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Maybe


Zeichner: Avoine   -   [Dōjinshi]
Erstellt: 16.10.2010
Neueste Seite: 16.10.2010
Abgeschlossen
Stichwort: Alltag
Kategorie: Kurzgeschichte
Leserichtung: Westlich
Kapitel: 1
Seiten: 21
  • Seiten: 21
    Neueste Seite: 16.10.2010
    Status: Abgeschlossen

Beschreibung
Rebecca lernte Paul vor geraumer Zeit über ein Internetforum kennen.
Nachdem sie sich gut verstanden, lud sie ihn zu sich nach Hause ein. Doch …
Wie wird dieses Treffen verlaufen?




»Maybe« hatte ich bereits im Frühjahr 2009 zu zeichnen begonnen, allerdings oft
wochenlange Pausen eingelegt und ihn sogar für längere Zeit vergessen, weswegen
er erst heuer im Sommer fertig wurde. Die Zeit bisher ging für die Bearbeitung
im Photoshop drauf, die ich immer wieder vor mir her schob.
Wegen dieser langen Intervalle zeigen einige der Panels stärkere Qualitätsunter-
schiede auf. Auch habe ich hie und da versucht, beim Zeichnen etwas zu experi-
mentieren, unter anderem auch mit Schraffur, was mir nicht gerade liegt …
Wegen der benutzten Zeichenunterlage weist leider jede zweite Seite etwas Unschärfe
an den linken Rändern auf, die ich jedoch mittels Photoshop so gut wie möglich ver-
bessert habe, so dass sie nicht mehr auffallen sollte.


Anmerkung zum Ende der Geschichte
(Den Spoiler bitte erst nach dem Lesen aufklappen)
Spoiler
Mir ist bewusst, dass das Ende sehr extrem und Rebeccas Reaktion in Hinblick auf die Situation maßlos übertrieben ist. Natürlich hätte es viele andere Lösungen für ihre Situation gegeben. Ihre Freundin war dabei, so dass sie nicht allein war. Sie hätte einfach weglaufen können. Sie hätte die Polizei holen können, nachdem sie sich von Paul bedroht fühlte. Sie hätte ihren Eltern von Paul erzählen können, so dass diese ihr hätten helfen können. Sie hätte viele Möglichkeiten gehabt.

Doch warum habe ich mich für diese »Lösung«, die keine Lösung ist, entschieden?
Als ich zu zeichnen begann, war für mich bereits klar, dass es für Rebecca kein glückliches Ende geben konnte. Nachdem während der Entstehung oft sehr lange Pausen waren, wollte ich letztlich den Comic so schnell wie möglich fertig machen, weswegen bestimmte Aspekte – wie sehr er sie bedrängt und belästigt; wie sie schließlich sogar richtige Angst hat, dass er ihr etwas antun könnte, als er plötzlich ihr gegenüber steht usw. – nicht so gut ausgearbeitet und dargestellt sind wie sie hätten sein sollen.
Mit Rebeccas Sprung zielte ich weniger auf einen Suizidversuch, sondern eher auf eine symbolische Flucht ab. Sie befreit sich von ihm, flieht aus dieser Situation, die sie in ihrer Furcht vollkommen verklärt wahrnimmt, flieht aus dieser geistigen Überforderung. Rebecca war in diesem Moment verblendet. Paul wusste immerhin auch, wo sie wohnte …
Warum Rebecca überhaupt gesprungen ist anstatt einfach wegzulaufen …? Warum werfen Menschen überhaupt ihr Leben weg, weil sie gerade keinen Ausweg sehen? Doch das führt wohl zu weit.

Diese Geschichte geht übrigens auf ein ähnliches, aber dennoch gänzlich anderes Erlebnis, das mir widerfahren ist, zurück. Seither bin ich umsichtiger geworden, besonders mit meiner Online-Präsenz.

Dies würde ich auch als den einzigen Aspekt, den man aus dieser Geschichte mitnehmen sollte, bezeichnen. Man sollte vorsichtiger mit den Informationen, die man über sich im Internet preis gibt, sein.
Zu leicht gelangen dadurch die falschen Leute an sie. Geburtsdaten, Telefonnummern und sogar Adressen sind oft genug für jedermann einsehbar – Daten, die Fremde absolut nichts angehen!
Ich will hier keinesfalls alle Internetbekanntschaften über einen Kamm scheren, dennoch sollte man sich überlegen, was man alles von sich – oft aus Unwissenheit oder Unachtsamkeit – erzählt. Das Internet merkt sich nahezu alles.
Und gerade bei Offline-Treffen sollte besondere Vorsicht geboten sein …


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