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Sinten-de-Marth widmet sich der Darstellung des weiblichen Geschlechts und zieht den Betrachter mit ungewöhnlichen Perspektiven, gedämpften Computercolorationen und der Schönheit des weiblichen Körpers in seinen Bann. Die dynamischen Darstellungen vermitteln eindrucksvoll, wie ernst der Zeichner die Ästhetik auch hinter umstrittenen Motiven nimmt.
 

Dōjinshi

Cover


 

Animexx: Dein Animexx-Name:
Sinten-de-Marth:

Mein Name hier und auf fast jeder Website auf der man mich antrifft ist und bleibt: „Sinten-de-Marth“. Aber ich finde es immer amüsant zu sehen, wie einige mich nach so vielen Jahren immer noch als weiblichen Zeichner ansehen. 
Ich bin männlich, genauso wie Mi0 auch -  nur um diese Wissenslücke noch mal dezent zu stopfen, da ich für meinen Teil aufgrund der hohen Animexxbesatzung von weiblichen Usern, Angst bekam, dass mir diese gerne exorbitante Geschlechtsmerkmale femininer Natur zu sprachen.

   
Animexx: Wie lange zeichnest du schon?
Sinten-de-Marth:

Ich müsste lügen wenn ich behaupte, dass ich das seit meinem ersten handeln auf Erden tue. Wenn ich mich recht entsinne, begann ich erst sehr spät mit dem Zeichnen, obwohl man mir schon immer „Talent“ hinterher rief. 1998 bekam ich auf flehen und betteln von meinen Eltern einen N64 geschenkt, mit dem Klassiker „Zelda: Ocarina of Time“, wo ich mit kindlicher Vorfreude mein erstes geplantes Bild umsetzte indem ich Link aus einer Zeitschrift abmalte. Meine Eltern waren stolz und ich auch, aber das war es dann auch schon mit meinen kreativen Ergüssen der damaligen Zeit – zumindest ist es das einzige woran ich mich erinnere. Drei Jahre später, einer Zeit wo ich eigentlich nur Games gezockt habe und ab dem Zeitpunkt auch noch getan habe, kam alles Schlag auf Schlag. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht wie ich das nun alles aufschlüsseln soll, da es einfach eine raue Menge ist die mich beeinflusste und voran brachte. Aber man kann sagen ab 2001 begann meine eigentliche Zeichnerei.

   
Animexx: Gab es ein Schlüsselerlebnis, dass dich zum Zeichnen gebracht hat? Wenn ja, welches?
Sinten-de-Marth:

Wie oben schon erwähnt, gab es viele Schlüsselerlebnisse die mich voran brachten, aber an alle kann ich mich nicht mehr erinnern, weshalb ich diese Frage leider schon als beantwortet ansehe...

   
Animexx: Blieb dein Stil konstant, oder hat er sich tiefgehend verändert? Wenn ja, wie?
Sinten-de-Marth:

Mein Stil? Ich hatte damals das Ziel einen Anime/Manga Stil zu beherrschen der einfach klassisch ist. Es reizte mich einen solchen zu kreieren, jedoch hatte ich damals noch sehr viel zu lernen. Mir fehlten die Grundlagen welche ich erst im laufe der Zeit durch stetiges erkennen und studieren meiner Fähigkeiten erlernte. Vor allem beim Hentai, dem ich später anstrebte, ist es ein großes Problem einen Stil zu finden den man aufgrund seiner Verspieltheit nicht nach ruft es sei Lolicon- oder Shota-Thematik. Denn ein Stil spiegelt sich meistens in der Komposition des Gesichtes des jeweiligen Charakters ab, den man erschafft. Der Körper hingegen sollte in meinen Augen auch immer zum Gesicht passen und bin mir sicher, dies auch für mich geschafft zu haben. Aber um auf die Frage zurückzukommen: Ja, mein Stil hat sich im Laufe der Zeit verändert, aber ich wusste immer was ich erreichen wollte und noch erreichen will.

   
Animexx: Wer hat dir auf deiner Laufbahn beigestanden und dich unterstützt?
Sinten-de-Marth:

Ehrlich gesagt kaum jemand, da ich die meiste Zeit die ich im laufe der Jahre mit dem zeichnen verbrachte, dies auch nur für mich tat. Im nach hinein steht mir ganz besonders mein Vater bei und freut sich eigentlich immer wenn ich etwas neues auf die Beine stelle, alle anderen hingegen nehmen es so hin ohne groß etwas dazu zu sagen – was auch gut so ist, da ich nicht unbedingt Massen taugliche Bilder erarbeite. Ansonsten gibt es nur wenige die mich dahingehend damals unterstützten und mir jetzt beistehen, wobei ich mich auch bei diesen bedanken möchte.

   
Animexx: Auf welche Dinge legst du bei deinen Bildern besonders wert?
Sinten-de-Marth:

Es ist fraglich und unbedeutend was ich für einen Wert in meine Bildern lege, da dieser vor allen bei meiner angewandten Thematik eher umstritten ist als das er akzeptiert wird. Nichts desto trotz ist mein größtes Anliegen immer die Ästhetik dahinter. Sicher, oftmals ist es für die meisten Adultbildern eher gewöhnungsbedürftig bis hin zu unanschaulich. Auch wenn viele wohl möglich ein Vorurteil gegenüber Hentai oder gar mir hegen, so ist es nicht meine Absicht dieses Thema zu pauschalisieren so wie es die meisten tun, um mal eine fixe Idee zu manifestieren. Wenn ich weiter gehe bekomme ich das kotzen, wenn ich sehe wie leichtfertig man damit umgeht und Hentai vermarktet. Viele kennen es nicht anders, aber für mich ist es eine Beleidigung, weshalb ich versuche einen gewissen Standard zu wahren der die Mühe und Liebe dazu erkennen lässt. Ein weiterer Punkt ist die Tatsache, dass ich sehr gerne perspektivisch zeichne, denn erst dadurch kann ich mir sicher sein eine nötige Situationsspannung einzubringen. Aber neben der Perspektive lege ich auch immer sehr viel Wert auf die Anatomie und die damit verbundene Dynamik der einzelnen Personen. Zusätzlich muss die Komposition stimmig sein, denn dies kann für mich ein alleiniger Grund sein ein Projekt sofort aufzugeben.

   
Animexx: Gibt es Dinge, die dir beim Zeichnen besonders schwer fallen?
Sinten-de-Marth:

Solange ich Zeit und Lust habe und man mir dabei nicht komplett auf den Nerv geht, bin ich in der Lage alles umzusetzen solange es im Rahmen meines zeichnerischen Stils fällt. Aber meine größten Schwierigkeiten liegen einfach im Zeichnen von Dingen im realen Stil. Ich bin mir sicher es zu beherrschen, wenn ich genug Motivation hätte mich daran ausgiebig zu versuchen, denn bisherige Versuche sahen doch ganz annehmbar aus.

   
Animexx: Was glaubst du, macht deinen Stil aus?
Sinten-de-Marth:

Meinen Stil? Ich bin mir sicher dass mein Stil vor allem in der Art der Kolorierung markant ist, zumindest ist dies eigentlich dass einzige was ich wirklich zu hören bekomme. Wie es mit dem Stil der Outlines aussieht, also dem was ich eigentlich darstelle, konnte mir bisher kaum jemand etwas detailliertes sagen. Ich bin aber recht zufrieden damit, weshalb mir das ehrlich gesagt auch unwichtig ist, solange es stimmig erscheint. Vielleicht macht mein Stil auch das gesamte Ganze aus, was ein Bild von mir am Ende darstellt. Wer weiß...

   
Animexx: Mit welchen Medien arbeitest du am liebsten und warum?
Sinten-de-Marth:

Hah, sehr gut! xD Als ich damals begann, wurstete ich mit Buntstiften herum mit denen ich auf großformatigen Papieren meine Bilder erarbeitete. Sicher war es spaßig und des öfteren ging ich mit Krämpfen ins Bett, da ich zu sehr mit den Stiften aufdrückte, warum? Ich wollte eine deckende Anime-Koloration erreichen. Zu dem Zeitpunkt war mir das arbeiten am PC fremd und es wurde nicht besser als ich eine Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten begann, aber bald auch wieder abbrach, denn genau dieser Fakt wurde mir zum Verhängnis. Ein alter Kumpel zeigte mir einige Werke die er mit dem PC erstellte und ich war in erster Linie Neid zerfressen über seine Ausrüstung etc pp. Irgendwie kam ich aber an eine altes Photoshop 6.0 heran und brachte mir es über einige Jahre autodidaktisch selber bei und das mit einen besseren Erfolg als durch das nutzen einer Lehreinrichtung – einfach weil ich es wollte! Seitdem arbeite ich hauptsächlich digital, weil damit mein Stil einfach besser zur Geltung kommt, er baut fast schon auf das Medium auf, weshalb ich mich auch schwer tun würde dieses wieder abzulegen. Von den technischen Möglichkeiten die bei mir nahezu zwingend erforderlich sind, ganz zu schweigen.

   
Animexx: Welche Aussagen stecken hinter deinen Motiven?
Sinten-de-Marth:

Würde ich es nicht besser wissen, so wäre meine persönliche Behauptung jene, dass die Aussage mit jeden Bild anders ist. Ich stecke nicht in jedes Bild bewusst eine tiefgründigere Nachricht, aber oftmals sind es einfach Eindrücke die man beim anschauen erhält und dem Betrachter vielleicht mehr vermitteln, als nur ein Bild was sie mal schnell durch klicken. Ich würde mich nicht als jemanden sehen, der Bilder zeichnet wo man sich darin verlieren kann, aber falls es doch vorkommt, dann weiß ich dass meine Emotionen die letztendlich in jedes Bild mit einflossen, erkannt wurden. Sozusagen würde ich meinen, dass meine Bildaussagen eher ein Situationsbedingter Charakter ist.

   
Animexx: Was inspiriert dich?
Sinten-de-Marth:

Darauf habe ich gewartet... Es mag vielleicht blöd klingen, aber ich liebe die Anmutigkeit und die Zierlichkeit des weiblichen Körpers. Die Ästhetik die damit verbunden ist, kann ich kaum in Worte fassen. Das inspiriert mich und da sind mir Details unwichtig. Es ist einfach die Natürlichkeit die mich anspricht und genau das ist auch meine Inspiration. Damit dies keiner in den falschen Hals bekommt, all das spielt sich im Kopf ab. Auch wenn viele vielleicht glauben mögen, ich muss doch einen ordentlich an der Waffel haben, weil sich diese Ansicht nicht mit dem Hentai vereinbaren lässt. Doch tut es, nur sind diese Gedankengänge zu komplex, als dass ich sie so formulieren könnte, so dass ein jeder diese versteht... Auch wenn man es mir nicht glauben mag, ich bin ein extrem sensibler Mensch mit viel Respekt vor Idealen. Ach so, Musik und so ist auch immer gut. °_°

   
Animexx: Ist Zeichnen für dich nur ein Hobby, oder hast/willst du es zum Beruf machen?
Sinten-de-Marth:

Ich merkte es beim aufnehmen von Auftragsarbeiten, dass ich mich nicht entfalten kann sobald ich unter Druck stehe. Sehr gern hätte ich es zum Beruf gemacht, aber da mir meine Bilder sehr viel bedeuten, da immer ein hohes Maß meiner Seele mit einfließt, kann ich mich nicht dafür bezahlen lassen. Es ist so als würde ich meine Seele verkaufen und bei meinen letzten Auftrag den ich mit soviel Leidenschaft durchführte, hatte ich mehrere Monate lang keine Motivation etwas neues zu machen. Vielleicht eine extreme Ansichtsweise, aber ich bin mir sicher damit niemanden wehzutun. Vielleicht hätte ich auch einfach mehr verlangen sollen...

   
Animexx: Welche Art von Kunst magst du noch neben Anime und Manga?
Sinten-de-Marth:

Ich mag Architektur und alles was dazu gehört, aber auch Abstraktes hat für mich seit einigen Jahre einen gewissen Wert, den ich sehr gerne auf mich wirken lasse. Allerdings will ich auch nicht die Kunst von Videospielen außer Acht lassen, letztendlich fließt da soviel zusammen.

   
Animexx: Hast du ein Vorbild?
Sinten-de-Marth:

Ich überlegte gerade eine ganze Weile ob ich diese Frage überhaupt beantworte, aber wenn sie schon gestellt wird, dann will ich auch ehrlich sein. Mein Vorbild ist Ingo Kuczera, ein Künstler aus dem „Atelier Oberlicht“ in Radebeul. Ich war 2003 dort als Praktikant untergebracht und lernte ihn kennen. Er war recht zurückhaltend und wirkte verbittert, jedoch nahm er mich oft unter seine Fittiche. Er zeigte mir viele Dinge die er schaffte und auch wenn ich mich für seine Surrealen und meist Abstrakte Werke wenig begeistern konnte, so war er bemüht mir etwas mitzugeben. Letztendlich waren es aber andere Dinge die ich mitnahm... Das erkannte ich aber leider erst später, denn mein damaliges und trotziges Verhalten, so wie es sich für ein Jugendlichen in der Pubertät gehört, war nur unangebracht und ich bin noch immer sprachlos dass er darauf wartet bis ich etwas veröffentliche, denn er würde es sich kaufen um zu sehen wie ich mich gemausert habe. Ingo Kuczera hat sich im Jahr 2004, an seinen 40. Geburtstag, das Leben genommen. Ich erfuhr davon als ich im selben Jahr erneut ein Praktikum im Atelier machen wollte und trotz des traurigen Umstandes auch durchführte – seitdem sehe ich in ihm, trotz verschiedener Ausführungen und Ansichten der Kunst, als meinen persönlichen Mentor.

   
Animexx: Wo würdest du eines deiner Bilder gerne veröffentlicht sehen?
Sinten-de-Marth:

Ich glaube ich würde mich nur unnötig bestätigt fühlen wenn meine Bilder irgendwo groß angepriesen werden. Ich bekomme schon den mentalen Terror wenn ich eines meiner Bilder auf gewissen Sammelseiten wiederfinde. Also in dem Sinne kann ich bescheiden behaupten: „Nein, Danke!“ - Ich kann darauf durchaus verzichten. Sollte es sich jedoch anbieten überlege ich es mir wohl möglich, aber es wäre unsinnig sich deswegen nun heiß zu machen.

   
Animexx: Wie lange brauchst du in etwa für ein Bild?
Sinten-de-Marth:

Das kann ich kaum sagen, da ich zwischen drin immer etwas anderes mache. Also an sich bestimmt ca. 20-30 Stunden, jedoch zieht sich dass meist immer über Wochen, da ich nicht immer Bock hab meinen Rechner beim sterben zuzuschauen, wenn er mal wieder meint die Datei nicht gespeichert zu bekommen. Letztendlich gurke ich zu sehr auf Kleinigkeiten herum und hoffe unbewusst, dass man darauf eingeht, allerdings rechne ich Bilder immer herunter, so dass man auch eine gute „Vollansicht“ hat. Was die Detailarbeit meist unsinnig macht...

   
Animexx: Welchen Tipp hast du an andere Zeichner, außer Übung natürlich?
Sinten-de-Marth:

Einen Tipp? Och da hab ich mehrere. Lasst euch nicht beeinflussen, denn auch wenn man erst frisch begonnen hat zu zeichnen, so ist es falsch wenn ihr euch voreilig einredet ihr habt eure Grenzen schon erreicht. Ich kenne es von damals zu gut, dass man sich schnell mit Profis vergleicht und dann voreilig das Handtuch wirft. Das bringt euch nicht weiter, also bleibt euch selber treu und lernt einfach davon, erkennt Vorrangehensweisen und übernimmt diese in euren Stil und passt sie euren Fähigkeiten an. Seid euch aber im klaren, dass ihr auch die Grundlagen lernen solltet, denn diese gehören dazu, egal was man zeichnet. Andere hingegen wollen nur Aufmerksamkeit und reden sich ein sie haben Stil... Und an der Stelle lasst mich beiläufig erwähnen: ...FAIL! Mal im Ernst, es ist schwer sich selber zu kritisieren, aber wenn man dies kann, kann man sich auch verbessern! Man muss nur wissen was einen fehlt und das zu erkennen ist eine Kunst für sich. Von da an kann es nur bergauf gehen... All das kann eigentlich damit ausgesagt werden, dass man sich nie was vormachen sollte und immer zu sich ehrlich bleiben muss. Viele zeichnen ab, was am Anfang okay ist um ein gewisses Geschick zu erlangen, aber alle die bewusst betrügen und es sich zu einfach machen, werden nie lernen ohne Fremdmaterialien etwas zu schaffen. Ob man da so stolz drauf sein kann...fraglich. Messt euch nicht an Feedback, sondern nur an dem was ihr geleistet habt.

   
Animexx: Welches ist dein Lieblingsgenre?
Sinten-de-Marth:

Ehrlich gesagt habe ich keines was ich am meisten mag, aber genauso wenig gibt es keines was ich abgrundtief hasse. Es gibt viele Dinge die ich nicht mag, aber das war es auch schon. Allerdings gebe ich zu keine gute Antwort auf die Frage zu haben, da ich nicht so fixiert bin. Nur weil man bevorzugt etwas zeichnet, hat lange nicht den Hintergrund nur jenes zu mögen, soviel ist sicher.

   
Animexx: Gibt es Dinge in deiner Zeichnerischen Laufbahn, die du ändert würdest, falls du könntest?
Sinten-de-Marth:

Definitiv nicht. Das Zeichnen hat mich letztendlich immer verfolgt und alles was damit verbunden war, hat Einfluss auf mein Leben gehabt und mich letztendlich zu der Person geführt, die ich unter keinen Umstand mehr hergeben will. Da kann ich durchaus behaupten, dass mir die Zeichnerei einen Lebensinhalt gab, und das in jeglicher Form. Außerdem baut irgendwo meine gesamte Existenz nur darauf auf, wenn man alles rückläufig betrachten würde.

   
Animexx: Welche Motive/Elemente/Dinge zeichnest du überhaupt nicht gerne?
Sinten-de-Marth:

Bleibt mir bitte fern mit pelzigen und wuscheligen Wölfen oder Drachen und mutierten Mutationen welche Darwin in der Pfanne verrückt machen würde. Im ernst, ich hab nichts gegen Viehzeugs, aber verschont mich bitte damit. Nur weil ich es nicht zeichnen mag, heißt es nicht, dass ich ein Tierhasser bin, letztendlich hab ich eine Katze welche mir seit 11 Jahren systematisch die Hörnerven abtötet - Ich hab den wandelnden Brecher dennoch lieb.

   
Animexx: Von welchem Zeichner würdest du dir eine Scheibe abschneiden, und warum?
Sinten-de-Marth:

Tut mir Leid, aber es gibt keinen von den ich mir eine Scheibe abschneiden würde. Erstens wäre es eine schmerzhafte Angelegenheit und des weiteren bin ich jemand, der sich alles selber beibringt ohne bei anderen zu spicken. Kleinigkeiten okay, aber dafür muss ich persönlich niemanden zum Gott erheben.

   
Animexx: Welche Farben sind in deinem (imaginären, falls digital) Farbkasten als erstes leer?
Sinten-de-Marth:

Ich würde sagen „Grau“, da ich meist gedämpftere Farben bevorzuge nachdem ich leidvoll erkannte, das Überblende manchmal zu heftig ist. Aber vom Grad der Nacktheit die ich fabriziere wäre wohl auch die Hautfarbe leer... Was mich dazu bringt, dass hautfarbene Haut nicht immer optimal ist, denn oftmals bestimmen vorherrschende Lichtverhältnisse auf einen Bild den genauen Farbton, und diesen fürs Auge klar zu definieren ist nicht unbedingt eine leichte Sache, besonders bei Neulingen in der Zeichnerei.

   
Animexx: Unter welchen Nicknames warst du auf Animexx unterwegs?
Sinten-de-Marth:

Soll ich ehrlich sein? Ich habe mich nie umbenannt. Seitdem ich ihr angemeldet bin, stehe ich zu meinen Nick, welcher nunmehr auch mein Künstlername ist. Ich gestehe in ihm viel zu erkennen, was mich ausmacht, weshalb ich es als unnötig empfand mich je umzubenennen. Woher dieser aber kommt verrate ich nicht... Einige wissen es, andere hingegen nicht und das ist auch gut so.

   
Animexx: An welchen Orten zeichnest du am liebsten?
Sinten-de-Marth:

Die Frage sollte lauten wie ich am liebsten zeichne und nicht wo. Digitales zeichnen lässt vermuten dass ich am PC sitze und das kann ich mir erträglich machen, wenn ich dabei eine Unterhaltung laufen habe und ein Pott schwarzer Tee bereitsteht. Besonders wenn es ein gewisser importierter ist, den ich nur selten trinke aus Angst er wird zu schnell leer... ♥

   
Animexx: Gibt es seltsame Angewohnheiten, die du beim Zeichnen hast?
Sinten-de-Marth:

Angewohnheiten klingen so negativ... Grundsätzlich fällt mir nix ein, außer dass sich meine Mimik meist verzieht wenn ich durchaus im Wahn bin etwas überzeugend darzustellen. Ansonsten esse ich auch gerne mal nebenbei und wisch mir die fettigen Haare aus dem Gesicht – insofern nicht gewaschen! Allerdings entsinne ich mich, dass ich mir vor einigen Monaten mein Mittagessen auf meinen Grafiktablett platziert zu haben und im Eifer des Zeichnens mit dem Pen im Essen herum gerührt zu haben – Bis ich letztendlich feststellte dass da irgendetwas falsch lief. Alles funktioniert noch und darum will ich hier noch mal ein großes Lob an Wacom aussprechen: „Strange!“. Obwohl ich mich per Mail schon dazu äußerte, kam nie eine Antwort. Vermutlich war es zu lächerlich... Aber das war nur ein Missgeschick und keine Angewohnheit die ich regelmäßig fabriziere – zumindest hoffe ich das.

   
Animexx: Wurde dein Talent vererbt? Wenn ja, von wem, und was macht dieser Verwandte?
Sinten-de-Marth:

Wenn ich richtig informiert bin, so hat mein Großvater damals Ölgemälde erarbeitet, während mein Vater auch durchaus Potenzial hat was das zeichnerische angeht. Ich denke somit, es liegt ein bisschen in der Familie, nicht zuletzt weil meine Oma seit einiger Zeit selber wieder malt. Zeichnen ist wie Fahrradfahren...egal wie lange man es nimmer tat, verlernen tut man es nie. Aber ich will mich noch mal zum Thema Talent äußern, denn viele scheinen sich da etwas vor zumachen. Talent ist keine Gabe die einen dazu verleitet ohne weiteres Aufgebot an persönlichen Training, diverse Dinge zu meistern. Talent ist lediglich ein Grundverständnis, was bei jedem unterschiedlich stark entwickelt ist. Das bezieht sich nicht nur aufs zeichnerische, eher kann man es überall so betrachten. Aus diesem Grund wäre es mir lieb wenn man gar nicht groß von Talent redet, denn jeder kann mit dem richtigen Maß an Eigendisziplin und Enthusiasmus in jeglichen Bereich besser werden. Vielleicht dauert es nur ein wenig länger, da einem das „Talent“, das „erweiterte Grundverständnis“ fehlt. Aber gerade das kann man nachholen – aus dem Grund würde ich nie behaupten ich sei talentiert, ich habe nur lange studiert, erkannt und mich ausprobiert. Auch wenn es einige Kunstspezialisten nicht gern hören wollen, aber ich brauchte nie irgendeine studienbasierende Lektüre. Oh Graus... ja, mir tut es auch sehr Leid mich nicht mit euch messen zu können.

   
Animexx: Wenn du aus irgendeinem Grund nicht mehr Zeichnen könntest, was würdest du tun?
Sinten-de-Marth:

Vor einiger Zeit hätte ich mir dahingehend wohl auch gleich die Kugel geben können. Aber die Umstände ändern sich und genau an denen sollte man sich fest krallen, sollte es wirklich soweit kommen, dass mir diese Tätigkeit irgendwann verwehrt bleibt. Außerdem bleiben wir mal realistisch – mit dem zunehmenden Alter wird es geistig als auch körperlich immer schwieriger die entsprechende Konzentration aufzubringen. Aus dem Grund rechne ich schon damit, dass es irgendwann soweit kommen wird den Stift niederzulegen. Was ich dann aber tun würde, sollte es nicht mehr möglich sein? Mein Leben einfach weiterleben und das Beste daraus machen, was will man denn mehr?

   
Animexx: Aus welchem Grund zeichnest du? ("Aus Spaß" zählt nicht als Antwort! ;) )
Sinten-de-Marth:

Zeichnen ist für mich eine Leidenschaft mit dem Zweck mich selber besser zu verstehen und dahingehend zu beruhigen. Ich mag es, mich lange an einen Bild aufzuhalten und im weitesten Sinne mich in der Arbeit zu verlieren. Es gibt einfach am Ende ein erwärmendes Gefühl, wenn man doch sieht wieder ein bisschen besser geworden zu sein. Ich strebe keine Perfektion an, denn dies ist einfach nicht möglich da jeder andere Auffassungen von der unantastbaren Perfektion hat. Ich will auch nicht behaupten ich zeichne nur für mich, denn das wäre doch irgendwo gelogen. Das Zeichnen selber, also der Schaffensprozess des Bildes, ist für mich wie eine Selbsttherapie um mit negativen Dingen besser klar zukommen. Das Resultat aus dem Prozess, also das fertige Bild, ist für mich demnach ein Zeugnis meines Wandels, was ich auch sehr gerne veröffentliche und mich auch immer sehr freue wenn ich darauf Feedback erhalte. ...Auch wenn ich dahingehend sehr oft resignierend wirke – Aber vielleicht ist der Grund nun auch geklärt.

   
Animexx: Sieht man dir dein kreatives Talent an?
Sinten-de-Marth:

Das kann ich eigentlich kaum beantworten. Meine Haare werden immer länger und genau dieser Fakt könnte für einige vielleicht ein Anhaltspunkt bilden, mir diverse Vorlieben ans Knie zu nageln.

   
Animexx: Deine Kunstnote aus der 3ten Klasse:
Sinten-de-Marth:

Dazu müsst ich mir erst das damalige Zeugnis aus meinen zugemüllten Schrank kratzen, da mir das aber ehrlich gesagt gerade zu blöd ist, rate ich einfach mal. Aber ich vermute dass es eine Drei war. Damals hatte ich eben, wie weiter oben schon gesagt, noch keinen sonderlichen Draht zur Zeichnerei und jeglicher Form von Kreativen Ergüssen.

   
Animexx: Wie hilfst du dir aus einem KreaTief heraus?
Sinten-de-Marth:

Das frage ich mich meistens auch. Ich lasse meist einfach die Zeit verstreichen und genieße die Zeit die ich zur Verfügung habe nach besten Willen. Irgendwann kommt schon wieder die Muse, um etwas ordentliches auf die Beine zu stellen und dann ist auch alles bereit um mich dahingehend wieder zu beschäftigen. Aus dem Grund mache ich mir eigentlich keine Sorgen. Ab einen gewissen Punkt jedoch, wird es wirklich ärgerlich wenn man immer noch auf nichts Lust hat. Genau ab diesem Punkt beginnt dann der innerliche Zwang etwas anzufangen. Meist wird dies auch nichts, aber ich stehe dem positiv gegenüber, da Ich somit wenigstens behaupten kann, mich zu fordern und nicht komplett außer Übung zu geraten. Es ist einfach falsch einen Umstand auf Zwang zu beenden, das macht einen nur unnötig zu schaffen und bringt einen auch nicht weiter. Wenn ein KreaTief einen heimsucht, dann sollte man einfach Geduld haben, denn irgendwann klärt sich das von alleine.

   
Animexx: Wo siehst du dich in 10 Jahren?
Sinten-de-Marth:

Ich hab keine großen Hoffnungen was ich zeichnerisch in 10 Jahren erreichen werde, denn es reicht mir ehrlich gesagt wenn ich ein ruhiges Leben mit meiner Liebsten führen kann.

   
Animexx: Hängst du deine Bilder in deinem Zimmer/Wohnung aus?
Sinten-de-Marth:

Damals hatte ich meine mit Buntstift gefertigten Bilder gerne eingerahmt und galerietechnisch aufgehangen. Jedoch ging irgendwann der Platz aus und mir gefielen viele Bilder einfach nicht mehr. Hat auch für mich den Grund gehabt, dass ich im gewissen Maße die Vergangenheit abschließen wollte, weshalb diese Bilder nunmehr in einer Sammelmappe einstauben. Aber aus jetziger Sicht gesehen, so habe ich keine Bilder von mir aufgehangen. Nicht nur weil es ein teures unterfangen wäre, müsste man mich als „komplett gestört“ abstempeln, wenn ich nicht Jugendfreie Sachen an meinen Wänden zum Besten gebe. Ein gewisser Grad an Scham spielt immer mit, einfach weil man trotz dessen auch nur ein Mensch ist.

   
Animexx: Was sagen deine Eltern zu deinem Hobby/Beruf? (Das Zeichnen ist hier natürlich gemeint)
Sinten-de-Marth:

Wie weiter oben schon mal erwähnt, interessiert sich mein Vater am meisten dafür, auch wenn ich trotz dessen immer ein mulmiges Gefühl habe ihn alles zu zeigen was ich so fabriziere. Aber mittlerweile überwinde ich mich ganz gut. Ansonsten interessiert sich meine Mutter nicht dafür. Vielleicht ist sie interessiert, denn sie weiß was ich so zeichne, aber voller Stolz behaupten was ich tue kann ich bei ihr einfach nicht. Wenn es nach mir ginge, wäre ich ein anonymer Unbekannter dessen Bilder nur existent sind.

   
Animexx: Welche Musik hörst du beim Zeichnen?
Sinten-de-Marth:

Meistens nur Instrumentales was mir irgendwo eine Gänsehaut verursacht, bei der ich mich einfach hinein versetzen kann. Ich bin der Meinung jeder Mensch hat ein individuelles Lied, was seinen Charakter widerspiegelt – nur findet man es nicht so schnell. Die meisten Lieder die ich mir anhöre, ist Musik aus Games, da ich ein begeisterter Spieler bin erwecken einige Themen Gefühle die mich im zeichnerischen stark beeinflussen, vor allem wenn ich eine Musik höre, wo ich das Game auch spielte und lieben lernte.

   
Animexx: Die leidige Frage: Digital oder Analog und warum?
Sinten-de-Marth:

Grundsätzlich bin ich der Frage neutral eingestellt, da beide Fachbereiche sich untereinander stark ergänzen können. Analog war einfach immer vorhanden, während die digitale Zeichnerei erst in der Moderne Einzug fand. Jeder der digital zeichnet, hat auch analoge Erfahrungen gesammelt und deswegen finde ich nicht, dass man jemand explizit nach seiner Richtung fragen sollte. Beides hat Vor- und Nachteile, aber die Möglichkeiten der digitalen Zeichnerei sind für mich einfach ausschlaggebend, weshalb ich dieses für mich beanspruche. Analoge Zeichnerei ist und bleibt einfach unantastbar, weshalb ich da weniger kritisch bin, da es unter Umständen viel schwerer ist. Das einzige was ich nicht mehr hören kann, ist die Behauptung, dass jeder mit dem PC zeichnen kann. Ich zu meinen teil stimme dem vollkommen zu. Jeder kann am PC zeichnen und colorieren. – Jedoch ist es fraglich wie gut derjenige darin ist und je sein wird, denn das Schwert in der Hand macht einen noch lange nicht zum Schwertmeister.

   
Animexx: Beantworte eine Frage, die du schon immer mal gestellt haben wolltest.
Sinten-de-Marth:

 „eh...!?“

   
Animexx: Was geht dir bei anderen Zeichnern so richtig auf den Keks?
Sinten-de-Marth:

Im Normalfall geht mir nix auf dem Geist, da ich soviel Verstand habe mich nicht unnötig in fremde Sachen einzumischen. Aber meines Erachtens nach, gehen mir jene Zeichner auf den Senkel, welche anderen Zeichnern mit Druck vorschreiben wie sie zu denken haben. Ich erinnere mich gut, dass ZeichnerY zu ZeichnerX meinte, dass man mit, einer für mich cleveren Vorrangehensweise, nichts lernt und man sich auf Studien verlassen solle... In dem Sinne Epic Fail, denn Studien kommen auch nicht von irgend woher. Also ich für meinen Teil behaupte, dass mich unseriöse Zeichner ankotzen, vor allem dann, wenn sie Neid zerfressen sind und gar nicht begreifen, was für einen Blödsinn sie von sich geben. Zeichnen beginnt im Kopf, und ein wenig Verstand kann dafür auch ganz nützlich sein.

   
Animexx: Der perfekte Bildkommentar besteht für dich aus:
Sinten-de-Marth:

...verständlicher Sprache (Subjekt, Prädikat, Objekt) und mit einem Inhalt, den man als Normalsterblicher auch lesen und begreifen kann. Ansonsten eben das Ansprechen von vermittelten Gefühlen des Bildes und je nachdem etwas positives und negatives. Aber bitte kein minimalistischen Quark auflisten, den jeder hätte versemmeln können, denn so was frustriert nur. Aber am meisten interessieren mich immer die verschiedenen Auffassungen der Betrachter. Denn es ist wirklich interessant zu sehen, wie unterschiedlich man etwas auffassen kann.

   
Animexx:
Nehmen wir an du sitzt auf einer einsamen Insel fest, ob in der Hitze oder Kälte sei dir überlassen, und du hast weder Stift noch Papier, wie lässt du deine Kreativität aus?
Sinten-de-Marth:

Ich würde vermutlich bunte Steine suchen und die dort heimischen Tiere damit bewerfen, einfach um zu schauen ob die Theorie von Evolutionssteinen zutrifft.

 

Sinten-de-Marth hat sich die Mühe gemacht und uns einen Kurzcomic aus seiner Kindheit gescannt. Auch ein paar Fotos von seinem Arbeitsplatz stellte er zur Verfügung.




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