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DVD: Akira Kurosawa: Ikiru - Einmal wirklich Leben (DigiPack)

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Cover
Medium DVD   -  Bei Amazon bestellen
Ursprungsland Japan
Release Mai 2008 (erschienen)
Firma KSM
Sprachen Deutsch, Japanisch
Untertitel Deutsch
Länge 143 min.
FSK 16
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Beschreibung
Das Leben ist eine Bürokratie. In dieser ist auch Kanji Watanabe (Takashi Shimura) gefangen, ist seit 20 Jahren ein fester Bestandteil im Regierungsapparat seiner Heimat. Als ihm gesagt wird, dass sein Körper von Krebs zerfressen ist und ihm maximal noch ein halbes Jahr seines Lebens verbleibt, wacht er auf. Dieses Erwachen ist schmerzhaft, denn in ihm reift die Erkenntnis, dass hinter all seinem Tun eine totale Sinnlosigkeit steht.
Er hat für nichts gelebt, wird keinen Eindruck hinterlassen. Seine Frau ist lange vor ihm verstorben und der einzige Lebensinhalt seines Sohnes scheint die Sorge um sein späteres Erbe zu sein – von trauter Familie oder gar Liebe gibt es keine Spur in Watanabes tristem Leben. Er unternimmt den verzweifelten Versuch, sich mit seinem Geld ein bisschen Glück zu erkaufen, in Spielhöllen oder bei Prostituierten vielleicht. Doch auch das kann ihm kein Gefühl der Erleichterung verschaffen. Ein kleiner Lichtblick ist die Begegnung mit der jungen Toyo, einer ehemaligen Arbeitskollegin, die ihren Job aufgeben hat. Diesen Mut kann Watanabe nur bewundern. Toyo arbeitet jetzt für einen Spielzeughersteller und freut sich an jedem neuen Tag darauf, etwas zu tun, was andere Menschen glücklich macht. Wenn ihm doch auch nur etwas einfallen würde, mit dem er sein Leben mit einem letzten, aber dafür eindrucksvollen Zeichen beenden könnte.
Und Watanabe findet tatsächlich eine Möglichkeit. Unter den unzähligen Beschwerden und Anträgen, die er als kleiner Schreibtischtäter in all seinen Dienstjahren verschleppen musste, befand sich auch der Wunsch nach einem Spielplatz in einem der ärmeren Stadtteile. Mit all seiner Kraft beginnt Watanabe nun, für dieses Vorhaben zu kämpfen. Aus einem Rädchen im Getriebe wird plötzlich das entscheidende Sandkorn. Mit seinem Wissen um bürokratische Vorgänge, dem Mut der Verzweiflung und einem Leuchten in den Augen beginnt er zum ersten Mal in seinem Leben für etwas zu kämpfen.
Da er niemandem von seiner Krankheit erzählt hat, beginnen Familie und Kollegen schon bald an seinem Geisteszustand zu zweifeln. Bis sie eines Tages an seinem Grab stehen. Nun ist ihnen zwar klar, was Watanabe so beflügelt hat. Doch diese Erkenntnis ist störend. Es verunsichert alle, die mit ihm zu tun hatten. Denn auch wenn er nur hinter vorgehaltener Hand für seine letzte Tat gelobt wird, zwingt es doch jeden einzelnen dazu, über das eigene Verhalten nachzudenken...


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