAS Ist echt ne super geschichte ne! Also...ne fortsetzung ja ne?

Maruina-chan

ich liebe dramatische enden ne XD

Von: abgemeldet
2008-09-01T10:10:15+00:00 01.09.2008 12:10
Mit dir weiter geht hab ich gemeint...nicht mit der Story, die ist ja schon abgeschlossen xD
Sry hab mich falsch ausgedrückt^^
Von: abgemeldet
2008-09-01T10:09:23+00:00 01.09.2008 12:09
Wunderbare Geschichte!
Ich liebe diese dramatische Romantik *________________*
Und dein Schreibstil harmonisiert perfekt mit der Story.
(Abgesehen von ein paar kleinen Schreib- und Ausdrucksfehlern, aber die hat deine erste Kommischreiberin ja schon bemerkt wie ich sehe und sie sind auch nicht schlimm!)
Überhaupt ist die Idee grandios!
Ich verstehe gar nicht, warum hier so wenige nur ein Kommi schreiben >.>
Naja ich pack die Story mal auf meine Favo-Liste und bin gespannt wie es weitergeht!

Lg Rose~*
Von:  Bernsteinseele
2008-03-12T17:42:58+00:00 12.03.2008 18:42
An und für sich eine schöne Story ... schön romantisch und doch irgendwie gruselig ^^
Aber so traurig wie das Ende ist, hätte ich als Genre noch Drama genommen :(
Von:  MiKiYu
2008-01-25T15:17:39+00:00 25.01.2008 16:17
(FWcfcZ-Kommi)

Hi, ich dachte, ich wage mich mal an diese Geschichte.
Zuallererst möchte ich sagen, dass du es richtig gut schaffst die Spannung zum Ende hin immer mehr ansteigen zu lassen. Du erzeugst erfolgreich eine von dunkler Vorahnung überschattete Stimmung und lässt der Geschichte das Geheimnisvolle, indem du nicht alles ganz auflöst und der Phantasie Raum lässt.
Es ist schön, wie du die wahrgenommene Umgebung mit einbeziehst. Du formulierst sehr gut, manchmal aber auch ein wenig umständlich. Die interessante und abwechslungsreiche Wortwahl liest sich ebenfalls sehr angenehm.
Bis auf ein, zwei Flüchtigkeitsfehler hast du (soweit ich das beurteilen kann)eine einwandfreie Rechtschreibung, was, wie ich dir seit meinen Erfahrungen bei Animexx versichern kann, nicht gerade selbstverständlich ist.
Bei der Geschichte hast du für die Person des jungen Mannes einen guten, spürbaren, wenn auch verborgenen Hintergrund geschaffen. Dem Mädchen fehlt ein wenig dieser Tiefe. Ich hätte mir ein wenig mehr Einblicke in ihr Leben, in frühere Erfahrungen mit Männern zum Beispiel, oder etwas über das Verhältnis zu ihrer Mutter gewünscht. Ein paar Sätze würden schon genügen. Zudem sind da ein paar Kleinigkeiten, die mir besonders ins Auge gefallen sind, aufgelistet.
Die jeweiligen Kommentare sind, wie auch der ganze Rest von meinem Gefasel, nur als geschmacksabhängige Ratschläge zu betrachten. Du kannst die Dinge ja auch anders sehen, ich möchte nur aufzeigen, woran sich andere gegebenenfalls stören könnten.



Stumm wie ein Schatten segelte die braune Sumpfohreule zum Fenster hinein und landete auf einem kleinen Schreibtisch in der gegenüberliegenden Ecke des Zimmers, der von einer einzelnen Kerze erleuchtet wurde und wo sie sich mit ausgebreiteten Flügeln beinahe über die ganze Holzplatte erstreckte.
___Die Kerze sollte zumindest flackern, denke ich. Und ein wenig mache ich mir Sorgen, die Eule könnte sich einen Flügel verbrennen.


Langsam ließ sich Alaina auf die Kante ihres Bettes sinken, die Sumpfohreule gab ein pfeifendes Geräusch von sich, wohl ihr Ruf, um ihre Freundin aufzumuntern, und schwebte zu ihr hinüber, um auf ihren Knien zu landen.
____ Bezugsperson nur halbklar: Sie landet auf Alainas Knien, nicht auf den eigenen, oder?



Der Tag war grau und trist, wolkenverhangen der Himmel.
______“Der Tag war grau und trist, der Himmel wolkenverhangen.“, ist meiner Meinung nach besser, man stolpert weniger über die Formulierung.


„Der Eimer ist leer. Geh und hol neues Wasser und zwar sofort“, hatte ihre Mutter in ungewöhnlich strengem Tonfall gesagt und Alaina, diesen nicht gewöhnt, hatte zurückgegeben, dass sie sich auch ohne diese schroffe Art sofort auf den Weg begeben hätte, woraufhin ihre Mutter sie angeschrien hatte, ihr klar gemacht, dass sie keine frechen Widerworte duldete, die Alaina jedoch niemals gehabt hatte.
_____Der Satz ist ein wenig verschachtelt, aber das letzte Anhängsel ist wirklich verwirrend. Die Mutter duldet keine Widerworte, die Alaina nie gehabt hatte? Mir ist schon klar, was du meintest, aber ein abgetrennter Satz würde an dieser Stelle deutlicher sein.


Nur eine Antwort, das war alles, wonach es ihr verlangte;
________Wonach es sie verlangte.

einen jungen Mann von vielleicht zwanzig Jahren mit rabenschwarzem Haar und der porzellanernsten Haut, die sie je gesehen hatte.
________mit einer porzellanernen Haut, wie sie sie noch nie erblickt hatte.



Beinahe hätte Alaina auf der Stelle Kehrt gemacht und wäre zurück in ihr Dorf geeilt, als der kleine Fetzen Pergament, den Jaro ihr gebracht hatte, vor ihrem inneren Auge erschien. Er musste aus genau diesem Haus auf genau diesem Hof stammen und sein Autor schien es gut mit ihr zu meinen.
_______Woher will sie das wissen?



es lag in eine Art dunklen Nebel gehüllt, der ihre Blicke nicht passieren ließ.
_________Blicke durchdringen, sie passieren nicht, das wäre eine Bewegung.


Das tiefe Sehnen ihres Herzens nach der Nähe des halb Fremden schien …
_________Keine Halben Sachen! Entweder ganz fremd oder nicht ;)
Benutz einfach „des jungen Mannes“. Es hat Distanz, und ist unverbindlich.


Alles in allem gefällt mir dein Stil, ich lese, sobald ich wieder Zeit habe, gerne einen weiteren deiner Texte.

LG, Miki



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