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Tekken 4



Konsole Playstation 2
Release 18. September 2002 (erschienen)
Altersfreigabe USK: 16
Genre(s) Beat 'em Up
Entwickler Namco-Bandai
Publisher Sony
Preis Ungefähr 19,95 EUR
Multiplayer-fähig Am selben Gerät
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Von:  Genesis_LOVELESS
Aktuellste Benutzer-Rezension
27.07.2011 16:10
wie oft ich bei diesem spiel auf meinem Controller herum geschlagen habe um nur alle Kombos von allen Charas hinzubekommen. Einige male ist er auch in der nächsten Zimmereke gelandet, das Spiel macht süchtig...ganz klar. Aber es macht einen auch ziemlich aggro wenn es mal nicht so läuft wie man es sich vorstellt.

Von:  Engelszorn
01.10.2002 00:00
Tekken 4 ist der neueste Prügler aus der gleichnamigen Serie von Namco. Nach Tekken Tag Tournament ist es das zweite Mal, dass man sich mit den Charakteren aus Tekken auf der Playstation 2 prügeln kann.


Für den 4. Teil hatte Namco einige Neuerungen angekündigt und als erstes fällt auf, dass viele Charaktere aus den Vorgängern gnadenlos gestrichen wurden – dafür stehen neben den alten Tekken-Charakteren Kazuya Mishima, Heihachi, Hwoarang und Lee Chaolan nun die Neuen zur Verfügung: Steve Fox, der im übrigen sehr interessant zu spielen ist, denn der Boxer beschränkt sich fast ausschließlich auf Faustschläge. Statt Roger und Alex gibt sich Combot, ein Kampfroboter in Tekken 4 die Ehre – aber er imitiert lediglich einen einmal erlernten Kampfstil. Craig Marduk ist ein Vale Tudo Kämpfer und kommt in der Masse dem gestrichenem Gun Jack gleich. Zum Schluß bleibt noch Christie, eine Capoeria-Kämpferin.

Eine weitere Neuerung ist die Aufteilung des alten Kampfmodus in Arcade und Story-Modus. Der Story-Modus entspricht dem alten Arcade-Modus, d.h. nach erfolgreichem Sieg über den Endgegner Heihachi wird dem Spieler eine Rendersquenz geboten, in der die Story nach dem Kampf weitererzählt wird. Tekken 4 hat durchgehende Sprachausgabe! (Teils in englisch, teils japanisch)
Neu ist ebenfalls, dass man einen Prolog aus Storyboardzeichnungen für den angewählten Kämpfer zu sehen bekommt, der von dem Sprecher zusätzlich kommentiert wird. Leider erschließt sich mir der Sinn der Aufteilung in Arcade und Story-Modus nicht so ganz...
Hat man einmal erfolgreich gegen Heihachi im Finale bestanden, stehen verschiedene Zusätze zur Verfügung: Galerie und verschiedene Kampfmodi. Natürlich muss man mehrmals mit den Kämpfern spielen um alle Enden frei zuschalten.

Bewertung des Spieles:

Grafik: Die Kämpfer sind gestochen scharf gerendert, die Bewegungen flüssig und dann der neuen Spielengine sehr, sehr schnell – selbst im 50 Hz – Modus. Tekken 4 kann auch in 60 Hz und auf Progressive Scan–Fernsehern laufen. Die Echtzeithintergründe sind komplett 3D und teilweise sehr gut gemacht, nur die Stadtszenen wirken zu steril und texturarm, da sollte Namco noch daran feilen. Einige der Stadien sind bevölkert und durchweg animiert – lustig, wenn man genau hinschaut, dann sind die Körper der Zuschauer sehr flach! Aber das liegt sicher daran, dass man die Speicherkapazität für die Kämpfe brauchte. Ansonsten kann man über die Grafik nicht klagen.

Kämpfe: Namco hat viel Wert auf ein ausgeglichenes Kämpferfeld gelegt und bei einigen Charakteren Moves hinzugefügt und modifiziert – vieles ist einfacher geworden. Die Arenen sind nun nicht mehr endlos, sondern durch Wände, Bäume etc. begrenzt. Die Wände kann man teilweise zerstören und für spektakuläre Moves nutzen. Ausweichen und Ausnutzen der verschiedenen Bodenebenen und der Begrenzungen ist in Tekken 4 ein Muss! Dazu gibt es verschiedene Manöver, u.a. kann man durch eine bestimmte Kombination mit dem gegner die Postion wechseln und ihn so gegen die Wand drängen.

Die Story: Ist vorhanden und wird konsequent weiter erzählt, nur leider werden Tekken-Neulinge viel verpassen, denn es gibt außer in den kurzen Prologen keine Hinweise auf die vorangegangenen Tekkenspiele.

Zusätze: Leider sucht man so lustige Extras, wie Tekken Bowl, oder Tekken Ball in Tekken 4 vergeblich. Survival, Timeattack, Teamkampf und Practise kennt man aus den anderen Teilen noch sehr gut und sie motivieren auf lange Sicht nicht wirklich. Lediglich der wiederaufgearbeitete Tekken Force-Mode macht richtig Laune auf lange Spielstunden. Anstatt nur quer über den Bildschirm prügelt man sich durch verschiedene 3D-Komplexe und sammelt gegen die Uhr Punkte, Leben und Charge – zum Aufladen der Supermoves.


Fazit: Zuviel Neues auf einmal. Sicherlich hat es nicht geschadet, dass Namco das angestaubte Zugpferd der Produktreihe etwas aufpoliert hat, aber ein wenig mehr Feingefühl hätte dem Spiel gut getan. Auch das Arcade und Story-Modus getrennt wurden ist mir relativ unverständlich. Durch das Anpassen von Tekken an die Wünsche der Fans entstand ein ziemlich künstliches Produkt, dass sicher zu gefallen, aber nicht unbedingt zu überzeugen weiß, denn leider kennt man das meiste bereits aus anderen Spielen: Die Wände aus Dead or Alive, die Zeichnungen aus Soul Caliber und zu dem sind einige der neuen Spieler lediglich Aufarbeitungen der alten, bestes Beispiel: Christie, die den gleichen Kampfstil pflegt, wie Eddi. Dessen ungeachtet hat Namco ein sehr gutes Prügelpiel mit hochauflösender Grafik und schnellem Gameplay abgeliefert, dessen Steuerung logisch durchdacht und einfach ist. Einen Kauf von tekken 4 wird man sicher nicht bereuen, aber es gibt gewiss eine Reihe von Fans, die dem alten Spielprinzip hinterhertrauern werden. Die können getröstet werden: so viele Fragen hat ein Tekkenspiel noch nie aufgeworfen und man darf auf die Fortsetzung gespannt sein.

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