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Tsuchie-Kinder-Kagura (Schreintänze)


Datum
Adresse
Staatliches Museum für Völkerkunde
Maximilianstr. 42
80538 München
Deutschland, Bayern
Treffpunkt
Kategorie Japan-Kulturveranstaltung
Größenordnung 100-250 Besucher
Homepage http://www.djg-muenchen.de/veranstaltungen/324/
Offizieller Veranstalter DJG in Bayern e.V.
Beschreibung Als Vorabendprogramm des 15. Japanfests in München präsentiert die DJG in Bayern e.V. eine Aufführung von Schreintänzen des Tsuchie-Kinder-Kagura (vierzehn japanische Jungen und Mädchen) aus dem Ortsteil Tsuchie der Stadt Iwami in der Präfektur Shimane.

Die Gruppe wird mit einem anderen Programm auch am Sonntag auf der Bühne des Japanfests auftreten.

Beginn: 18 Uhr
Eintritt:
15 EUR für Gäste
5 EUR für Kinder bis 12 Jahre
10 EUR für Studenten, Behinderte und Mitglieder der DJG in Bayern e.V. oder des Japan-Clubs.
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(für diesen Event-Eintrag)
 KarlE
Humoristischer Tanz „Ebisu“. Ebisu ist einer der sieben Glücksgötter Japans, der mit einem dicken Fisch an der Angel dargestellt wird. Von ihm erhoffen sich die Menschen Unterstützung beim Einfahren einer guten Ernte.

„Yumihachiman“: Hachiman wird oft als Kriegsgott in Japan bezeichnet. Dies ist die Geschichte des Teufelskönigs „Dairokuten“, der sich nach Japan begibt, um die Menschen zu quälen. Aber der starke „Hachiman-maro“ nutzt die Zauberkraft seines starken Bogens, um auf ihn Pfeile abzuschießen und ihn zur Umkehr zu zwingen

„Kurozuka“. Kurozuka heißt wörtlich: „schwarzes Hügelchen“. Aus China hat sich ein
Fuchsgeist mit prächtig rotem Fell und neun Schwänzen (was besondere Kraft bedeutet) nach Japan eingeschlichen. Um nicht erkannt zu werden, hat er die Gestalt einer schönen jungen Frau angenommen, mit der Absicht, die Braut des Tenno zu werden. Doch er wird von demWahrsager Abe no kiyoaki durchschaut und als Fuchsgeist entlarvt. Daraufhin flieht er, aber zwei tapfere Männer mit Namen Miura no suke und Kozuke no suke besiegen ihn schließlich.
(Aus dem Eventeintrag der DJG)

In der japanischen Götterwelt gab es Streit zwischen der Sonnengöttin Amaterasu-o-mikami und ihrem etwas unberechenbaren Bruder Susano-o. Als sie sich genug geärgert hatte, zog sie sich in eine Höhle zurück. Aber mit ihr verschwand das Sonnenlicht, und es wurde dunkel. Alle Versuche, sie hervorzulocken, mißlangen. Doch dann kam die Göttin Ame-no-uzume, die Göttin des Vergnügens, auf die Idee, vor der Höhle einen Tanz aufzuführen. Vom Gelächter der Zuschauer neugierig geworden, schaute die Göttin zur Höhle heraus und wurde herausgezogen. So kam wieder die Sonne in die Welt, und der Tanz der Ame-no-uzume soll der Beginn der Kagura-Tänze sein. Die chinesischen Zeichen, mit denen das Wort „Kagura“ geschrieben werden, bedeuten „Erheiterung für die Götter“.

Noch heute werden diese Tänze in Japan aufgeführt. An großen Schreinen in Japan gibt es dafür eigene Bühnen, in kleineren ländlichen Schreinen wird direkt in einem geeigneten Raum getanzt. Im Ortsteil Tsuchie in der Stadt Iwami (Präfektur Shimane) gibt es eine bereits drei Jahrhunderte währende Tradition, im Tsuchie-Schrein solche Kagura-Tänze aufzuführen. Kinder und Jugendliche haben eine eigene Truppe dafür gebildet, um diese Tradition aufrechtzuerhalten und zu bewahren.

Diese Tsuchie-Kinder-Kagura-Truppe wird zum 15. Japanfest der Deutsch-Japanischen Gesellschaft zum ersten Mal nach Deutschland kommen und ihre Tänze aufführen. Auch für München ist das eine Premiere, noch nie wurden derartige Schreintänze gezeigt. Es handelt sich um Götterlegenden oder die zahlreichen Sagen aus der japanischen Geschichte, dargebracht von etwa 13jährigen Kindern in wunderbaren Kostümen und Masken und begleitet von Flöte und Trommel. Tanz und Darstellung sind zu einem farbenprächtigen Bild verwoben.

Deshalb ist die DJG in Bayern e.V. glücklich, die Darbietungen der vierzehn Jungen und Mädchen aus der Stadt Iwami als Vorabendprogramm zum Japanfest anbieten zu können: Das Programm wird ein anderes sein als auf dem Japanfest.
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